Friday, 25 March 2016

Findungsphasen...

...Eichis finden immer etwas! x3

21.03-2016 – Sie haben Post...

Es ist eigentlich langweilig, dass ich meinen Blog immer gleich anfange, aber ich kann nun Mal nichts dafür, dass ich auf der Sonnenseite des Lebens stehe. ;) Scherz beiseite, die Sonne schien wirklich in mein Zimmer und die Temperatur in meinem Zimmer stieg. Ich schaffte es mich trotzdem noch ein paar Mal rumzudrehen und wunderte mich, warum es um ich herum eigentlich so ruhig war. Ich stand auf und tapste nach oben, um mir Wasser für mein Frühstück warm zu machen. Wie immer gab es neben Toast auch Müsli, Joghurt und Obst. Und es gab japanischen Kaffee, den man sogar trinken konnte. Nichts im Vergleich zu unserem Kaffee in Deutschland, aber er schmeckt auch. ^^ Heute stand ein Ausflug in die Bibo an, in der ich lernen wollte. Doch bevor ich meinem Japanisch nachgehen konnte stand erst einmal unser Scanner auf dem Plan. Der wollte nämlich immer noch nicht so richtig funktionieren. Irgendwie schaffte ich es den Treiber ohne Software zu installieren, da der PC die irgendwie nicht haben wollte und nachdem ich mir zusätzlich noch eine Beschreibung heruntergeladen hatte stieß ich zufällig auch auf eine Scannersofrtware für das Gerät, die ich natürlich sofort auf meinem PC installierte und nachdem er runter- und wieder hochgefahren war, funktionierte alles einwandfrei! Der perfekte Zeitpunkt, um eine Nachricht zu erhalten, dass für mich Bücher in der Bibo bereitstanden, die ich noch zum Lernen brauchte. ^^ Gut abgepasst. Ich machte mich fertig, packte meine Lernbücher ein und machte mich auf den Weg in die Bibo, wo ich meine Bücherausgehändigt bekam, die ich selbstständig ausleihen sollte. Zudem fand ich durch Zufall einige englische Bücher, die ich sehr interessant fand, die ich ebenfalls auslieh. Wer sagt schon zu etwas leichter Lektüre, wie Sweeny Todd, der Geschichte der Shinsengumi und britischen Kinderreimen nein?! Per What's App wurde ich über ein spontanes Kaffeetrinken der deutschen Mädels informiert. Das hieß, wieder aus der Bibo raus und ins Starbucks. Als ich jedoch durch die Absperrung durchgehen wollte piepte es ganz laut und ich hatte das Gefühl, dass sich die komplette erste Etage einfand, um zu schauen was los war. Ich versuchte es erneut, doch wieder piepte es. Ich ging also an den Schalter und gab den Mitarbeitern meine Bücher. Diese schmunzelten leicht und ihrem Blick zu urteilen nach dachten sie sich „Ach ja, Ausländer. Wieder was falsch gemacht beim ausleihen?!“ Sie kontrollierten meine Bücher zig Mal und gaben sie mir wieder zurück, doch wieder piepte es. Jetzt versuchten wir es auf eine andere Art und Weise. Erst ich mit Rucksack durch die Schranke und wenn das nicht piept, dann liegt es nicht an mir! Ha! Und ich hatte Recht gehabt. Es piepte nicht, als ich mit meinem Rucksack durch die Absperrung ging. Sie versuchten es der Reihe nach mit meinen Büchern, konnten jedoch den Übeltäter nicht finden. Mittlerweile hatte ich das Gefühl, dass sämtliche Mitarbeiter der Bücherei mit an der Theke standen und über das Problem berieten. Sie entsicherten noch einmal alle Bücher und übergaben mir schließlich nach allgemeinem Schulterzucken meine Bücher mit einem professionellen: „Jetzt müsste es funktionieren. Bitte entschuldigen Sie die Umstände-“ Ich schnappte meine Bücher und ging in den Starbucks, wo zu meiner Überraschung Heizstrahler angeschalten waren. Ist das nicht ein Zeichen? Wenn schon in einem Café, welches im Erdgeschoss liegt und relativ viel Sonne abbekommt die Heizung angeschalten ist, weil im gesamten Uni-Komplex ja die Heizzeiten vorbei sind und sogar schon Studenten oder Professoren IM Café mit Decken dasitzen, dann ist es natürlich völlig verständlich, dass die Heizung nicht wieder angeschalten werden sollte. Wahrscheinlich wollte man so unsere Überlebensfähigkeit