Tuesday, 8 March 2016

Auf in die Vergangenheit…



Oder: Tokyo ich komme!!!

04.03.2016 – Mit der letzten Bahn durch Tokyo oder Midnight Rush Hour

Wohooo… Freitagmorgen. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, man hört die Stimmen der Kinder, die im Kindergarten abgegeben werden und in Gedanken bin ich schon bei meinem Wochenendausflug nach Tokyo! 
Frühstück
Voller Vorfreude sprang ich aus dem Bett und sprang erst einmal unter die Dusche. Ich glaube ich werde mich nie daran gewöhnen, dass während der letzten Minute jede Sekunde mit einem „Piep“ unterlegt wird! Dann hieß es erst einmal frühstücken. :) Da ich die nächsten Tage nicht da sein würde, gab es heiße Milch mit Honig, da die Milch ja nicht verkommen sollte. Dazu gab es Toast mit Erdnussbutter und einen Gelee. Und da ich ja eine „lange“ Reise vor mir hatte nutzte ich gleich einmal meine neu gekaufte Dose und schnitt noch einen Apfel und eine Möhre für Zwischendurch. Ich kochte mir noch einen Tee und nutzte gleich einmal den Rest des warmen Wassers um aufzuwaschen. 
Dann hieß es noch schnell Tasche packen und das Bett abziehen. Mit meinem Bettzeug marschierte ich in das nächstgelegene Gebäude, füllte einen Zettel aus und bekam neue Bettwäsche. Da meine Vorfreude auf Tokyo viel zu groß war musste das Bett bis Sonntag darauf warten bezogen zu werden. Jetzt hieß es Tasche schnappen und auf nach Tokyo. Vorsorglich suchte ich schon einmal 170Yen heraus und ging zur Bushaltestelle. Es dauerte keine 10 Minuten, da war ich auch schon am Bahnhof von Tsukuba angekommen. 


