28.03.2016 – unerwartete Nachrichten...
Die Sonne schien wieder einmal und es war
wundervoll warm im Zimmer, ich schlug eine meiner zig Decken zurück und reckte
mein Gesicht in die Sonne. Ich war etwas irritiert, dass plötzlich etwas
Braunes in mein Sichtfeld geriet, doch ich hatte ja jetzt ein Plüschtier im
Bett. Daran musste ich mich erst noch gewöhnen. XD Aber es hat sein Bestes
getan, es war schön warm und kuschelig gewesen. ^^ Leider konnte ich ja die
vielen Katzen nicht zu mir entführen und sie in mein Bett packen, damit mir
warm wird. Also musste ein Plüschi her! Ganz einfallsreich taufte ich es
Chi-Chan... Chip war mir einfach zu lang, als Name. Ich schaltete den
Wasserkocher an und ging erst einmal duschen.
Zum Frühstück gab es natürlich wieder Nutella,
denn immer hin war ja Ostermontag. ^^ Neben Joghurt und Yakult, gab es wie
immer Müsli. Aber auch ein Stück Osterschokolade gönnte ich mir an diesem
Morgen. Nachdem ich mit Frühstück fertig war bemerkte ich, dass ich eine E-Mail
von Aizawa-Sensei erhalten hatte, der mich zu einem Treffen mit Motozawa-Sensei
einlud, da sie in die Richtung meines Themas forschte. Ich freute mich riesig,
da ich Motozawa-Sensei ja unbedingt kennenlernen wollte, immer hin hatte sie
mit Frau Foljanty-Jost im vergangenen Jahr den Seibold-Preis erhalten. Das hieß
ich musste mich erst einmal vorbereiten, auf das kurzfristige Treffen. Bis zum
Treffen hatte ich ja zum Glück noch etwas Zeit, weshalb ich mich einer sehr
wichtigen Aufgabe widmen konnte, welche darin bestand mein Ticket für das Conan
Konzert zu bestellen. Zu meinem Entsetzen war es schon so gut wie ausverkauft
und ich fand erst nach 5 Seiten eine Seite, wo ich noch eine Karte ergattern
konnte. Die günstigen Tickets waren zwar schon ausverkauft, aber mir ging es ja
hauptsächlich darum überhaupt noch eine Karte zu bekommen. Und als ich mich
umständlich auf der Seite angemeldet hatte war es dann endlich so weit. Ich
hatte meine Konzertkarte vorbestellt. *-*
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| Mein Schatz...*-* |
Jetzt musste ich sie nur noch im 7/11
bezahlen gehen und dann könnte ich sie in Händen halten. Dann schnappte ich mir
mein Tagebuch und mein Strickzeug und ging nach draußen, um das schöne und
warme Wetter zu genießen. Da ich keine Uhr mithatte, ging ich nach einer Weile
wieder nach drinnen und bemerkte, dass ich immer noch genug Zeit hatte, weshalb
ich noch etwas am Bog tüftelte und dann war es auch schon so weit, dass ich los
musste. Ich fuhr etwas eher los, da ich noch an der Bank halten wollte und
nachdem das erledigt war ging es weiter zur Bibliothek, wo ich mein Fahrrad
abstellte. Da das Café leider geschlossen hatte ging ich noch schnell in die
Bibliothek und lieh mir ein paar japanische Bücher aus. Danach machte ich mich
auf zu Aizawa-Senseis Büro. Ich war viel zu früh da, hatte aber gedacht er
würde ebenfalls eher da sein. Doch da hatte ich mich geirrt. Plötzlich
begegnete ich Yuiko, die 15.30 Uhr einen Termin bei ihm hatte. Wir unterhielten
uns und brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand, bis sich eine Frau zu
uns gesellte, die sich als Motozawa-Sensei herausstellte. Aizawa-Sensei war
immer noch nicht in Sichtweite, weshalb wir 3 Frauen uns unterhielten und über
dies und jenes redeten. Ich freute mich, dass die erste Begegnung mit
Motozawa-Sensei so unkompliziert war. Mit fast 30 Minuten Verspätung kam
Aizawa-Sensei angehechtet und nachdem Yuiko sich kurz verabschiedet hatte, um
noch ein paar Unterlagen für ihren Masterkurs auszufüllen, ging es auch schon
weiter mit dem Gespräch. In den nächsten 2 oder mehr Stunden unterhielten wir
uns ohne Unterlass über die verschiedenen Möglichkeiten, die sich bei meinem
Thema ergeben würden. Nach 2 Stunden brummte mir dann allmählich der Kopf, da
die Unterhaltung natürlich auf Japanisch ablief. Geplättet von den vielen
Informationen verabschiedete ich mich von Aizaya-Sensei, als das Gespräch
vorbei war und begleitete Motozawa-Sensei zu ihrem Büro, wo wir Visitenkarten
austauschten und ich mich dann auf den Heimweg machte. Ich wollte schnell meine
Sachen nach Hause bringen und dann noch fix meine Konzertkarte holen gehen. Auf
die freute ich mich schon besonders, weshalb der Weg zum Wohnheim sehr schnell
vorüber war.
Ich stellte mein Fahrrad ab, schnappte mir eine Einkaufstasche und
ging zum 7/11, wo ich mich erst knappe 15 Minuten an dem Kopierer versuchte, an
dem man hier normalerweise seine Tickets kaufen kann. Dann ging ich verzweifelt
zur Kasse und fragte die Mitarbeiter um Hilfe. Der Leiter des Konbini fragte
eine jüngere Mitarbeiterin, die den Rest erledigte, sodass ich nur noch mein
Geld bezahlen musste und dann hatte ich auch schon meine Konzertkarte in der
Hand. Überglücklich machte ich mich daran den Laden zu verlassen, als mir etwas
ins Auge fiel. Es gab neuerdings auch DVD-Kollektionen von Conan, wo zu den
jeweiligen Charakteren Hintergrundinformationen und andere Dinge drinstanden,
mit den wichtigsten Folgen zusammengefasst auf einer DVD. Ich schnappte mir die
ersten beiden Ausgaben und ging noch einmal zur Kasse, wo die Kassiererin mich
fragte, ob ich die Serie mochte. xD Ich bejahte natürlich und stiefelte danach
fröhlich zum 100Yen Lawson weiter.