testen, denn im Kleingedruckten für das Auslandsjahr stand bestimmt auch, dass man an einem Überlebenstraining teilnahm, welches einen auf das harte Leben nach der Uni vorbereiten sollte... oder so ähnlich! Da ich erst zu Hause etwas getrunken hatte verzichtete ich auf den Kaffee blieb aber mit sitzen, was rein gar nichts mit den Heizstrahlern zu tun hatte, die genau in meiner Nähe waren, sondern natürlich nur an der Gesellschaft! ^^''' Jetzt fiel mir auch der Grund ein, warum es mir schon den ganzen Tag so ruhifg vorgekommen war. Am Sonntag war Feiertag gewesen. Und wie immer an Feiertagen, die auf einen Sonntag fallen ist der Montag ebenfalls Feiertag, damit es nicht unfair den Leuten gegenüber ist, die am Wochenende eh frei gehabt hätten. Nach dem Kaffee hieß es dann Lernen! Ich wollte gerade durch die Absperrung der Bibliothek gehen, als ich bemerkte, dass mein Studentenausweis weg war,,,Ich seufzte und ging erneut an den Schalter, um zu fragen, ob sie zufällig einen Studentenausweis gefunden hatten, denn den konnte ich eigentlich nur am Automaten vergessen haben, wo ich meine Bücher ausgeliehen hatte. Und tatsächlich, man hatte ihn brav abgegeben und so hatte ich meinen Studentenausweis vergessen ohne es zu merken und hatte ihn aber in dem Augenblick wieder, wo ich ihn brauchte. Japan kann so praktisch sein! Ich suchte mir ei sonniges Plätzchen und setzte mich erst einmal an meinen Computer, wo ich an einem Gewinnspiel für die Premiere des 20. Kinofilms von Detektiv Conan teilnahm. ^^ Ich zählte das Ausfüllen des Fragebogens zum Lernen, weil ich ja schließlich alles auf Japanisch eintragen musste. XD Danach schrieb ich noch ein paar Nachrichten und dann ging es auch schon los! Jetzt hieß es Ärmel hochkrempeln und lernen...ok, die Ärmel wurden schnell wieder nach unten gekrempelt, da es einfach zu kalt in der Bibo war. Nichts desto trotz machte ich mich motiviert an meine Bücher und verbrachte 3 Stunden damit mir Grammatik und Vokabeln ins Gedächtnis zu rufen und neu zu lernen. Erschöpft und durchgefroren machte ich mich dann vor 18 Uhr auf den Heimweg, wo ich Susanne traf. Wir hatten beim Kaffeetrinken alle gemeinsam beschlossen heute Abend zu kochen, also fuhren wir schnell nach Hause, wo mich vor meiner Tür eine riesen Überraschung erwartete! 
Da standen 2 liebevoll verpackte Päckchen aus Deutschland. Ich blieb wie angewurzelt stehen und sprang vor Freude auf und ab. ^^ Und als ich die Päckchen aufhob freute ich mich immer noch, sagte aber in den leeren Gang ganz laut: „Du bist doch verrückt!!!“ Ich schloss mein Zimmer auf und wollte gerade in meine Päckchen schauen, als der Ruf zum Einkaufen laut wurde. Also stiefelten wir erst einmal in den 100Yen-Shop, wo wir Nudeln kauften. Für Soßen und Beilagen hatten wir noch genug da. Im Wohnheim angekommen wagten wir uns in den ersten Stock, wo wir eine Küche entdeckt hatten, die sogar mit einem Tisch und Stühlen ausgestattet war! Wir fragten höflich, ob wir die Küche mit nutzen könnten und, als wir erfuhren, dass es eigentlich so etwas wie einen Gemeinschaftsraum für alle darstellen sollte, machten wir Freudensprünge. Schnell sprinteten wir in unsere Zimmer, sammelten zusammen, was wir brauchten und bevor wir wieder nach unten rannten verschanzte ich mich in meinem Zimmer und kümmerte mich erst einmal um wichtigere Dinge: Päckchen auspacken! 