Leider funktionierte meine Pasmo-Karte nicht mehr, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich sie 4 Jahre ungefähr nicht genutzt hatte, weshalb ich ein normales Ticket kaufte. 
Akihabara - Tsukuba Express
Nach der Schranke ging es nach unten zum Bahnsteig, als auch schon der Zug einfuhr. Ich setzte mich beobachtete meine Mitmenschen, die schon langsam in einen schlafähnlichen Zustand verfielen, obwohl die Bahn erst in 15 Minuten abfahren sollte. Mit der Zeit füllte sich das Abteil und als sich die Bahn in Bewegung setzte waren die ersten Fahrgäste bereits eingeschlafen. Diejenigen, die tapfer durchgehalten hatten wurden spätestens jetzt nach und nach in den Schlaf geschaukelt, vor allem da es sich um einen Schnellzug handelte, der nicht alle Haltestellen anfuhr. Auch ich merkte, wie ich schläfrig wurde, fand es aber viel zu interessant die Umgebung zu beobachten und blieb deshalb wach. 45 Minuten später erreichten wir dann auch schon den Bahnhof Akihabra, wo ich freudig ausstieg. Gleich nach der Schranke kaufte ich mir eine neue Pasmo-Card, was mir erleichterte nicht jedes Mal ein Ticket kaufen zu müssen, wenn ich die Bahnlinie wechselte. 
Akihabara
Ich stromerte erst einmal um den Bahnhof herum und begab mich, nachdem ich im nächsten Konbini mein Mittagessen gekauft habe, in den ersten Gebrauchtladen für Anime und Manga, wo ich erst einmal erschlagen wurde, da schon der Eingangsbereich aus Vitrinen bestand, die mit Figuren von den verschiedensten Serien vollgestopft waren. Ich bummelte etwas umher und fand 2,3 Anhänger von Detektiv Conan, die ich mitnahm. Danach schlenderte ich etwas durch die Gegend und genoss das wundervolle Wetter. Da ich erst ab 16 Uhr im Hostel einchecken konnte, hatte ich beschlossen in Akihabara zu bleiben, damit ich nicht erst noch großartig mit meinem Rucksack und meiner kleinen Tasche durch die Gegend fahren musste. Also machte ich mich erst einmal auf in den nächsten Animate und schaute mich um, was es denn Neues gab. Danach erkundete ich weitere Gebrauchtläden und verschaffte mir einen Überblick, über die Preise von gebrauchten Notebooks, da Skype immer noch leichte Probleme mit dem Videochat hat. Ich bummelte weiter durch die Läden, und lehnte mich in der Sonne an ein Geländer und beobachtete die Menschen um mich herum. Es war deutlich zu erkennen, dass es vor allem für Touristen ein sehr beliebtes Ausflugsziel war. Die Zeit verging wie im Fluge und nach etlichen Fotos mehr machte ich mich auf den Weg zum Hostel. Wie wundervoll ist es doch, wenn man bei den Durchgansschranken nur eine Karte auflegen, und nicht jedes Mal ein neues Ticket kaufen muss. Ich fuhr mit der Bahn nach Asakusabashi und nahm zum Glück auch gleich den richtigen Ausgang. Von da an lief ich natürlich erst einmal in die falsche Richtung, da ich es viel spannender fand von der nächsten Brücke aus die Umgebung zu betrachten. Bevor ich jedoch Gefahr lief völlig falsch zu laufen, fragte ich mich durch. Die erste Japanerin ließ vor Schreck fast hier Handy fallen und erklärte mir dann – nachdem sie mitbekommen hatte, dass ich Japanisch kann – das sie auch nur eine Freundin besucht, die in dem Viertel wohnt und auch nur diesen einen Weg kennt. Gut. Dann eben das nächste Opfer suchen! Dieses Mal suchte ich keine Schülerin aus, sondern eine Frau Mitte Vierzig, die zielstrebig die Brücke überquerte und Musik hörte. Ich sprach sie an und zeigte ihr die Adresse. Sie begleitete mich ein Stück zur nächsten Karte, wo sie den Block heraussuchte in dem sich mein Hostel befinden sollte. 
mein Bett :)
Ich bedankte mich zig Mal und ging einige Schritte, als sie wieder neben mir auftauchte und mir erklärte, dass sie mich bis zum Hostel bringen würde, um sicherzugehen, dass ich auch gut ankommen würde. Ich liebe Japan! Da schmeißt man erst einmal sämtliche Pläne, die man hatte über den Haufen und bringt einen wildfremden Menschen erst einmal zu einer Adresse, die er sucht. Wir unterhielten uns sehr gut und kamen auch knappe 10 Minuten später am Hostel an. Ich bedankte mich bei der Frau und nachdem wir uns gefühlte 100 Mal verbeugt hatten ging ich ins Hostel, wo mir ein Schild bedeutete, bitte in den 4ten Stock in die Anmeldung zu fahren. Ich fuhr mit dem Fahrstuhl also in den 4ten Stock und zog brav meine Schuhe aus. Als ich meine Anmeldung und sämtliche Erklärungen auf Japanisch abwickelte erhielt ich die verschiedensten Blicke aus dem Aufenthaltsraum nebenan. Der Herr von der Rezeption erklärte mir das Nachtschloss und gab mir ein Kärtchen mit dem Sicherheitscode, bevor wir doch tatsächlich mit dem Aufzug in den dritten Stock fuhren, da dieser ja so weit entfernt lag. Er zeigte mir mein Bett für die nächsten 2 Nächte, welches sogar mein Namensschild bekam, zeigte mir die Sanitäranlagen und mein Schließfach und dann ging er wieder nach oben. Ich warf erst einmal sämtliche Gewichte von mir, fotografierte meine Schlafstätte und kam dann doch noch in den Genuss an dem Tag ein Bett zu beziehen. 
Mittagessen
Dann hieß es kurz verschnaufen und meinen Plan durchgehen. Ich hatte noch genug Zeit um etwas zu essen und mich dann auf den Weg nach Shinjuku zu machen, wo ich mich 8 Uhr mit Freunden aus Halle treffen wollte, die seit September schon in Tokyo sind und an der Sophia studieren. Außerdem wollte ich endlich Mal das Problem mit einer neuen Handykarte klären und da ich einen guten Tipp für einen günstigen Vertrag bekommen hatte, stand das ebenfalls auf meiner To-Do-Liste in Shinjuku. Ich fotografierte meine bis dahin ergatterten Kleinigkeiten und machte mich dann auf in den Gemeinschaftsraum, da das Essen im Schlafsaal nicht gestattet war. Im Fernsehen schaute sich gerade jemand den Film „Ghost in the Shell“ auf Englisch an. Ich genehmigte mir einen schwarzen Tee und sichtete das Info-Material, welches im Hostel auslag. 
Hostel
Schrein in der Nähe des Hostels
Ich schnappte mir einen kleinen Stadtplan und einen Minireiseführer von Tokyo und ging dann meine Notizen mit den Verbindungen durch, die ich am Morgen herausgesucht hatte. Und dann ging auch schon die übliche Fragerunde im Gemeinschaftsraum los: Und was machst du hier? Wo kommst du her? Machst du hier Urlaub? Ist das dein erstes Mal in Tokyo? Woher kannst du eigentlich Japanisch...und, und, und. So erfuhr ich, dass ich umzingelt war von Amerikanern und Kanadiern, die alle in Tokyo Urlaub machten und von denen einer in Korea und einer in einer kleinen Stadt im Süden Japans als Englischlehrer gearbeitet hatte, aber mit dem System nicht mehr zurechtkommen würde und deshalb gekündigt hatte. Ich war, neben einem Koreaner, die einzige die die Sprache beherrschte und nachdem wir alle erst einmal unsere Pläne für den Rest des Tages vorgestellt hatten, machte ich mich auf den Weg nach Shinjuku. In der Bahn ergatterte ich einen Sitzplatz und neben mich setzte ich ein älterer Mann, der einen Notizblock und einen Stift zückte. Die anfänglichen Striche ergaben mit der Zeit Sinn und nahmen Form an und so hatte er innerhalb weniger Stationen einen Cyborg (Roboter in Menschengestalt) gezeichnet. Er blätterte um und ich bemerkte, dass sogar die junge Frau, die vor ihm stand gebannt auf seine Kritzeleien starrte. Ich musste dem Drang wiederstehen ihn beim Zeichnen zu fotografieren und beobachtete mit offenem Mund, wie er einen satanischen Ziegenkopf zeichnete. Dann kam die nächste Seite dran und es entstand ein Drache, dessen Fertigstellung ich leider nicht mehr mitbekam, da Shinjuku schon angesagt wurde. Ich stieg aus und bewunderte in Gedanken immer noch den Mann, der einfach Mal so in der Bahn sitzt und in sein Notizbuch unglaubliche Skizzen kritzelte, als ob es das normalste der Welt wäre – auch wenn es das für ihn wahrscheinlich ist. 
Shinjuku Illumination
