Monday, 31 October 2011

Kunstpause ^^


Nach langer Zeit der Entbehrung habe ich es endlich mal wieder geschafft mich dazu aufzuraffen meinen Blog zu aktualisieren… mittlerweile hat sich ja ganz schön was angesammelt! ^^‘‘‘

Eine Reise die ist lustig… (15.10.2011)

*tropf* *tropf* *tropf*…
Ich schlug die Augen auf… und es regnete! Das durfte doch wohl nicht wahr sein, ausgerechnet an dem Tag, an dem wir zum Tokyo Tower gehen wollten regnete es!!! Aber bevor es mit dem meckern losgeht, erst Mal was essen!
Ich ging hinunter in die Küche und mich erwartete ein leckeres Essen bestehen aus gefüllten Hähnchennuggets mit Käse und Schinken, Reis mit Furikake und Nori Blättern, Möhren, Kartoffeln und Rind in Curry-Soße, Miso-Suppe und der leckere Tee. ^^
Nach dem herzhaften Frühstück, bei dem ich mich mit Andrea über den weiteren Tagesablauf unterhalten hatte, ging es erst einmal in mein Zimmer. Wir wollten den Bus 9.15 Uhr nehmen, weshalb noch etwas Zeit blieb. Da man ja immer etwas zu tun hat widmete ich mich meinen Kanji und saß meine Zeit ab.
Pünktlich 9 Uhr fanden wir uns in der Lobby ein -  leider nur zu zweit! Das Wetter hatte alle vergrault und so hatte mich eine Nachricht nach der anderen erreicht, dass die Leute bei dem Wetter nicht mitkommen wollen. Und so gingen Andrea und ich allein… der harte Kern! xD Immerhin hatten wir einen Schirm und waren warm angezogen. Das schlimmste an der ganzen Sache war wahrscheinlich, dass es zudem noch wirklich warm war und trotzdem regnete es! Aber so froren wir wenigstens nicht.
Da es so stark regnete waren meine Schuhe innerhalb kürzester Zeit durchnässt und ich bekam einen Einblick in die Welt des Wassers. So musste sich also Jesus gefühlt haben, als er über das Wasser gegangen war! Nur hatte er keine durchweichten Turnschuhe an!
interessantes Antiquariat ^^
Mit der Bahn fuhren wir nach Ikebukoro und stiegen dort in die Yamanote Linie um, mit der wir bis nach Tokyo Station fahren wollten. Denn dort wollte ich noch in einige Läden schauen und außerdem Geburtstagsgeschenke kaufen. Immerhin stand Jennys und Akios Geburtstag vor der Tür. Frances ihr Päckchen hatte ich ja schon fertig, von daher blieben vorerst nur die Beiden übrig. In Tokyo Station angekommen wurden wir von den Menschenmassen umgerannt und nachdem wir uns irgendwann in den Massen wieder hatten aufrappeln können, fanden wir uns zum Glück gleich in der Ladenstraßen wieder, in die ich sowieso gehen wollte. Ich kaufte also meinen Terminplaner für nächstes Jahr und zudem noch einen kleinen Tischkalender den ich unbedingt mit nach Deutschland nehmen wollte. Man kann ja immerhin nie genug Tischkalender haben! XD Vor allem, wenn diese dazu auch noch als Bilderrahmen oder ähnliches zu benutzen sind. Danach machten wir uns auf in den Laden, wo es die vielen KitKat-Sorten gab. Immerhin sollte Akio ja etwas Süßes bekommen, deshalb traf sich das ganz gut. Einige Läden weiter fanden wir auch schon ein passendes Geschenk für Jenny – Maid-Kekse. Leckere Kekse mit hübschen Bildchen drauf! (Dessen Verpackung allein schon wirklich viel hergab!!!)
auf der Suche nach dem Tokyo Tower...
Voll bepackt ging es nun auf die Suche nach dem Wahrzeichen Tokyos… und da es ein Wahrzeichen ist und die Station ja Tokyo Station heißt dürfte sich das ja nicht als allzu schwer erweisen… dachten sich die kleinen Ausländer und wussten nicht, auf was sie sich eingelassen hatten.
Die erste Hürde die sich uns darbot bestand im Endeffekt eigentlich nur darin diese endlose Ladenstraße zu verlassen… doch wie und wo? Immerhin war sie unterirdisch und bisher war noch keine Spur von Treppen gewesen! Also irrten wir erst einmal ohne Ziel durch die Ladenstraßen und irgendwann fanden wir dann auch dass wonach wir gesucht hatten – Treppen! Energisch sprinteten wir diese hoch, um gleich darauf wie im Film von gleißend hellem Sonnenlicht geblendet zu werden. Doch das Einzige was wir sahen waren Hochhäuser…
Tokyo Tower???
Ziellos irrten wir durch die Gegend und suchten den Himmel nach dem riesigen Turm ab, der irgendwie jedoch wie von Zauberhand verschwunden war! Wir irrten und irrten, aber zufälliger Weise irrten wir genau da hin, wo wir mit Brian zum ersten Massenspaziergang waren! Denn plötzlich fanden wir uns an dem Fontänen-Park wieder und dort sahen wir es dann auch! Man hatte das Gefühl er rannte vor uns weg…denn irgendwie sah er von weitem wirklich sehr klein aus! 