Ich freute mich wie ein Kind und verlor den Überblick, wie oft ich meinen Du-bist-verrückt-Satz wiederholte. Ich habe nie gedacht, dass ich Mal eine Kaffeepackung von Tschibo knuddeln würde, aber es lässt sich nicht leugnen. XD Ich bimmelte am Glöckchen des Lindthasen und als ich 2 bemalte Ostereier entdeckte quietschte ich laut, sodass meine Mädels fragten, ob alles in Ordnung sei. ^^''' Ich tänzelte freudig durch die Gegend und beschloss unser Abendessen mit deutscher Osterschoki abzurunden, weshalb jeder ein Täfelchen bekam. Ich wunderte mich jedoch über das japanische Postsystem... manche Päckchen kriegen wir nur, wenn wir irgendwoe unterschreiben und da ist es auch nicht zulässig, dass jemand anderes dafür unterschreibt! Und dann kommt man nach Hause und hat 2 wertvolle Päckchen aus Deutschland vor der Tür srehen. Verstehe einer die japanische Post! Egal, zurück zum Essen...Wir rannten wieder nach unten, wo wir uns fürstlich ausstatteten. Sogar einen unserer Heizer holten wir nach unten, da wir dort nämlich Steckdosen hatten und somit den Strom auch nicht bezahlen mussten, ist das nicht wundervoll! Jedoch hatten wir nicht mit der Hartnäckigkeit der Bewohner dieser Etage gerechnet. Oftmals wurde uns unterschwellig gesagt, dass es auch in anderen Stockwerken Kochstellen gibt...Wir ignorierten das und schnippelten fröhlich unseren Salat weiter, während das Wasser für die Spagetti und das Kürbiswasser allmählich kochten. Dann wurde jedoch die Spüle in Beschlag genommen, da eine Bewohnerin aus dem ersten Stock einen Kühlschrank gefunden hatte und diesen jetzt auswischen und reinigen wollte. Wir blieben immer noch hartnäckig, bis eine weitere Chinesin sich dazu gesellte und ihren Topf in Rekordgeschwindigkeit auf den Herd stellte, als ich mich mit dem fertigen Kürbis rumdrehte und nach dem nächsten Tipf griff, wo wir Rettich und Möhren anbraten wollten. Ich wusste nicht, ob ich grumpig werden sollte, oder applaudieren sollte über die enorme Schnelligkeit, also entschied ich ich für die einfachste Lösung: Ich schaute sie mit offenem Mund irritiert an. Ich stellte mich, mit meinem Kochlöffel bewaffnet neben sie und rührte aus Protest die Nudeln um, wo mir ein sehr leckerer Wurstgeruch um die Nase wehte. Die Chinesin hatte in ihrem Topf Wurststreifen, die sie anbriet. Gerade als ich noch einmal tief Luft holen wollte, nahm sie ihren Topf weg und ehe ich reagieren konnte atmete ich einen Kühlschrankgeruch ein, der mir beinahe den Appetit verdorben hatte. Ich drehte mich um, und roch erst einmal an unserem Gemüse, als die freue Kochplatte schon wieder besetzt war. Wie aus dem Nichts erschienen plötzlich immer mehr Asiatinnen, die sich in der Küche schon fast stapelten und uns doch noch dazu brachten das Weite zu suchen. Wir beschlossen in den vierten Stock zu gehen, um dort weiterzukochen und wieder vor unseren Zimmern unsrer Bufett aufzubauen. Das erschien uns wesentlich angenehmer, als uns da unten mit einer Horde Asiatinnen anzulegen. Zum Glück hatte ich am Tag zuvor einen Tisch mitgenommen. Ich muss es doch gewusst haben! 
So stellte ich den Tisch in den Gang, wir nahmen uns Sitzkissen und einen Stuhl und machten uns ein schönes Lager im Gang. Es gab neben Spagetti und Tomatensoße auch Kürbis und einen Rettich-Möhren-Mix mit Yakisoba-Soße abgelöscht und 2 verschiedene Salate. Einer mit Tofu und Dressing und der andere mit Mais und Thunfisch. Und dann ging es ans Essen. Da in der Bibliothek die Aufsicht immer um unsere Tische herumgeschlichen war, hatte ich darauf verzichtet etwas warmes zu trinken, weshalb ich das jetzt nachholte und mich mit meinem Becher und meiner Thermoskanne hinsetzte und es mir schmecken ließ. Es war ein Hochgenuss! Da würdest sogar du Kürbis essen, Papa! Der ist so lecker und schmeckt überhaupt nicht aufdringlich. Der Thunfischsalat mit Mais war ebenfalls unglaublich lecker und gemeinsam schlemmten wir uns durch unsere Kochkünste. Wir quatschten und quatschten und allmählich setzte das Völlegefühl ein und wir wurden alle schläfrig, weshalb wir unser Beisammensein abbrachen, zusammenräumten und jeder in seinem Zimmer verschwand. Ich setzte mich, trotz der Müdigkeit hin und wiederholte meine eben gelernten und wiederholten Kanji und Vokabeln und nachdem ich grinsend meine Habseligkeiten aus Deutschland einsortiert hatte, fiel ich auch schon erschöpft auf die Seite und schlief ein.