Ich nahm den Ausgang in Richtung Kabuki Theater und ließ mich im nächsten Bic Camera Shop wegen einer Handykarte beraten. Dann ging es ans Vertrag ausfüllen. Natürlich lief alles auf Japanisch ab und wann immer ich eine Klausel nicht verstanden hatte und nachfragte, erklärte mir der Mitarbeiter geduldig dessen Bedeutung. Und dann kam das Kleingedruckte… ich dachte in Deutschland drückt man sich unnötig schwer aus, aber in dem Kleingedruckten, habe ich Höflichkeitsformen gelesen, die habe ich noch nie in meinem Leben gehört gehabt! Dann ging es an die Freischaltung der neuen Sim-Karte, die ich auch gleich in mein mitgebrachtes Smartphone aus Deutschland einlegen konnte und musste warten, bis meine Daten kontrolliert und der Vertrag freigegeben wurde, weshalb ich 30 Minuten in der Gegend rumsaß und von allen Mitarbeitern wissbegierig beobachtet und von einigen mutigen auch ausgefragt wurde, weshalb nach kurzer Zeit die ganze Etage wusste, dass ich in Tsukuba studiere und mich in Tokyo mit Freunden treffen möchte und vor 4 Jahren schon einmal in Tokyo studiert habe (was meine Antwort auf die Frage war, ob ich Tokyo nicht unglaublich groß und verwirrend finde…). Nachdem meine Karte endlich freigeschalten wurde, bezahlte ich den ersten Monat und die Freischaltungsgebühren und hatte nun endlich wieder eine japanische Nummer, bei der ich 1600Y im Monat bezahle und 3GB an Internet frei habe. SMS und Telefon muss man extra zahlen, was sich aber an Kosten sehr gering hält. Und da mittlerweile ja eh alles über E-Mail oder Line (japanisches What’s app) abläuft, ist es die günstigste Variante, die man kriegen kann! Als mich einer der Angestellten mit dem Aufzug in den ersten Stock brachte verabschiedeten mich alle anderen Mitarbeiter in dieser Etage und wünschten mir ein schönes Wochenende und ein gutes Auslandsjahr… so schnell kann es gehen! XD Ich verließ den Laden und stellte fest, dass ich noch knapp 45 Minuten Zeit hatte bis zu unserem Treffen und locker 1 Stunde in dem Laden gesessen hatte. Aber egal! Ich kann jetzt mein Handy nutzen und Leute erreichen, was ich gleich einmal weitergab. Ich schlenderte noch etwas durch Shinjuku und fotografierte die Illuminationen, die noch immer an Bäumen befestigt waren. Danach huschte ich durch einige Läden, verbat es mir aber noch einmal in den Book-Off zu gehen, da ich dann sicher nicht 20 Uhr am Treffpunkt sein würde, weshalb ich mich an die Seite stellte und Leute beobachtete und mein Internet nutzte um Nachrichten zu verschicken. 
Cocktail: Ginger-Hinhball
Kurz vor 8 trafen dann auch die anderen ein. Wir waren eine deutsche Gruppe mit einer Franzosin, was gut war, da man endlich Englisch sprechen konnte. ^^ Und da ich in Tsukuba nicht wirklich Englisch sprechen konnte bis jetzt, nutzte ich die Chance gleich, wie ich es auch im Hostel getan hatte. Wir gingen in eine Bar und bestellten Getränke und Essen und plauderten darauf los. So ist das halt, wenn man sich lange nicht gesehen hat…da hat man sich unglaublich viel zu erzählen. ;) Als wir, aufgrund des Andranges oder anderer Gründe, die uns der Kellner vielleicht nicht nennen wollte, nach 2 Stunden aufbrechen mussten gingen wir in einen britischen Pub und genehmigten uns noch einen Cocktail, nachdem der Cider so unverschämt teuer war! 
British Pub Bar und Kadde ;)
Leider hatten wir keine Einkaufstaschen bekommen, in die man seine Kleidung packen konnte. Und dabei hatte mir der Beutel doch so gut gefallen…aber naja, der Abend war noch lang. xD Kaum hatten wir ein Plätzchen gefunden, wo wir ungestört stehen konnten – was echt Glück war, denn der Pub war restlos überfüllt – als auch schon die ersten Japaner ankamen und ihr angetrunkenes Englisch an uns ausprobieren wollten. xD Angetrunkene Japaner und deren lallendes Englisch sind wirklich amüsant! Kaum hatten sie mitbekommen, dass man ja ihre Landessprache beherrscht ging dann die Fragerunde los und wir arbeiteten nach der Devise „Wer zu aufdringlich wird, wird ignoriert!“ So wurden wir einige Japaner los, die noch einer Gesellschaft für den Abend gesucht hatten. Es gab aber auch welche, die nicht allzu aufdringlich waren, sondern wirklich nur interessiert daran, was man denn hier mache und wieso man denn die Sprache lerne. Doch nicht nur aufdringliche Japaner stromerten durch den Laden, auch andere Ausländer blieben immer Mal wieder stehen und löcherten einen mit Fragen. Irgendwann wurde es uns dann zu voll und wir verließen den Pub, wo ich im vorbei gehen noch fix nach so einer tollen Einkaufstüte Ausschau hielt und diese auch fand. 
Beutel Vorn
Beutel hinten
Ich schnappte mir eine und stopfte sie in meinen Rucksack. ;) Ich glaub die sollte man beim Verlassen zwar wieder am Eingang abgeben, aber ich bin Ausländer…ich nix verstehen, mir aber Tüte gefallen, also mitnehmen. ^^‘‘‘ Wir liefen wieder in Richtung Bahnhof, wo wir uns allmählich sputen mussten, wenn wir die letzten Bahnen noch bekommen wollten. Vor lauter Menschenandrang wusste ich gleich nicht mehr, welche von Beiden Bahnen, die fast den gleichen Namen trugen, die Richtige war. Da man auch keinen Platz hatte, um den Rucksack abzustellen und nach dem Notizheft zu suchen, entschied ich mich für eine Bahn und folgte dem Pfeil. Der Durchgang zum Bahnsteig war jedoch schon versperrt, was neben mir auch ein anderer Japaner feststellte, wodurch automatisch ein Gespräch zustande kam. Gemeinsam wuselten wir dann weiter durch den Bahnhof und fanden schließlich noch unsere Gleise. Da wir in unterschiedliche Richtungen mussten verabschiedeten wir uns voneinander und ich sprang in meine Bahn. Es war tatsächlich die richtige Bahn…nur hielt sie nicht mehr an allen Bahnhöfen, weshalb auch mein Bahnhof, an dem ich umgestiegen wäre nicht angefahren wurde…so landete ich am Bahnhof Tokyo, wo ich erst einmal Leute fragte, bevor ich mein Handy zückte. Vielleicht kennen die ja eine bessere Anbindung. Hätte ich gewusst, dass auch die nur ihr Handy zücken, um im Netz nach der passenden Anbindung zu suchen, hätte ich mir diese Fragerei sparen können. Ich wuselte also zur nächsten Bahnlinie und sprang in die Bahn, welche DIE LETZTE BAHN für diesen Abend war. Spontan entschloss ich mich nicht, wie man mir empfohlen hatte bis nach Ikebukoro zu fahren, sondern stieg in Akihabara aus, da man von dort aus Asakusabashi auch zu Fuß erreichen konnte. Die Leute warfen sich förmlich in die Bahn und ich war froh, dass ich relativ nah an der Tür stand, als wir Akihabara erreichten. Ich ließ es auf einen Versuch ankommen und schaffte tatsächlich auch noch die letzte Bahn, die nach Asakusabashi fahren sollte…nur hatten diese Idee gefühlt mindestens 1 Million Menschen zur gleichen Zeit! Die Tür versuchte 5 Minuten, auch nach weiteren Durchsagen des Fahrers aus dem Türbereich zurückzutreten, sich zu schließen, da immer noch irgendwelche Körperteile von irgendjemandem im Weg waren und ich war so überglücklich, dass ich meinen Rucksack abgenommen hatte…nur musste ich mich jetzt in den Henkel krallen, damit ich ihn nicht verlor…ich hätte ihn nie wieder gefunden! Es war zum Glück nur eine Haltestelle, aber da wir noch warten mussten, bis wir fahren durften dauerte es eine Ewigkeit und ich war froh, dass ich nur eine Station fahren musste. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen, oder weinen sollte, denn eigentlich war es wirklich zum Platzangst bekommen eng, aber ich fand es auch unglaublich lustig, wie krampfhaft Menschen versuchen können, sich noch in eine Bahn zu quetschen, wenn sie wissen, dass danach keine mehr fährt für die nächsten Stunden! Ich hatte Probleme an der nächsten Haltestelle rauszukommen und rief, mit anderen Fahrgästen zusammen laut, dass wir aussteigen wollen, woraufhin wir allmählich rausgelassen wurden, bevor sich die Türen schlossen und die Bahn weiterfuhr! Draußen auf dem Bahnsteig blieben wir alle erst einmal kurz stehen und atmeten die frische Luft ein, woraufhin wir alle lachen mussten, da jeder von sich gedacht hatte, er wäre der Einzige, der erst einmal tief Luft holte. Dann wünschten wir uns alle unbekannter Weise einen guten Heimweg und eine gute Nacht, verbeugten uns und jeder ging wieder seiner Wege. Ich kam wenig später im Hostel an, gab den Code ein und verkrümelte mich ins Zimmer, wo bereits alle schliefen. Da ich jetzt natürlich in meiner Tasche kramen musste raschelte ich etwas mit meinen Tüten und verstaute alles so, dass ich am nächsten Morgen so wenig Geräusche wie möglich erzeugen musste. Als ich jedoch etwas unten in der Tasche vergessen hatte und noch einmal wühlen musste unterstützte mich einer der Schlafenden tatkräftig, in dem er so laut schnarchte, dass mein Rascheln völlig unterging. Ich schrieb noch einige Mails und ließ Caro und Katharina wissen, dass ich gut angekommen war und legte mich dann erschöpft schlafen. 

