Zeitsprung… (Nachtrag 02.10.2011)
It’s just a jump to the left….
Da ich euch nicht damit langweilen will, dass ich am Sonntag den ganzen Tag brav zu Hause geblieben bin und gelernt habe, werde ich auf einen Eintrag vom Sonntag verzichten. xD
Ich glaube kaum, dass es euch interessiert, wie oft ich bei meinem Geschichtstext gegähnt habe, oder wie viele Male ich die Kanji üben musste bis ich sie endlich im Kopf hatte. Das Lernen fiel jedoch etwas schwerer, da draußen 3 Fußballturniere, 1 Rugbey Turnier und noch diverse andere Sportveranstaltungen stattgefunden haben. Und gegen japanische Fans kommen noch nicht einmal die Leute im Stadion an! Das waren nur wenige und die haben mehr krach gemacht, als eine Horde Fußballfans in Deutschland. Ich hoffe die Deutschen werden sich davon nie eine Scheibe abschneiden. Denn wenn die bei Uni-internen Spielen schon so laut sind, dann möchte ich die nicht bei großen Spielen erleben…
Es sei jedoch gesagt, dass ich fleißig meine Liste abgearbeitet habe an dem Tag, leckeres Essen gehabt habe und nach einer kurzen Partie Tischtennis mit Alex und Andrea habe ich dann mit meinen Eltern telefoniert!^^ Und dieses Mal hat Skype sogar schneller funktioniert, als das letzte Mal. Zum Glück…
Und da einige von euch sicherlich sehr neugierig darauf sind, was es denn nun feines zu essen gab, kriegt ihr die Fotos natürlich auch zu sehen! ;)
| Vollpension... Frühstück... |
Zum Frühstück gab es Rosinenbrötchen mit Marmelade und da ich vergessen hatte im Supermarkt einen Milchkaffee zu kaufen gab es nur Wasser mit Calpis-Geschmack. (Für alle die jetzt den Mund verziehen und sich denken, was die denn für einen Mist trinkt sei erklärt, dass Caplis ein japanisches Softgetränk ist. Es ist sehr beliebt und ist eine Art Molke Produkt mit einem eigenartigen Geschmack. Am besten schmeckt Calpis gekühlt mit Selters. Wirklich erfrischend!^^ …Kling wie Werbung…)
Zum Mittag gab es eine Banane und ein paar viele, viele Kekse… und die Kekse, die mit grünem Tee gefüllt sind, waren wirklich sehr sehr lecker.
| Abendessen |
Zum Abendbrot gab es dann Hähnchen mit Soße und dazu Reis.
Da Shin und Yo koreanisch gekocht hatten konnten wir auch eine Art koreanischer Miso-Suppe kosten, die auch sehr lecker war und unglaublich fix herzustellen war.
| die koreanische Miso-Suppe |
Eine neue Woche… (Nachtrag 03.10.2011)
…der gleiche Ablauf!
Es ist wieder einmal Montag!^^ Der Wecker klingelt, doch ich ignoriere ihn. Anders als das Telefon, welches ich aufgrund seiner Laustärke nicht ignorieren kann.
Zum ersten Mal kam mir im Flur eine Japanerin entgegen, die, wie ich schlussfolgerte, duschen war. Im Vergleich zu den letzten Wochen herrschte hegen treiben im Bad. 2 Leute waren schon da, Andrea und eine Japanerin, die ein Bad genossen hatte. Mit der Japanerin vom Gang macht das (mich mitgezählt) 5 Personen! So viele Leute am frühen Morgen!
Ich glaube ich könnte vor 5 Uhr kein Bad nehmen! Noch nicht Mal vor 7! Und erst recht nicht gleich nach dem Aufstehen. Da schläft man doch sofort wieder ein. Dann doch lieber die Dusche. Danach ist man wenigstens wach. Vor allem, wenn man die Wassertemperatur erst Mal die Wassertemperatur richtig einstellen muss und bis dahin eine Kneipp-Kur verpasst bekommt.
