Monday, 10 October 2011

Vormittags um Elf in Ikebukoro… (07.10.2011)


Es war Mal wieder soweit! Wochenende!!!
Und gleich am ersten freien Tag stand ein vielversprechendes Programm an! XD
Einkaufen gehen mit den deutschen Mädels und Andrea. Da Andrea jedoch bis 10.40 Uhr Unterricht hatte, trafen wir uns erst 11 Uhr in Ikebukoro.
Spagetti zum Frrühstück...
Kurz nach 7 fand ich mich im Speisesaal ein, der spärlich gefüllt war. Es gab wieder einmal Minibrötchen mit Marmelade und Kaffee! Und als Hauptgang gab es Spagetti mit einer Lachs-Sahnesoße und einen Lotuswurzel-Rohkost-Salat (der im Übrigen sehr lecker war, Alex!^^).
Und natürlich der Tee, dessen Name nicht genannt werden darf. Wundert euch nicht, wenn die Brötchen Mal wieder etwas Dunkel aussehen...ich werde es wahrscheinlich nie schaffen, die richtige Zeit einzusellen, sodass ich keine verbrannten Brötchen geniessen kann...
Nach dem Frühstück ging es dann erst einmal ans Wäsche waschen. Da ich zu unterschiedliche Farben hatte, die ich nicht zusammen waschen konnte, machte ich schnell eine Runde Handwäsche und hing dann alles auf den Balkon. Das Wetter war wunderbar und es sollten an die 26°C werden. Demnach musste ich die Sonne und das laue Lüftchen nutzen, damit ich am Samstag die andere Wäsche aufhängen konnte und die Handwäsche bis dahin getrocknet war.
Nach der Wäsche ging es ans Saubermachen. Immerhin standen uns ein interessanter Besen und die dazugehörige Schaufel zur Verfügung. Die Besen hier sind nämlich nicht so wie die Besen, die wir kennen! Die hier sehen noch so richtig aus wie Hexenbesen. Nichts mit modernen Besen. Die hier sind wirklich noch aus Holz und zusammengebundenen Zweigen.
Da ich noch keinen Wischmopp habe wurde durchgekehrt, was für den Anfang den Staubflusen schon Mal den gar ausmachte. Brav wie ich wahr schüttete ich das Häufchen Elend nicht vom Balkon in den Garten, sondern warf es in den passenden Müllbeutel, bei dem man erst einmal herausfinden muss, wo denn nun eigentlich der Staub hinkommt. Aber zum Glück haben wir ja dafür 3 A2 Zettel die uns ganz genau sagen, wo wir welchen Bestandteil einer Plastikflasche oder eines mitgebrachten Essens hinwerfen müssen. Und nicht nur die Flasche wir auseinandergenommen. Man wäscht seine dreckigen Plastikbehälter und Tetrapacks erst auf und wirft sie dann weg.
9.30 Uhr machte ich mich dann auf den Weg und brachte noch schnell den Müll weg. Was immer ein ziemlicher Kraftakt ist, wir brauchen war nicht weit laufen, aber die Schiebetüren sind so schwer, dass man immer wie ein Schluck Wasser da hängt.
Überall zu finden: kleine Felder mit Nahrungsmittelanbau!
Beim Spaziergang zum Bahnhof merkte ich zum Ersten Mal, dass ich ja am Donnerstag im Fitnessstudio gewesen war… und irgendwie hatte ich meine Muskeln ganz schön in Anspruch genommen. Da merkt man Mal wo man eigentlich Muskeln hat. Und da ich besonders auf Rücken Wert gelegt hatte, ärgerte mich dieser natürlich am Meisten! Na das konnte ja ein heiterer Einkauf werden.
Ich hielt noch schnell bei der Post… Ja, Einige von Euch werden demnächst was im Briefkasten haben! :) …Und dann ging es weiter zum Bahnhof. In der Bahn beobachtete ich wie immer neugierig die Leute und ging noch einmal meinen Einkaufszettel durch. Ich hatte mir 2 Wochen vorher ein Hemd ausgesucht, nach dem ich unbedingt gehen wollte. Vielleicht hatten sie es ja noch in meiner Größe…und der Preis war auch völlig normal. Hatte ich doch endlich in ikebukoro 2 Läden gefunden die Sachen auch zu normalen Preisen verkaufen, wie man sie auch bei uns in Deutschland bezahlen muss. Auch wenn einer der Läden uns an etwas Anderes denken lässt…aber ansonsten ist Uniqlo ein ganz toller Laden. G.U. klingt ja auch nicht wirklich wie ein Geschäft!
Als ich aus der Bahn stieg hatte ich noch so viel Zeit, dass ich noch schnell etwas Essbares kaufte. Einen Kakao hatte ich schon in Asaka gekauft und so erwarb ich passend zum süßen Getränk, ein delikates Brötchen mit grünem Tee- Geschmack. Wenn das mal keine interessante Mischung ist, dann weiß ich auch nicht.
Pünktlich wie viele Deutsche sind suchten und fanden wir uns gegen 11 Uhr an einem Ausgang des Bahnhofs und machten uns auf die große Reise über den Zebrastreifen, der im Übrigen nur anzeigt, dass du hier über die Straße gehen darfst. Man sollte bei dieser breite der Straße und bei dem nicht minderwertigen Verkehr dann lieber nicht  seinen deutschen Instinkten folgen und sich über die Straße wagen! Wenn man auf der anderen Seite ankommt, hat das nichts mit Straßenverkehrsregeln zu tun, sondern eher was mit Glück. Deshalb blieb ich brav an der roten Ampel stehen und ließ mich mitschleifen, als die Menge bei grün loswatschelte. Das Wetter war herrlich und demnach konnte man auch wieder viele Frauen sehen, die kläglich ihre Laufübungen in Absatzschuhen versuchten.
Gleich zu Beginn ging es in g.u., wo ich auch meine Bluse fand und gleich zur Anprobe wuselte. Einer der wenigen Läden in denen es erlaubt ist Dinge anzuprobieren! Denn normalerweise ist so was nicht gestattet. Die Bluse passte und so wurde sie auch gleich mitgenommen. Mein Einkaufszettel war damit schon fast erfüllt und da die Anderen noch nach Sachen suchten, machten wir uns auf in die nächsten Geschäfte. Danach ging es in ein anderes großes Kaufhaus, wo wir nach Halloween-kostümen schauten und uns von den Preisen erschlagen ließen. 