05.03.2016 – Wiedersehen macht Freude!
Der nächste Morgen… Einer meiner Zimmergenossen hatte sein Schnarchen zum Glück auf eine relativ niedrige Stufe reduziert, weshalb man auch etwas Schlaf bekam. Ich war trotzdem schon vor 7 Uhr wach und beschloss die Zeit zu nutzen und mich fertig zu machen. Ich schnappte mir alles was in Reichweite war und traf erstaunlicherweise tatsächlich schon einige Leute auf dem Gang. Das Hostel hatte wundervoll beheizte Toilettensitze, was es schwer machte, nicht augenblicklich wieder einzuschlafen! Ich hätte am liebsten die Toilette abmontiert und mit nach Tsukuba genommen, aber morgen war ja auch noch ein Tag! Nachdem ich es in mehreren Etappen – weil ich immer wieder irgendetwas im Zimmer vergessen hatte – geschafft hatte meine Morgentoilette zu beenden, ging ich in den Gemeinschaftsraum und frühstückte. Es gab Toast mit mehreren Marmeladensorten und einem Frühstücksei und natürlich Kaffee und Tee, wobei ich von dem Kaffee abstand hielt! Instantkaffee in Japan ist nichts, mit dem ich morgens nach dem Aufstehen in Kontakt treten möchte! Ich bevorzugte schwarzen Tee und wartete bis mein Toast fertig war. Ich traf den Kanadier wieder und unterhielt mich mit der Amerikanerin, deren Freund in Korea Englisch unterrichtet hatte. Wir tauschten unsere Kontaktdaten auf Facebook aus, da wir vielleicht zusammen Mittag essen wollten in Ikebukoro und ich genoss wundervollen Apfel-Zimt und Blaubeeren Aufstrich zu meinem Toast. Ich ging noch einmal meinen Plan durch, was ich denn alles für Läden abklappern wollte und machte mich nach dem stärkenden Frühstück auf ins Getümmel! 
4 Jahre war mein letzter Besuch in Ikebukoro nun her und ich war schon sehr hibbelig! Ich freute mich schon sehr darauf in Erinnerungen zu schwelgen und mich daran zu erinnern, was wir in diesem einen Jahr alles erlebt hatten. Mit einem breiten Grinsen stieg ich in die Bahn und verließ diese in Ikebukoro auch wieder. Es war, als ob ich nie weg gewesen wäre. Automatisch steuerte ich auf den richtigen Ausgang zu und es fühlte sich wunderbar an, wieder da zu sein! Ich fotografierte gleich erst einmal den Bahnhof und die ersten Läden, die sich mir darboten und erinnerte mich daran, dass ich genau dasselbe auch getan hatte, als ich damals das erste Mal an diesem Bahnhof angekommen war. 
Mosaik beim Sunshine City
Ich ging die Straße entlang, weiter zu Sunshine City, wo ich erst einmal zum alten Animate Gebäude ging, und zig Fotos von meiner Umgebung machte. Danach schlenderte ich wieder zurück und wuselte durch Sunshine City, wo ich feststellte, dass einige neue Läden aufgemacht hatten – so auch ein Pokémon Center und ich setzte es gleich auf meine Liste. Doch zuerst schlenderte ich durch die Passage und bog, ohne es zu registrieren in den Disney Shop ein und obwohl es noch recht zeitig war, drängten sich hier schon die Leute. Ich sah mich um und ging weiter in den Ghibli-Laden, in dem ich 4 Jahre zuvor Stammgast gewesen war. Ich fand eine Tasse, die ich vor 4 Jahren schon mitnehmen wollte und stellte fest, dass es die letzte war, weshalb ich sie natürlich sofort mitnehmen musste. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon genug Tassen habe, aber eine Moomin-Tasse hatte ich noch nicht…und da ich deshalb ja nicht alle Tassen im Schrank hatte, schnappte ich mir die nächste Verkäuferin, die sich auf die Suche nach der Verpackung machte. Wie immer, wirst du bei Porzellan-Artikeln gebeten, diese vorher auf deren einwandfreien Zustand zu kontrollieren, bevor es eingepackt wird. Ich bekam gleich eine neue Treuekarte mit, worüber ich schmunzeln musste und verließ den Laden wieder. 
Pokemon Center
Dann hieß es noch schnell einen Blick auf das neue Pokemon Center zu werden und dabei Ausschau nach einem Münzautomaten halten, da Nic ja diese sammelte. Die Schlange an der Kasse war unendlich lang und ich hatte das Glück an der Bisasam-Kasse dranzukommen, wo mir die nette Kassiererin gleich noch einen Sticker schenkte, weil ich Japanisch konnte. xD Danach ging es weiter in Tokyu Hands, da sie dort viele schöne Postkarten von Tokyo hatten, ohne dass man immer extra an die verschiedenen Orte gehen musste. Ich blieb vor den Kalendern stehen und da ich in meinem ja nur die deutschen Feiertage stehen hatte, suchte ich mir einen schönen aus und schlenderte noch etwas durch die Etage. In der nächsten Etage bestaunte ich die Postkarten und die Deko-Artikel und bemerkte, dass ich eine Nachricht bekommen hatte. Vor meiner Abreise hatte ich einer sehr guten Freundin eine Nachricht geschrieben, dass ich nach Tokyo kommen würde und diese hatte nun geantwortet. Wir verabredeten uns in ikebukoro und freudestrahlend ging ich schnell die Postkarten bezahlen und machte mich auf zum Treffpunkt, wo ich das wundervolle warme Wetter genoss und auf Akio wartete. 
Animate
Wir fielen uns gleich in die Arme, auch wenn der Rest der Welt gedacht haben muss, wir wären verrückt geworden. Bevor wir uns in ein Café setzen wollten, gingen wir noch in den neuen Animate-Shop, wo wir kaum treten konnten. Da es in allen Stockwerken so aussah flüchteten wir relativ schnell wieder und suchten uns ein schönes Café im Sunshine City. 
Wir fanden eines und pressten unsere Gesichter an die Scheibe der Auslage! Die Entscheidung war getroffen! Hier würden wir Kaffee trinken! Wir trugen uns in eine Liste ein und warteten, bis wir aufgerufen wurden, um auf einer Wartebank Platz zu nehmen. Man drückte uns schon einmal zur Ansicht die Karte in die Hand, damit wir uns einen ersten Überblick verschaffen konnten und entschieden uns für ein Kuchen-Set bestehend aus 2 Stück Kuchen, einem Sahne-Softeis und einem Koffeinhaltigen Heißgetränk. 
Kaffee und Kuchen
Wir bekamen einen hübschen kleinen Tisch bereitgestellt und setzten uns. Noch immer waren wir uns nicht ganz einig gewesen, welche Kuchen wir ausprobieren sollten und vergaßen das völlig, weil wir schon so ins Gespräch vertieft waren. ^^ Als die Bedienung dann kam, entschieden wir uns schnell und ich nahm ein Stück Crêpe-Torte und einen Früchtekuchen mit schwarzem Tee, dazu einen Karamell-Latte.  Wir vergaßen völlig die Zeit über unseren Gesprächen und natürlich über unserem Kuchen, sodass wir gute 2 Stunden im Café verbrachten und über Gott und die Welt redeten. Herrlich! Irgendwann brachen wir dann wieder auf und machten uns auf die Suche nach einem Buchladen, der bilinguale Stadtpläne von Tokyo verkaufte…es war eine lange und beschwerliche Suche, die uns zuerst in den Book-Off geführt hat, wo ich durch Zufall einen detaillierten Stadtplan von Tsukuba fand und für 150Yen mitnahm. Dann ging es weiter, doch ein bilingualer Stadtplan war nirgends zu finden, weshalb ich beschloss mich demnächst bei amazon.jp anzumelden und dort nach einem zu suchen. Da wir beide KO waren, gingen wir langsam zum Bahnhof zurück und verabschiedeten uns, was länger dauerte, als wir angenommen hatten. xD Jetzt, wo wir uns endlich wiedergesehen hatten, wollten wir einander nicht so recht gehen lassen. Aber wir wussten, wir würden uns in dem Jahr noch etliche Male treffen, zu dem wir auch gemeinsam nach Osaka in die Universial Studios (natürlich auch in die Harry Potter Abteilung!!!) und zum Schnee-Fest nach Sapporo fahren wollten. X3 Ich freu mich jetzt schon drauf! Ich fuhr zurück nach Akihabara, wo ich mich dazu entschloss auch dort den Book-Off zu besuchen. Ich fand noch einen Band von Conan für 108Yen, das neueste Album von L’Arc en Ciel und sogar ein Buch von Merlin für 108Yen. Ich verschaffte mir noch einen Überblick über die Handy- und Konsolenpreise und schlenderte dann wieder zurück zur Bahn, wo ich nach Asakusabashi fuhr. Als ich ankam war es auch schon nach 9 Uhr und ich packte erst einmal im Hostel meine Tasche um, sodass ich am nächsten Morgen nicht zig Mal ins Zimmer rennen musste. Danasch probierte ich gleich Mal das Telefonieren über What’s App aus und telefonierte mit den Eltern noch eine Weile. Als ich dann mit allem fertig war fiel ich gegen 11 Uhr erschöpft ins Bett und schlief augenblicklich ein. 