Nach einem kurzen Kanji wiederholen ging es dann wie üblich wieder ins Bett und kurz vor 7 wurde dann aufgestanden. Der Speisesaal lag verlassen vor uns, doch da wir den Buss bekommen mussten, störte und das nicht im Geringsten.
| Kaffee... |
Zum Frühstück gab es wieder Toast mit Marmelade, Reis mit Furikake und Nori-Blättern, ein Omelett-ähnliches-Ding mit Salat und dazu Orangengelee. Ausnahmsweise gab es Mal wieder Kaffee mit Milch und obwohl es nicht nach Kaffee geschmeckt hat
Da wir ab der ersten Stunde hatten, mussten wir uns beeilen, dass wir 7.45 Uhr den Bus bekamen, der uns zum Asaka Bahnhof bringt.
Wieder einmal hatten wir das Problem der Rush-Hour und ich glaube ich bin die Einzige von uns, der die Rush-Hour total viel Spaß macht. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Menschen man in eine Bahn quetschen kann. Und erst recht ist es immer wieder lustig, wenn man dann noch beobachten kann, wie viele einschlafen im Gedränge und anfangen zu torkeln, wenn die Türen aufgehen und die Leute aussteigen. Leider ist das Verhältnis unausgeglichen, weshalb sich auch das Ergebnis des eigentlichen Platzes verschiebt. Unfassbarer Weise brauchte der Semi-Express, also der mittlere Express, der nicht überall hält, knapp 25 Minuten! Von normalerweise 15… unverzeihlich im japanischen System. Und kaum hatten wir Verspätung sah man die Menschen aus der Bahn stürmen und wegrennen, weil sie so schnell zum Gleis mussten, um ihre nächste Bahn zu bekommen. Da die ja hier aller 5 Minuten fahren um diese Uhrzeit ist das ja nicht wirklich ein Problem, auch wenn man eine Bahn später nimmt. Leider hatten wir an so vielen „Ampeln“ anhalten müssen, um Züge vorbeizulassen, dass es sich wirklich hingezogen hatte.
Wir kamen aber trotzdem rechtzeitig in der Uni an, auch wenn wir wirklich auf die Minute ankamen. Alex, Andrea und Sheila, die den lokalen Zu genommen hatten, kamen tatsächlich noch später.
In der Stunde bekam ich einen neuen Partner für die Poster Präsentation zugeteilt, damit jeder einen Partner hatte und Natsumi mit mir und Alex nicht überfordert ist. Ryouhei, der sich ebenfalls für Harry Potter interessierte war wirklich nett und wir haben uns die ganze Zeit auf Japanisch unterhalten. Anstrengend, wenn man über ein Thema redet, von dem man die Vokabeln nicht kennt, aber immer wieder spannend. Und ich mag es, wie man die verschiedenen Hürden meistert, wenn man sich doch Mal nicht verstanden hat. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit unseren Partnern ging es dann ans Eingemachte und man musste anderen Gruppen sein Thema vorstellen.
Nach der Stunde ging es dann zum Japanisch Unterricht und dort hieß es dann wieder, nach einer kurzen Beschreibung des Wochenendes, Kanji-Test schreiben. Dieses Mal hatte ich 4 Fehler im Kanji-Test und somit keinen Blumentopf gewonnen. Meine Blume hat sich nur gefreut… Beim nächsten Test musste ich mich dafür noch mehr anstrengen! Will auch Mal nen Blumentopf gewinnen! XD
Ich merke aber, wie es immer besser wird Sudo-Sensei im Unterricht zu verstehen. Was vielleicht auch daran liegt, dass sie ihre Sätze immer wieder ändert, wenn man sie nicht versteht und von Mal zu Mal werden sie leichter… >_<‘‘‘
Geschichte war unglaublich spannend – das Ende der Tokugawa Zeit und die Landesöffnung Japans. Fand ich schon damals im Geschichtsunterricht spannend, da nach der Landesöffnung so viele Länder einen großen Einfluss auf Japan hatten. (So stammt das japanische Schulsystem zum Beispiel vom Preußischen ab.)
