Friday, 30 September 2011

„Gryffindor!!!“


sagte der sprechende Hut nach gefühlten Stunden und ihr fiel ein Stein vom Herzen…
So da bin ich wieder!^^ Und ich glaube es wird jetzt regelmäßig so werden, dass ich aller 2 Tage einen Eintrag zu den vergangenen Tagen machen werde. Ich hab im Moment für die Uni so viel zu tun, dass ich es sonst nicht schaffe mit Texten lesen und nebenbei noch Blog schreiben. Und dann vergesst nicht, dass ich ja im Moment auch Pottermore unsicher mache. ;) (Liebe Omi, nicht wundern, wenn du das nicht kennst. Das hat was mit diesen komischen Computern zu tun und ist selbst für mich etwas kompliziert. ^-^)
Und wie gesagt, es könnten von nun an merkwürdigerweise Wiederholungen auftreten, was natürlich nicht daran liegen kann, dass der Uni-Alltag immer der gleiche ist und ich deshalb auch immer den gleichen Weg zur Uni nehmen muss… xD

Der sprechende Hut (Nachtrag vom 28.092011)

Wieder einmal stand ich 5 Uhr auf, um in Ruhe duschen zu gehen und mich danach noch einmal hinzulegen um bis zum Frühstück noch etwas zu buzeln.
Wir haben Hunger, Hunger, Hunger...
Zum Frühstück gab es diesmal wieder die leckere andere Brötchen, als beim letzten Mal. Dazu wieder Heidelbeermarmelade und Schokolade. Auch ein Stück Omelett mit Schinken und Pilzen darin konnte man verspeisen, genauso wie einen Algen-Mais-Salat. Als Getränke waren warmer Tee, Kaffee ohne Milch, Orangensaft oder der Tee, dessen Name nicht genannt werden darf im Angebot. Ich entschied mich für einen heißen schwarzen Tee mit Zucker und Orangensaft. Auch wenn es mir der Tee, dessen Name nicht genannt werden darf übelnehmen wird. Aber zum ersten Mal gab es Orangensaft, da konnte man doch nicht nein sagen!
Da ich aufgrund wichtiger Termine, meinen Text für Geschichte nicht gelesen hatte musste ich das nun nachholen und begann zumindest den ersten Text zu lesen. Der war ziemlich interessant und ich bereute es, nicht mein Reaktionspapier darüber geschrieben zu haben. Doch da die Texte ja alle auf Englisch sind, brauche ich etwas länger beim Lesen, da ich alles verstehen will. Immerhin muss ich da drüber schreiben, da geht das nicht so schnell. Geschichte war die einzige Stunde die ich mittwochs besuchen musste und somit hatte ich noch etwas Zeit. Die Stunde begann erst 13 Uhr. Ich versuchte neue Lieder auf meinen MP3-Player zu laden und musste feststellen, dass er nicht das tun wollte was ich gedacht hatte, dass er tun würde. XD Schwieriger Satz! So wie es aussieht muss ich mir jetzt einen neuen kaufen gehen…und das in Japan! Finde Mal einen Laden der günstige MP3-Player verkauft! Naja, irgendwo wird sich schon einer finden lassen. Aber im Fitnessstudio nächste Woche brauche ich dann definitiv einen. Aber erst Mal zum Unterricht.
Doch vorher musste ich auf die Post und den Brief an das Studentenwerk abgeben! Immerhin sollte er eigentlich am 30.09.2011 in Deutschland sein. Das werde ich nun wohl nicht mehr schaffen, aber immerhin ist er vorher abgeschickt worden und nun auf dem Weg. Bevor ich mich aufmachte, legte ich mir noch ein paar Vokabeln zurecht und dann konnte es auch schon losgehen. Da ich keine Eile hatte schlenderte ich  gemütlich durch die Straßen und genoss das schöne Wetter. Wie immer, wenn ich allein unterwegs bin, wurde ich mir wieder einmal bewusst, was für ein Glück ich doch habe hier sein zu dürfen. Vor allem nach diesen anfänglichen Startschwierigkeiten. Ich ging durch den Park und beobachtete die Mütter, die mit ihren Kindern den Spielplatz besuchten, ältere Leute, die durch den Park joggten und Menschen, die mit ihren Hunden spazieren gingen. Einige von Ihnen grüßten mich, als sie sahen, dass ich mich interessiert umsah. Freundlich und gut erzogen, wie ich bin, habe ich natürlich ebenfalls gegrüßt.
Keine 10 Minuten später war ich dann auf der Post und hatte keine Probleme mich zurechtzufinden. Es war erstaunlich einfach, auch wenn ich erst am falschen Schalter stand. Der war nämlich nur für Inland-Briefe gedacht. Aber nachdem ich erfolgreich gefragt hatte, zeigte mir die Frau dann den richtigen Schalter. Dort angekommen war die Frau ganz erstaunt darüber, dass ich ihre Sprache beherrschte und als ich dann auch noch im richtigen grammatikalischen Japanisch einen Übersichtsplan über die Preise und Gewichte verlangte klatschte sie in die Hände!^^
Erfreut über meinen kleinen Triumph hüpfte ich zur Bahnstation und nahm die nächst Beste Bahn, die kam. Es war die U-Bahn nach Kotae-Mukaihara. Der andere Weg, den wir zur Musashi-Uni nehmen können. Den, den Brian mit uns zum ersten Mal gelaufen war und an den sich keiner erinnern konnte. Da kaum jemand in der Bahn war, setzte ich mich auf den erstbesten freien Platz und schaute interessiert die anderen Mitfahrer an. Als ich bemerkte, dass der Mann neben mir ein I-Phone hatte wanderten meine Augen neugierig auf das Display, um Sekunden später wieder in eine andere Richtung zu schauen. Konnte das wirklich sein? Hatte ich mich vielleicht nur getäuscht? Ein zweiter Blick verriet, dass ich mir das nicht eingebildet hatte. Der Mann neben mir – im Übrigen ein etwas rundlicher Geschäftsmann mit kurzen ungewaschenen Haaren – schaute sich doch tatsächlich mitten in der U-Bahn Schmuddel-Bildchen an! O.O Sowas hatte ich ja noch nie erlebt! Ich mein, schön und gut, dass er sowas mag, aber wer schaut sich sowas denn bitte in der BAHN an? oO Das wollte auch nach weiteren 5 Minuten nicht in meinen Kopf und ich konzentrierte mich auf die Stationen. Blöd nur, dass es ebenfalls ein Expresszug war und die nächste Haltestelle Kotake-Mukaihara war. Bis dahin fuhr die Bahn 12 Minuten ohne anzuhalten. Kritisch betrachtete ich den Mann und warf ihm verwunderte Blicke zu. Der jedoch ließ nicht davon stören und zoomte ohne Bedenken seine Bildchen heran, um sie größer betrachten zu können. In solchen Momenten ist natürlich kein weiterer Platz frei und als wir dann an der richtigen Haltestelle ankamen, musste ihm natürlich noch auffallen, dass ich einen Rock trug. Es sind immer die unpassendsten Momente, die man erwischt! Schnell huschte ich aus der Bahn, schüttelte den Kopf und wuselte aus dem Bahnhof.
Ich lief nichts ahnend die Straße entlang, als ich von hinten angesprungen wurde. Blake hatte mich von weitem gesehen und mich daraufhin eingeholt. Das letzte Stück zur Uni gingen wir also gemeinsam.  Entsetzt hatte ich an der Haltestelle Kotake-Mukaihara festgestellt, dass wir nur die Linie über Ikebukoro nach Ekoda nehmen konnten, ansonsten mussten wir für die Fahrt bezahlen! Dies lieferte genug Gesprächsstoff um mehr als nur eine Strecke zu füllen.
In der Uni besuchte ich erst einmal den Uni-Laden und kaufte mir einen Milch-Kaffee, der ja aber eigentlich schmeckt wie kalte heiße Schokolade, oder sowas und ein Brötchen, welches einem unfertig gebackenem Brötchen durchzogen mit Schokolade glich.  In der Sonne genoss ich mein fürstliches Mahl und wartete darauf, dass sich jemand neben mich setzen würde. Die Bank war groß genug, doch alle gingen weiter. Vor allem die Jungs würde ich am liebsten Mal darauf aufmerksam machen, dass Gaijin nicht beißen und auch keine gefährlichen Wildtiere sind. (Dieses Wort ist erstaunlicherweise Japanisch und bedeutet Ausländer, ich dächte jedoch, dass ich dieses Wort schon Mal erläutert hätte.) Starren einen Minutenlang an, reden über einen, aber getrauen sich nicht einen anzusprechen. Und erst recht starren sie, wenn man dann auch noch von einer Lehrerin angesprochen wird und ihre Fragen auf Japanisch beantwortet. :) Seki-sensei hatte mich auf einer Bank sitzen sehen und sich gedacht, dass man ja Mal fragen könnte, wie es einem geht. Wahrscheinlich hatte das jedoch die Herren der Gesellschaft verschreckt, denn die kleine traube ging beschämt weiter. Ehrlich Jungs, wenn ihr 5 Meter von mir entfernt steht, kann ich zwar sehen, dass ihr mich anschaut, aber ich kann nicht verstehen was ihr sagt.
Meine Bitte wurde allerdings erhört, denn wenig später kam Wakana und setzte sich zu mir. ^^ Endlich konnte ich mich auf Japanisch unterhalten. Darüber freute ich mich wirklich sehr! Sandra stieß während der Pause noch zu uns, und dann wuselten wir allmählich in Richtung des Gebäudes in dem der Geschichtsunterricht stattfinden sollte. Es fällt mir immer schwerer von Japanisch und Englisch auf Deutsch umzuschalten. -.-‘‘‘ Aber wenn man die ganze Zeit nur von Anderssprachigen (hauptsächlich Englischsprachigen) Leuten umgeben ist und zwischendurch etwas Japanisch redet, dann vergisst man schon Mal die eigene Sprache.
Dieses Mal war der Geschichtsunterricht interessanter und auch Alex schaffte es nicht einzuschlafen. Um das zu vermeiden, spielte er unter der Bank irgendwelche Spiele auf seinem I-Phone. xD
Auch hatte ich jetzt das Problem der vielen Texte klären können und unser Dozent meinte, dass es kein Problem sei, wenn wir nur einen der Texte bearbeiteten. Zum Glück! ^^
Bahnhof Ekoda
Nach dem Unterricht fuhren Sheila und ich wieder zurück zum Wohnheim, während die Anderen versuchten nicht in der nächsten Stunde einzuschlafen.
Im Grunde verlief der Tag ziemlich unspektakulär, denn als ich nach Hause kam musste ich Kanji lernen, was ich trotz Pottermore fleißig tat. 