Dort wollte ich noch ein paar Sachen
einkaufen. Es wurde natürlich wieder mehr, als erwartet, aber naja. ^^ Danach
ging ich vollgepackt nach Hause, fotografierte meine Habseligkeiten und machte
mich, nachdem ich meine Karte noch einmal betrachtet hatte auf den Weg in die
Küche, wo ich neben einem Kürbis noch Nudeln kochte. Ich hatte noch Käse im
Kühlschrank, der allmählich weg musste.
Deshalb gab es wenig später Nudeln mit
Käse und Kürbis und dazu noch Obst. Ich schaute noch etwas Serie und reduzierte
meine Wolle noch ein wenig und dann fiel ich auch schon erschöpft ins Bett. So
viel Fachjapanisch und die vielen Möglichkeiten, die sich mir boten hatten mich
doch etwas mitgenommen. Also erst einmal schlafen!
29.03.2016
– Stadtrundfahrt mit Shoppingtour
Das Wetter ließ nur das Beste von sich hören,
weshalb ich mit guter Laune aufstand und mein Frühstück zubereitete. Da ich
immer noch einen Wasserkocher hatte, war es sehr angenehm nur einen Schalter zu
drücken, ohne nach oben in die Küche gehen zu müssen. So konnte ich beim
Frühstück den alltäglichen Spaziergang der Kinder beobachten, die mittlerweile
brav an ihrer Leine gingen und nur ab und an Mal noch einem wehenden Blatt
hinterherschauten. Ich hatte mir vorgenommen in die Stadt zu fahren, da ich
meinen Brief von der Versicherung abholen wollte, denn der musste bis zum
30.03. abgeholt werden. Und da ich nicht ganz auf den letzten Drücker fahren
wollte, stand heut ein Besuch bei der Post und bei der Bank an, die gleich
daneben war. Das Wetter war so wundervoll, sodass ich beschloss, dass es ein
rockiger Tag werden würde. Endlich waren die Temperaturen so warm, dass ich
einen meiner Röcke ausführen konnte. :)
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| Steinspringbrunnen in der Innenstadt |
Ich radelte in die Stadt und stellte
mein Fahrrad auf einen der Parkplätze und ging zu Fuß weiter zur Bank, wo der
Sicherheitsmann, der für die Verkehrsregelung zuständig war freundlich grüßte.
Ich freute mich so sehr über das schöne Wetter, dass ich die Post schon wieder
vollkommen vergessen hatte. Ich war schon auf dem Weg ins Einkaufszentrum, als
ich bemerkte, dass ich ja eigentlich noch auf die Post wollte. Ich beschloss
das nachträglich zu machen, nachdem ich mich über Schuhpreise informiert hatte.
Im Iias gab es zur Zeit einen Ausverkauf, was extrem praktisch war, da
sämtliche Schuhe, bis auf meine Winterschuhe und meine Gummistiefel noch in
Deutschland waren. Aber bei 20 Grad im Schatten waren Winterschuhe nicht mehr
wirklich meine erste Wahl. Im ABC-Mart wurde ich fündig, fand jedoch nichts in
meiner Größe, deshalb beschloss ich im Loft noch einmal nach kitschigen
Sakura-Karten zu schauen und fand einen kleinen Katzenanhänger, den ich
mitnahm. Danach ging ich dann zur Post und holte meinen Brief ab. Ein großes
Trara für einen kleinen Brief. Aber endlich hatte ich ihn und lief zurück zum
Fahrrad.

Da ich eh gerade unterwegs war bog ich vor dem Wohnheim ab und fuhr
noch schnell ins Iias, wo ich erst einmal den Ausverkauf an Schuhen
durchstöberte und tatsächlich 2 Paar Schuhe in meiner Größe fand. Hurra! Die
musste ich natürlich nach einigem Überlegen mitnehmen und da ich schon einmal
da war schlenderte ich noch etwas durch die Passage und entschied mich hier
eine schicke Karte für eine Freundin zu kaufen. Da ich Zeit hatte nahm ich an
der Rubbellos Aktion teil und wurde so Inhaber von 5 Schokoladenriegeln. X3
Im
Supermarkt kaufte ich mir neben etwas Gebäck für mein Kaffeetrinken, welches
ich vor dem Haus abhalten wollte auch noch ein Sonnenschutzspray für die Haare
und Curry, da ich noch Reste hatte, die ich verwerten wollte. Da für dieses
Wetter sämtliche Jacken zu dick und Strickjacken zu dünn waren schaute ich noch
einmal nach einem Trenchcoat oder anderen Jacken und fand einen schönen
Strickblazer, der gerade im Uniqlo im Angebot war. (Neben 2 Sommerkleidern, die
ebenfalls im Angebot waren. X3)

Auf dem Rückweg hielt ich an einer Apotheke und
kaufte mir eine Creme für meine Knie, da die sich in den letzten Tagen stark
bemerkbar gemacht hatten. Und weiter ging es dann auch schon nach Hause, wo ich
mir meine Leckereien schnappte und damit die Bank vorm Wohnheim überfiel. Es
gab japanische Süßigkeiten, die dann allerdings so süß waren, dass ich den Rest
in den Kühlschrank packen musste. Ich genoss das schöne Wetter und als der Wind
kälter wurde verzog ich mich in mein Zimmer, wo ich erst einmal noch eine Folge
„Mord ist ihr Hobby“ schaute und etwas am Blog weiterschrieb. Als sich dann
wieder mein Magen meldete bereitete ich alles fürs Curry vor und ging dann in
die Küche, um mir ein wundervolles Curry zu zaubern.