Kultur hingegen wurde dann schon eine echte Herausforderung… wir haben den letzten Teil des Videos angeschaut, welches so gruselig war. Der Rest des Videos ging 20 Minuten und war ziemlich erschreckend. Als diese Dokumentation gedreht wurde, besagte eine Statistik, dass sich pro Tag 100 Schüler/Studenten umgebracht haben, aufgrund des zu Hohen Leistungsdrucks, oder weil sie in der Schule von anderen Schülern gemobbt worden!!!
Nachdem das Video zu Ende war, schauten wir es uns noch einmal an, damit wir auch wirklich alles verarbeiten konnten. Dann splittete Brian den Kurs in Grüppchen und bis in ein paar Wochen müssen wir uns eine Meinung dazu gebildet haben!
Zu Hause hieß es dann wieder lernen, lernen und noch Mal lernen! Immerhin stand der nächste Geografie-Test an und das bedeutete alle Präfekturen und Regionen auswendig lernen und dazu aber auch noch die vom letzten Test wiederholen, denn die werden auch abgefragt.
Bis zum Essen blieb nicht mehr viel Zeit und somit lernte ich erst Mal nur die Hälfte der ganzen Präfekturen. Zum Glück hatte mir Andrea eine Seite gegeben, wo man im Internet die Präfekturen üben konnte. So brauchte ich sie nur in die richtigen Felder einzusetzen, um zu prüfen, ob ich sie auch wirklich richtig hatte. Das kostete allerdings jedes Mal Zeit, da man erst die richtige Präfektur in der Liste suchen musste, die sich jedes Mal veränderte.
18.30 Uhr trafen wir uns dann zum Frühstück. Ich war so am Lernen, dass ich fast vergessen hätte ein Foto von meinem Essen zu machen. Bitte denkt euch demnach noch einen kleinen Tofu-Salat und einen normalen Salat hinzu, ja!^^
| halb aufgegessenes Abendbrot... >_<''' |
Es gab wie üblich Reis und Miso-Suppe mit Pilzen, den Tofu-Salat, das Fleisch-etwas, was man nicht so wirklich beschreiben kann was es war. Auf jeden Fall war es Fleisch, obwohl man sich hier da nie so sicher sein kann. xD Und dazu gab es dann auch noch Nato mit Glasnudeln verziert.
Da ich allerdings so satt war hab ich nur die Hälfte vom Natto gegessen und wurde dann auch später daran erinnert, warum ich nicht so viel davon essen sollte. Immerhin sind es gegorene Bohnen… >_<‘‘‘
Nach dem Abendessen hieß es dann wieder Präfekturen auswendig lernen. Als ich davon genug hatte widmete ich mich dem Geschichtstext und schrieb die neuen Kanji ab, die wir für Donnerstag lernen mussten. Dieses Mal waren es 18 Sätze, als 12 Sätze getarnt, da sie einige gleich Mal unter 1 Nummer geschrieben hatte… -.-‘‘‘ Und die mussten alle bis Donnerstag in meinen Kopf. Eine willkommene Ablenkung vom ganzen Uni- stress war dann doch das packen meiner ach so tollen Tasche, die ich extra fürs Fitnessstudio gekauft hatte!^^ denn morgen sollte es ja losgehen!!!
Aber erst einmal die ganzen Präfekturen da rein bekommen! Das war schwer genug. Doch irgendwann klappte es dann und erschöpft robbte ich mich in mein Bett. Bevor ich einschlief bekam ich noch eine Mail von Mariko! X3 Wir hatten uns auf der Willkommens Feier kennengelernt und wollten uns Mal treffen um Deutsch und Japanisch zu üben. Und das auch gleich am nächsten Tag. ^^ (Im Übrigen ist Mariko auf dem Grüppchenfoto mit drauf. Von euch aus steht sie links neben mir und von mir aus rechts. ;) ) Wir verabredeten uns in der Mensa und vorfreudig schlief ich ein.