...haben Hunger, Hunger, Hunger...
18.45 Uhr trafen wir und zum gemeinsamen Abendessen und ließen uns wieder einmal von den Küchenfrauen überraschen. Es gab Fisch – ich vermute es war ne Buttermakrele – mit Lotuswurzeln, Einen Pilz-irgendwas-Salat, und Tofu-Joghurt mit Sesam. Wie Üblich gab es auch Reis und Miso-Suppe. Und den Tee…
Nach einer ausführlichen Unterhaltung über das interessante Tagesgeschehen machte sich dann jeder wieder auf in sein Zimmer. Doch vorher vereinbarten wir noch einen gemeinsamen Filmabend für den Tag darauf. Die Frage, wo wir den Film denn nun ansehen wollten, blieb vorerst noch ungelöst.
Zurück auf meinem Zimmer wiederholte ich noch einmal die Kanji und dann entschloss ich mich der Wahrheit entgegenzutreten und herauszufinden, in welches Haus mich der sprechende Hut nun stecken würde. Demnach schaltete ich meinen Computer an und startete Pottermore… Damit dieser große Augenblick auch würdig genug ablief, schaltete ich die Musik vom ersten Film ein. Und es wirkte, die Musik machte das Erlebnis noch spannender. Ich war schon ziemlich aufgeregt, dass muss ich zugeben. xD Nachdem man einige Fragen beantworten musste, hatte sich der sprechende Hut dann letztendlich doch noch entschieden. Und als ich das Ergebnis hörte sprang ich freudig von meinem Stuhl, hüpfte durch das Zimmer und machte eine Siegerpose erster Klasse. ;) Zum Glück gibt es in den Räumen keine Kameras, das wäre ziemlich peinlich gewesen!!!
Wie man aus der Überschrift schon herauslesen kann, hat sich der Hut tatsächlich für dieses Haus entschieden!!! ^------^
Roaaaaarrrrrr...ich bin Rumbleraor! XD
Nun bin ich offiziell ein Mitglied Gryffindors und vollkommen stolz darauf! ;)
Nach der Zeremonie ging es auch schon ans fleißige Lernen und ich versuchte mich daran einen Zaubertrankt zu brauen, scheiterte jedoch daran. Da man solches Mitleid mit mir hatte, bekam ich auch noch Hauspunkte für den bloßen Versuch… bei Merlins blau-weiß-karierter Unterhose, muss ich schlecht gewesen sein! Nach dem Zaubertrank brauen versuchte ich meinen ersten Zauberspruch, hatte den Dreh aber ebenfalls noch nicht heraus. Das hieß dann wirklich üben, üben, üben!
Da ich die Entscheidung des Hutes gleich allen Bekannten mitgeteilt hatte, blieb mir vor allem von meinen Hallenser Mädels nichts erspart. Hatte sich doch ihre Vermutung, dass ich Hermine Granger sei, bestätigt…nun, wo ich sogar im gleiche Haus war wie sie. Aber immerhin konnte ich mich noch damit herausreden, dass ich nicht die volle Punktzahl im letzten Kanji-Test hatte, sondern 3 Fehler.
Nach ein paar weiteren Übungen entschloss ich mich noch Mal die Kanji zu wiederholen und dann ging ich ins Bett.
Wie ihr seht war der Tag nicht wirklich so spannend, wie der letzte Samstag, wo wir stundenlang durch Tokyo marschiert waren. Aber trotzdem war er, wie jeder Tag hier, etwas Besonderes! ;)
Euer Risu

Ausreden sind zwecklos… (Nachtrag 29.09.2011)

Oder: Der Tag an dem wir 2 Arbeiten wiederbekamen.