LL-Foto
Da wir unser Objekt der Begierde jetzt wenigstens sehen konnten liefen wir zielstrebig darauf zu und landeten kurz darauf im Wunderland… eigentlich war es ja ein Park, aber es kommt ja immer besser, wenn man das Ganze ein bisschen übertreibt und ihr denkt es war ein unglaublich großer Park.  OK, er war schon groß, aber verglichen war er nur ein Fleckchen Grün zwischen Hochhäusern. Und in diesem Park lebten doch tatsächlich ganz viele Schildkröten und außergewöhnliche Vögel nebeneinander in Harmonie, die einen im Wasser, die andren auf den Bäumen um das Wasser herum.








Tokyo Tower???
Nach einer kurzen Rast ging es dann weiter, immerhin wollten wir den Koloss endlich aus der Nähe bewundern können, denn es hatte seit wir in Tokyo Station angekommen waren aufgehört zu regnen.
Ab und an erblickten wir das riesige Monstrum, doch plötzlich war es wieder verschwunden und dabei waren wir nur eine große Straße entlanggelaufen. Suchend blickten wir uns um und schlugen uns gegen den Kopf, als wir bemerkten, dass wir mit dem Rücken zum Tokyo Tower standen und ihn in der falschen Richtung gesucht hatten! 








Tokyo Tower???
 Als wir ihn dann endlich gesehen hatten, war er zumindest größer als vorher… ein gutes Zeichen, wir mussten also ganz nahe sein! Oder näher…immerhin wussten wir ja nicht, wie er normal groß aussieht… Wir gingen durch einen weiteren Park, indem wir eine kurze Pause einlegten und dann machten wir uns auf zur letzten Hürde… nun dauerte es nur noch gefühlte 10 Minuten (gelaufene 20!) bis wir das Wahrzeichen der Stadt erreichten. Und gleich davor ein hübscher Park, indem sogar ein Altar für die Waldgeister aufgestellt war. 


Tokyo Tower???
Ich beobachtete eine Frau, wie sie ein Räucherstäbchen anzündete und versank in Gedanken. Einige Minuten später erwachte ich aus meinem Tagtraum und wir folgten den Menschenmassen unter denen man erstaunlich viele Ausländer ausmachen konnte. Und dann – wir konnten es kaum glauben – standen wir davor! 














Tokyo Tower!!! ^^
Der Tokyo Tower! Engelsglocken ertönten und wir hörten ein leises Halleluja, als wir emporsahen und das Bauwerk bestaunten! Wir hatten es geschafft. Wir hatten Wind und Wetter gestrotzt, hatten uns in die Irre führen lassen von merkwürdigen Haltestellennamen aber trotzdem hatten wir gesiegt! Es war ein kleiner wenn nicht sogar minimaler Sieg für die Gaijin, aber für uns war es das Ziel einer langen Reise! Da es etwas neblig war, beschlossen wir allerdings kein Geld für die oberen Etagen auszugeben. Stattdessen wollten wir uns die ersten 4 Etagen vornehmen, die wir feststellten eine riesige Ladenstraße war. 