Sport ist Mord! (04.10.2011)
… Aber immerhin mag ich ja Krimis…
Der Wecker klingelte gegen 6 Uhr und so stand ich auf, zog mich an, wiederholte die Präfekturen und ging wieder ins Bett! xD 5 vor 7 stand ich dann auf und ging in den Speisesaal.
Es gab wieder leckeren Lachs, mit süßem Omelett, Reis, Miso-Suppe und einem Wurst-Kohl-Salat mit Soja-Soße! ^^
Da ich mich 9.45 Uhr mit Jenny treffen wollte und vorher noch im 100Y-Shop vorbeischauen wollte um ein Paket für meine Präsente für Wakana abzuschicken, musste ich den 7.45Uhr Bus nach Asaka nehmen. Da Steven ab der ersten Stunde Unterricht hatte, fuhren wir gemeinsam zum Bahnhof und ließen uns dann auch gemeinsam in der Bahn einquetschen. Die erste haben wir gleich Mal ausgelassen, da die so voll war, dass die Leute wirklich aus der Bahn gefallen sind, als die Tür aufging!!! Doch die Nächste war auch nicht besser. Doch erstaunlicher Weise haben alle, die in die Bahn hineinwollten auch reingepasst. Ich glaube ja, dass die Bahnen mit einem unaufspürbaren Ausdehnungszauber belegt sind, denn was da rein geht, würde man ohne Magie doch nie in eine Bahn kriegen!!! Aber wie immer machte mir das Fahren in der Rush-Hour unglaublichen spaß und ich beobachte aufmerksam die Leute um mich herum. Zumindest die, die ich in meinem eingeschränkten Blickfeld sehen konnte. :) Ein Mann las ein Buch, hielt sich an einem der Haltegriffe fest und schlief kurz darauf ein. Ein anderer schloss die Augen, als die Bahn losfuhr und ein Mädchen hielt ihr Handy vor ihr Gesicht und schrieb eine Mail. Dabei schlief sie jedoch ein und tippte immer, wenn die Bahn ruckelte mit ihrer Nase an das Telefon. Was sie wohl geschrieben hatte? Doch leider erreichten die Ikebukoro dieses Mal pünktlich und so endete meine deduktive Beobachtungsstunde eher als mir lieb war. Aber die nächste volle U-Bahn kommt bestimmt! Dann kann Sherlock Holmes auch fleißig weiter üben!^^
Steven und ich schlugen uns durch die Menschenmassen und kämpften uns zu unserer nächsten Bahnstation durch. Irgendwann muss ich mal Fotos davon machen, denn für Leute die noch nie dort waren ist es kaum vorstellbar, wie in einem Bahnhof, mehrere Bahnhöfe sein können. Da aber 4 verschiedene Linien an dem Bahnhof abfahren gibt es auch 4 unterschiedliche Ein- und Ausgänge. Und von der Tobu-Linie, die wir als erstes nehmen müssen, bis zum Eingang der Seibu-Ikebukoro-Linie läuft man da sogar knapp 5 Minuten. Der Bahnhof ist wirklich riesig und ich wüsste manchmal zu gern, wo ich da unten eigentlich lang laufe. Bzw. was da gerade über mir wäre. Denn neben dem Bahnhof sind 2 riesige Einkaufszentren. Vielleicht läuft man da ja unter denen lang!