5 Minuten vor 7 schälte ich mich aus dem Bett, wuselte schnell ins Bad, um meinen Kopf unter kaltes Wasser zu halten und machte mich dann auf den Weg zum Speisesaal.
...haben Hunger, Hunger, Hunger...
Dieses Mal gab es irgendeinen salzigen Fisch in leckerer Soße, dann einen gebackenen-Tofu-Salat mit Gemüse, Reis mit Furikake (ja, dieses Wort habe ich lange nicht benutzt…was war das denn gleich noch Mal?) und Miso-Suppe mit Fisch und Kohl.
Obwohl der Fisch wirklich gewöhnungsbedürftig aussah, schmeckte er hervorragend!^^ Und wie so oft war wirklich alles sehr lecker.
Zurück auf meinem Zimmer wiederholte ich noch Mal die Kanji und legte mich dann für ein paar Minuten aufs Ohr. 9.15 Uhr nahm ich dann den Bus zum Bahnhof und bereute, dass ich bei dem herrlichen Wetter nicht eher losgelaufen war, und zu Fuß zum Bahnhof gegangen bin. Im Bahnhof angekommen nahm ich die erst beste Bahn, die mich nach Ikebukoro brachte – wie sich herausstellte war es ein Semi-Express, der wirklich wesentlich schneller war, als der Lokale Zug der überall hielt.
Ein Sitzplatz war nicht mehr zu ergattern, da die Bahn ziemlich voll war, also stellte ich mich in Tür nähe und tat das, was ich nur allzu gern tat – ich beobachtete die Leute. Faszinierender Weise konnte ich wieder einmal beobachten, wie sich eines der weiblichen Geschöpfe in der Bahn schminkte. Ich frage mich wirklich wie die das anstellen! Die schaffen es ja sogar ihren Lidstrich gerade zu ziehen, während die Bahn eine Kurve fährt. Nun braucht man sich jedoch nicht über die Größe der Handtaschen wundern, die viele der Frauen mit sich tragen! Die Fahrt von Asaka nach Ikebukoro dauerte 21 Minuten! Und diese ganzen 21 Minuten verbrachte diese Frau damit sich eine Farbe nach der anderen in ihr Gesicht zu schmieren. Ich weiß, dass klingt jetzt etwas abwertend, so ist es eigentlich nicht gemeint…aber 3 Farben hätten vielleicht auch gereicht. Stattdessen nahm sie für jede unterschiedliche Gesichtspartie ein anderes Make-up, für die unterschiedlichen Wangenpartien eine andere Farbe Rouge und sie trug geschlagene 3 Lippenstifte auf, damit die Mischung der Farbe perfekt war… Das war dann doch etwas zu viel. Aber es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie die Frauen es schaffen, sich nicht zu vermalen. Vielleicht ein Geisha-Gen, welches jede japanische Frau in sich hat und welches aus Zeiten der Geishas noch übrig geblieben ist. Man sollte Nachforschungen darüber anstellen.
In Ikebukoro wechselte ich die Bahnlinie und fragte den Schaffner, ob die Bahn auch wirklich an der richtigen Haltestelle hielt. Scheinbar fahren jedoch alle Bahnen nach Ekoda und somit stieg ich in die nächste Bahn ein. Auf dem Weg zur Uni freute ich mich darüber, dass ein paar Jungs aus dem Wohnheim mir winkten und mich grüßten. Das war bisher noch nie vorgekommen und vielleicht waren es auch nur Aliens oder ähnliche Geschöpfe, wer weiß das schon. Unwillkürlich hielt ich nach einer blauen Telefonzelle Ausschau, doch nirgendwo war auch nur die geringste Spur von TARDIS.
(Nähere Beschreibung siehe Eintrag von Shibuya/Harajuku. ;) )
Zielstrebig begab ich mich zum Unterrichtsraum in dem wir Japanisch hatten und traf auf Nicole und Sandra. Auch Kantan, der Franzose aus dem Rikko Kaikan war da. Er unterhielt sich mit einer Japanerin, die er uns wenige Minuten später vorstellte. Geschockt sahen wir sie an, als sie uns in einem akzentfreien Deutsch erzählte, dass sie 1 Jahr auf einer deutschen Hochschule in Heppenheim Deutsch gelernt hatte und nun seit 1 Jahr auf der Universität Germanistik studiert. Man hatte wirklich den Eindruck, dass Deutsch ihre Muttersprache war. Man hatte nicht den geringsten Akzent gehört und auch unsere Namen sprach sie komplett Deutsch aus! Freudig nahmen wir zur Kenntnis, dass Aika auch am nächsten Tag zur Willkommensfeier der Austauschstudenten kommen wollte. :)
Da es kurz vor Unterrichtsbeginn war betraten wir unser Zimmer und setzten uns. Wenig später kam dann auch Sudo-Sensei und ohne großes drum rum rede gab es auch schon den nächsten Kanji-Test. Gleich in der ersten Frage gab es das Böse erwachen…sie hatte ein Kanji mit in den Test genommen, welches nicht zum Lernen ausstand und das keiner von uns wusste. Danach gab es den anderen Test zurück und wieder sang mein Blümchen. Dieses Mal hatte ich nur 1 Fehler gemacht und darüber freute ich mich riesig!^^
Als wir jedoch die Kanji für den nächsten Test sahen, verging uns die Freude und wir fragten uns, wann wir das alles lernen sollten?! Es waren 7 lange Sätze, mit unglaublich vielen unbekannten Kanji und der 8 Satz bestand aus einer Reihe Kanji, welche im Medizinbereich verwendet werden. Wozu ist es bitte wichtig Kanji wie „Arzt für innere Medizin“, Leberspezialist oder ähnliches zu wissen? Wenn ich da ein Problem hab, dann bin ich wahrscheinlich eh schon in Narkose und hab keine Zeit mir die Kanji da durchzulesen oder sie mir dann auch noch einzuprägen! Zeichen wie HNO-Arzt oder Zahnarzt versteh ich ja noch, aber es sollte glaube ich nicht zum allgemeinen Wortschatz gehören, dass Zeichen für Gynäkologe auswendig zu können. Wenn ich das brauch schau ich es nach. Wer fragt einen bitte auf der Straße bei einer normalen Konversation nach diesen Kanji?
„Ja, der Meinung bin ich auch. Und Übrigens kannst du eigentlich das Kanji für Gynäkologe schreiben?“
„Was? Na klar! Das kann doch Jeder!“
Wenn man dieses Kanji so oft gebrauchen würde, dass man es auswendig kann, ist das glaube ich beunruhigender als die Tatsache, dass man weiß wie es geschrieben wird!!! Zumindest habe ich nicht vor, dieses Kanji oder Wort in dem einen Jahr, wenn ich hier bin gebrauchen zu müssen!
Den Rest der Stunde übersetzten die Meisten die neuen Kanji und schüttelten immer wieder mit dem Kopf. Irgendwie war die Konzentration aller hinüber und wir lasen zwar den Text, den uns Sudo-Sensei gegeben hatte, aber keiner achtete wirklich auf ihn.
In der Pause gönnte ich mir wieder einen Milch-Kaffee und ein Schokoladenbrötchen. Dieses Mal mit Bananengeschmack. ^^ Auf dem Weg zum Kultur-Unterricht traf ich auf Blake, Andrea und Sheila, die sich mit einer Studentin aus ihrem Business-Kurs unterhielten. Schnell klinkte ich mich ein und konnte mein Japanisch wieder ausprobieren. Ich musste viel mehr mit japanischen Studenten unternehmen, damit ich gezwungen bin Japanisch zu reden. Auch Wakana gesellte sich zu uns, als sie uns sah und so schwatzten wir die Pause über fröhlich auf Japanisch und Englisch. Doch dann klingelte die Pausenglocke und wir eilten zum Unterrichtsraum.
Gleich zu Beginn bekamen wir unsere Arbeit zurück und siehe da, ich hatte 30 Punkte. Keine Ahnung ob das Gut oder schlecht war. Immerhin irritierte die Tatsache, dass alle Worte durchgestrichen waren, die ich hingeschrieben hatte! Doch dann stellte sich heraus, dass 30 die höchste Punktzahl war. Andrea schaute auf meinen Zettel und grinste breit. Der Unterricht war dieses Mal total interessant und nicht nur einmal vielen wir vor Lachen fast vom Stuhl! XD
Katja und Steven kamen zu spät zum Unterricht und der Weihnachtsmann loste die letzten Arbeiten aus, in dem er nach dem Ausschlussverfahren arbeitete.
„Sie müssen entweder Jenny oder Katja sein.“
„Katja!“
„Ich hatte hier noch einen Steven, aber ich bin Mal davon ausgegangen, dass sie das nicht sind.“
Wenige Minuten später betrat Steven den Raum und Blake und ich riefen gleichzeitig: „Hey, da ist Jenny!“ xD Irritiert sah sich Steven um, setzte sich dann aber brav auf einen Stuhl. Herr Bart erklärte die Situation und alle lachten wieder.
In der Stunde ging es um die Vererbung der Führungsposition in alten japanischen Kasten. Wirklich total spannend das Ganze. Vor allem wenn man dann zu den Fakten kommt, wer wen heiraten darf und wer nicht. Skurriler Weise gibt es auch Verfahren der Nachfolge, die nicht wirklich so nachvollziehbar sind. Der nächste Nachfolger wird in erster Linie immer der älteste Sohn. Ist der jedoch schon tot, dann wird es der Zweitälteste. Hat man keinen Sohn, so produziert man nicht etwa noch einen, denn das dauert ja dann wieder seine Zeit bis der erwachsen genug ist, sondern man kann sich entweder einen erwachsenen Jungen adoptieren oder man leiht sich einfach einen, von seinen Verwandten, wenn die genug haben. Ist das nicht der Fall so stirbt die Kaste aus. Natürlich gibt es noch andere Wege um das zu verhindern. Die Beliebteste war die Geisterhochzeit. Eine Frau heiratete einfach den Geist des verstorbenen Sohnes und ihre Nachkommen werden dann die Linie weiterführen. Merkwürdigerweise waren es nur wir Deutschen, die fragten, wie denn da bitte Nachkommen entstehen konnten. Er hatte uns die Antwort auf die Frage als Hausaufgabe aufgegeben, zumindest sollten wir Mal drüber nachdenken, wie das denn funktioniert! XD