Wir wuselten durch die unterschiedlichsten Tokyo Tower Souvenirs, gruben uns durch verschiedene Keks-Leckereien und durch die Süßigkeiten angestachelt beschlossen wir hier unser Mittagessen einzunehmen. Wer kann schon von sich behaupten im Tokyo Tower Mittag gegessen zu haben… außer den vielen Touristen und denen die schon da waren. xD
Ich genoss also einen Eiskaffee und eine Schokoecke bei Mc Donalds, während Andrea ihr Essen auf später verlegte, da sie sich etwas im Family Mart kaufen wollte. Nach dem Essen gingen wir noch einmal eine Runde und dort machte ich dann die Entdeckung schlechthin! Kekse von Detektiv Conan! So was hat der Rest der Welt noch nicht gesehen. Sofort musste ich mir eine Packung mitnehmen und sie die ganze Zeit umarmen, da ich mich so gefreut hatte. Schnell kaufte sich Andrea noch etwas zu Essen und auch wenn es so klang, als wären wir nur kurz im Tower gewesen, es waren schon einige Stunden. Und beim nächsten Mal wollten wir dann nach oben fahren, wenn das Wetter sonnig und klar ist. Aber bei Nebel wollten wir das nicht riskieren, immerhin sind wir noch fast ein Jahr hier! Da haben wir die Zeit. :) 
Tokyo Tower!
Wir machten noch ein paar Fotos, sprachen mit Menschen, die unbedingt ein Foto von uns machen wollten und dann gingen wir weiter und fanden uns in dem Hauptquartier einer buddhistischen Sekte wieder. Dort konnten wir sogar gerade noch den letzten Rest einer traditionellen Hochzeit bewundern, aber auch das Ganze Gelände war wunderschön! Mittendrin gab jedoch der Akku meiner Kamera auf und ich konzentrierte mich darauf alles einzusaugen und sah mich um. Ich traf auf einen kleinen Kameraden, der auf mich zu getapst kam und sich freudig an meinem Bein rieb. 








Statuen im Schrein
Es war ein hübsches Katerlein, der unbedingt gestreichelt werden wollte und wer wenn nicht ich, sollte diesem Wunsch wohl nachkommen! Ich streichelte ihn und bewunderte ich dafür, dass er so gut ohne Schwanz klar kam, denn den hatte er nicht. Vielleicht wurde er angefahren. Aber er war unglaublich niedlich und ließ sich die Streicheleinheiten gefallen. Alle Mönche, die an mir vorbeigingen lobten mich für meine Gutherzigkeit und ich wiederholte bestimmt 5 Mal den Satz, dass ich Katzen mag und deshalb nicht an einer vorbeigehen kann, ohne sie zu streicheln.

Alt und Neu
Nach unserem Schrein Besuch und meiner Begegnung mit dem Katerlein machten wir uns langsam auf den Weg gen Heimat und so suchten wir wieder einmal an diesem Tag… nur diesmal suchten wir eine Haltestelle. Da sich nur U-Bahnstationen in der Nähe befanden nahmen wir die und fuhren zur nächstgelegenen Haltestelle, um in die richtige Bahn einzusteigen, die uns nach Ikebukoro brachte. In Ikebukoro stiegen wir wieder um und fuhren nach Asaka. 




Wir kauften uns wieder ein leckeres Bento für den nächsten Tag in Wakana, unserem Lieblingsgeschäft, was zugleich wirklich günstig ist. Danach machten wir uns auf den Weg ins Wohnheim, wo wir uns gierig auf das Abendessen stürzten.
Es gab einen Spinat-Ei-Huhn-Salat, Tomaten mit Bolognese-Sauce, Nudeln, Hühnchen, Reis, Miso-Suppe und eine Kiwi. Dazu natürlich den Tee, dessen Name nicht genannt werden darf. (auch wenn ich mittlerweile seinen Namen kenne…aber von uns traut sich niemand ihn beim Namen zu nennen! XD)
Nach dem Abendessen ging ich erschöpft in mein Zimmer, fotografierte meine Habseligkeiten und dann fiel ich erschöpft ins Bett und schlief kurz darauf ein.