22.03.2016 – Herzlichen Glückwunsch, sie haben die nächste Stufe erreicht!

Mit einem Grinsen drehte ich mich auf den Rücken und ließ mir sie Sonne inst Gesicht scheinen. Wundervoll, wenn man so geweckt wird. Und jetzt waren auch wieder alle bekannten Geräusche vorhanden. Das Lachen und Weinen der Kinder, die Autos, die neben dem Kindergarten auf dem Parkplatz parkten und die Vögel, die fröhlich vor sich hin sangen. Ich öffnete das Fenster und ließ frische Luft ins Zimmer. In Deutschland lüftete ich eigentlich ständig...aber da hatte ich ja auch überall eine funktionierende Heizung, die mein Zimmer bei Kälteeinbruch auch wieder wärmte... doch nachts war es hier immer noch kalt und so begnügte ich mich mit gelegentlichem Lüften. Wie sagt doch ein Sprichwort: Lieber erstickt, als erfroren! Ein neuer Leitspruch, den ich in Deutschland nie berücksichtigt hatte. Jetzt fand ich ihn völlig logisch und mir kam der Gedanke, dass der Spruch nur von einem Ausländer kommen konnte, der im Winter in einem gut gedämmten japanischen Gebäude ohne Heizung gesessen hat. Ich stellte mir eine Räucherkerze mit Kirschblütenduft ins Fenster und kümmerte mich um mein Essen. Zum Frühstück gab es deutschen Kaffee, auch wenn die andere Packung auch erst kürzlich angefangen wurde.... egal. Und wieder haben wir die üblichen Verdächtigen: Müsli, Toast und Obst...und man glaubt es kaum ein Frühstücksei! Da konnte ich endlich meine voll kitschige Eieruhr ausprobieren. ^^ Da die Sonne so wundervoll schien schnappte ich mir, nach der erfolgreichen Vorbestellung meiner Conan-Kinokarten mein Tagebuch und mein Strickzeug und machte mich auf den Weg nach unten. Ich entschloss mich kurzfristig eine Runde spazieren zu gehen und klapperte dabei die Müllberge an... und plötzlich stand ER da, wie aus dem nichts war er aufgetaucht und ließ mich sprachlos stehen... Er war kleiner als ich und reichte mir knapp bis zu den Schultern. Die Wolke verschwand und gab die Sonne frei, die ihn im hellen Licht strahlen ließ. Ich löste mich aus meiner Starre und lief schneller. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und als ich vor ihm stehen blieb konnte ich meinen Augen kaum glauben! Da stand er, ein wundervoller Kühlschrank MIT Kabel!!! Ich entfernte das Klebeband, welches die Türen hinderten aufzugehen und er war zwar genutzt und musste gesäubert werden, aber er war in einem großartigen Zustand. Nun hieß es nachdenken! Ich brauchte eine Tragehilfe und hatte natürlich mein Handy im Wohnheim, weil es am Strom hing... Durch Zufall schlenderte auch gerade ein anderer Ausländer über den Müllberg, der so aussah, als ob er es nicht schaffen würde innerhalb weniger Minuten den Kühlschrank wegzuschleppen. 
Ich fragte ihn, ob er kurz aufpassen könnte, sodass niemand den Kühlschrank wegbrachte und rannte zurück zum Wohnheim, wo ich neine Mädels dazu verdonnerte mir zu helfen. Gemeinsam trugen wir den Kühlschrank in mein Zimmer und ich freute mich rieisig. Danach setzte ich mich breit grinsend in die Sonne und genoss das wundervolle Wettter. Als ich Gesellschaft bekam und wir uns über das Wetter unterhielten, saen wir, wie 2 Männer gerade einen blitzeblanken und fast neuen Kühlschrank auf den Müll brachten. Wir trauten unseren Augen nicht...schnell sprangen wir auf und rannten hin, um ihn uns anzuschauen. Er war kleiner, als Meiner unn nagelneu. Den schnappten wir uns gerade noch rechtzeitig, bevor ein Metallsammler das Kabel abschneiden konnte. Wir trugen also zum zweiten Mal einen Kühlschrank in die dritte Etage. Zum Glück waren die nicht allzu schwer. Und so hatten 2/3 der Deutschen aus unserem Wohnheim in nur einem Tag einen Kühlschrank erhalten. Allmählich musste ich mich auf den Weg machen, da ich ein Gespräch im Diversitätsbüro hatte, welches Tsujinaka-Sensei für mich vereinbart hatte. Doch bevor ich loskonnte, klingelte die Post und ich bekam erneut Post aus Deutschland. Mamas Brief war angekommen und in ihm enthalten war mein Geschenk für Yuikom weil sie mir so viel geholfen hat. ^^ Wieder