Ich machte mir noch etwas
Kürbis vom Vortag warm und genoss eine halbe Stunde später ein super leckeres
Curry mit Hühnchen und Gemüse und als Dessert gab es den Rest Kürbis vom
Vortag. Zur Feier des Tages ließ ich mir eine Dose Ginger Ale-Wodka schmecken
und schlief dann nach ein paar Folgen „Mord ist ihr Hobby“ ein. Und wie sich
herausstellen würde, brauchte ich den Schlaf auch, denn die Nacht sollte kurz
werden…
30.03.2016
– Raus in die Natur, rein in den Park
Das Wetter wurde immer wundervoller und die Sonne
schien immer zeitiger bei mir herein und weckte mich. Dieses Mal drehte ich
mich jedoch noch einmal rum und schlief aus. Die Nacht war extrem kurz gewesen,
da meine Nachbarin auszieht und bis 3 Uhr im Gang ihre Kisten gepackt hatte…ich
hätte nie gedacht, dass man vom Geräusch reißenden Klebebandes aggressiv werden
könnte…aber auch Beruhigungsmusik und Autogenes Training verlieren ihre
Wirkung, wenn ununterbrochen Klebebandreißen oder andere Geräusche, die mit
einem Auszug einhergehen, zu hören sind…Da ich eh Mal raus musste, betrat ich
völlig verschlafen und erschlagen den Gang und fiel beinahe über einen Haufen
Kisten, der genau neben meiner Tür stand. Die Chinesin sprang sofort auf, um
mir zu helfen und verschlafen beruhigte ich sie, dass alles in Ordnung sei. In
meinem komatösen Zustand pilgerte ich aufs Klo und war erstaunt, dass sie
innerhalb der kurzen Zeit weitere Kisten und Koffer auf den Gang gezerrt hatte.
Fröhlich verkündete sie mir, dass sie aufziehe, weil sie hier ihren Abschluss
gemacht hatte. Ich war nicht mehr wirklich aufnahmefähig, gratulierte ihr
jedoch und taumelte im Slalom wieder zurück in mein Zimmer, wo ich ins Bett
fiel und nach 3 Uhr endlich Ruhe einkehrte. Ich genoss die Stille und war
sofort wieder eingeschlafen, bis 6 Uhr das gleiche Geräusch weiterging…ich zog
mir die Bettdecke über den Kopf und schaffte es so noch etwas zu schlafen, bis
die Sonne herauskam und mich erneut weckte. Daes aber schön warm in meinem
Zimmer wurde, konnte man ihr das verzeihen und gegen 10 Uhr stand ich dann auf
und bereitete mein Frühstück vor. Ich ließ es mir wieder gutgehen und gönnte
mir ein Frühstücksei, neben meinem Müsli, meinem Joghurt und meinem Toast und
Brötchen. Nach dem Frühstück machte ich mich fertig, um in den Book Off zu
fahren. Da hatte ich bei meinem letzten Großeinkauf einen Gutschein bekommen,
den ich versucht hatte in Tokyo einzulösen, was aber nicht funktioniert hatte,
da er aus Tskuba war. Deshalb radelte ich bei dem schönen Wetter langsam durch
die Straßen und stellte mein Rad beim Book Off ab.
Natürlich ging ich wie immer
meine obligatorische Runde, bei der ich zuerst noch die Conan Ecke abklapperte,
um zu schauen, ob noch ein paar Manga für 108Yen dastanden, die mir noch
fehlten. Und tatsächlich hatte ich Glück. Ich fand gleich 5 Manga für 108Yen,
sodass meine Sammlung allmählich vervollständigt wurde. Dann schnappte ich mir
noch einen Band von Rhonda Byrne, den ich das letzte Mal schon hatte mitnehmen
wollen und ging zur Kasse, nachdem ich noch etwas durch die Reihen stöberte.
Nach meinem Einkauf fuhr ich erst einmal wieder zum Wohnheim, wo ich meine
neuen Bände einsortierte. Da das Wetter so schön war beschloss ich mich in
einen Park zu setzen und dort meinen Blog zu schreiben, bzw. einen Manga zu
lesen.
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| Mittagspause ^^ |
Dafür wollte ich noch einmal im 100Yen Lawson vorbei, um mir einen
VanHouten Kakao zu holen und von dort aus ging es weiter in den Park. Es war
wundervoll, da langsam die Kirschblüten aufgingen und die ersten Bäume schon
prächtig geschmückt aussahen. Ich hielt deshalb gleich im nahegelegenen Park
und sah mich erst einmal um, bevor ich mein Fahrrad abstellte und mir eine Bank
suchte. Der angelegte Teich war richtig schön und die Enten tummelten sich im
Wasser. Der Park war voller Menschen, die entweder auf Bänken saßen, über die
Wiese rannten und spielten oder die sich einen Platz auf einer Bank gesucht
hatten. Ich zog erst einmal weiter durch den Park und machte hier und dort
Fotos. Ich war begeistert von der Blumenrabatten, die vor nicht allzu langer
Zeit gepflanzt wurde und freute mich über die verschiedensten Blumen, die alle
ordnungsgemäß ihr Namensschild trugen, damit man auch ja wusste, was man denn
gerade anschaute und schön fand. Ich entdeckte einen kleinen Wasserfall, den
ein Kind gerade mit seiner Mama über Steinstufen überqueren wollte, sich jedoch
nicht traute.