 
das nenne ich Mal ausdrucksstarke Steine in den Weg legen! XD


 Ein Sonntag im Bett… (16.10.2011)

…wäre wirklich ganz nett…aber ein anderes Mal habe ich dazu bestimmt Zeit.
Gegen 7 Uhr stand ich auf, ohne dass ich mir einen Wecker gestellt hatte und stiefelte hinunter in die Küche, wo 2 Rosinen-Brötchen auf mich warteten. Hungrig machte ich mich über mein Frühstück her und wuselte danach wieder auf mein Zimmer um weiter zu lernen. Ja, auch wenn ihr es kaum glauben mögt…ich mach das wirklich!!! xD Auch wenn ich mich ab und an davon ablenke bzw. spannendere Dinge finde, die mich von ganz allein auf andere Gedanken bringen.
Zum Mittag hatte ich ein Date mit Helen und Alex und nach langer und oft gescheiterter Planung schafften wir es den ersten Teil vom ersten Akt des ersten Harry Potter Musicals anzuschauen.
Wir haben sehr viel gelacht und Alex und ich hatten Mühe nicht immer lautstark mitzusingen.
Nach dieser willkommenen Pause ging es dann wieder ans Lernen, Texte lesen und den anderen Hausaufgaben die da noch so auf einen warteten… Nebenbei hörte ich gespannt verschiedene Hörbücher von Sebastian Fitzek bei denen ich mich merkwürdiger Weise entspannen konnte.
Am Abend hatte ich dann genug vom Lernen und ich schrieb ein paar Briefe. 
Zum Abendessen trafen wir uns dann wieder im Speisesaal und genossen unser Bentou während Alex wieder einmal seine Nudelsuppe schlürfte. Nach dem Essen gab es zur Entspannung eine ausgiebige Runde Tischtennis, die wir kurz vor 8 beendeten, da ich noch mit meinen Eltern chatten wollte. In der Küche trafen wir auf einen Bruder Dimitris und schnell verließen wir die Küche wieder, nicht ohne uns zu versichern, dass Vladimir uns heimlich verfolgte!!! 
An die 2 ½ Stunden redete ich mit meinen Eltern, dann wurde es leider Zeit sich doch noch einmal die Kanji anzuschauen, die dieses Mal so gar nicht in meinen Kopf wollten. Gegen 1 gab ich dann schließlich auf und robbte mich erschöpft in mein Bett. Auch wenn ich nicht viel gemacht hatte, so war Kopfarbeit dann doch anstrengend gewesen! 




Montage… (17.10.2011)