im Zimmer angekommen aß ich schnell ein Onigiri und huschte zu meinem Fahrrad und fuhr in die Uni. Ich fand das Büro auf Anhieb und war viel zu früh da. Ich vertrat mir die Beine, sodass ich nicht überpünktlich war. Und trotzdem war ich 5 Minuten zu früh im Büro, wo ich in ein kleines Besprechungszimmer geführt wurde und wartete, bis Kawano-san für mich Zeit hatte. Wir unterhielten eine knappe Stunde über alles Wichtige und ich erhielt einige gute Tipps, die mir weiterhelfen würden in meiner Abeit. Freudig verließ ich das Büro und war sehr erleichtert, dass sich allmählich doch alles richtete und fügte. Ich genoss den Sonnenschein und ging zu meinem Fahrrad. Das musste gefeiert werden! Da ich eh noch Mal im Iias schauen wollte, wegen Boxen für den Schreibtisch und jetzt auch für Magneten und Gittern für meinen Kühlschrank 
Also radelte ich gemütlich ins Iias und schnelnderte durch die Passage. Zuerst einmal wollte ich den Buchladen anschauen, dem ich bis jetzt noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte und war erstaunt, über das große Angebot, welches sogar Schreibwaren, etc. umfasste. Ich schlenderte bestimmt eine Stunde durch den Laden, nicht ohne der Manga-Abteilung einen Besuch abzustatten...und es lohnte sich. Ich wurde mit hübschen Trennwänden belohnt...wenn nur nicht überall Kameras wären... 3 der Trennwände hätten bestimmt den Weg in meine Tasche gefunden. XD Und beim weitergehen stolperte ich über den wohl wundervollsten Manga der Welt...nach Conan natürlich! Die japanische Geschichte in Comicstrips mit ...KATZEN! Es ist soooo geil! Ich stand im Laden und musste mich extrem zusammenreißen nicht laut loszulachen. So hätte ich die japanische Geschichte auf Anhieb verstanden... warum haben wir so kompkizierte Texte gelesen? Da es nur das Ansichtsexemplar war, fragte ich die Verkäuferin, wo ich denn die anderen Exemplare finden konnte und musste feststellen, dass es schon 2 Bände davon gab. 
Die Verkäuferin verbrachte gute 5 Minuten, um im Lager nach einem Exemplar zu suchen und ich schaute in der Zwischenzeit in Band 2 rein. Es war einfach herrlich! Und da ich ja sonst im Book Off Stammkunde bin, kann ich mir auch Mal Manga aus dem Buchladen leisten. Die mussten auf jedenfall mit! Danach fand ich noch einige Läden, die ich noch nie zuvor gesehen hatte, da ich in Etage 3 und 4 noch nie gegangen war. Endlich wusste ich, wo ich auch in Tsukuba „Kram“ finden konnte. Nur leider gab es nirgendwoe Sachen von Conan...aber dafür stand ja mein Wochenende an, um das nachzuholen. Als ich die dritte Etage erkundet hatte ging es in den Daiso, wo ich mich erst einmal mit Schreibtisch- und Kühlschrankutensilien ausstattete. 
Ja das braune Päckchen ist tatsächlich Zucker
Und zu guter Letzt ging es noch in den Supermarkt einkaufen. Mein super Tag musste gefeiert werden! Deshalb gab es Cocktail und Wein und da ich recht viel Zeit im Buchladen verbracht hatte waren auch die Gerichte schon heruntegesetzt. Ich schnappte mir einen Pappkarton und verstaute meine Habseligkeiten darin. Dann ging ich zum Fahrrad, wo ich alles zusammenpuzzelte und mich auf den Weg nach Hause machte. Da ich noch genug Spagetti, vom Vortag hatte gab es bei mir logischerweise Spagetti mit Tomatensoße und Käse. Bald würde ich keine Spagetti mehr ersehen können, aber zum Glück gibt es ja genügend Ausweichmöglichkeiten. 
Ich hatte mir zusätzlich noch Tintenfischbällchen mitgenommen, doch bevor ich es mir schmecken ließ kochte ich heißes Wasser und reinigte erst einmal meinen Kühlschrank, den ich sofort in Beschlag nahm. Er funktionierte einwandfrei und wenig später standen auch schon 2 Cocktaildosen im Gefrierfach, damit sie schnell gekühlt waren. Ich stieß mit mir selbst auf meinen wundervollen Kühlschrank an und grinste vor mich hin. Dann gab es noch eine Filge „Mord ist ihr Hobby“ und immer noch grinsend über meinen kostenlosen und einwandfrei funktionierenden Kühlschrank schlief ich letztlich ein und träumte davon, was ich jetzt nicht alles kochen und aufbewahren konnte.