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| einer der Parks nahe des Wohnheims |
Ich fuhr deshalb einen anderen Weg und sah noch ein paar
Kirschbäume, die ich unbedingt noch fotografieren wollte. Doch zuerst einmal
hieß es Mittagspause bzw. Kaffeetrinken. Ich genehmigte mir die
Blätterteigrolle mit Vanille-Creme vom Vortag und meinen Kakao, dazu gab es
noch Pfannkuchen ähnliche Teigtaschen aus dem 100Yen Lawson. Während ich aß und
trank tat ich das, was ich am Besten konnte…Leute beobachten! Die 2 Frauen
neben mir unterhielten sich über die verschiedensten Hochzeitszeremonien, vor
allem aber über ihre eigenen und gaben in höchsten Tönen (das ist wörtlich
gemeint!) ihr Entzücken kund, bis sie schließlich aufstanden und in ein Café
gingen. Praktisch wenn man auch noch versteht, was neben einem gequiekt wird!
Auf der Wiese spielte eine Familie Frisbee und der Hund einer anderen Familie
schaute sehnsüchtig nach der flachen Scheibe, die immer wieder in seiner Nähe
vorbeiflog. Doch Fifi hatte man an die kurze Leine gelegt…und wenn ich sage
kurz, dann meine ich kurz. Er hatte gerade Mal Platz, um neben Frauchen her zu
laufen, wenn diese ein paar Schritte ging.
Ich gab es auf die unzähligen
Fahrräder zu zählen und stieß stattdessen auf einen Jungesellinnen Abschied der
besonderen Art. Die Damen hatten sich mit Hasenohren geschmückt und stiefelten
peinlich berührt durch den Park und hielten, wie bei uns auch, verschiedene
Leute an, denen sie eine Aufgabe stellten. Das Ganze lief extrem westlich ab
und ich war erstaunt über die Offenheit dieser Frauen, doch dann hörte ich,
dass sie einen Amerikaner heiraten würde, was die Sache wieder erklärte. Ich
ließ meinen Blick über den Park schweifen und bemerkte, dass der Frühling die
Pärchen aus ihren Häusern lockte. Überall liefen Pärchen durch die Gegend, bei
denen man hervorragend den Status ihrer Beziehung erforschen konnte. Manche
hielten sich an den Händen – ein deutliches Zeichen dafür, dass sie schon
länger zusammen waren – andere liefen nebeneinander her und schauten sich beim
Reden kaum an – ein Zeichen dafür, dass sie noch gaaaanz am Anfang standen.
Wundervoll, dass man das in Japan so schön auseinanderhalten kann.
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| Koi Karpfen füttern im Park gleicht einem Überfall.... |
Da hat man
immer etwas zu beobachten! Dann kam ein Opa mit seinem Enkel auf die Wiese
gelaufen, die ein herrliches Bild abgaben, da der Opa recht groß war, für einen
japanischen Mann und der Enkel maximal 3 Jahre alt war. Da lief nun ein 2 m
Riese neben einem Knirps her, was für ein Bild! Schade, dass mein Akku in dem
Moment den Geist aufgab und ich erst einmal den Akku austauschen musste. Sonst
hätte ich dieses Bild definitiv festgehalten! Nach meiner Pause beschloss ich
meinen Blog weiterzuschreiben. Leider gab es im Park keine Bank mit Tisch,
weshalb ich einfach so mein Notebook aus dem Rucksack fischte und es auf meinen
Beinen platzierte. Ich schrieb eine Weile, bis der Wind zu frisch wurde und ich
beschloss noch eine Runde durch den Park zu drehen, um Fotos zu machen.
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| fdie ersten Büten |
Viele
Leute freuten sich, dass sich auch Ausländer für ihre Kultur interessierten und
die Kirschblüten fotografierten. Ein älteres Ehepaar erzählte mir ihre
Lebensgeschichte und ein Opa, der mit seiner Familie einen Spaziergang gemacht
hatte und nun wieder zurück ins Krankenhaus ging, welches gleich um die Ecke
lag, erzählte mir, welche Sorten Kirschblüten hier überall gepflanzt waren und
was es für Unterschiede gab. Ich ging zu dem Aussichtsturm und war erstaunt,
das eine Eintrittskarte nur 100Yen kostete. Das würde ich bei schönem Wetter
definitiv Mal in Anspruch nehmen! Auf der Brücke tummelten sich Kinder mit
ihren Eltern und machten sich daran den Haufen Kois im Teich zu füttern. Während
ein kleines Mädchen ihr Küchlein fast ausschließlich den Fischen gab, belehrte
sie ihr Bruder, dass sie es Teilen müsse, in dem ein Stück für sie und ein
Stück für die Kois wäre. Sie nickte zwar, gab den Rest jedoch immer noch den
Karpfen. Mir fiel ein weiterer Kirschbaum ins Auge, von dem ich unbedingt noch
Fotos machen wollte und wurde Zeuge, wie ein Junge gerade lernte Fahrrad zu
fahren. Ich musste bei einem großen Bogen fast zur Seite hechten, worauf die
Eltern sofort angerannt kamen und sich entschuldigten. Der Junge hatte etwas
Angst noch einmal den Berg herunterzufahren, doch nachdem auch ich ihm sagte,
dass er ruhig noch ein paar Mal probieren sollte, rannte er den Berg mit seinem
Fahrrad wieder nach oben.
Ich ging zum Kirschbaum und fotografierte die
wundervolle Pracht und beschloss nun eine ganze Runde um den Park zu laufen. Neben
ein paar Enten und Kindern die im Dreck spielten begegnete ich sogar einem
Storch, der es sich auf einer kleinen Insel im Wasser gemütlich gemacht hatte.