Es war einer dieser Tage, an denen man sich wünschte, das Wochenende wäre unendlich… auch hätte ich nichts dagegen, wenn man Wochenende und Woche tauschen würde. Ich glaube ich könnte mit 5 Tagen Wochenende leben… irgendwie! XD
5 Uhr torkelte ich aus dem Zimmer hinein in den Fahrstuhl und bemerkte erst vor der Dusche, dass ich vergessen hatte meine Badeschuhe anzuziehen. Die Faulheit siegte und ich ging duschen. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es dann zum Haare föhnen, was wieder einmal ewig zu dauern schien.  Gegen 6 war ich dann wieder auf meinem Zimmer und übte noch ein paar Mal die Kanji die diese Woche zum Test anstanden.
7 Uhr ging ich also wie üblich zum Frühstück. Es gab ein Ei-Omelett mit Salat, einen Mais-Spinat-Salat, Toast, Marmelade, schwarzen Tee.
In der ersten Stunde besprachen Ryohei und ich die letzten Feinheiten für meinen Text für die Poster Präsentation, danach stand der wunderbare Kanji-Test an und danach wuselten wir brav zu Geschichte. Unsere Mittagspause verbrachten wir aufgrund von kostenlosem Tee in der Mensa.
Nach der Geschichtsstunde ging es mit dem Bus zurück ins Wohnheim. Von der Fahrt bekam ich dieses Mal kaum etwas mit, da ich wie meine Mitfahrer einschlief und pünktlich vor dem Wohnheim wieder aufwachte.
Nach einer kurzen Nachmittagsruhe setzte ich mich dann schließlich doch an die Arbeit die von der Uni aus auf mich wartete. Ich tippte meine Rede für Ryohei ab, schrieb meinen Text für die Kulturaufgabe für Brian, der immer noch in Amerika war, und las den Text für Geschichte zu ende.
Nebenbei hörte ich wieder Hörbücher von Sebastian Fitzek und schrieb diesem auch eine Mail, in der ich mich für sein neuestes Hörbuch bedanke. ^^ Ich schrieb etwas an meinem Blog und wuselte dann erst einmal zum Abendessen.
Wieder einmal gab es Hühnchen mit Salat, Gyoza mit Pilzen, eine Dashi-Brühe. Reis, Tee und Litschi. Wieder gab es Obst. Auch wenn es für meinen Geschmack zu wenig war, aber immerhin Litschi! Und sie waren unglaublich lecker!!!
Da wir kein Tischtennis spielen konnten ging ich auf mein Zimmer zurück und las dort noch etwas in meinem japanischen Harry Potter band… bzw. ich übersetzte wieder ein Stück mehr!
Gegen 1 beschloss ich dann ins Bett zu gehen und kaum befand ich mich in der waagerechten schlief ich auch schon ein.



Dienstage... (18.10.2011)

7 Uhr Frühstück: Beffsteck mit Salat, Brokkoli, Tomate, Kartoffelsalat, Miso-Suppe, Reis mit Nori Blättern und Tee. Kurz um der Anfang von einem Frühstück, welches in Deutschland nur nach einer langen Feier üblich ist
Da es ja, wie der Kalender sagte Dienstag war, ging es wieder ins Fitnessstudio, wo neben den Übungen auf etwas für Kultur gelernt wurde. Die Geografie Kenntnisse meinerseits wurden zwar beträchtlich besser, aber die Fragen waren immer etwas, worauf man nicht gefasst war und deshalb hieß es, sich die Aufzeichnungen der letzten Stunde noch Mal anschauen. Nach dem Training ging es schnell duschen… kalt! Denn entweder kam der Boiler nicht nach, oder man hatte vergessen das warme Wasser aufzudrehen. Umso schneller waren wir fertig mit duschen und so machten Jenny und ich uns auf in die Mensa um uns bei einem warmen kostenlosen Tee wieder aufzuwärmen. Zum Mittag gab es ausnahmsweise Mal ein Curry, welches in der Mensa nur knapp 3€ kostete.
Die allgemeine Reaktion auf die Fragen des Kulturtests befand sich auf einer Skala von 1 bis 10 bei einem geschätzten Wert von 4… die wenigsten konnten mit dieser Frage etwas anfangen und schnell wurden ratlose Blicke getauscht. Vor allem bei den deutschen Studenten waren die Fragezeichen, die sich über den Köpfen derjenigen befanden, immer größer und füllten fast den ganzen Raum aus. Auch ich wusste nicht recht mit den Fragen umzugehen und schrieb das auf, was in meinem Kopf gerade so auftauchte. Zumindest an Dingen, die irgendwie zu der Frage passen könnten.  Dem Professor entging die Reaktion keineswegs und entrüstet erklärte er uns die Antworten auf die Fragen. Danach waren wir definitiv schlauer,  nur wollte er uns an diesem Tag leider keine zweite Chance geben. Das heißt wir mussten mit diesen Ergebnissen leben. Immerhin hatte ich im Geografie Teil besser abgeschnitten.
Nach Kultur ging es wieder mit dem Bus nach Hause, w ich mich wieder hinlegte und kurz verschnaufte. Nach meinem Buzeln ging es schöpferisch ans Schreiben des Reaktionspapieres und kaum hatte ich das abgeschickt ging ich erst einmal Abendessen.
Dieses Mal gab es kein dummes Huhn, sondern ein totes Schwein in Yakitori-Soße mit Süßkartoffeln und Bohnen als Beilage. Dazu konnten wir uns einen Pilz-Ei-Salat wegnehmen. Eingelegte Gurken, eine Dashi-Brühe mit Nudeln und Zuckerschoten und Fisch. Dazu wie immer Reis und der Tee, dessen Name nicht genannt wird! XD
Nach dem Abendessen widmete ich mich wieder meinem Zauberlehrling, der gerade seine erste Erwähnung im Haus der Familie Dursley hatte. Auch wenn es wirklich lange dauerte, da ich viele Vokabeln nicht wusste, so machte es wirklich spaß sich durch die Vokabeln zu kämpfen und die Sätze zu entziffern, deren Bücher man im deutschen so verschlungen hatte.
Dieses Mal bekam mein bett 2 Stunden eher Besuch von mir, da ich gegen 11 ins Bett fiel und mich einem weiteren Hörspiel der drei Fragezeichen widmete.