06.03.2016 – Irrungen und Wirrungen

Als ich das erste Mal erwachte regnete es leicht, doch als ich 8 Uhr aufstand sah ich strahlenden Sonnenschein. Ich schnappte mir meine Sachen und dieses Mal musste ich nicht zig Mal ins Zimmer rennen, weil ich etwas vergessen hatte. Ich packte meine Tasche und machte mich auf zum Frühstück, wo ich mit Mary – der Amerikanerin, ein langes Gespräch über japanisches Essen führte, während im Fernsehen erst eine Folge Dragon Ball Z und danach eine Folge One Peace lief. Nach dem Frühstück spülte ich mein Geschirr ab und fragte an der Rezeption, wo ich mein Bettzeug hin räumen solle. Und wie immer, wenn ich neue Vokabeln nutze, verwende ich den japanischen Begriff…nur um festzustellen, dass man mittlerweile den Englischen dafür nutzt. ^^‘‘‘ Ich dachte ich gebe Mal voll an mit meinen Vokabelkenntnissen und ich werde angeschaut, als ob ich mindestens 80 Jahre alt wäre… aber immer hin habe ich wieder etwas dazugelernt und sie fanden es erstaunlich, dass ich mich überhaupt nach den Vokabeln kundig gemacht hatte. :) Ich erfuhr, dass ich mein Bettzeug einfach auf dem Bett lassen konnte und nur noch den Schlüssel abgeben müsste. Also ging ich in mein Zimmer, zog mein Bett trotzdem ab und legte alles fein säuberlich zusammen, packte meine Sache und ging wieder zur Rezeption. Ich gab meinen Schlüssel und den Code für die Tür ab und los ging es nach Asakusa. An einer Kreuzung, wo ich meine Tasche abstellte lief eine Mama mit ihren beiden Kindern vorbei. Die kleine Tochter, vielleicht 4 Jahre alt grinste mich an und winkte, als ob es um ihr Leben ginge. Die Mutter blieb stehen und sofort lief der kleine Junge – vielleicht 3- auf mich zu. Wir grüßten einander und das kleine Mädchen sagte ganz stolz „Hello“, weil sie den Begriff von „Hello Kitty“ her kannte. xD Ich hatte noch etwas Schokolade einstecken, weshalb beide ein Stück bekamen und dann gingen sie fröhlich weiter. Ich wartete auf die nächste Grün-Phase und tat es ihnen gleich. 
Asakusa Kaminari-Mon
Ich wollte zum Kaminari-Mon, dem bekanntesten Tor in Asakusa mit einer Einkaufsstraße und zum dazugehörigen Schrein. Die Sonne schien und es war erstaunlich warm, weshalb sich mein Rucksack und meine Tasche mit Kleidung füllten. Ich spazierte durch die Gegend und fotografierte Menschen und Gebäude und das Gedränge, denn immer hin war Sonntag. Ich kaufte mir frittierte Küchlein mit Kirschblüten- und grünem Tee-Mus (Manju) und da sich die Verkäuferin freute, dass ich fließend Japanisch sprechen konnte schenkte sie mir noch eines mit Kirschblüten zum gleich essen. 

Die kleine Hana. *-*
Vor dem Schrein begegnete ich dann der kleinen Hana, die neben ihren Herrchen lag und sich die Sonne auf ihren wunderschönen weißen Pelz scheinen ließ und vor sich hin döste. Als ihr Herrchen bemerkte, dass ich sie musterte lud er mich ein sie zu streicheln und wir wurden einander vorgestellt. Ich unterhielt mich mit dem älteren Pärchen und erfuhr, dass sie am Wochenende immer hier spazieren gingen und es genossen die unterschiedlichen Leute zu beobachten. Hana nutzte diese Pause immer um ein Nickerchen zu machen, vor allem wenn die Sonne so schön schien, wie heute! Hana gefiel es sichtlich gestreichelt zu werden, sie ließ sich auf die Seite fallen, damit man sie auch auf dem Bauch streicheln konnte. (An Lumpi: Du bist natürlich viel schöner als Hana und hast viel weicheres Fell, aber da ich dich ja nicht Flauschen konnte, musste ich halt Mal Fremdflauschen! ;) ) 
Räucherstäbchenmarathon
Nach einer Weile verabschiedete ich mich von dem älteren Paar und Hana und ging zum Schrein, wo ich ein Paar Räucherstäbchen anzündete. Wenn man diese in eine große Räucherschale stellt und den Duft einatmet vertreibt man sämtliche negative Energie und Krankheit aus seinem Körper und da meine Erkältung noch etwas ausharrte, fand ich das passend! xD Danach ging es die Treppen hinauf zum Schrein, wo ich an eine Reisegruppe geriet, die gerade erklärt bekam, wieso Japaner in Schreinen beten, wie sie das tun und wofür sie das tun. Ich blieb stehen und hörte mir den Vortrag an. Danach gesellte ich mich in die Schlange der Wartenden und kramte nach einem 5Yen-Stück, welches man in eine große Box wirft. 5Yen gilt, wie bei uns der Glückscent, oder wahlweise auch der Glückspfennig, als Glücksbringer und wird genutzt, um bei den Göttern für Glück und sonstige Wünsche zu beten und da man die Glücksmünze sozusagen weitergibt teilt man sein Glück mit den Göttern und geteiltes Glück ist ja bekanntlich doppeltes Glück. ;) Danach schaute ich mir die Glücksbringer an, die man am Schrein kaufen konnte und entschied mich 2 Stück, die ich nach Chemnitz zu meinem Friseur und seinem Verlobten schicken wollte, deren Hochzeit sich leider verschoben hat. Und damit alles gut geht, habe ich mich beraten lassen und die richtigen Glücksbringer gekauft. Danach spazierte ich über das Gelände und kaufte mir ein Omikuji – ein kleines Horoskop, dessen Inhalt ich natürlich nicht verraten werde. ;) 
Skytree & ich
Bei dem Wetter beschloss ich langsam zum Skytree zu laufen und mich in einem Park auf eine Bank zu setzen und meine Manju zu essen. Dabei kam ich jedoch noch an einem Dango-Stand vorbei und kaufte mir eines, wo wieder einmal die Verkäuferin so begeistert war, dass ich Japanisch sprach, dass ich nur die Hälfte bezahlt habe für meine Dango und sie sich noch eine ganze Weile mit mir unterhalten hatte. (Dango sind kleine Reismehlkugeln, die in eine karamellartige Soße gehalten und dann gegessen werden.) 



Skytree und Sakura
Skytree.....POW!
Danach ging es dann aber weiter zum Skytree, der aus jeder neuen Perspektive fotografiert werden musste. Leider war es sehr diesig, weshalb ich beschlossen hatte mir das Eintrittsgeld für die Aussichtsplattform für einen anderen Tag aufzuheben. Ich spazierte am Fluss Kanda entlang und kam an einem Park vorbei in dem die Kirschblüten schon blühten, was ich natürlich nutzte, um Fotos zu schießen. 
Sakura
Es gab allerdings auch einen Baum, wo man vor Tauben nicht mehr wusste, wo der Baum eigentlich anfing und aufhörte. Aber der war zum Glück einige Meter entfernt! XD Ich fand eine moderne Bank und setzte mich neben einen älteren Herrn, der in der Sonne sein Buch las und Rosinenbrötchen aß. Neugierig schaute er, wie ich von meinen Manju und der Umgebung Fotos machte und fragte mich, woher ich den komme. Ich erzählte ihm, warum ich hier war und was ich in Japan tat und wir beobachteten eine Kindergartengruppe, die einen Ausflug in den Park gemacht hatte, um dort gemeinsam Mittag zu essen. 

Sakura die 2te
Sie platzierten ihre mitgebrachten Decken unter den Kirschbäumen und aßen ihr Bento. (wundervoll garniertes Essen in Brotdosen, welches auf Reis, Gemüse, Fleisch und Obst besteht bei Kindern meist so gestaltet wird, wie ihre Lieblingsfiguren). Der Mann bot mir ein Rosinenbrötchen an und ich teilte meinen Apfel und meine Möhrenscheiben, die ich ja mitgenommen hatte mit ihm. Wir unterhielten uns noch eine Weile und dann brach ich zum Skytree auf. 