Als ich über die kleine Verbindungsbrücke gehen wollte umzingelten mich
plötzlich unzählige Karpfen. Da ich aber nichts Essbares mehr hatte, ging ich
schnell weiter den Park entlang, um die hungrigen Mäuler nicht zu sehen. Ich
überquerte den Wasserfall und fand die nächsten Kirschbäume, die ich
fotografieren wollte.
 |
| der kleine Wasserfall im Park. ^^ |
Dann ging ich wieder zurück zu meinem Rad und fuhr
langsam nach Hause. Der Wind war zwar etwas frisch, wenn man dasaß, aber wenn
man in Bewegung war, war es sehr angenehm. Ich radelte zum Wohnheim.
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| meine Arbeitsstätte |
Da ich im
Park nicht so weit schreiben konnte, wie ich es vorgehabt hatte, schnappte ich
mir meinen Tisch, meine Unterlagen und ging nach unten, wo ich mich auf der
Wiese ausbreitete und weiter meinen Blog schrieb. Die Müllabfuhr und einige
freiwillige Helfer machten sich gerade daran den Müllberg wegzuräumen. Gespannt
beobachtete ich das Geschehen und schoss
schnell ein paar Fotos.
Dann gab es für die Herren vom Dienst eine
wohlverdiente Pause, da sie vor diesem Berg auch schon dem anderen Müllberg zu
Leibe gerückt waren. Als der Wind jedoch richtig kalt wurde packte ich meine
Sachen wieder zusammen und verschob das Schreiben auf später. In meinem Zimmer
war es aufgrund des warmen Wetters ebenfalls schön warm, weshalb ich mich Mal
nicht einmummeln musste, sondern so im Zimmer sitzen konnte.
Zum Abendbrot
machte ich mir den Rest Curry vom Vortag warm und kochte mir etwas Reis dazu
und ließ es mir schmecken. Als Nachtisch gab es einen Fruchtjoghurt mit 10
Früchten. Dann machte ich mich daran meinen Blog weiterzuschreiben, bis ich
zumindest meinen Wochenendbericht hochladen konnte und danach fiel ich
erschöpft in mein Bett und schlief ein.
31.03.2016
– Und plötzlich war es Sommer…
 |
| Brunch ^^ |
Unglaublich wie wundervoll die Sonne schien!
Allmählich landete eine Decke nach der anderen am Fußende, bis ich keine Decke
mehr hatte und mich daran machte meine Decke um die Schultern abzulegen und
meine Strickjacke hinterherzuwerfen. Es war wirklich warm! Ich stand gegen 9
Uhr auf und schaltete den Wasserkocher ein. Was für ein Luxus! Dann ging ich
fix duschen, da die Dusche gerade freigeworden war. Mittlerweile knurrte mein
Magen, weshalb ich mein Zimmer wieder verließ und mir einen weg über die Umzugskisten
meiner Nachbarin bahnte und machte mich auf den Weg in die Küche, um mir ein
Frühstücksei zu machen. Dabei traf ich auf die anderen Deutschen, die sich
Wasser warm machten und gemeinsam beschlossen wir ein Frühstück in der Sonne zu
uns zu nehmen. Es war unsagbar warm geworden und man konnte es sogar in einer
kurzen Hose und T-Shirt draußen aushalten. Also fix warten bis das Ei fertig
ist und dann raus in die Sonne. ^^
 |
| auch das ist Tsukuba |
Ich packte meine Sachen zusammen, schnappte
mir alles, was für ein Frühstück gut aussah und packte zusätzlich noch die
Matten und meinen Tisch zur Seite, damit ich nichts vergaß. Wir bereiteten uns
ein ansehnliches Lager und frühstückten, während wir uns über die letzten Tage
auf den neuesten Stand brachten. Es gab viel auszuwerten und neben der Demo
waren unsere Tokyo Erfahrungen dran. Die sich für jeden gelohnt zu haben
schienen. Es war herrlich in der Sonne zu sitzen und zu frühstücken, auch wenn
wir einmal durchgeschüttelt wurden, da ein Erdbeben uns dazu brachte, unsere
Tassen festhalten zu müssen. Aber ansonsten genossen wir unsere Zeit. Da
brauchte man auch keinen eigenen Balkon, wenn man sich vor das Wohnheim setzen
konnte. Wie beobachteten, wie die Kinder von ihrem Spaziergang zurückkamen und
die nun auf der Wiese spielen durften. Ich erzählte gerade von dem
Schuhausverkauf im Iias, als wir eine merkwürdige Beobachtung machten. Ein
Seitenfenster im ersten Stock wurde geöffnet und plötzlich schaute uns ein
plüschiger Hintern ans. Irritiert sahen wir noch einmal genauer hin und
bemerkten, dass jemand ein riesiges Plüschtier ins Fenster gesetzt hatte,
welches frisch aus der Waschmaschine kam. Die Besitzerin kam aus dem Haus
gelaufen und platzierte ihren Schützling auf einer Decke in der Sonne, wo er
trocknen konnte. Als sie wieder
verschwunden war diskutierten wir darüber, wieviel Platz man wohl noch im Bett
hatte, wenn man dieses Plüschtier mit im Bett haben würde. Keiner von uns
konnte es sich vorstellen. Unser Frühstück wurde zu einem Brunch und als es
dann Mittag war beschlossen wir wieder reinzugehen…außerdem hatte ich bemerkt,
dass sich ein Krebs zu uns gesellt hatte…es dauerte etwas, bis mir aufging,
dass das ja meine Arme und Beine waren, die eine „leichte“ Röte angenommen
hatten. Und dabei hatte ich mich extra eingecremt, bevor wir uns in die Sonne
gesetzt hatten. Wir beschlossen gemeinsam ins Iias zum Schuhausverkauf zu
fahren. Das traf sich gut, denn es war der letzte Tag für die Lotterieaktion
und außerdem wollte ich noch einmal in den Buchladen und mir ein paar
Turnschuhe kaufen, denn bei Regen trocknen die ja hier nur spärlich wieder,
wenn es nicht gerade Hochsommer ist. Wir trafen auf meine Nachbarin, die sich
so über ihren Abschluss freute, dass sie uns noch einmal davon erzählen musste.