 Vergleichbar  war dieses Kaufhaus mit der Galeria Kaufhof in Deutschland, wobei Kaufhof da noch günstig dagegen ist! In der oberen Etage fanden wir dann sogar einen Tierladen, wo man neben ausgewählten Kleidungskollektionen für den Hund auch eine Wohnung vorfand, wo man hineingehen und Katzen streicheln konnte. Eintritt für Normalsterbliche 6€ fürs Flauschen von Fellknäulen! Vollkommen verrückt…aber ich entsann mich, dass ich ja in Japan war. Und so was normal ist. Immerhin kann man hier auch Katzen Cafés finden, wo man sich gemütlich bei einem Kaffee und einer Katze zum Streicheln auf einen Plausch treffen kann. Nur blöd, wenn Mietzi ihren schlechten Tag hat! Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Einerseits find ich die Idee voll interessant, aber wenn ich an die armen Fellknäule denke, die da, von Tag zu Tag von unzähligen Menschen durchgeknuddelt werden, dann tun die mir schon leid! Ich würde mich nicht Leiden, wenn ich eine Katze wäre und von mir durchgeknuddelt werden würde! Wir sparten uns also den Spaß und sahen uns so im Tierladen um.
Ich konnte bei einem Anhänger, der Lumpi ähnelte nicht wiederstehen und musste ihn mitnehmen! Vom Eingangsbereich kamen wir dann zu den lebenden Anschauungsobjekten und wir blieben vor Entsetzen stehen und trauten uns nicht weiter! Wenn es nicht normal wäre hier, dann hätte ich sofort den Tierschutz angerufen!!! Die Meerschweine alle in einem einzelnen Glasbehälter von 20x30x50 cm und die Hasen zu weit in einem doppelt so großen Glaskasten, wobei die Hälfte schon Mal das Hasen Klo einnahm! Ich konnte dort nicht lange bleiben und ging dann schon Mal zu den Fahrstühlen. Und da es uns allen zu viel wurde ging es weiter in das nächste Gebäude…