Viel zu früh kamen wir in Ekoda an und trafen auf einen Japaner aus dem Kultur-Unterricht. ^^ Der sprach uns auch gleich freudig an und übte etwas seine Bröckchen Englisch und ich übersetzte für Steven, wenn er was nicht verstand. Am Ausgang verabschiedete ich mich von den Beiden und machte mich auf den Weg zum 100Y-Shop. Der hatte jedoch noch zu und öffnete erst 10 Uhr! Unglaublich! So viele Menschen auf den Straßen die irgendwohin müssen und die wenigsten Geschäfte haben geöffnet. Natürlich sind die Konbinis die große Ausnahme, denn die haben ja wirklich immer auf! Als ich an dem nahegelegenen Konbini vorbeikam traf ich wieder auf Steven und den Japaner dessen Namen ich schon wieder vergessen hatte. Ich muss mir wirklich Mal Mühe geben damit. Aber ich hätte nie gedacht, dass das so schwer ist, sich hier Namen und Gesichter zu merken. Von so vielen Japanern, mit denen ich meine Handynummer getauscht habe bekomme ich Mails in denen steht, ich soll sie doch in der Uni ansprechen, wenn ich sie sehe… nur schreiben die unter ihre Nachrichten nie ihren Namen und im Adressbuch stehen sie nur in Kanji, wo ich die Lesung auf Anhieb auch nicht weiß… schwierige Situation. Wenn ich vorher gehört habe, dass es Probleme mit dem Merken von Namen und Gesichtern gab habe ich mir immer gedacht, dass mir das nie passieren wird. Aber es stimmt. Wenn dich 15 Japanerinnen auf einmal ansprechen, dir ihren Namen und ihre Nummer geben weißt du nach 4 Wiederholungen davon mit anderen Japanerinnen nicht mehr wer nun eigentlich wer war!
Nun war ich also viel zu früh in der Uni und schaute der Langeweile halber Mal im Uni-Shop vorbei. Dort hatten sie jetzt unsere Kulturbücher, die wir uns erst so mühevoll im Internet ersuchen mussten! 70€!!! Zu viel für diese dünnen Dinger, wirklich!
Da noch kein Ansturm um diese Uhrzeit im Laden war nutzte ich diese Chance und kaufte mir gleich Mal mein Mittagessen. Es gab wieder den leckeren Kaffee, der jetzt allerdings um 10Y erhöht wurde… und eine Apfeltasche. ^^ Doch das gab es erst zum Mittag. Ich kaufte mir noch eine Flasche Tee, denn meine Wasserflasche war nur halb voll und zum Sport braucht man immerhin was zum Trinken. Danach setzte ich mich in die Sonne, schaute mir die Präfekturen nochmal an und schrieb ein paar E-Mails. 9.45 Uhr wartete ich dann vor der Umkleidekabine und als Jenny mit ihren Kulturbüchern auftauchte, betraten wir das Chaos! Dort drinnen herrschte kein bisschen Ordnung. Es sah eigentlich eher aus, als ob die ihre Sachen bunt durch die Gegend geworfen hätten. Und da man ja zu faul ist zum nächsten Mülleimer zu gehen – die überraschenderweise überall auf dem Campus stehen! – lassen wir unseren Müll einfach in der Kabine liegen.
| Umkleidekabine der Weiber!^^''' |
Jenny und ich zogen uns um, schlossen unsere Sachen in die merkwürdigen Zahlenschloss-Schränke ein. Probierten zuvor noch Mal ob er wirklich funktionierte und dann gingen wir in den Trainingsraum. Wir waren allein auf weiter Flur und der Trainer hatte sich zu so früher Stunde seinem Kaffee und seiner Arbeit gewidmet. Zuerst Mal ging es 15 Minuten aufs Fahrrad um überhaupt erst Mal warm zu werden. Danach ging es auf den Stepper, wobei ich mit dem Ding wirklich erst warm werden muss. Da läuft man halt ganz normal, wie beim Rennen um den Sportplatz. Aber meines Erachtens war es schneller als das, oder ich hatte einfach keine Ahnung! XD Auf jeden Fall taten mir auch die Unterschenkel weh, die auf dem Plan nicht mit angegeben waren.