23.03.2016 – Eine Radtour, die ist lustig, eine Radtour, die ist schön...

Zur Abwechslung weckte mich nicht die Sonne, sondern ein Kälteschauer. Der Wetterbericht hatte Recht behalten! Es regnete. Und ich schaute genau zum richtigen Moment aus dem Fenster, um zu sehen, dass die Kinder gerade in den Kindergarten gebracht wurden. Wieviele Autos auf unsere Straße passen ist schon erstaunlich! Ich schoss schnell ein Foto unnd machte mich ans Wasser kochen. Ich grinste, als ich an meinem Kühlschrank vorbeiging und freute mich, als ich wenig später mein Frühstück aus diesem nahm um es aufs Bett zu stellen. 
Wieder gönnte ich mir ein Frühstücksei und während ich die Außenweilt dabei beobachtete, wie sie mit Fahrrad und Schirm durch die Gegend raste, fiel mir auf, dass ich seit gestern einen Monat in Japan war. Ich war am 22.02. angekommen und an meinem Jubiläumstag waren so viele tolle Sachen passiert, das man es kaum glauben konnte. Da wurde mein Grinsen gleich noch breiter und der Regen störte mich nicht im Geringsten. Ich nutzte die Zeit um mein Tagebuch zu schreiben und etwas aufzuräumen. Da ich noch einmal ins Iias wollte, überlegte ich schon, wann ich am Besten fahren sollte, als die Sonne plötzlich rauskam und der Regen aufhörte. Irritiert schaute ich aus dem Fenster und traute meinen Augen kaum. Das war das zweite Mal innerhalb weniger Tage, wo Regen auch innerhalb von Stunden wieder aufhörte! Verrückt. Aber umso besser für mich. Und da die Sonne so stark war trocknete die Wiese auch unglaublich schnell. 
Eine knappe Stunde später saßen schon die ersten Jungen auf der Wiese und spielten Go. (eine Art Schach nur komplizierter!) Ich hatte kurzfristig eine E-Mail an Aizawa-Sensei geschrieben, da ich in seine Sprechstunde wollte, da er aber keine freien Termine mehr zu haben schien entschloss ich mich noch einmal ins Iias zu fahren. Ich mochte die Strecke sehr, sah man doch so viel. Die Kinder der Grundschule hatten gerade Sport, als ich vorbeifuhr und wie die Kinder aus dem Kindergarten, trugen alle gleichfarbige weiße Mützen. Am iias angekommen entdeckte ich eine Bäckerei, die mir noch nie aufgefallen war und nahm mir vor, bei Gelegenheit Mal einen Kaffee dort zu trinken. 
Irrgarten
Ich ging noch einmal in den Buchladen und ließ mir in der Schreibwarenabteilung ein paar Karten zurücklegen und schlenderte weiter durchdie Passage, wo ich einen interessanten Spielplatz für Kinder entdeckte, bei dem es sogar aus Pappkartons einen Irrgarten gab. Faszinierend! Ich fand noch ein Tiergeschäft, wo ich mich sehr darauf konzentrierte, nur die Regale mit dem Hasen- und Katzenfutter anzuschauen und ansonsten meinen Blick stur auf den Boden richtete. Ich hatte erst nach Betreten des Ladens mitbekommen, dass sie auch Tiere verkauften und nicht nur Tierfutter... ich schaffte es zum Glück wieder heil aus dem Laden rauszukommen und ging in den benachbarten Gemüseladen, wo ausschießlich Gemüse aus der Präfektur angeboten wurde. Danach schlenderte ich noch einmal durch die Passage und machte mich dann auf zum Fahhrad. 
Ich fuhr langsam nach Hause zurück, wo ich mir einen Kaffee und Süßes gönnte. Ich öffnete endlich mein Nutella Glas und die Packung Baumkuchen von meinem SkyTree Ausflug und stellte in mein Blickfeld alles, was mit Ostern zu tun hatte. Ich strickte und ließ ein paar Folgen Mord ist ihr Hobby durchlaufen. Als Abendbrot gab es den Rest Nudeln mit Tomatensoße, wo ich beim Kochen eine Chinesin traf, die hier ihren Bachelor macht und seit September in Japan an der Tsukuba ist. Als ich nach unserem Ges- präch wieder ins Zimmer kam hielten zog Autos auf der Straße. Die Mütter holten ihre Kinder wieder ab. 
So schnell, wie die Autos hier hin und her fuhren konnte man gar kein Foto schießen. Zum Glück war mir eins gelungen, wo zumindest einige der parkenden Autos grad noch so zu sehen waren. Pappsatt von den Spagetti schlief ich dann beim fernsehen ein und als ich mitbekam, dass der PC noch lief klappte ich diesen zu und mummelte mich wieder in meine Decke und schlief weiter.