Ich sah Läden in denen ich bisher noch nicht gewesen war und wir marschierten eine Runde in einem riesigen Einkaufszentrum mit dem gloriosen Namen „Sunshine-City“. Jedoch war dieses Gebäude so groß, dass die Sonne da nur von den Glühbirnen erzeugt wurde. Die Größe einer Stadt hatte das Gebäude jedoch. Und wir haben uns nur die erste Etage angeschaut…und haben dafür gefühlte Jahre gebraucht! 
Ja, da kriegt man schon hunger...
Wir kamen an einem Eisstand vorbei wo einem nicht nur das Wasser im Munde zusammenlief und die Nase bei dem Geruch der Frischgebackenen Waffel immer länger wurde, sondern wo die Kinnlade auch gleich den Boden berührte, wenn man sich die Preise ansah! Und dort standen die Leute doch tatsächlich Schlange! Na gut, bei einem Es mit dem Namen „Germanchökolätekäke“ ist das verständlich. Nur wer bitte kam auf die Idee, dem Eis einen Namen zu geben, den noch nicht einmal Deutsche aussprechen können? Wer bringt „Germanchökolätekäke“ mit „deutschem Schokoladenkuchen“ in Verbindung?
Aber für sein Geld kriegt man hier immerhin wirklich einen großartigen Service! Wenn man bestimmte Eisbecher bestellt, fangen die Mitarbeiter plötzlich ganz euphorisch an ein Liedchen zu trällern. Bei dieser Gelegenheit erzählte uns, ich glaube es war Sophia, die das gesagt hatte, oder war es Jenny?... Auf jeden Fall erfuhren wir, dass es sogar Läden gibt, wo man eine richtige Tanzeinlage zu sehen bekommt, wenn man verschiedene Sorten bestellt, oder so. Wer würde in Deutschland bitte auf die Idee kommen neben einem gerade so freundlichen Gesichtsausdruck auch noch ein Lied zu trällern oder gar einen Tanz aufs Parkett zu legen? Ich bin der festen Überzeugung, dass sich diese Idee in Deutschland nicht dauerhaft durchsetzen würde… und schon gar nicht jeden Tag aufs Neue!
Wir kamen an einem unglaublich tollen Disney-Laden vorbei und verbrachten dort jede Menge Zeit, um uns umzusehen. Diese Läden sind so detailreich gestaltet, dass man wirklich nicht weiß, wo man hinschauen soll! Überall wurde man nicht nur von Produkten erschlagen, sondern auch von den unterschiedlichsten Figuren und Nachbildungen.





Vorher...
...Nachher
Die Reise hatte uns hungrig gemacht und so steuerten wir das nächste Lokal an, in welchem man für wenig Geld auch wirklich satt wurde. So viel Auswahl blieb da nicht, entweder ein Nudelrestaurant, wo man Nudelsuppen kaufen konnte, oder ein Lokal in dem man Curry essen konnte. Wir entschieden uns für Curry und ich bestellte eine Portion Cheese-Curry. Unglaublich lecker!!! Curry mit geriebenem Käse obendrauf, der natürlich sofort zerläuft… das werde ich mir in Deutschland auch öfter machen! Da braucht man ja für ne Packung Edamer Reibekäse immerhin keine 4€ bezahlen! Wie immer bekam das kostenlos Wasser gereicht und man hatte auch immer gleich eine Kanne gekühltes, stilles Wasser auf dem Tisch stehen. So braucht man nur sein Essen bezahlen und hat trotzdem was zum Trinken. Das Curry war schärfer, als das letzte, was ich in der Einführungswoche oder im Wohnheim gegessen hatte, aber es war unglaublich lecker und nach einem Teller weiß man dann auch wirklich nicht mehr, ob man rollen, oder laufen kann! Das Ganze hatte dann 507Y gekostet, da wir noch Gebühren für die Lokalnutzung bezahlen mussten, aber es hielt sich noch im Rahmen des Erträglichen. Eigentlich hatten wir ja in dem Lokal essen wollen, wo man sich sein Ticket am Automaten kaufen muss und sich dann einfach an die Theke setzt und seinen Zettel hingibt. Aber das Lokal war so überfüllt, das das Curry-Restaurant schon die richtige Lösung gewesen war.
xD Spontan ins Bild gesprungen...
Nach dem ausgiebigen Mal gingen Nicole und ich dann erst Mal zum Geld wechseln, da wir noch deutsches Geld einstecken hatten und nicht wussten, wohin damit, gingen wir es umtauschen in Yen. Kaum hatten wir die richtige Bank gefunden, wo wir das machen konnten, standen wir vor der nächsten Aufgabe: Bitte notieren Sie hier ihre Adresse!
Ich hatte meine Adresse nicht im Kopf und sämtliche Unterlagen zu Hause gelassen. Kurzer Hand habe ich dann einfach alles hingeschrieben, was mir von meiner Adresse noch einfiel. Und es hatte geklappt. So schnell wurde Geld gewechselt. Und schon hatte ich die eben gekaufte Bluse wieder rein. :) 
Hach...ich liebe es!!!
Da es ja ein Muss ist, gingen wir gleich noch Purikura machen. Ihr wisst schon, diese tollen kleinen Fotos, für die man eine Lupe braucht. Und das kam dabei heraus!^^
Und da ja jeder alle Fotos haben wollte, nahm ich sie gleich mit nach Hause, um ihnen am Abend noch den Gar aus zu machen. Immerhin mussten diese kleinen Dinger dafür auch zerschnitten werden… ich wusste nicht auf was ich mich einließ, als ich sagte, ich würde das schon hinkriegen!