Danach ging es dann an die Kraftübungen und erst einmal wurde etwas für die Bauchmuskeln und den Rücken getan. Da ich vorläufig mein Handy als MP3-Player genommen hatte und die drei Fragezeichen anhörte hatte ich keine Probleme mit der Zeit und konzentrierte mich auf das Hörspiel. In der letzten halben Stunde ging es dann an die Armmuskeln, bei denen ich feststellen muss, dass ich da wahrscheinlich wirklich keine hab! Ich hab schon bei 9 kg wegdrücken und 13 kg nach unten ziehen so dermaßen versagt, dass ich mir wie ein Häufchen Elend vorkam, als ein Japaner, der gerade erst in den Raum gekommen war, sich an das gleiche Gerät setzt und mit 50 kg anfing!!! O.O 50kg! Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich heben wollen würde!
Zur Entspannung ging es dann noch Mal 10 Minuten aufs Fahrrad und dann waren unsere geplanten 90 Minuten um und wir kehrten in einen verlassenen Umkleideraum zurück. Diese Chance musste ich gleich Mal nutzen um ein Foto davon zu machen. Die Duschen waren ungefähr so wie im Wohnheim, jeder hatte seine eigene Kabine und davor seine eigenen 1m² zum Umziehen. Das Duschen tat unglaublich gut und frisch betraten wir dann wieder den Asphalt vorm Gebäude und machten uns hungrig auf die Suche nach einer Bank, die wir überfallen konnten. Da Jenny ihre Jacke in der Umkleide vergessen hatte gingen wir noch Mal zurück und trafen dabei auf einen Japaner, den wir bei der Einführung im Fitnessraum kennengelernt hatten. Da er Deutsch lernte – wie so viele der Studenten hier! – probierte er gleich Mal wieder seine Kenntnisse aus!^^ Zu ihm stießen dann auch noch 2 andere Mitglieder seines Kunstklubs und statt direkt zu uns zu sprechen fragten sie ihn über uns aus. Wir ließen uns diese Chance nicht entgehen und antworteten gleich mit Japanisch. Erstaunt und hoch erfreut erzählten sie uns, dass auch sie Deutsch lernten und stellten sich mit ein paar Sätzen auf Deutsch vor. Als sie dann in ihre Zimmer gingen setzten wir uns in der Nähe der Cafeteria auf eine Bank und genossen unser Mittagessen. Jenny hatte sich ein Obentou gekauft. (Ein Obentou ist eine gefüllte Brotdose mit Reis, Fleisch, Gemüse und vielen anderen Dingen. ^^ Hier benutzt man Brotdosen wirklich anders als wir in Deutschland, liebe Omi, aber sie sind unglaublich lecker! )
| ausgewogenes und äußerst gesundes Mittagessen! XD |
Neben uns nahm eine Horde Japanerinnen Platz, die uns unentwegt anstarrten und sich freuten, wenn wir zurück sahen. Obwohl sie genau neben uns saßen winkten sie und wir winkten zurück. Und alle kreischten gleichzeitig ganz laut „Kawaii!“ – was so viel bedeutet wie: „Wie süß!“ Wir lachten darüber und warteten darauf, dass sie uns ansprachen, doch sie starrten nur weiter zu uns herüber und widmeten sich dann ihrem Essen. Als wir fertig waren mit Essen verabschiedeten wir uns von ihnen und noch einmal hörten wir sie quietschen, als wir uns entfernten. Daran muss man sich wirklich erst gewöhnen!
Der Geografie Test war unglaublich unausgeglichen, denn statt das Hauptaugenmerk, wie gesagt auf die Präfekturen und Regionen zu legen, war der Großteil der Arbeit zu den Städten und Buchten vom letzten Test. Zum Glück hatte ich mir die noch Mal auf dem Fahrrad angeschaut und mir einige der Dinge gemerkt. Nun war ich aber wirklich gespannt was da wohl rauskam! Die Stunde war wieder interessant und obwohl ich merkte wie das Adrenalin vom Sport sank und mein Magen arbeitete und mir das Denken demnach etwas schwerer fiel, schlief ich nicht ein.