Im Endeffekt war es dann die Sache der Frau irgendwie schwanger zu werden. Nacheinander machte dann die Vorstellung die Runde, dass man seinen Freunden den Geist des Ehemannes vorstellte.
unsere Bank mit rotem Schild...Mitsubishi!^^
Nach dem Kulturunterricht ging es dann ins MISC, da wir heute gemeinsam auf die Bank gehen sollten, um unsere Miete zu bezahlen. Die Hälfte der Gruppe hatte noch kein Geld auf dem japanischen Konto und somit konnte nur eine Hand voll Leute das Geld überweisen. Rudi, der Franzose aus meinem Wohnheim war auch mit da. Und ob man es glaubt oder nicht wir hatten von der Uni, bis nach der Überweisung eine richtig gut funktionierende Konversation geführt. Ich war so stolz auf uns! XD Die Überweisung ist mir zwar immer noch ein Rätsel, aber vielleicht steige ich ja beim nächsten Mal dahinter. Da uns 2 Angestellte des Zentrums für Austauschstudenten begleitet hatten, ging die Erklärung etwas schnell von statten.
„Und jetzt musst du den Knopf drücken.“
„OK. Warum?“
„Steht dort.“
„OK. Ich kann kein Wort lesen!“
„Das ist nicht schlimm!“
Im Endeffekt war ich sehr beruhigt, dass selbst Rudi, der immerhin schon im Masterstudiengang Japanologie ist, den Automaten und dessen Anweisungen nicht verstanden hat! Das beruhigte ungemein! Die Einzige Sorge, die uns nun noch blieb war die Tatsache, dass wir nächsten Monat 2 Mal die Stromrechnung bezahlen mussten! Darauf war ich ja wirklich Mal gespannt!!! Hoffentlich ist es nicht allzu viel. Das hieß aber erst einmal wieder Geld sparen, da man ja nicht wusste, was da so auf einen zukam. Falls sie wirklich so hoch sein sollte. Gibt es im Winter nur Kerzen, die dann so postiert werden, dass der Feuermelder in meinem Zimmer nicht angeht! xD
Was man auf dem Weg zur Uni so alles sieht!
Andrea und Alex hatten noch Politikunterricht und da ich noch den nächsten Geschichtstext lesen wollte, blieb ich auch noch in der Uni. Doch zuerst holte ich noch etwas Geld fürs Wochenende auf der Bank. Und wieder einmal hatte es funktioniert. Nun konnte das Wochenende kommen. Wir wollten noch Mal zum 100Y-Laden in Harajuku und dort einige Dinge fürs Fitnessstudio einkaufen und andere Dinge, die man mit der Zeit so brauchte. Irgendwann wird es ja auch Mal kalt und man möchte einen Tee trinken, dafür braucht man dann aber auch eine Tasse und einen Topf um Wasser warm zu machen. Oder am besten gleich so eine wunderbare alte pfeifende Teekanne, wie sie die Japaner immer noch benutzen.
Nach dem Geldholen setzte ich mich in die Uni und begann den Text zu lesen. Da mein Geist allerdings schon Wochenende hatte schaffte ich innerhalb von 1 Stunde nur knapp 8 Seiten, da ich viele Worte nachschlagen musste. Und ich sah wieder einmal, dass es wunderbar gewesen war, dass ich mir mein elektronisches Wörterbuch so früh gekauft hatte! Ohne es, hätte ich den Text nicht so gut verstanden und hätte zu Hause womöglich alles noch Mal lesen müssen! 17.30 Uhr klingelte erst eine Glocke und dann konnte man doch tatsächlich eine Durchsage auf der Straße hören, die an alle Kinder gerichtet war. Noch nie hatte ich das zuvor gehört und es war für mich total neu, dass man Durchsagen macht um den Kindern anzuzeigen, dass sie jetzt nach Hause gehen sollen. In Deutschland gibt es zwar auch eine Vorschrift wann die Kinder zu Hause zu sein haben, aber da würde niemand ne Durchsage über die ganze Straße machen! Verrückt. Aber total interessant. Und hey, ich hab alles verstanden! ;)
Ein Bild extra für Weber-san!^^ japanische Kronkorken
Gegen 18 Uhr brachen wir dann zum Bahnhof auf und wir fuhren Richtung Wohnheim. Es war Abend und die Bahnen waren demnach ziemlich überfüllt. An einen Sitzplatz war nicht im Geringsten zu denken. In Ikebukoro ließen wir uns von den Massen treiben und so bekam ich nicht mit, dass sich Sheila verabschiedete, da sie sich mit einer Freundin in Shibuya treffen wollte. Die Bahn nach Asaka war wirklich voll und zum ersten Mal konnten wir beobachten, dass es Japaner gab, die ab und an doch Mal den Geduldsfaden verloren. 2 Männer hatten gegenseitig am Kragen gepackt und diskutierten über irgendetwas dass ich nicht verstand. Ich wollte eigentlich dazwischen gehen, aber da ich nicht wusste, wie die auf einen Ausländer reagierten, hatte ich es dann lieber sein gelassen. Stattdessen kamen dann 3 der umstehenden Japaner zu Hilfe und trennten die beiden Streithähne voneinander. Noch nie hab ich so schnelles Eingreifen gesehen! In Deutschland würden alle nur dastehen und gaffen und einmischen würde sich erst recht niemand. Doch hierwaren gleich 3 Leute zur Stelle, um die beiden davon abzuhalten, sich mitten auf dem Bahnsteig die Fäuste ins Gesicht zu schlagen! Da die Bahn so überfüllt war, dass nur ich und Andrea uns festhalten konnten und Alex immer wieder drohte umzufallen hielten wir uns dann aneinander fest und Andrea machte immer wieder Witze über uns! XD Wir hatten DAS Tabu gebrochen. Jemand Anderen in der Bahn berühren, wenn wir noch nicht Mal im Wohnheim zu 2 auf einem Zimmer sein durften, um einen Film zu schauen… das ging ja Mal gar nicht!  Aber immerhin war es besser, als umzufallen!
Irgendwann konnten wir dann endlich aussteigen und frische Luft schnappen!^^ 19.20 Uhr kamen wir im Wohnheim an und machten uns sofort über das Essen her. Alex hingegen hatte keinen großen Hunger gehabt und war auf sein Zimmer gegangen.
...haben Durst!
Es gab Rinderfilet mit Soße, Salat mit Tomatendressing, Miso-Suppe, Reis und Orangenstücke! Endlich Obst! Wie ich es vermisst hatte! Ich beschloss nächsten Monat unbedingt Obst kaufen zu gehen! Und wenn es  nur Äpfel und Orangen waren! Alles schmeckte hervorragend und wir waren zwar alle satt, nachdem wir aufgegessen hatten, aber von den Orangen hätten wir noch mehr essen können! XD
Nach dem Abendessen verschoben wir den Film Abend auf den nächsten Tag, da Sheila nicht da war und Helen und Tabeta gern mitschauen wollten. Nun waren wir zu 6 und würden glaube ich nicht im Geringsten auf 1 Bett passen! Weshalb wir vorsichtshalber beschlossen im Speisesaal den Film anzuschauen. 
Alex, ich und die Aussicht! XD Man sieht unsere Spiegelbilder
Bevor wir uns alle auf unsere Zimmer begaben, hatten wir vor mit dem Fahrstuhl in den 8ten Stock zu fahren und zu probieren, ob wir auf das Dach konnten, um Fotos zu machen. Keine sorge, dass Dach ist geschützt, man kann da nicht runterfallen! Allerdings war der fahrtsuhl voll, sodass wir uns in 5 Minuten wieder treffen wollten. ^^ Die Japaner scheinen sich langsam an uns gewöhnt zu haben, denn immer wieder kommen kleine Gesprächsfetzen zustande! Und sie wollen den Fahrtsuhl nicht nur für ihres Gleichen, sondern halten ihn auch für uns auf und fordern uns auf uns noch mit reinzuquetschen!  xD Vielleicht kann ich in ein paar Wochen mit einem ordentlichen Gesrpäch rechnen! Wir werden sehen... Genau 5 Minuten später trafen wir uns im 2ten Stock und fuhren in den 8ten Stock hinauf. Leider war auch hier das Dach versperrt und wir konnten nicht hinauf um Fotos zu machen. Doch im Grunde reichte schon, was wir von hier aus sahen! Es war wunderschön. Die vielen Lichter, die Häuser, alles war so riesig und wirkte gleichzeitig so klein! Da bleib nur ein WOW zu sagen! ^^ (An alle Computerspiele Liebhaber, damit meine ich nicht World of Warcraft! ;) )
Zurück auf meinem Zimmer spielte ich kurz eine Runde Pottermore, schaffte endlich meinen ersten Zauberspruch (und das mit 100%! XD) und braute dann meinen ersten Zaubertrank zumindest 1 Schritt weiter, als am Abend zuvor. Danach widmete ich mich meinem Blog und ein paar Stunden später wachte ich mit dem Kopf auf dem Schreibtisch auf und beschloss ins Bett zu gehen. Immerhin hatte ich am nächsten Tag frei und konnte somit in Ruhe Blog schreiben und Lernen, bevor ich zum Bürgeramt musste, um meinen richtigen Alienausweis abzuholen und dann zur Wilkommensfeier gehen konnte.
Also robbte ich mich ins Bett und war wenige Minuten später eingeschlafen. Ich bekam nicht mit, dass mein Handy 3 Nachrichten anzeigte. Erst am nächsten Morgen realisierte ich, dass ich wichtig gewesen war! XD