Mittwoche …(19.10.2011)

5 Uhr quälte ich mich aus meinem Bett und watschelte mit meinen Badeschuhen hinunter zu den Duschen. Mittlerweile grüßte nicht mehr die Sonne, wenn man aufstand, nun war es nur noch Dunkelheit, die einen ansah und man das Gefühl hatte, es sei mitten in der Nacht.
Da ich noch eine Stunde Zeit hatte ließ ich mich nach der Dusche wieder ins Bett fallen und schlief bis kurz vor 7 Uhr, sodass ich 7 Uhr dann pünktlich im Speisesaal war und mich meinem Frühstück widmete.
Es gab Rührei und Knacker mit Salat als Beilage, dazu Kaffee, Toast und dazu einen Joghurt mit Mandarinen. Wie üblich fehlte es auch nicht an dem spezial-Tee! XD
Nach dem Frühstück ging es wieder auf mein Zimmer und dort suchte ich erst einmal alles zusammen, was ich an diesem Tag brauchen würde. Da ich in den japanisch Unterricht der Anfänger gehen wollte, hieß das, dass ich den Bus 9.15 Uhr zum Bahnhof nehmen musste. 
Der Japanisch-Unterricht war wirklich interessant und mir wurde wieder ein Stück mehr der Grammatik ins Gedächtnis gerufen, die mir entfallen war.
In der Mittagspause tranken wir wieder unseren obligatorischen kostenlosen Tee und danach ging es auf zum Geschichtsunterricht, der dieses Mal ausgesprochen langweilig war.
Schnell wuselte ich nach Geschichte zum Bus und suchte mir einen Sitzplatz, mit der Zeit wusste ich, wann wer wo seine Plätze belegte und so konnte ich gleich ausmachen, in welchen der beiden Busse ich gehen musste, um einen Platz zu bekommen.
Zu Hause angekommen, machte ich mich ans Kanji lernen, was ich dann auch bis zum Abendessen tat.
Das Abendessen war eine willkommene Abwechslung und ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass es wie immer sehr lecker war. :) Es gab Spagetti mit Pilzen in irgendeiner merkwürdigen Soße, Salat mit Röstzwiebeln, eine Dashi-Brühe mit Nori Blättern und Möhren und Reis. Als Dessert gab es dann ein en grünen Tee Pudding, der so lecker war, dass wir uns am liebsten mehr als nur eine Schale davon genommen hätten.
Zurück in meinem Zimmer wiederholte ich noch etwas die Kanji und danach ging ich Mal etwas eher ins Bett. Bis ich eingeschlafen war wiederholte ich die Kanji in meinem Kopf, doch dann rissen mich die drei Fragezeichen aus meinem Zeichenwirrwarr.