Grabmal
Ich blieb an einem Grabmal stehen, welches am Eingang des Parks stand und ehemalige Krieger erinnern sollte, die bei einem Kampf dort ums Leben gekommen waren. Eine Girlande gefalteter und zusammengesteckter Kraniche zierte das Grabmal zusätzlich noch. Ich schlenderte weiter und beobachtete 2 Jungs, die eine sehr gut gefertigte und speziell gekleidete Puppe bei sich trugen. Ein neuer Trend in Japan und Korea. Puppen, die etwas düster geschminkt sind und die man so kleiden kann, wie man möchte. Diese setzten sie immer Mal irgendwohin und schossen ein Foto von ihr. 

 
Angelplatz mitten in der Großstadt
Als ich die Brücke überquert hatte fiel mir ein künstlich angelegter See zum Angeln auf. Mitten in der Stadt, abgezäunt, wie ein Freibad. Man bezahlt seinen Eintritt und kann angeln gehen, ohne erst weit fahren zu müssen. Tatsächlich aßen auch 5,6 Männer um das kleine Stück 
Wasser herum und angelten. 


 




In dem Moment, wo ich mir dachte, dass man so viele spannende Dinge sehen und erleben kann, wenn man nur darauf achtet, sprachen mich 2 Frauen und 1 Mann an und luden mich ein, ihren Tempel zu besichtigen. Ich wusste zwar, dass es sich um eine buddhistische Sekte handelte, aber da man normalerweise nichts über diese erfährt ging ich einfach Mal mit. Immer hin bekommt man nicht jeden Tag die Möglichkeit das Tempelgelände einer buddhistischen Sekte und den Tempel selbst anzuschauen. Sie erzählten mir alles Mögliche über ihren Glauben, wie diese Sekte entstanden ist, wo deren Hauptsitz war und natürlich auch vieles über ihre Gebetssitten. So brachten sie mir gleich noch ihr Gebetsmantra bei und erklärten mir, wie man buddhistische Gebetsketten benutzt und ehe ich mich versah hatte ich eine Gebetskette in der Hand und sie sagten mir noch einmal den Text, den man sagen muss und schon ging es los. Ich habe keine Ahnung zu wem ich gebetet habe, aber naja, egal! Immer hin habe ich so spannende Sachen über den Buddhismus und diese spezielle japanische Sekte erfahren, da kann man das Mal mitmachen. Und das Mantra klang wirklich interessant, vor allem wenn man es langsam im Chor aufsagt. Da kam auch gleich noch ein Priester vorbei, der es toll fand, dass ich so Weltoffen bin und etwas über gen Buddhismus gelernt habe und nicht ignorant, wie andere Ausländer weggerannt bin, dass er mich gesegnet hat und ist weitergegangen. Was man so alles erlebt, wenn man allein durch Tokyo spazieren geht! 
Tempel und Skytree
Ich durfte das Tempelgebäude von außen fotografieren und wünschten mir noch einen angenehmen Tag. Ich bin erstaunt, dass sie nicht aufdringlich waren! Sie haben mir zwar die Adresse der Gemeinde in Tsukuba herausgesucht, aber es lief alles in einem Rahmen ab, wo es ihnen nur um die Aufklärung ging und nicht ums Bekehren! Total spannend! In dem Moment ging mir auf, was eigentlich alles möglich ist, wenn man eine andere Sprache kann und das ich zwar selbst der Meinung bin, dass ich noch viel lernen müsste, aber trotzdem solche Situationen meistern kann, auch wenn sie mir einige religiöse Vokabeln erklären mussten. Ich kam meinem Ziel immer näher und plötzlich war ich auch schon da! Ich schoss mehrere Fotos und schlenderte durch die Verkaufspassage, die vor 4 Jahren noch nicht eröffnet hatte und dann stolperte ich in ein Geschäft, wo man von Fernsehserien sogar spezielle Skytree-Editionen kaufen konnte. So gab es zum Beispiel auch spezielle Süßigkeiten mit den Figuren der Lieblingsserie, die es nur in diesem Laden im Skytree zu kaufen gibt! 
Conan Süßigkeiten
Ich kaufte eine Packung Baumkuchenröllchen mit Erdbeerfüllung und weißer und dunkler Schokoladenglasur von Detektiv Conan und musste mich wahrlich zusammenreißen nicht gen halben Laden leer zu kaufen, denn die haben dort auch Minion-Artikel, die es nur in Japan gibt und die waren ja so knautschig (um nicht zu sagen: Kawaii – also niedlich/süß), da musste man sich zwingen weiterzugehen!!! Ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete die Leute, während ich meine E-Mais las. 



Skytree von unten...
Ich hatte eine Nachricht von einer Freundin aus Deutschland erhalten, die durch Zufall genau zu der Zeit in Tokyo Urlaub machte. So machte ich mich also auf nach Harajuku, wo Edo gerade mit ihren Freundinnen unterwegs war. 










Straßenkünstler
Bevor ich jedoch bei der Haltestelle ankam entdeckte ich einen Straßenkünstler, der vor dem Skytree gerade Kunststücke vorführte und nicht nur Kinder in seinen Bann zog. Es ist spannend einen Clown Mal auf Japanisch zu hören! Wir trafen uns in Harajuku am Bahnsteig, umarmten uns und sprangen schon wieder in die nächste Bahn, wo wir uns angeregt unterhielten, bis ich leider wieder aussteigen musste, da es schon recht spät war und ich neben dem Videochat mit den Eltern eigentlich noch ins Gemeinschaftsbad wollte. Vielleicht klappt es ja und sie kommt mich in ihrer verbleibenden Woche in Tsukuba besuchen und wir gehen uns die Pflaumenblüten anschauen, die nun bestimmt noch zahlreicher sind, als zuvor. ^^ Wir stiegen in Shibuya um, wo ich zuvor auch schon umgestiegen war und da ich den Bahnsteig nie verlassen hatte, gab es Probleme mit meiner Fahrkarte. Ich musste also zur gleichen Schranke, die ich zuvor auch schon genutzt hatte und von dort aus weiter. Das bedeutete, einmal wieder zurück zum Bahnsteig, die Treppe runter, die Treppe wieder hoch und dann mit der netten Frau vom Schalter reden und ihr erklären, warum die Karte gerade nicht funktioniert. Nachdem das alles geklärt war suchte ich Edo und die anderen und gemeinsam wechselten wir die Bahnlinie, wo sie mir unglaubliche Geschichten erzählte, die sie in der kurzen Zeit mit ihren Freunden erlebt hatte! Und mit unglaublich meine ich auch unglaublich! Von Missverständnissen und Hausverboten in Läden, bis hin zum verstopften Klo in der Unterbringung! Dagegen sehen meine Einträge wirklich noch harmlos aus. xD In Akihabara huschte ich dann aus der Bahn und in den Tsukuba Express, wo ich gerade noch so den Schnellzug bekam und fuhr nach Hause. Auch ich gesellte mich dieses Mal zu den Schlafenden, wenn ich nicht gerade die anderen Mitfahrer beobachtete. In Tsukuba stieg ich aus und ging zur Busstation. Da ich aber eigentlich auf den Bus warten wollte, der Links herum fährt beschloss ich mir schnell noch im nächsten Konbini mein Abendessen zu kaufen. Neben dem Üblichen (Onigiri) gab es eine Suppe mit Udon Nudeln und frittiertem Gemüse, welches mir im Laden warm gemacht wurde, da ich ja keine Mikrowelle habe. Ich nahm mein Essen und stieg in den nächsten Bus. Da am Sonntagabend die Busse nicht wirklich häufig fahren, nahm ich dann doch den Bus der rechts herum fuhr und schaute mir die Umgebung an. 
mein Abendessen
Ich war froh, dass meine Suppenverpackung sehr gut verschlossen war, denn auf dieser Strecke gab es gefühlt jeden Meter eine Bodenwelle, damit man nicht zu schnell fuhr. Ich stieg bei mir am Wohnheim aus und ging nach Hause. Die Uhr sagte mir, dass es 18.40 Uhr war, also noch 20 Minuten zum Videochat. Genug Zeit um mein Bett zu beziehen! Nachdem auch das erledigt war schaltete ich den Computer ein und kurz nach 7 konnte der Videochat dann auch schon losgehen. Dieses Mal gab es leichte Tonprobleme, die immer aufhörten, wenn ich hustete, weshalb ich dies während des Chats relativ häufig tat. Nach dem Videochat packte ich dann meine Habseligkeiten aus und fotografierte alles. Danach gönnte ich mir eine Folge Mord ist ihr Hobby und schlief danach erschöpft vom Tag, aber zufrieden ein. 