Nach der Stunde war es dann so weit und ich traf mich mit Mariko. Da Mariko noch jemanden mitbringen wollte, hatte ich Jenny gefragt ob sie nicht auch noch Lust hätte mitzukommen. ^^ Aus 1 Person wurden dann allerdings erst 2 und später 4. Dafür das Mariko und ich uns anfänglich allein treffen wollten waren wir im Endeffekt zu 8! xD Und lustiger Weise kennt Mariko meinen Partner von der Poster Präsentation. Denn sie sind zusammen im Uni-Orchester. Erst hatten wir draußen Platz genommen, doch als der Wind zu kalt wurde gingen wir in die Cafeteria. Dort war es jedoch so laut, dass wir uns gegenseitig fast nicht mehr verstanden hatten, auch wenn wir fast nebeneinander gesessen hatten. Was dazu führte, dass unangenehme Pausen entstanden, die sie hätten vermeiden lassen. Doch alles in Allem war es wirklich lustig und wir wollen uns von nun an öfter treffen. ^^ So kann ich mein Japanisch verbessern und trotzdem etwas Deutsch lernen. Gegen 17 Uhr 30 lösten wir die Runde auf und gingen zum Bahnhof. Jenny und ich fuhren wieder nach Ikebukoro und da ich auf Andrea und Alex warten wollte, da die noch Politik bis 17.50 Uhr hatten gingen wir noch eine kleine Runde durch Ikebukoro und schauten uns die Läden an.
Da Andrea mir nicht auf meine Nachrichten antwortete machte ich mich gegen 18.30 Uhr auf den Weg zur Bahn und stieg in den nächsten Express nach Asaka ein. Da man sich nicht bewegen konnte war es purer Zufall, dass ich Alex und Andrea sah, die auch in der Bahn waren. Schnell schrieb ich ihnen eine Nachricht und Alex hatte es dann auch mitbekommen. Bei der nächsten Haltestelle schob ich mich dann erfolgreich zu ihnen hinüber und wurden sofort 5 Schritte und 4 Füße weitergedrängt, Rush-Hour war wirklich etwas Lustiges. Zumindest für mich. Nach einem kurzen Einlauf im Supermarkt gingen wir zum Wohnheim zurück und machten uns gleich über das Abendbrot her!
Es gab Udon – eine japanische Nudelsuppe - mit Tofu, Huhn, Möhren, Rettich und vielem Mehr. Dazu gab es Fisch auf Gurkensalat, Reis mit Kastanienstücken und etwas, dass ich nicht erklären kann. Ich weiß allerdings auch den Namen nicht. Es war eine eingelegte Teigtasche mit Gemüse und Schrimps gefüllt. Wieder einmal hatte alles sehr lecker geschmeckt, doch die Nudelsuppe und der Reis hatten so gestopft, dass niemand – außer den Japanern – diese Portion bewältigen konnte! Gesättigt und Müde machten wir uns dann auf in unsere Zimmer, doch zuvor warf ich noch einen fragenden Blick in den Briefkasten. Und tatsächlich, ich hatte Post!^^
| mein neuer Brief!^^ |
Vielen lieben Dank Omi, ich hab mich sehr über deinen Brief gefreut. Meine Antwort geht am Freitag auch auf reisen! :)
Im Zimmer angekommen, antwortete ich erst einmal Mariko, die sich gefühlte Tausend Mal dafür entschuldigte, dass so viele ihrer Freunde gekommen waren, um einen Blick auf die Gaijin zu werfen.
Ich las Omis Brief und dann rief auch leider schon wieder die Arbeit. Immerhin musste ich das Reaktionspapier für Geschichte schreiben und das wo ich noch nie ein Reaktionspapier geschrieben hatte! Irgendwie schaffte ich es dann 2 Seiten zu schreiben und schickte das Dokument dann ab. Danach machte ich mich ans Schreiben der restlichen Einträge, für die ich in den letzten Tagen absolut keine Zeit gefunden hatte, schlief jedoch erschöpft von Allem ein und stellte dann den Computer auf den Tisch und rollte mich in meinem Bett zusammen.
Euer Risu
| neu ergatterte Schokolade! *-------------* |
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