nyamnyam
Nach den Purikura ging es dann noch ein Eis Essen bei Mc Donalds und dann machten wir uns langsam auf den Rückweg. Bevor sich unsere Wege für diesen Tag endgültig trennten, zeigte uns Sophia noch einen 100, zeigte uns Sophia noch einen 100Y-Laden, wo ich neben den leckeren Keksen vom letzten Mal sogar auch genauso ein Ding zum Wäscheaufhängen gefunden hatte. Und hier musste ich sogar nur 1€ dafür bezahlen und nicht 4€! 




Einkauf im 100Y-Laden
Sofort nahm ich eins mit und machte mich dann auf die Suche nach Lappen, sodass ich auch Mal meinen Tisch abwischen konnte, immerhin hatte ich so was bisher noch nicht gefunden gehabt oder immer vergessen, danach zu suchen. Ich fand noch ein paar Haken für mein Zimmer, sodass ich nächstes Jahr dann definitiv meinen drei Fragezeichen Kalender aufhängen kann und ausgestattet machte ich mich dann auf den Weg zur Kasse.





Flüssigwaschmittel und allerlei Bonbons ^^
Da Andrea und ich noch Flüssigwaschmittel kaufen wollten, mussten wir also noch einmal in einen anderen Laden und dort fand ich nicht nur Waschmittel, sondern auch sehr interessante Bonbons, von denen man doch gleich Mal welche probieren musste. ;)
Mit 1,89l Waschmittel für 398Y schleppten wir uns zum Bahnhof und von dort aus in die Bahn. Zum Glück hatten wir einen Sitzplatz und erst jetzt merkten wir, dass wir tatsächlich über 7 Stunden unterwegs gewesen waren. Mit kurzen Wissenslücken kamen wir schließlich Müde in Asaka an und liefen zum Wohnheim, wo schon das Abendessen auf uns wartete.







Leider habe ich schon wieder den Namen vergessen, was ich gegessen hatte. Eigentlich wollte ich ihn mir nach dem Essen aufschreiben, doch dann war ich so satt, dass mein Kopf nicht mehr gearbeitet hat und ich zu Müde war.
Auf jeden Fall gab es Reis mit Furikake und oben drauf hatte man Hackepeter, Reibekäse, Schnittlauch, irgendwas Fischiges und Gemüse. Dazu gab es milde Peperoni und irgendein Gemüse, was ich nicht kenne, welches aber wirklich unglaublich lecker war. Zum Reis gab es Soja-Soße und Wasabi – dieser japanische Senf der die Nasen-Nebenhöhlen frei macht, bei der richtigen Stärke. Und wie üblich gab es Suppe, dieses Mal eine klare Dashi-Brühe mit Pilzen. Das Dessert schlug wieder einmal Alles, was wir vorher gegessen hatten. Eine Art Milchpudding mit Mandarine. Unglaublich lecker!^^
Nach dem Essen ging es dann völlig erschöpft ins Zimmer und dort wurden erst einmal alle neuen Errungenschaften fotografiert und ich machte mich danach gleich mit dem neuen duftenden Waschmittel und meiner Wäsche auf in den Waschraum um das gleich Mal auszuprobieren. Mittlerweile habe ich den dreh mit der Maschine raus, auch wenn ich immer noch nicht alle Zeichen weiß.  Da ich etwas über eine Stunde warten musste, bis die Sachen fertig gewaschen waren, nahm ich die trockenen Sachen der Handwäsche von ihren Kleiderbügeln und packte sie in den Schrank. Dann war es an der Zeit erst einmal wieder meinen Blog auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen und kaum war ich damit fertig, war auch die Wäsche bereit zum Aufhängen.
Kaum war der Eintrag geschrieben, und die Wäsche auf dem Balkon robbte ich mich Müde in mein Bett und schlief wenig später ein.

1 comment:

  1. so langsam kann man echt neidisch auf das Essen werden ... +.+
    *Pizzateller abwasch* -.-

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