Euer Risu

Tuesday, 27 September 2011

Alohomora~


6.30 Uhr quälte ich mich aus dem Bett und räumte jegliche Sachen zusammen die ich für den Tag so brauchen würde. Ein Blick aus dem Fenster stellte den gelesenen Wetterbericht in Frage, da der Himmel ziemlich bewölkt aussah und es im Zimmer nach einer Nacht offenem Fenster nicht gerade kuschelig warm war. Da ich gegen 2 Uhr aufgewacht war in der Nacht war ich ziemlich verschlafen und trödelte mit allem etwas. Wie ich es doch noch rechtzeitig zum Frühstück geschafft hatte weiß ich selbst nicht so richtig.
Das Frühstücksfoto
Zum Frühstück gab es Hühnchen Teriyaki mit Salat, Reis und dazu wieder Miso-Suppe mit Kohl und Pilzen. ;) Und natürlich der Tee, dessen Name nicht genannt werden darf. Da die Anderen erst ab 10.40 Uhr Unterricht hatten und ich erst ab 13 Uhr, wie ich herausfand. Blieb uns genügend Zeit um zu frühstücken. Die Zeit nutze ich, um noch einen kleinen Plausch mit Puk und einer der Chinesinnen zu führen. Natürlich auf Japanisch! ;)
Da ich mir ziemlich sicher war, dass ich es im Wohnheim eh nicht schaffen würde mich auf die Landkarte zu konzentrieren, war es die beste Entscheidung mit den anderen mitzufahren. Der Bus fuhr 9.15 Uhr und nachdem ich alles fertig hatte und mir auch die Karte nochmal angeschaut hatte legte ich mich noch Mal für 15 Minuten aufs Ohr, um über die Städte und Inseln nachzudenken.
Dieses Mal erwischten wir von Asaka nach Ikebukoro keine Rush-Hour, aber die Bahn war voll genug gewesen. Da ich noch einen wichtigen Brief an das Studentenwerk abschicken musste, hieß mein erstes Ziel in Ekoda erst einmal 100Y-Shop. Dort musste ich Briefumschläge kaufen, die nicht so kitschig waren wie meine Letzten! Zudem brauchte ich noch Leim und da es davon so viele gab, dauerte es eine Weile, bis ich mich entschieden hatte. Ich nahm dann letztlich doch die Packung ohne rosafarbenen Leimstift. Lila und Blau waren da doch viel schöner! Auf dem Weg zur Uni traf ich dann wieder auf Alex, Sheila und Andrea, die sich am Bahnhof Ekoda von mir verabschiedet hatten. Gemeinsam liefen wir dann zum Campus und dort suchte ich mir, nach einem kleinen Imbiss-Einkauf im günstigen Uni-Shop ein ruhiges Plätzchen, wo ich meine Karte noch einmal studieren konnte.
Kaum hatte ich Platz genommen kam jedoch schon Blake und aus war es mit dem Studieren der Karte. Knapp 10 Minuten gingen wir sie zwar noch Mal durch, aber meine geplante Stunde verbrachten wir stattdessen damit, uns über andere Dinge zu unterhalten. Das war ja immerhin spannender, als 60 Minuten auf eine blöde Karte zu starren. Ab und an zwangen wir uns dann aber doch noch dazu unsere Karten aufzusagen. Das verwirrende an der ganzen Sache war jedoch nur, dass irgendwie jeder, den ich mit dieser Karte gesehen hatte, die Städte an anderen Stellen eingetragen hatte. Es gab glaub ich keine identischen Karten. Jeder hatte etwas anderes. Blake bekam allmählich Hunger und kontrollierte erst einmal seine Finanzen. 
Money, Money, Money
Dabei fiel ihm auf, dass er noch ein paar Dollar im Portmonee hatte. Interessiert besah ich mir den Geldschein und er machte mich auf verschiedene kleine Dinge aufmerksam, die man sonst nicht weiß. Wenn ihr ganz nah ranzoomt könnt ihr oben rechts neben dem 1 Dollar Zeichen eine klitzekleine Eule erkennen. Und in den Umrandungen unten, die kleinen Dreiecke sind eigentlich Spinnen. Dieser Geldschein wäre demnach nichts für Ron Weasley! Und auf der Rückseite kann man sogar feststellen, ob der Geldschein in Zeiten des Friedens oder des Krieges gedruckt wurde. Je nachdem wo der Adler auf der Rückseite gerade hinschaut. Den Dollarschein, den Blake mir dann letztlich geschenkt hat schaut auf einen grünen Zweig, der besagt das er in Zeiten des Friedens gedruckt wurde. Schaut der Adler hingegen auf eine Hand voll Pfeile, wurde er in Kriegszeiten gedruckt. Voll spannende Angelegenheit andere Geldscheine zu studieren.
Wir unterhielten uns etwas später dann mit der Japanerin, die neben uns Platz genommen hatte. Da Blake noch kein Japanisch kann und mit Steven den Beginner-Kurs besucht, musste er gleich Mal seine Kenntnisse unter Beweis stellen, als es auch schon zur Pause läutete.
Für mich hieß das ins „Studentenwek“ gehen, um meinen Diskussionskurs streichen zu lassen. Dort bekam ich dann ein Formular ausgehändigt, welches ich dann erst einmal entziffern musste, bevor ich es ausfüllen konnte. Da ich mir bei einer Frage nicht sicher war, hab ich einfach die Japanerin neben mir gefragt und dann hatte ich alles vollständig und konnte den Zettel beruhigt abgeben.
Danach wuselte ich Richtung Klassenzimmer und traf auf den Rest der Deutschen. xD Gemeinsam unterhielten wir uns wieder über die Karte und wieder hatte Jeder unterschiedliche Dinge herausbekommen. Nun hieß es also den Dozenten fragen, der kurz nach uns hereinkam. Zum Glück erklärte er uns dann noch Mal was wir nicht wussten und dann ging es auch schon ans Eingemachte. Der Test an sich war dann doch nicht so schwer wie ich dachte, nur die Regeln machten ich wirklich schwer. Denn wer mehr hinschrieb, als gefragt wurde (außer der Bonusfragen), bekam Punkte abgezogen. Nach dem Test verlief der Rest der Stunde so wie immer, zuhören, Kommentare abgeben und nicht einschlafen.
Als die Glocke läutete und der Unterricht vorbei war, machten wir uns dann auf zu unserer Einführung im Fitnessstudio. Extra dafür hatten wir alle Sportsachen und Schuhe mitgebracht. Die Umkleidekabine glich eher einem Raum in dem sich Schauspieler vor ihrem Auftritt aufhielten. Große Spiegel, Schminktische und große Wand voller Spinde, in die man seine Sachen packen kann. Merkwürdigerweise hatten die Spinde keine Schlüssel, sondern Zahlenschlösser. Bevor man es also benutzte, musste man das Schloss umstellen. Sport machen und dann auch noch 4 Zahlen merken! Das fing ja schon Mal gut an.
Die Einführung fand dann komplett auf Japanisch statt, aber trotzdem hatte man alles verstanden, was er gesagt hatte. Die Trainingsgeräte mussten wir alle Mal ausprobieren und nach 30 Minuten durften wir dann auch schon für weitere 30 Minuten die Geräte nutzen. Um uns aufzuwärmen, setzten wir uns erst Mal an die Fahrräder und strampelten für 10 Minuten. Danach ging es an die anderen Geräte, um die noch mal zu testen. Nach 30 Minuten war man dann auch schon ziemlich ko und der leichte Muskelkater bewies, dass man es wirklich nötig hatte öfter zu trainieren!!! Von nun an öfter. Immerhin können wir den Trainingsraum ja kostenfrei benutzen. Der letzte Schritt war nun nur noch die Mitgliedskarten laminieren und dann konnten wir loslegen. Doch nicht heute. 
Gesocks
Jenny und ich wollten noch Mal nach Ikebukoro und schauen, was die so für Sachen haben, die wir noch so für den Sport brauchen. Da wir nicht das fanden was wir suchten, beließ ich es dann neben einem kleinen Schirm (der mich unschlagbare 5€ gekostet hat!!!) bei ein paar Socken, die ich beim letzten Mal schon ins Auge gefasst hatte und bei einer interessanten karierten Strumpfhose! ;) Man darf auch Mal Mädchen und Trendy sein, ja, ab und an darf man das Mal. Und immerhin bin ich in Japan! Wo manche weiblichen Personen so dermaßen vom Schönheitswahn befallen sind, dass man sie ohne Make-up nicht erkennen würde. Auf dem Rückweg ergatterten wir dann wieder Taschentücher, für unsere Sammlung. Das wird mittlerweile auch schon zu einer Art Sport von uns.
Gegen 18 Uhr trafen wir uns dann mit Andrea und Alex in Ikebukoro. Die Beiden hatten noch Politik-Unterricht gehabt und somit erst spät Schluss gehabt. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Bahn, verabschiedeten Jenny, die mit einer anderen Linie fahren musste und machten uns auf unser Gleis zu suchen. Da wir gerade alle unsere Züge verpasst hatten, fuhren wir Mal mit einer anderen Linie und hatten Glück, dass wir trotzdem ankamen. Die letzten 20 Minuten trieb uns der Hunger an. Ich hatte zwar in Ikebukoro ein leckeres Melonenbrötchen mit Esskastanien- und weißer Schokoladenfüllung gegessen, aber trotzdem verlangte mein Magen etwas Vernünftiges.
Und schon wieder essen! XD
Und wirklich 20 Minuten später kamen wir im Wohnheim an. Alex ging noch Mal auf sein Zimmer, da er erst 19.30 Uhr zum Essen kommen wollte. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob er mit jemandem chatten wollte, oder ob er Artemis Fowl weiterlesen wollte.
Zum Abendessen gab es Hühnchen süß-sauer und dazu frischen Tofu, Salat, Reis und Miso-Suppe. ^^ Ich glaube ich brauche nicht nennen, dass es auch den Tee gab, dessen Name nicht genannt werden darf. xD Es war im Übrigen unglaublich lecker gewesen!
Auf meinem Zimmer schaute ich zuerst einmal in meine Mails und fiel aus allen Wolken!!! 
Mein Zauberstab...<3
Ich hatte endlich meine Mail von Pottermore bekommen, dass meine Anmeldung endlich freigeschalten wurde. Nun konnte ich endlich schauen was mich so erwartete! *-----*
Und was soll ich sagen… es ist unglaublich toll gemacht!^^ Ich war gerade in der Winkelgasse und habe meine Schulbücher für das erste Jahr, die restlichen Utensilien, eine schwarze Katze und meinen eigenen Zauberstab gekauft!!!
>> Eberesche mit Einhorn Kern, Zehndreiviertel Zoll, unbiegsam <<
Und er sieht wahnsinnig toll aus! ;) Da weiß ich ja was ich demnächst aus Fimo bauen kann! XD


die kleine Aoi ^^
Und dann erreichte mich noch eine tolle Nachricht! Wakana hat ihr Baby bekommen. Es ist ein kleines Mädchens namens Aoi. ;) Und das Foto möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten!
Hach, so viele schöne Dinge an einem Tag! Und trotzdem nicht das üblicher Pensum geschafft! Dieses Wochenende muss ich wirklich mehr für die Uni machen! Sodass ich etwas vorarbeiten kann, um im Nachhinein mehr Zeit zu haben.
So, ich werde mich dann Mal auf den Weg zum Hogwarts-Express machen und dann wahrscheinlich erst einmal eine Runde schlafen bevor mein Zug abfährt! Bin doch etwas Müde vom Tag.
Also dann, wir sehen uns Morgen! ;)