24.03.2016 – Ausflüge, über Ausflüge

Hach die Sonne. Wenn es nur im Zimmer zur Zeit immer so warm sein könnte, dann bräuchte ich keine Heizung! ^^ Ich ging in Gedanken meinen Plan für den Tag durch und sprang voller Elan aus dem Bett und kochte mir Wasser, für meinen Tee. Plötzlich hielt ein DHL Auto in Reichweite und ich zückte meine Kamera, um ein Beweisforo zu schießen, auch wenn es versuchte sich gekonnt hinter einem Baum zu verstecken. Erst nachdem ich meine Kamera wieder weggelegt hatte widmete ich mich meinem Frühstück. Ich glaube ein Frühstücksei wird jetzt zum Dauerrenner, bis ich es über habe. Aber meine Eieruhr funktioniert zu gut, sodass es in nächster Zeit nur daran scheitern könnte, dass mir die Eier ausgehen. 
Dieses Mal gab es einen Fruchtjoghurt – Naturjoghurt mit Banane und mein Standardfrühstück, welches gesünder und üppiger ausfällt, als in Deutschland. Aber irgendwie muss man den Toast ja komensieren. Nach dem Frühstück machte ich mich fertig und fuhr wieder ins Iias, um meine Bestellung vom Vortag abzuholen. Danach ging es in den Daiso, wo ich noch ein paar Ostersüßigkeiten und andere Kleinigkeiten holte, die bald in einem Flugzeug sitzen sollen... ;) 
Auf dem Weg zur Toilette begegenete mir dann ein sehr interessantes Schild und ich überlegte, ob das ein Zeichen zur Gleichberechtigung sein sollte...Minna no Toire bedeutet, dass diese Toilette für Jeden zugänglich ist und obwohl sie mit einem Zeichen für Rollstuhlfahrer unterlegt ist, so könnte man es auch so auslegen, dass für Transgender der erste Schritt gemacht wurde, auch wenn man darüber definitiv diskutieren kann und auch wenn ich aufgrund meines Forschungsthemas natürlich auch viel zu subjektiv durch die Welt laufe. Da im Moment eine Lotterie stattfindet, die man mitmachen konnte im Iias und für die ich in den letzten Wochen schon zig Lose bekommen hatte, ging ich nach untenn zum Lotteriestand und stellte mich glatt am falschen Stand an... Statt mir ein Rubbellos zu holen, stellte ich mich schon Mal bei den Preisen an. XD Wer braucht schon ein Los, wenn er gleich den Preis kassieren kann... 
ausgerechnet in rosa...
Der nette Mann führte mich dann persönlich zum Stand, wo ich die Rubbellose bekommen sollte, nachdem ich mich fragend umgeschaut hatte und einen Blick auf die Zettel geworfen hatte, die neben den Rubbelmünten lagen und er es so gedeutet hatte, als ob ich nicht wüsste, wo ich hin sollte... Aber ich bekam dann ein Los und ging wieder zurück, um mit eine Münze zu nehmen und mein Glück zu versuchen. Ich war erstaunt, als ich feststellte, dass ich eine Taschentücherbox gewonnen hatte, die nämlich ein normaler Preis und nicht ein Trostpreis war! Und ja, ich freue mich über kostenlose Tatü-Boxen! Heißt es doch, dass ich mir keine kaufen brauche! Meine deutschen Taschentücher hebe ich natürlich auf für den Rucksack und so. Zu Hause gibt es japanische Taschentücher, da ich ja auch gesund bin und einen niedrigeren Verbrauch habe, reichen die aus. Und da freut man sich, wenn man kostenlos Taschentücher geschenkt bekommt. ^^ Ich fuhr mit meinem Einkauf wieder nach Hause, fotografierte meine Mitbringsel und machte mich ans sortieren der Sachen und danach ans dekorieren meines Kühlschrankes, da ich im Daiso noch für die zweite Seite ein Gitter und Hänger gekauft hatte. Ich bereitete alles für kleine Päckchen vor und musste schmuzeln, als ich merkte, dass die eben angekommenen Behältnisse auch gleich wieder auf dem Weg nach Deutschland sein würden... ^^ Nachdem ich meinen Kühlschrank dekoriert hatte und auch soweit alles verstaut war packte ich erneut meinen Rucksack, dieses Mal mit Büchern. Ich wollte mich noch in ein Familienrestaurant setzen und mich bei einer Drink-Bar an den heißen Getränken laben. Die Sonne schien zwar wundervoll, aber der Wind war sehr kalt. 
so lässt sichs lernen!
Ich radelte also erst einmal in Richtung Bibo und bog dann ab in Richtung des Book Off und weiter zum Kokos, wo ich eine Portion Pommes mit Ketchup und Majo und die Drink-Bar bestellte. Da mir kalt war, waren die ersten 3 Kakao schon alle, bevor meine Pommes überhaupt den Weg zu mir gefunden hatten. Das tolle war, dass man auf richtigen Orangensaft trinken konnte, weshalb ich mich zum einen an die Heißgetränke und zum anderen an Organensaft hielt. Die Pommes schmeckten vorzüglich und als ich etwas gesättigt war widmete ich mich erst einmal meinem Tagebuch. Als ich durch Zufall mei Handy in die Hand nahm, sah ich, dass ich eine E-Mail von Aizawa-Sensei hatte, der am Freitag 14 Uhr einen Termin frei hatte- Ich sagte schnell zu und schrieb dann erst einmal noch ein paar Karten. Schließlich wollte ich am nächsten Tag auf die Post. ^^ Danach drehte ich noch eine Runde um die Getränkebar und kehrte mit einem Grüntee Latte, einem Kakao und einem O-Saft zurück. Als die Konzentration später beim Lernen nachließ genehmigte ich mir noch einige ordentliche Kaffee und Cappuccino und lernte gute 2,5 Stunden am Stück. Als ich fertig war, packte ich zusammen und ging meine Rechnung bezahlen. 
Auf meinem Rückweg schaute ich noch kurz im Book Off vorbei, wo ich noch 4 Conan Bände für 108Yen fand, die ich natürlich mitnehmen musste. Immer hin hatte ich ja beschlossen meine Bände ab 68 aufzufüllen und ihn einfach auf Japanisch weiterzulesen. Mit meinen Conan Bänden und einem vollen Kopf und Magen fuhr ich nach Hause und hielt bei einem Spielplatz an, wo ich mich auf eine Bank setzte und erst einmal inutenlang den dunkelroten und großen Vollmond betrachtete. Als mir allmählich frisch wurde, fuhr ich langsam weiter. In dem Moment wünschte ich mir eine Kamera, die die Schönheit dieses Planeten festhalten konnte. Aber leider werde ich diesen Moment nur beschreiben können, weil meine Kamera ihn nicht festgeshalten hat. 
Auf dem Heimweg hielt ich noch am 100Yen Lawson ab und kaufte noch ein. Da ich eine neue Milch brauchte hätte ich eh halten müssen und so nutzte ich gleich den Konbini für meinen Einkauf. Da ich ja jetzt einen unglaublich tollen Kühlschrank hatte konnte ich jetzt auch anders Einkaufen, ohne Angst haben zu müssen, dass bei warmen Wetter alles verdirbt. Als ich mich wieder auf mein Fahrrad schwingen wollte kamen zwei Mittelschüler auf einem Fahrrad an mir vorbeigefahren. Der Anblick war zu schön, obwohl mir der Junge leid tat, der auf dem Sitz saß und strampeln musste. Beide winkten mir zu und riefen mir etwas in Englisch und dann auf Japanisch zu. Hätte ich gewusst, dass sie beinahe das Gleichgewicht verlieren, wenn ich ihnen auf Japanisch antworte, hätte ich auf ihr „Du bist aber hübsch!“ nicht „Danke ihr Schmeichler. Strengt Euch an, dass ihr gut nach Hause kommt.“ gerufen. Ich radelte die letzten Meter nach Hause und verstaute meinen Einkauf in meinem Kühlschrank, nachdem ich sie für die Nachwelt dokumentiert hatte. XD Ich weiß, es wird anstrengend, aber ich kann nicht oft genug das Wort Kühlschrank erwähnen. ;) Ich schaute etwas fern und strickte dabei weiter. 
Als ich allmählich Hunger bekam briet ich mir meine Hähnchennuggets und Reis an und ließ den Abend mit einem Glas Wein ausklingen. Ich sollte öfter Wein trinken, wenn ich gelernt habe. Das Wiederholen der aufgeschriebenen Kanji viel mir fiel leichter, als vorher im Restaurant. Müde legte ich meine Hefter beiseite und schaute noch eine Folge „Mord ist ihr Hobby“, als ich fast einnickte und den Laptop zuklappte.