Von ihr bekam ich sogar noch einen Wasserkocher geschenkt. *-*
Jetzt konnte ich
meinen wieder abgeben und hatte selbst einen. Wie toll sich doch alles fügt. xD
Sie erzählte mir, dass sie nach Kyoto fahren würde und sich wahrscheinlich noch
ihrem Doktortitel widmen würde, wenn sie zurück in China ist, die sie gern an
der Uni unterrichten möchte. Wir tauschten unsere Kontaktdaten aus und sie
musste dann auch leider schon wieder los zur Zimmerübergabe. Ich machte mich
schnell fertig uns dann radelten wir gemütlich ins Iias. Es war unglaublich!
Man brauchte nur eine Strickjacke wegen des Fahrtwindes, mehr nicht. Das erste
Mal in kurzen Hosen und T-Shirt in Japan unterwegs zu sein war wieder einmal wundervoll
und ich freute mich auf den Frühling und ja – auch wenn ihr mir das nicht
glaubt – auf den Sommer! Im Iias fand ich sofort ein paar Turnschuhe, welche zu
allem passen und extrem bequem waren. Und wir hatten sogar noch Glück. An dem
Tag bekamen wir auf 2 Paar Schuhe noch 10% Rabatt auf den Einkaufspreis. *-*
Das heißt meine Schuhe wurden günstiger. Wie toll! Danach ging es fix in den
Buchladen, wo ich mir einen Manga kaufte ... wer errät von welcher Serie? XD

Danach
ging es erst einmal zu einem Stoffladen, wo wir wundervolle Taschen und
Anleitungen fanden. Man musste mich abhalten keine Wolle zu kaufen, die extrem
günstig im Ausverkauf war. Die Stoffbahnen waren der Wahnsinn und ich wusste
gar nicht, wo ich hinschauen sollte. Und dann entdeckten wir eine Skurrilität
nach der Anderen. Japaner denken wirklich an Alles!!! Es gab eine Schürze, die
einen Reifen im Bund hatte, sodass man sie sich nur um die Hüfte klemmen
brauchte, ohne sich eine lästige Schleife binden zu müssen…Auch dazu gab es
natürlich Anleitungen. xD Ich kaufte ein paar Beutel und eine wundervolle
Stoffbahn und beim Bezahlen fiel mir plötzlich auf, dass einer meiner Anhänger
verschwunden war. Kurzzeitige Panik und ein Rückzug zum Buchladen waren
notwendig, wo ich nachfragte, ob man eine kleine, 2cm große, hauptsächlich in
schwarz gehaltene Figur gefunden hatte. Man zeigte mir mit aller Förmlichkeit
und vor allem Ernsthaftigkeit alle in Frage kommenden Objekte und die Frau litt
sichtlich mit mir mit, als wir feststellten, dass mein Gin-Anhänger nicht dabei
war. Uns wurde geraten ins Fundbüro zu gehen und dort nachzufragen, was wir uns
auch vornahmen.
 |
| Spieleautomaten mit Staubsaugern und Heizdecken... |
 |
| Der hatte echt Talent!!! |
Doch zuvor ging es erst einmal noch fix in ein Game Center, da
ich die Einzige war, die bisher eines betreten hatte. Wir bestaunten die Auslagen
und schüttelten nicht nur einmal mit dem Kopf. Ich verstehe ja noch Figuren und
so nen Kram, aber Staubsaugerroboter oder Heizdecken in Spieleautomaten ist
soooo Japan! Und dann entdeckten wir Essen…in Automaten!
 |
| Chips und Schoki im Automaten... |
Riesige Packunegn an
Chips oder Schokolade, die man sich krallen konnte, wenn man begabt genug war…
Was soll man dazu noch sagen?! Wir trafen auf einen Mann, der sehr geübt darin
war Preise abzusahnen, was nicht zuletzt an seinem riesigen Beutel ersichtlich
wurde, sondern auch daran, wie er mit einer Lässigkeit vor den Automaten stand
und eine Figur nach der Anderen angelte.
 |
| kleiner Mann ganz groß |
Dann kamen wir zu der Station mit den
Spielen und bei den Trommeln blieben wir mit offenem Mund stehen. Ein Junge
stand da und trommelte, dass man gar nicht mehr erkannte, was er eigentlich
trommelte und wenig später zeigte der Bildschirm die höchste Punktzahl an, die
bei diesem Lieb erreicht wurde. Unglaublich! Dann kam das nächste Lied und auch
hier war er wieder erstklassig. Es folgte das nächste Lied und wir zogen hektisch
unsere Kameras. So etwas musste festgehalten werden!!!
Wir filmten seine Künste
und nachdem er auch in dem Lied den Rekord geknackt hatte, strich er über die
Trommeln, um sie zu säubern, packte die Stäbe in die dafür vorgesehene
Halterung, nahm seinen Rucksack und ging…einfach so! Wir starrten ihm hinterher
und schüttelten wieder mit dem Kopf. Da wir allmählich Hunger hatten und unsere
eigenen Stimmen nicht verstanden aufgrund der Lautstärke, die dort herrschte,
machten wir uns auf den Weg in den Supermerkt, wo wir uns einen Kaffee kaufen
wollten. Das Wetter lockte uns nach draußen auf eine Bank. Beim Eingang des
Supermarktes blieben wir jedoch stehen und bestaunen die Auslagen einer
Konditorei…………..es gibt nicht so viele Punkte, wie das Essen lecker aussah!!!