07.03.2016 – Regentropfen, die an mein Fenster klopfen…

Frühstück
Ich erwachte und es goss in Strömen! Ich ließ mir davon nicht die Laune verderben und stand auf. Leider gab es deshalb natürlich auch keinen Spaziergang der Kinder, aber da gab es halt ein Hörspiel zum Frühstück. :) Ich machte mir Wasser für einen Tee warm und neben Toast mit Erdnussbutter und Obst gab es auch etwas Müsli. Da ich keine Milch mehr hatte gab es das zwar trocken, was dem Geschmack aber keineswegs einen Abbruch tat. Es schmeckte hervorragend und die getrockneten Früchte, waren unglaublich lecker, weshalb feststand, dass ich das bestimmt Mal wieder holen würde! 

Regen hält doch einen Fahrradfahrer nicht ab...
Nach dem Frühstück ging es meinem unordentlichen Schreibtisch an den Kragen, auf dem sich alles angesammelt hatte, was ich an Papierkram und anderen Dingen bisher erhalten hatte. Ich ließ mir Zeit mit räumen und befestigte die ersten Bilder an meiner Pinnwand und natürlich mein kleines Maskottchen für schönes Wetter. ;) Danach sortierte ich meine Papiere und brachte Ordnung in mein Blätterchaos. Danach war der Boden dran. Ich kehrte erst einmal durch und wischte dann mit meinen Lavendel-Allzwecktüchern einmal feucht durch. Danach sortierte ich meine Schubladen und räumte meine kleinen Mitbringsel schon einmal alle auf einen Haufen. Wenn man alles zusammenzählt, hat sich schon ganz schön was angesammelt! Und das gute ist, niemand weiß bisher etwas von seinen Mitbringseln. ;) Außer Jeanett vielleicht, weil ich es ihr erzählt hatte. xD Danach wusch ich auf und machte es mir vor meinem Computer bequem. Trotz des Regens war es ungewöhnlich warm und ich öffnete das Fenster um einmal gründlich durchzulüften. Dann sortierte ich noch die Schubladen meines Schreibtisches und öffnete das Internet. Ich öffnete das Bankportal meiner japanischen Bank und loggte mich ein. Ich suchte mich eine Weile durch die Gegend und öffnete dann Amazon.jp, wo ich mich als Student anmeldete und gleich Mal nach Schlafsäcken und eine Bilingualen Guide von Tokyo suchte. Ich fand beides und setzte es auf meine Merkliste für künftige Bestellungen. Auch eine Isomatte setzte ich darauf. Danach las ich mir noch einige Zettel durch und machte mich dann ans Schreiben meines Blogs, doch irgendwie wollet es nicht so richtig laufen, weshalb ich meine Fotos ordnete und mich noch an einige Kleinigkeiten erinnerte, die ich noch in meinen Blog schreiben wollte. Ich stöberte noch etwas im Internet und schrieb ein paar Nachrichten und schwupps war es auch schon 5 Uhr abends. Weshalb ich erst einmal losging und mir etwas zu Essen kaufte. 
Abendessen. ;)
Da die Nudeln am Abend zuvor so lecker geschmeckt hatten entschied ich mich ausnahmsweise einmal für eine Nudelsuppe und kaufte Onigiri als Mitternachtssnack. Danach schaute ich ein paar Folgen Mord ist ihr Hobby und genoss meine Nudelsuppe und einen Tee. Mittlerweile hatte es zum Glück aufgehört zu regnen, weshalb ich trocken von A nach B und wieder zurückkam. Ich befestigte noch ein paar Haken an meiner Wand und konnte endlich mein Lan-Kabel angenehmer zum Laptop bringen, als es einmal quer durch den Raum hängen zu haben. Danach ließ ich mir einen Plan B für meine Pinnwand einfallen und notierte mir weitere Klebehaken auf meiner Einkaufsliste für den nächsten Tag, denn diese hatte im Moment die Angewohnheit immer wieder runterzufallen. Ich suchte mir ein schönes Bild in meinem Minion Kalender, den ich von Gweni bekommen hatte heraus und lehnte mich zurück. Der Plan für die kommende Woche stand und irgendwie war ich nach dem aufregenden Wochenende in Tokyo in ein kleines Loch gefallen, weshalb ich mich dazu entschlossen hatte den Abend Mal für mich zu nutzen. Ich räumte noch etwas auf und entschied mich für Entspannungsmusik und obwohl es erst gegen 9 Uhr abends war legte ich mich ins Bett und schaffte es tatsächlich bei Autogenem Training zu entspannen. :) …und schließlich sogar dabei einzuschlafen! Gegen 11 Uhr erwachte ich, schaltete den Computer ab, machte mir ein Hörspiel an und schlief weiter. 

08.03.2016 – Photosynthese am Nachmittag

Frühstück
Die Sonne schien und es war unglaublich warm! Hochmotiviert sprang ich aus dem Bett und kochte mir einen Tee! Wie wundervoll war doch schönes Wetter! Und das Gute daran war, dass es hieß, das ich bei meinem Frühstück sogar Unterhaltung haben würde. Es gab wieder Toast mit Erdnussbutter, Obst und Müsli – dieses Mal mit Milch. :) Und während ich mein Müsli löffelte machte sich die erste Gruppe auch schon auf den Weg. Alle riefen gemeinsam „Wir gehen dann Mal“ und stiefelten los. Wie habe ich es vermisst die letzten Tage! Die Kleinsten wurden in ihren Wagen chauffiert und es war herrlich mit anzusehen, wie der Rest vor Freude fast zu platzen schien. 
Spaziergänger
Alle sprangen aufgeregt hin und her und freuten sich darauf, dass es spazieren ging! Nach dem Frühstück kontrollierte ich meine Mails, schaute meine Fotos durch und machte mich an meinen Blog. Gegen Mittag schaute ich auf die Uhr und war erstaunt, wie schnell doch die Zeit vergangen war. Ich sprühte vor Ideen und die frische Luft, die durch das geöffnete Fenster hereinkam motivierte zusätzlich. Ich beobachtete, wie der Hausmeister seine Runde ging und den Müll kontrollierte und wie 2 Studentinnen einen Kühlschrank aus dem vierten Stock hinunter wuchteten und versuchten ihn auf eine geliehene Schubkarre zu heben. Da aber niemand die Schubkarre festhielt schafften sie es erst nach der Hälfte der Strecke, die sie bis zum nächsten Wohnhaus zurücklegen mussten, den Kühlschrank endlich auf die Schubkarre zu schieben! Die kleinen und großen Spaziergänger kamen zurück und die Sonne lockte einen nach draußen. Ich machte mich schnell fertig und ging erst einmal einkaufen! Man sollte nie mit Hunger einkaufen gehen! Ich hatte beschlossen mir etwas leckeres Zutrinken und einen kleinen Kuchen zu holen und mich damit auf eine Bank vor dem Wohnheim zu setzen und die Sonne zu genießen. Da meine Lebensmittel zur Neige gingen, kaufte ich noch etwas für das Abendessen ein und konnte nicht wiederstehen Edamame und Salz zu kaufen. 
Einkauf ^^
Und ich war erstaunt von der riesen Auswahl an Salz, welches zum normalen Sortiment gehörte! Es gab Himalaya Salz, Salz mit getrockneten Pflaumen, Salz mit Curry, Salz mit Soja Saucen Pulver, Salz mit Wasabi, Salz mit Pfeffer, und, und, und! Ich entschied mich für normales Salz und kaufte noch schnell ein paar Haken für die Wand, sodass ich meine Pinnwand daran befestigen konnte! Danach ging es glücklich und schlendernd zurück ins Wohnheim. Ich stellte meine Sachen ab, nahm mir meinen Kakao und meinen kleinen Baumkuchen, schnappte mir ein Buch und machte mich auf den Weg nach unten. 