1 comment:

  1. Hallöchen! ^^
    Ich weiß ja nciht, wie es den anderen geht, aber mir gefällt es, dass deine Einträge fast alle gleich beginnen! :3 Immerhin gibt es wirklich nichts schöneres als mit Sonnenstrahlen und blauen Himmel geweckt zu werden und wenn ich sowas bei dir lese, dann freue ich mich immer auch automatich mit (vor allem wenn es vor meinem Fenster grau ist)! ^^

    Japan ist aber auch ein faszinierendes Ländchen... da müssen die Studenten bibbernd in der Bibo lernen, mit Asiatinnen um die einzig brauchbare Küche und mit Schrottsammlern um Kühlschränke kämpfen! XD So langsam glaub ich schon, dass du da was im Kleingedruckten überlesen hast! XD (Aber jetzt mal im Ernst: Wer schmeißt denn nagelneue Kühlschränke weg!?)

    Und ich bin so froh, dass mein Zeug bei dir noch vor Ostern angekommen ist! :3 (Yeah, meine Positivität hat gegen den Postkonzern gesiegt! ^___^d)

    So, dann wünsch ich dir weiterhin viel Spaß und Erfolg und halte dich in Zukunft ein wenig zurück, wenn du Halbstarken auf Fahrrädern Kontra geben willst! (Nicht, dass es in den Nachrichten heißt: Blonde Deutsche verursacht durch perfekten Gebrauch der japanischen Sprache Massenkarambolage! X'D)

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