Euer Risu

Monday, 26 September 2011

Zwei zur Zeit von Einem…


Ja, ich muss zugeben, dass ich es nicht geschafft habe den Eintrag rechtzeitig fertig zu kriegen, deshalb bekommt ihr heut das super-mega-Angebot von mir! ;) Zwei Einträge in Einem! Na wenn das Mal nichts ist, dann weiß ich auch nicht weiter! XD
Da ich für die Uni lernen musste hatte ich leider nicht eher Zeit und so nutze ich meine Zeit jetzt und bringe ich euch den neuesten Stand der Dinge!^^

30 auf einen Streich (25.09.2011)

Oder: Der Morgen danach!
Der Wecker klingelte 7.30 Uhr und ausgeruht wühlte ich mich aus meinem Bett. Der Spaziergang mit Brian war so anstrengend gewesen, dass ich kaum etwas von meinem Hörspiel mitbekommen hatte und sofort eingeschlafen war. 8 Uhr wollte ich mich mit Andrea zum Frühstück treffen und so hatte ich noch genügend Zeit um sich noch Mal für 5 Minuten hinzulegen.
nearly all inclusive Brötchen!/
8 Uhr betraten wir die Küche, die wie ausgestorben vor uns lag…die einzigen Lebenszeichen kamen aus dem Abfluss, denn natürlich niemand der Studenten sauber machen will, wenn er dort gekocht hat. Einer der Gründe, warum Andrea und ich auf Brötchen und Obentou zurückgreifen! Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, werde ich euch Mal Beweismaterial zukommen lassen, auch wenn ihr ohne eben dieses genauso gut weiterleben könntet. Wir freuten uns also über unsere Brötchen, die wir sofort in den Toaster beförderten und stellten die Getränke und die Marmelade auf den Tisch. Auch der Speisesaal liegt verlassen vor uns und so haben wir alle Zeit und Ruhe der Welt.
Sportnachrichten! XD
In den Sportnachrichten liefen gerade die ersten Aufwärmübungen der Lacrosse-Mannschaft, das sind die mit den Köchern um den Ball oder den Kopf des Gegners einzufangen. Zusätzlich trafen auch die ersten Bogenschützen ein! Ein unglaublicher Sport, der ebenso unglaubliche Kraft erfordert… (ja, ich komme nicht um diesen flachen Witz herum, aber ihr braucht ihn ja nicht lesen!)…gerade aus schießen ist ja immerhin schon schwer genug! Aber dann noch Bogen schießen!
Da unser Empfang nicht der Beste war und wir immer Mal wieder von unserem Essen abgelenkt wurden wechselte das Programm auch öfter zu einer Tierdokumentation über das Verhalten von Raben in Sport- und Freizeiterholungsgebieten. Doch meistens blieb der Sender stabil und wir fingen an Die Rolle der Kommentatoren zu übernehmen. Doch erst einmal musste unser Frühstück fertig gemacht werden. Der Toaster hatte nun schon ausgebingt und wir holten die Brötchen, 4 an der Zahl, auf unserem deluxe Teller, der nur so aussieht wie eine Plastiktüte, in Wahrheit natürlich aber ein richtiger Teller ist.  Beim Aufstechen der Brötchen – die sind weicher als ein Einback in Deutschland, da kann man wirklich nicht von aufschneiden reden! – fiel uns plötzlich etwas merkwürdiges auf! Beim aufklappen des Brötchens sahen wir, dass die Brötchen mit Margarine gefüllt waren, die nun wunderbar zerlaufen war. Umso besser, dachten wir und bestrichen die margarinigen Brötchen noch mit Marmelade. Und es hat wirklich hervorragend geschmeckt. Wie immer gab es dazu unseren Lieblings Milchkaffee der nicht im Geringsten nach Milchkaffee schmeckte, aber sehr lecker war.
Jeder von uns aß tatsächlich 3 der Brötchen, aber danach waren wir wirklich satt und entschieden uns wieder auf unsere Zimmer zu gehen. Bevor wir uns jedoch endgültig zurückzogen war wieder einmal Wäsche waschen angesagt. Also rauf aufs Zimmer, Wäsche sortieren und wieder runter zu den Waschmaschinen! Wir vermuteten die Anleitungsschritte, die nirgendwo angeschrieben waren, drückten wieder wahllos irgendwelche Knöpfe und warteten darauf, dass alles in die Luft flog. Als das nicht geschah waren wir fürs Erste beruhigt und konnten auf unsere Zimmer gehen.
Gegen 10 Uhr war ich dann so weit und konnte den Eintrag vom Samstag nachholen. Es dauerte mehr als 3 Stunden um den Eintrag fertig zu schreiben und die Bilder einzufügen! Deshalb musste ich mich ranhalten, immerhin musste ich noch für einen Kanji-Test lernen! Und nebenbei auch noch die ganzen Geografie-Sachen die wir am Dienstag im KULTUR-Unterricht wissen müssen. 
gesundes Mittagessen
Doch erst einmal Pause machen vom Eintrag! Erst etwas Essen und dann sehen wir weiter. Ich hatte am Vortag im Konbini eine neue Sorte Melonenbrot ausprobiert und dazu gab es passend meine letzte Ration Kekse. Das Melonenbtor hatte nicht nur eine Melonenglasur, sondern auch eine Honigmelonen-Pudding-Füllung!
Da die Wäsche mittlerweile fertig war konnte ich so etwas entspannen und holte die Wäsche aus der Waschmaschine und verbrachte viel Zeit damit mein alternatives Ablagesystem zu erweitern. Immerhin ist es gar nicht so einfach seine ganze Wäsche in einem Zimmer zu postieren, wo man nur ein paar Kleiderbügen und wenig Ablagefläche zur Verfügung hat. T-Shirts konnten ja zum Glück auf den Balkon in die Sonne gehängt werden. Ich musste dringend nach einem wunderbaren Kleider-Aufhänungs-Teil schauen, was die Anderen alle auf ihren Balkons haben! Das wäre äußerst praktisch für Kleinkram wie Socken! Denn jedes Mal die Socken auf Kleiderbügel postieren ist zwar kunstvoll und sehr kreativ, aber keine Dauerlösung.
kunstvolle Balkondekoration
Nach dem die Sachen alle einen Platz zum Trocknen gefunden hatten ging es auf die Suche nach dem Müll! Da ich nun nicht wirklich den Müll der diesjährigen Weihnacht und der Zukünftigen einlagern möchte, wurde es Zeit nach den Mülleimern zu suchen! Andrea und ich hatten gleich beschlossen einkaufen zu gehen, wenn wir schon Mal dabei waren, das Haus zu verlassen, so brauchten wir das später nicht tun und hatten mehr Zeit zum Lernen. Auf dem Weg trafen wir Alex, der sich ins Rikko Kaikan aufmachte, um dort mit den Anderen zu lernen.  
Und hier als kleine Erklärung des Titels vom gestrigen/heutigen Eintrag… ich habe nicht nur einen Sonnenbrand von dem Spaziergang davongetragen, sondern die 10 Minuten im Wald haben wahrscheinlich einen ganzen Mückenclan versorgt! 30 Mückenstiche! 30! Ich habe keine Ahnung wie die das gemacht haben, aber normal ist das nicht!!! >.<‘‘‘
Wir verstauten den Müll dort, wo wir dachten, es sei der richtige Raum dafür (der es auch wirklich war) und gingen einkaufen. Da ich gleich noch das Geld für die Miete holen wollte, um es am nächsten Tag auf das japanische Konto zu bringen mussten wir bis zum Bahnhof laufen und im 7/11 vorbeischauen. Wir machten einen Abstecher in den großen Supermarkt, in dem ich am Samstagabend mit Helen war und verglichen die Preise. Wie wir feststellen mussten, war unser normaler Supermarkt, den wir sonst aufsuchten wirklich preiswerter. Entsetzt blieben wir vor den Äpfeln stehen und suchten die Schilder, wo der Apfel denn eigentlich herkam. Das war kein Apfel mehr, das Teil hatte die Größe einer Honigmelone! Insgesamt waren das 4 Äpfel in 1nem!!! Irritiert über diese enorme Apfelgröße machten wir uns auf in den 7/11 und ich versuchte mich ein weiteres Mal an einer Spielerunde am Automaten. Ich gewann gegen den Automaten und knackte den Jackpot! Nun hatte ich meine Miete, die ich vorsichtshalber in einen der dafür vorgesehen Umschläge packte, die an jedem Automaten zu finden sind. Japaner haben es ja nicht so mit dem Geld und machen das lieber still und heimlich, deshalb auch immer und überall Umschläge oder kleine Kisten in die man das Geld hineintut.
Im Bentou-Laden hielten wir an, kauften uns etwas Leckeres zu Essen und stellten fest, dass man das sogar in der Mikrowelle aufwärmen konnte. Das wollten wir zum Abendessen gleich Mal ausprobieren! Nach dem Besuch im Bentou-Laden schauten wir noch schnell im Supermarkt vorbei und kauften Getränke. 
Sportschuhe!!! Blau, aber günstig!
Zu meiner Überraschung fand ich sogar eine große Auswahl an heruntergesetzten Schuhen. Wild entschlossen probierte ich ein paar nach dem anderen an und fand tatsächlich eines, welches mir passte! Und es kam sogar nur 15€! Nun hatte ich doch noch meine günstigen Sportschuhe fürs Fitnessstudio gefunden! Die wurden natürlich auch sofort mitgenommen und so machten wir uns nach dem Einkauf mit meinen neuen Schuhen und mehreren Litern Getränken wieder auf den Heimweg. Die Tafel Schokolade, die ich noch mitgenommen hatte, hatte wahrscheinlich das geringste Gewicht!
Im Wohnheim angekommen machte ich mich dann erst einmal ans Kanji lernen und dann an die wundervolle Landkarte. Die Kanji ließen sich relativ gut merken, da wir bis auf 1 oder 2 schon alle in Deutschland gelernt hatten, somit würde das kein Problem werden. 
etwas fehlerhafte Landkarte!
Und die Namen der Städte und Buchten würde ich auch schon noch irgendwie in meinen Kopf bekommen.
Brav lernte ich die nächsten Stunden und begann die noch fehlenden Texte für Geschichte zu lesen, welche wir am Montag noch kurz diskutieren wollten. Immerhin war die letzte Stunde ja wegen Taifun-Frei ausgefallen. 19 Uhr trafen Andrea und ich uns dann im Speisesaal und probierten die Mikrowelle aus. 