Nachmittagsentspannung
Da ich vorher fiel zu warm angezogen war, entschied ich mich nun für ein dünnes T-Shirt und eine dünne Strickjacke. Ich fotografierte schnell meine kleine Pausenversorgung und machte mich ans Lesen, als Frau Sips mir Gesellschaft leistete. Wir unterhielten uns eine Weile, bis ihr auffiel, dass sie ihr Bettzeug noch wechseln wollte. Ich machte mich nach einem Kapitel ebenfalls nach oben und beschloss, kaum dass ich oben angekommen war, doch noch einmal nach unten zu gehen. Ich nahm mein Tagebuch und einen Stift und setzte mich wieder nach unten. Als ich fertig mit Schreiben war ging ich zu den kleinen Sperrmüllhaufen und schaute mich um. 
Ich fand tatsächlich einen Wäschekorb, an den ich jedoch nicht herankam, nahm aber ein großes Metallregal mit, welches sich hervorragend vor der Tür machen würde. Danach ging ich noch einmal nach unten und besichtigte den zweiten Haufen, wo ich ein kleinen TV-Schrank mit Ablagefächern auf Rollen fand. Der war sehr gut erhalten und ich wusste schon, wo ich ihn hinstellen würde. Auf Haufen 1 fiel mir dann wieder der neue Wäschekorb ins Auge. Ich angelte mir eine lose Stange von einem früheren Metallregal, kippte mit dieser den Wäschekorb so an, dass einer der Tragegriffe nach unten klappte und angelte mir so einen kleinen Wäschekorb. Damit ging ich nach Hause und fotografierte meine neuen Errungenschaften. Ich richtete mich gleich neu ein und klebte einen Zettel bei Frau Sips an die Tür, dass das Metallregal so groß ist, dass sie auch ihre Sachen darauf packen kann, sollte sie etwas haben, was dort Platz finden kann. 
meine Pinnwand
Danach setzte ich mich in mein Zimmer und befestigte die Klebehaken an der Wand. Nun musste ich nur noch die kleinen Schrauben in meine Pinnwand bekommen. Da das Holz bei Pinnwänden aber sehr weich ist, reichte meine Schere aus, um zumindest eine Einkerbung hineinzudrehen, die ausreichte, damit die Schraube halt fand. Ich befestigte den Strick und wickelte ihn um die Haken und begutachtete mein Werk. Es sah sehr gelungen aus! Danach setzte ich mich wieder an meinen Computer und schrieb meinen Eintrag weiter, bis es Zeit war meine Tasche fürs Baden zu packen. Ich schnappte mir noch schnell meinen Föhn, warf alles in meine Tasche und machte mich auf den Weg zum Gemeinschaftsbad.

EIngangsbereich Bad
Eingangsbereich Bad - Umkleide
Gemeinschaftsbad




Dusche/Badewanne - Einzelkabine
Es war Mal wieder nichts los und ich entschied mich dieses Mal für eine andere Kabine. Noch schnell ein paar Fotos von allem gemacht und dann konnte ich entspannen. Zum Glück hatte ich meinen Föhn mitgenommen, denn es gab keinen im Bad. Ja Mama: Ich habe meine Haare ganz akribisch geföhnt und ich war auch dick angezogen und habe extra eine Mütze aufgesetzt auf dem Weg zurück nach Hause. Es war unglaublich mild draußen und man konnte kaum glauben, dass es wenige Tage zuvor noch so kalt gewesen war. Zu Hause angekommen zückte ich meinen Einkauf, nahm eine Handvoll Bohnen aus der Verpackung und machte mich mit meinem Topf, den Bohnen und meinem Kessel auf nach oben zur Kochstelle, wo immer weniger los war. Ich traf auf eine Indonesierin, die bereits seit Oktober hier ist und wir haben uns nett unterhalten, bis ihr essen fertig war. 
Abendessen ;)
Als ich alles wieder nach unten brachte traf ich auf eine neue Bewohnerin in unserem Gang, die sogar ausnahmsweise Mal eine Japanerin ist. Wir begrüßten einander, verbeugten uns, stellten uns kurz vor und schon war sie schon wieder in ihrem Zimmer verschwunden. Voller Vorfreude setzte ich mich mit meinem Abendessen auf mein Bett, schaltete eine Folge Mord ist ihr Hobby an und genoss Weißbrot mit Majo und Schinken, ein Ei , Gurke, Bohnen, noch Onigiri vom Abend zuvor und frischem Ingwer-Tee. Papp satt lehnte ich mich dann zurück, schaute die Folge zu Ende und setzte mich danach wieder an den Schluss meines Posts an dem ich jetzt immer noch sitze. :) Und da es recht unspektakulär weitergehen wird, kann ich Euch schon Mal eine Gute Nacht wünschen. Das Bad war nämlich wirklich entspannend und durch die viele Sonne und die Heizung ist es schön warm in meinem Zimmer und mir fallen schon die Augen zu.

1 comment:

  1. Hallöchen! ^^

    Man, du bist einfach viel zu schnell mit schreiben ... oder aber die Zeit vergeht viel zu schnell... wie dem auch sei: Ich komm kaum hinterher! ^^''

    Aber bevor ich mich deinen neuen Tsukuba-Abenteuern widme, kommt erstmal Tokyo an die Reihe!
    Erst einmal:Das Foto mit den schlafenden Japanern... XD Wir hatten das Thema ja bereits ausführlich diskutiert, aber es fasziniert mich doch jedesmal wieder! Auch faszinierend ist die Tatsache, dass die Pasmo nicht mehr funktioniert. Hätte nicht gedacht, dass die nach ner bestimmten Zeit deaktiviert werden...

    UNd wow... da bist du nicht mal einen Tag in Tokyo und schon weiß fast die ganze Stadt deine Lebensgeschcihte! XD (Obwohl ich ehrlich sein muss, dass mich sowas irgendwann nerven würde (vor allem in nem Pub, wo man doch einfach nur sein Ale trinken will...) Aber die Tüte hätte ich mir auch geschnappt! ^^d

    Und die Fotos mit dem Skytree und den ganzen Kirschblüten sind so schön! *.* (Hatte keine Ahnung, dass die Kirschblüte schon so weit ist...)
    Und Respekt für das Selfie!! ^^d (Wie viele Versuche musstest du machen, bis dieses Foto dabei herausgekommen ist? XD)

    Allgemein freu ich mich, dass dein Mini-Trip nach Tokyo so erfolgreich gewesen ist und du (so viele) neue Bekanntschaften gemacht hast! ^^
    Und auch wenn ich eine Woche hinterher hänge wünsch ich dir nach wie vor eine schöne Zeit und weitere spannende Erlebnisse! ^x^

    fk
    Doitsu-chan

    PS: Danke für die Fotos aus dem öffentlichen Bad! (Ich war in sowas ja noch nie, und find es wahnsinnig interessant! Auch wenn ich erstaunt bin, dass da (außer dir) keiner sonst rumspringt...)

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