Die Kuchen und Torten waren der Hammer und wir entschieden uns dafür uns etwas
zu gönnen und ein Eclair mit Cremefüllung zu holen…immer hin gab es eins mit
Sakura-Füllung! Wer kann da schon widerstehen?

Also erst Mal schnell in den
Supermarkt…- bevor wir den erreicht hatten, trafen wir noch auf weitere Sonderheiten der Marke "Das glaubt mir keiner, wenn ich es nicht fotografiere!!!"...Unterhosen für den Mann von Welt!
Im Supermarkt angekommen merkten wir, dass auch viele andere Leute den gleichen Gedanken hatten, weshalb
wir keinen Kaffee mehr bekamen, aber
dafür einen Matcha Latte. Und grüner Tee mit Milch passt doch viel besser zu
Kirschblüten mit Sahne…^^‘‘ Dann stellten wir uns brav in der Reihe an und
bestellten in der Konditorei unsere Leckereien. Wir überfielen eine Bank, die
weit weg vom Tierladen war, damit wir die Käfige nicht anschauen mussten und
genossen das schöne Wetter und unsere Leckereien. Als es allmählich etwas
kühler wurde und wir alles restlos verputzt hatten gingen wir wieder nach
drinnen und hielten an der Information an, wo ich fragen wollte, ob mein
Anhänger gefunden wurde. Und wieder hatten wir die gleiche Situation. Mit
vollster Aufmerksamkeit folgte die Frau meinen Worten und fragte, ob es sich um
eine bekannte Figur handelte, sodass sie sie vielleicht schneller
wiedererkennen könnte. Ich erklärte ihr, dass die Figur aus Conan sei und Gin
hieße und beschrieb ihr, wie die Figur aussah. Voller Interesse hörte die Dame
mir zu und ging dann ihre Listen der Fundsachen durch und das akkurat und
genau! Zeile für Zeile wurde abgeklappert, aber auch hier war kein Gin zu
finden. Mit tiefstem Bedauern drehte sie sich zu mir um und entschuldigte sich,
dass sie die Figur nicht in ihrer Liste finden könne. Da ich mittlerweile nicht
wusste, ob die Figur vielleicht schon vorher in meinem Zimmer abgegangen war,
entschuldigte ich mich für die Umstände, da sie mir jedoch ansah, dass ich mich
etwas ärgerte wurde ihr Bedauern und ihr Mitgefühl noch deutlicher sichtbar.
Während ich in Gedanken durchging, wo die Figur sein könnte lachten sich meine
Begleiter fast kaputt. Ich konnte es verstehen. Auch ich hatte Probleme ernst
zu bleiben, als mir die Frau erklärte, dass meine kleine, ach so geliebte Figur
nicht in ihrem Besitz sei und dabei eine Ernsthaftigkeit an den Tag legte, als
ginge es um meine Uhr von Swarovski oder meiner Gucci Handtasche oder meinem
Portmonee mit mindestens 1000€ Inhalt… Wir lösten noch unsere Rubbellose ein,
wo wir Süßigkeiten und Taschentücher absahnten und dann fuhren wir zu einem
Supermarkt für den Einzelhandel.
Da wir nicht wussten, wann der Laden genau
schließt, radelten wir schneller, hielten aber hier und da immer Mal wieder an
um Fotos von Kirschbäumen oder anderen Gewächsen zu machen die hübsch blühten.
Am Geschäft angekommen hatten wir noch massig Zeit und sahen uns um. Es stellte
sich heraus, dass ich schon einmal an diesem Geschäft gewesen war, als ich es
zwar gesucht aber nicht gefunden hatte…ich war einfach nur dran vorbeigefahren,
weil mir der Laden zu klein erschienen war…naja, nun hatte ich ihn ja gefunden.
Also durchstöberten wir das Geschäft und fanden einige Schnäppchen, die in den
Einkaufskorb wanderten. Neben einer Flasche Wein und Spagetti und mehreren
Soßen, gab es noch Reis und andere Kleinigkeiten. Den Laden musste ich mir
wirklich merken, die hatten ein sehr gutes und günstiges Angebot und teilweise
auch Produkte aus dem Ausland, was bedeutete, manchmal fand man dort auch
deutsche Schokolade oder sogar Nutella! Voll bepackt radelten wir zurück und
beschlossen noch fix im Aeon nach günstigem Abendessen zu suchen, welches wir
tatsächlich fanden. Ich nahm mir sogar Spargel mit, der im Angebot war und
freute mich über meine Errungenschaften. Dann hieß es den Heimweg antreten. Wir
radelten nach Hause und trotz des Windes, war es noch angenehm warm. Und das
Ende März. Verrückt!
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| sage noch wer, ich sehe blass aus. xD |
Wir stellten unsere Räder ab, schnappten unsere Sachen und
machten uns ans Aussortieren, da wir so gepackt hatten, dass jeder etwas nahm,
sodass wir alles irgendwie nach Hause bugsieren konnten. Da ich zu faul zum
Kochen war gab es 2 Onigiri und eine Mini-Pizza mit Schinken und Käse, die
unglaublich lecker war. Als ich jedoch einen Blick in den Spiegel warf erschrak
ich vor mir selbst…Mein Sonnenbrand war extrem rot geworden und schmerzte auch.
Sofort eincremen, war die Devise, was ich auch tat, in der Hoffnung, dass er
schnell wieder weggehen würde. Zum Glück war ich Frühs noch duschen gewesen!