Donnerstage…  (20.10.2011)

Zur gewohnten Zeit am gewohnten Ort nahmen wir unser Tablett, unser Essen und machten uns auf in den Speisesaal.
Es gab nach langem Huhn Mal wieder Lachs. Dazu gab es wie üblich Miso-Suppe, Reis mit Furikake und Nori Blättern, ein undefinierbares Etwas in einer Glasschale und Tee.
Wieder einmal hieß es 9.45 Uhr den Bus zum Bahnhof zu nehmen, damit man pünktlich zur Unterrichtsstunde von Japanisch kam. Und wieder einmal war ich pünktlich und konnte somit auch den nächsten Kanji-Test zu schreiben.
Zur Mittagspause traf ich mich wieder mit Mariko und wir übten ihre Grammatik. ;) Wie immer war es unglaublich lustig, auch wenn sie etwas schüchtern ist und es deshalb lange dauert, bis sie sich traut einen Satz auf Deutsch zu sagen. Da eine Stunde Pause sehr schnell vorbei ist ging es danach wieder zum Kulturunterricht und mit trauriger Miene schauten die meisten auf ihre Tests, da sie nicht die volle Punktzahl hatten. Auch ich konnte nicht wirklich mit meinen 21 von 30 Punkten glänzen. Das nächste Mal musste ich mich unbedingt mehr anstrengen!!!
Nach Kultur ging es strebsam in den Fitnessraum an die Geräte, doch da wir uns mit Ashley verabredet hatten, konnten wir nur 1 Stunde und 15 Minuten trainieren. Und auf dem Weg zum Trainingsraum hatten wir eine wirklich sonderbare Begegnung im Treppenhaus. 2 Japaner hielten uns an und fragten uns förmlich aus. Als sie jedoch sahen, dass Jenny verlobt ist fixierten sie mich und wollten gleich meinen Facebook Namen haben. Schnell wurde noch ein Erinnerungsfoto geschossen, welches 2 Minuten später auch auf Facebook zu sehen war. Im Trainingsraum mussten wir dann jedoch feststellen, dass mich die Jungs aufgrund meines Umlautes im Nachnamen nicht gefunden hatten und uns nun von außen beobachteten. 5 Minuten später rauten sie sich dann doch in den Raum und fragten uns erneut nach meinem Namen. Kopfschüttelnd wechselten Jenny und ich vom Fahrrad auf den Stepper, nachdem die beiden den Trainingsraum wieder verlassen hatten. Wir beschlossen demnächst Autogrammkarten drucken zu lassen, vielleicht würden wir die noch brauchen. xD
16.45 Uhr trafen wir uns mit Ashley am Eingang der Uni und gingen zusammen zum Ekoda Bahnhof. Dort trafen wir auf Alex, der beim Friseur gewesen war und den wir deshalb auch 5 Minuten lang nicht erkannt hatten, obwohl er genau vor uns stand. Bevor wir den Bahnhof erreichten hatten wir schnell noch einen Abstecher bei der Bank gemacht, wo ich fristgerecht meine Miete überwies. Meine Miete mit meinem unglaublich hohen Elektrobetrag!!! xD
Während Ashley und Jenny noch in Ikebukoro nach einer Tasche suchen wollten, machten Alex und ich uns auf den Weg nach Asaka. Dort angekommen beschlossen wir kurzer Hand eine Pachinko-Halle zu besuchen. Als wir die Halle betraten wurden wir umgeworfen von der Laustärke, die uns überrannte. Nachdem ich mir hatte erklären lassen, wie das Spiel funktionierte versuchten wir unser Glück und stellten fest, dass wir wirklich zu blöd waren dieses Spiel zu begreifen. Kopf schüttelnd verließen wir nach 10 Minuten die Spielhölle wieder, die in Japan keinen guten Ruf genießt und der aber unglaublich viele Menschen verfallen sind.
mit Ei zum ditschn xD
Wir gingen zum Wohnheim und begaben uns ohne Umwege zum Abendessen. Es gab Glasnudeln mit Wasabi und Soja-Soße, Kartoffeln mit Fischmagensoße, Reis und ein Gericht, dass ich zwar kenne, dessen Namen ich aber nicht weiß. Man hat verschiedene Fleischstücke, die hauchzart sind, ein paar Nudeln und noch Gemüse, welches man wahlweise in Ei eintunken kann.
Gleich nach dem Abendessen ging ich auf mein Zimmer und widmete mich wieder meinem Harry Potter Band. Zum Ausklang des Tages hörte ich wie immer ein Hörbuch und erschöpft vom Fitnessstudio ging ich ins Bett und schlief sehr schnell ein.

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