die Mikrowelle, Andrea und ich
Orientierungslos drückten wir alle Tasten, bis es plötzlich etwas anzeigte und das Gerät zu summen anfing! Panisch drückten wir erneut alle Knöpfe bis das Summen wieder verstummte. Welcher von den vielen Knöpfen war denn nun eigentlich der Richtige gewesen? Nach weiterem Probieren fanden wir dann schließlich unsere Knöpfe und wärmten unser Essen auf.
Essen!^^
Zum Abendessen gab es faszinierender Weise von allem etwas! Kartoffelsalat, Spagetti, Hühnchen Nuggets, Reis und Gemüse. Dazu dann noch einen Tiramisu-Nachtisch und fertig war das leckere Essen!^^ Wir beeilten uns mit dem Essen, da wir beide 20 Uhr einen Videochat hatten. Somit waren wir zur richtigen Zeit auf unseren Zimmern. Nur wollte Skype nicht so, wie ich wollte. 1 Stunde versuchte ich Skype und den Computer, der sich immer wieder auf gehangen hatte, zum Laufen zu kriegen, bis es nach Ewigkeiten dann wirklich funktioniert hatte! Der Videochat ging bis 23.30 Uhr japanischer Zeit und danach habe ich mich noch 1 Stunde den Kanji und der Landkarte gewidmet, was dann auch der Grund dafür war, dass ich es nicht mehr geschafft habe den Eintrag zu schreiben.
Kaum hatte ich das Licht ausgemacht und die drei Fragezeichen angeschalten war ich auch schon eingeschlafen. 




Morgens um 8 Uhr in der Bahn…(26.09.2011)

Oder: Wie die Sardinen in der Dose

5 Uhr klingelte das Telefon und ich sprang aus dem Bett. Ohne Andrea würde ich es um diese Uhrzeit wahrscheinlich nicht aus dem Bett schaffen, aber bei dem penetranten Klingeln unserer Telefone muss man einfach aufstehen. Wie immer ging es Duschen und danach wieder hoch ins Zimmer. Nochmal schnell Kanji wiederholen und dann Tasche packen. Da das ja alles nicht so lange dauert hatte ich genug Zeit um noch Mal für 45 Minuten die Augen zuzumachen.
Lecker!!!
7 Uhr ging es dann zum Frühstück und als wir die leckeren Brötchen sahen, mussten wir gleich wieder an die Brötchen vom Vortag denken, die mit Margarine gefüllt waren. Wir nahmen uns von Allem etwas und gingen in den Speisesaal. Es gab Ei und Schinken mit Salat, Brötchen mit Heidelbeermarmelade und Schokolade und dann etwas was man nicht einordnen konnte. Irgendein interessanter Salat in einer kleinen Schüssel. Ausnahmsweise gab es Mal wieder Milch zum Kaffee und somit konnte ich einen „Kaffee“ genießen. Ihr glaubt nicht, wie ich den deutschen Kaffee vermisse!!!  Konkurrenz machte der Kaffee diesmal dem Tee, dessen Name nicht genannt werden darf! Der Inhalt der kleinen Schüssel stellte sich schließlich als Nudelsalat heraus. Äußerst schmackhafter Nudelsalat, im Übrigen!
7. 45 Uhr nahmen wir dann den Bus zum Asaka-Bahnhof und machten uns auf den Weg in die Uni! Heute sollte es ein langer Tag werden von 9 Uhr bis 4 Uhr durchgängig Unterricht! Und die erste Stunde wurde uns aufgebrummt, damit wir uns zum Uni-Fest vor aller Welt zum Ei machen konnten! Auf dem Bahnhof herrschte reges Treiben und als die Bahn kam, fing ich unwillkürlich zu Grinsen an. 
Rush-Hour-Bahn-Bild
Ich hatte es doch tatsächlich nach 2 ½ Wochen endlich Mal in die Rush-Hour geschafft und es war wirklich genauso wie ich es mir vorgestellt hatte! Man konnte nicht umfallen! Und wenn die Bahn doch Mal um eine Kurve fuhr, dann kippten alle nach vorn und bei der nächsten Kurve ging es dann zurück in die alte Position. Es war ein Schieben und ein Drücken, aber niemand machte Anstalten, sich um mehr Platz zu bemühen. Jeder fand sich mit der Situation ab und wir konnten uns kaum halten vor Lachen, weil wir die Situation so amüsant fanden. Ausländer, wie wir es halt sind musste ich davon gleich mal ein paar Fotos machen! Praktischerweise hatte ich meinen Schirm dabei, da ziemlich viele Wolken am Himmel zu sehen waren, als wir das Wohnheim verließen und so bastelten wir unsere eigene Vorrichtung, um uns festzuhalten. Und wie sollte es auch anders sein, genau mitten in der Bahn kam Alex auf die Idee einen Schluck Kakao aus seiner Flasche trinken zu können. Da er sich aber irgendwo festhalten musste und auch Helen festhielt, damit sie nicht umfiel hatte er keine Hand frei. Helen konnte nur die Hand ein bisschen bewegen, die Alex festhielt. Also stellten wir die Flasche in Helens Hand und ich drehte die Flasche mit meinen Zähnen auf, bis wir den Deckel herunternehmen konnten. Irgendwie schafften wir es, dass Alex einen minimalen Schluck Kakao zu fassen bekam und irgendwie drehten wir die Flasche auch wieder zu. Halten vor Lachen konnten wir uns nach dieser Aktion jedoch nicht mehr. 
1,2,5,6,9,10,18,19,....uups verzählt...
Wir spaßten die ganze Fahrt über rum, schmiedeten Pläne, wie wir aus der Bahn aussteigen konnten, ohne zu Boden zu gehen und fassten den Entschluss die Mission Impossible Melodie zu summen, wenn wir die Bahn verließen. Irgendwann hielt der Zug dann in Ikebukoro und alles quetschte sich auf den Bahnsteig. Wir wurden förmlich mitgeschoben und ließen uns von der Strömung mitreißen. Irgendwann am Fahrkartenausgang war ja eh erst Mal Stop angesagt! Die Fahrt von Ikebukoro nach Ekoda war ziemlich unspektakulär! Jeder von uns bekam einen Sitzplatz und wir unterhielten uns über die Themen, die wir für unsere Präsentationen nehmen wollten.
Im Raum angekommen, wurden wir gleich Mal in einen anderen Raum geschleusst und dort ging dann das übliche Spiel los: Bitte stellt euch vor! Diesmal mit erhöhtem Schwieirgkeitsgrad, wir mussten uns nach dem Geburtrtagsdatum sortiert aufstellen! Wir schafften es schliesslich, stellten uns vor und dann ging es in die Gruppen. Eigentlich wollte ich ja meine Präsentation über Hörbücher/-spiele machen, doch da ich nicht allgemein hätte drüber reden dürfen musste ich mich für ein anderes Thema entscheiden. Da wir in der Präsentation nur 5 Minuten reden sollen, werde ich mir meine Hörbuch/-spiele Präsentation für später aufheben und die dann zur Prüfung oder im Unterricht abhalten, wenn ich mehr als 5 Minuten reden kann.
Mein Thema lautete nach einer knappen Stunde dann wie folgt:
Warum finde ich die Harry Potter Musicals von Team Starkid lustiger als die Bücher und die Filme?!
X3 Ein Thema, dem ich natürlich nicht abgeneigt gegenüber stand!^^ Konnte ich doch wieder Mal meinem Hobby fröhnen. Auch Alex redete über Harry Potter und suchte sich nach langem Überlegen die unbekannteste Figur aus der ganzen Serie aus, die er vorstellen wollte. Irgend so ein Junge, der gegen einen bösen Magier kämpfen musste und der bis zu seinem 11 Lebensjahr bei seinen Muggelverwandten gelebt hat, bis er herausfand, dass er ein Zauberer ist. Keine Ahnung wer das ist, aber in Harry Potter kam der nur am Rande vor, oder?! XDDD
Wir redeten also mit der Japanerin, die ebenfalls Harry Potter mochte und fragten sie über Dinge zu unserer Präsentation aus. Stellten Fragen zu Vokabeln und redeten einfach so über das Thema. Danach mussten wir es in einer größeren Gruppe vorstellen und dann war der Unterricht auch schon vorbei.
Blümchen!^^
Auf zu Japanisch und zum nächsten Kanji-Test! Nach einer kurzen Einführung in unser Wochenende schrieben wir den nächsten Test und bekamen gleich wieder die neuen Sätze hingelegt und den alten Test zurück! 3 kleine Fehler ließen meinen Test nicht ganz so hübsch aussehen, wie ich gedacht hatte, doch immerhin war mein Blümchen komplett!^^ Die Japanologie Studenten unter den Lesern wissen es bereits, aber für die Anderen ein kleiner Einblick in das japanische Punktesystem. Man bekommt keine Punkte hingeschrieben, sondern der Lehrer malt eine Blume hin, je mehr an der Blume dran ist und je mehr sie lächelt oder singt, desto besser ist die Arbeit. Was nun an meiner Blume noch fehlt kann ich hoffentlich nach dem nächsten Kanji-Test sagen! Bis Donnerstag heißt es da aber erst Mal wieder lernen, lernen und lernen!
Mittagessen~
Nach Japanisch ging es dann erst mal etwas Essbares kaufen und Unterlagen kopieren. Da im Uni-Shop gleich ein Kopierer war, konnte ich ihn mir gleich erklären lassen, musste aber feststellen, dass das unnötig gewesen war. Das hätte ich auch alleingeschafft. Pro Kopie bezahlt man hier 10Y was ungefähr 8 Cent sind. Also ein bezahlbarer Preis, wenn man nicht Bücher kopieren muss. Danach ging es dann auf die Suche nach einem Plätzchen wo Jenny und ich dinieren konnten. Wie im Zoo schauten uns die Japaner nach, getrauten sich aber nicht uns anzusprechen. Zum Mittag gab es ein Onigiri mit Thunfisch und Mayonnaise und Reis-Omelett-Onigiri mit Tomatenreis. Es war wirklich sehr lecker! Dazu gab es wie immer den tollen Milchkaffee. ;)