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| Pizza ^^ |
Jetzt hätte ich kein Bedürfnis nach heißem Wasser gehabt…Ich setzte mich mit
meinem Abendessen hin und genehmigte mir eine Folge „Mord ist ihr Hobby“, bei
der ich schon schläfrig wurde, weshalb ich das Blog-Schreiben sein ließ und
einfach ins Bett ging.
01.04.2016
– Vom Frühling in den Herbst…
Es war super warm und schön, als ich voller
Motivation aus dem Bett sprang und mein Frühstück zubereitete, wieder einmal
reichten die kurzen Hosen aus und ich genoss mein Frühstück und beobachtete die
Kinder, wie sie aufgeregt nach draußen stürmten. Ich hatte beschlossen meinen
Blog weiterzuschreiben und meinen Japanisch-Test endlich einmal zu machen,
weshalb ich in die Bibo wollte, damit ich Strom sparen konnte. Da meine Kamera
sich ebenfalls nach Strom sehnte, nahm ich gleich einen Verteiler mit, den ich
an der Steckdose in der Bibliothek anbringen konnte. Viele Fliegen mit einer
Klappe geschlagen, nennt mich Schneiderlein, haha!
Ich sattelte mein Rad und
dann ging es los. Auf halbem Weg hielt ich an, um ein paar Fotos zu machen. Die
Kirschbäume waren so weit, dass auf der gegenüberliegenden Seite des Sees eine
Pracht an Blüten zu sehen war. Ich nahm mir vor, dort unbedingt noch
vorbeizufahren, damit ich Fotos schießen konnte. Aufgrund des Wetters hatte ich
meinen Strickblazer angezogen und genoss den frischen Wind. Ich stellte mein
Fahrrad an der Bibliothek ab und suchte mir ein Plätzchen, wo ich mich
hinsetzen konnte. Ich suchte mir einen Sonnenplatz und steckte meine
Gerätschaften an. Doch irgendwie wollte das Internet nicht so recht, weshalb
ich nur die Dinge machen konnte, die ohne Internet möglich waren. Einfache
Nachrichten konnte ich natürlich über mein Handy versenden, aber lange E-Mails,
oder den Japanisch-Test konnte ich knicken. Also erst einmal am Blog
weiterschreiben. Als es jedoch immer kälter in der Bibo wurde, beschloss ich es
sein zu lassen und die Kirschblüten zu fotografieren. Ich lieh mir ein paar
Bücher aus und verließ die Bibliothek. Als ich an meinem Fahrrad ankam hatte
ich Eiszapfen an der Nase und blaue Finger. Innerhalb der paar Stunden, die ich
in der Bibliothek verbracht hatte war es so kalt geworden, dass man den
Wintermantel und Handschuhe für die Fahrt brauchte.
Ich entschied mich also
dafür erst einmal nach Hause zu fahren und mir warme Sachen anzuziehen, bevor
ich mich in das Blütenmeer stürzte. Ich
radelte schnell nach Hause und hatte mehrere Male Bedenken, ob ich mich noch
bewegen könnte, wenn ich zu Hause ankam. Schnell das Fahrrad abstellen und nach
oben ins Zimmer, wo es mehrere dicke Jacken gab! Ich musste mit mir ringen,
noch einmal nach Draußen zu gehen, da der Wind stärker geworden war. Doch ich
gewann gegen meinen inneren Schweinehund und machte mich mit Schal, dicker
Jacke und Mütze auf den Weg. Ich hielt immer wieder an, da ich abgefallene
Ästchen von den Kirschbäumen fand, denen ich in einer kleinen Schale bei mir
eine zweite Chance geben wollte. Außerdem hätte ich so hautnah auch etwas
Kirschblüte in meinem Zimmer.
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| ein Meer aus Blüten *-* |
Ich fuhr um den See herum und hielt erst einmal
an 2 Kirschbäumen, die ebenfalls wundervoll blühten, bevor ich weiterfuhr. Als
ich bei dem Blütenmeer ankam sah ich Studenten des Kendo-Clubs, die draußen
trainierten, bevor das Training losging. Ich beobachtete sie eine Weile und
wanderte dann zu den Kirschbäumen, wo ich unzählige Fotos schoss und bemerkte,
dass tatsächlich Angler unterwegs waren, die sich um den See positioniert
hatten. Als ich mich zum Aufbruch bereit machte kam ein älteres Ehepaar, die
ihre Unterlage mithatten und setzten sich unter die Bäume und machten Picknick.
Wundervoll!
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| xD |
Obwohl es für mich viel zu kalt gewesen wäre, aber ich bewunderte
ihre Ausdauer und ihren Ehrgeiz.
Ich radelte zurück nach Hause und kochte mir
erst einmal einen heißen Tee! Nachdem ich mich etwas aufgewärmt hatte machte
ich mich noch einmal auf den Weg in den 100Yen-Lawson und deckte mich ein.
Ich
wollte mir einen Salat machen, weshalb ich gleich noch eine Schüssel mitnahm,
die man gleichzeitig auch als Sieb nutzen konnte. Zurück im Wohnheim briet ich
mir meinen Fisch, den ich am Abend zuvor im Aeon Supermarkt gekauft hatte und
genoss Reis mir Fisch und leckerem Salat. Da die ersten schon Bergfest hatten,
hielten wir ein kleines Treffen auf dem Flur ab, tranken Wein und aßen leckeren
Gewürzkuchen.
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| Frühling für zu Hause ^^ |
Ich stellte meinen Salat zur Verfügung und wir redeten und
redeten und redeten und redeten und als wir auf die Uhr sahen, war es bereits
1.30 Uhr… wo wir dann doch beschlossen ins Bett zu gehen. ^^‘‘‘ Und kaum hatte
ich meine Tür geschlossen, alles weggeräumt und mich in die Waagerechte begeben
war ich auch schon eingeschlafen.