ein paar wenige Geschichtstexte...
Nach der Mittagspause gingen wir zu Geschichte und bekamen 3cm Papier vor unsere Nase gelegt! Einen 3cm Stapel an Papier! Und den mussten wir alle lesen! Immerhin müssen wir in dem Fach Reaktionspapiere schreiben. Und das nächste musste schon Dienstagnacht abgegeben werden! Das heißt, man hatte nicht viel Zeit. Alex fand den Unterricht so spannend, dass er tief und fest eingeschlafen war und man ihn sogar mit anzutippen nicht wecken konnte. Erst als auch der Lehrer lachte und fragte ob alles ok sei, wachte Alex auf und lief rot an.
Nach Geschichte folgte dann Kultur! Und wir schauten ein Video mit Brian über das japanische Schulsystem. Gedreht wurde es von Deutschen in Japan, gesponsert von einer Firma in Hawaii. Also wieder multikulturell. xD Das Video schockte uns dermaßen, dass wir kaum glauben konnten was wir da sahen! Mütter bringen ihren Kindern im Mutterleib schon die japanischen Alphabete bei, gehen in Förderunterricht für Föten, damit die den Klang der Laute schon ungeboren lernen können. Und sobald sie auf der Welt sind werden sie von einem Lernkurs bis zum Nächsten geschleppt. Mit 2 Jahren lehrt man ihnen das Rechnen, mit 1 Jahr sollen sie dann schon am besten die 2 „Alphabete“ aufsagen können und bis um 1. Lebensjahr werden sie durch Lernsendungen im Fernsehen dazu animiert schnell zu lernen. Gezeigt wurde unter anderem ein Kind, welches mit noch nicht Mal 1 Jahr selbstständig laufen, die Videokassette nehmen und in den Recorder stecken konnte! Und es konnte den Start-Knopf gezielt drücken! Ich wusste ja, dass das japanische Schulsystem hart ist, aber dass es so hart ist, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Kein Wunder, dass so viele Schüler Selbstmord begehen, wenn sie durch eine Prüfung fallen! Beim dem Leistungsdruck kann keiner standhalten! Und erst recht nicht wir Leute aus dem Westen, da wir nicht mit diesem Druck aufwachsen.
Nach der schockstunde ging es dann auf die Bank. Da wir am Freitag unsere Miete überweisen wollen, musste zuvor erst Mal Geld auf das japanische Bankkonto. Und das stellte ich mir als eine neue riesige Herausforderung vor. Doch im Endeffekt war es einfach, als ich gedacht habe. Man gebe sein Bankbuch und sein Geld in den Automaten, warte einen Moment, bis er alles richtig durchgemischt hat und schon hat man sein Bankbuch wieder, auf dem draufsteht, dass man plötzlich Geld drauf hat. Tolle Sache, wirklich tolle Sache!
Mit Geld auf dem japanischen Konto machten Jenny und ich uns nun auf den Weg zum Bahnhof Ekoda, um von dort aus nach Hause zu fahren. In Ikebukoro stieg ich in die nächste Bahn und begann die Karte zu wiederholen, die wir lernen mussten. Vom Bahnhof Asaka zum Wohnheim lief ich wieder und genoss das angenehme Wetter und beobachtete die Leute. Im Park spielten Eltern mit ihren 4 jährigen Kindern Baseball und Fußball, oder ließen sie auf dem Klettergrüst turnen.
Im Wohnheim angekommen hatte ich noch genügend Zeit bevor wir uns zum Abendessen verabredet hatten und so verbrachte ich diese Zeit ebenfalls mit Lernen, Kanji abschreiben und Uni-Zeug sortieren.
nyomnyom
Zum Abendessen sah man diesmal viele neue Gesichter und von Tag zu Tag wird der Speisesaal voller! Einige der neuen Alten hatten noch nie eine Deutsche gesehen und so war ich der Blickfang des Abends. Ich glaube bis ich mich daran gewöhnt habe, das dauert noch ein Stück! Das Essen war wieder einmal sehr lecker, aber was man so aß wusste man nicht so richtig. Neben Reis und Miso-Suppe und natürlich dem Tee, dessen Name nicht genannt werden darf, gab es Schweinefleisch mit Tofu-Stückchen und asiatischem Gemüse. Des Weiteren fand man Fischklößchen und irgendetwas Undefinierbares in einer anderen Schüssel. Und zu guter Letzt gab es, wie sich herausstellte Mangopudding!^^ Während des Essens gingen die Anderen die Japan-Karte immer und immer wieder durch, wodurch ich mir meine Fehler merken konnte, um sie auf meinem Zimmer zu verbessern. Die Gruppe löste sich aufgrund des Lernstresses ziemlich schnell auf und ich machte einen Abstecher zum Briefkasten. Auch wenn ich weiß, dass Nichts darin ist, so schaue ich trotzdem sehnsüchtig jeden Tag hinein! 
Brief von Tabea! <3
Und was sahen meine bebrillten Augen?! Einen Brief! Ich hatte tatsächlich Post bekommen! Meine 2te Karte in Japan!^^ Und die war von meiner lieben Tabea! Bin gleich freudig durch die Gegend gehüpft~
Wieder im Zimmer angekommen, sortierte ich die wichtigsten Unterlagen für den morgigen Tag und machte mich dann ans Blog schreiben, bevor ich mich wieder an die Karte setzte. Und da es mittlerweile schon wieder halb 10 ist, werde ich mich nun meinen wunderbaren Städten und Buchten widmen, damit ich die morgen auch alle eintragen kann!^^
 
Also dann ihr Lieben, wir lesen uns morgen wieder! ;)

Euer Risu