Saturday, 12 March 2016

Was lange währt wird gut…



09.03.2016 – Nur das Genie bezwingt das Chaos

Das Wetter war Grau in Grau. Der perfekte Tag, um im Bett zu bleiben! Draußen regnete es ohne Unterlass und es fiel durch die sehr gut gedämmten Fenster auch kaum auf, dass es bei mir im Zimmer wärmer war. Der Wetterbericht sprach von 5°C Außentemperatur und ich glaubte ihm, denn mein Thermometer zeigt knappe 15°C im Zimmer an. Ich erahne das Geschehen auf der Straße, da meine Scheiben so beschlagen waren, dass nicht nur Außen die Tropfen hinunterrannen. Ich schälte mich aus dem Bett, schnappte meinen Kessel und ging nach oben, um Wasser warm zu machen. 
Frühstück
Mein Frühstück erhellte den Tag und ich ließ mir von dem Wetter nicht die Stimmung verderben, sondern schaute mir eine Folge „Mord ist ihr Hobby“ an. Es gab neben Toast wieder Müsli, einen Fruchtgelee und Obst. Nach dem Frühstück nutzte ich die Zeit, um an meinem Schal weiter zu stricken und ließ die Serie einfach weiterlaufen. Irgendwann hatte ich erst einmal genug gestrickt und ich widmete mich meinem Schreibtisch. Ich sortierte alle Dokumente und machte mir eine Liste, was ich an dem Tag noch alles erledigen wollte. Einige Briefe und E-Mails standen auf dem Plan, die ich unbedingt erledigen wollte. Und meine Anmeldung bei Amazon Student. Auch wollte ich mich unbedingt bei meinem betreuenden Professor melden, jetzt, wo meine Erkältung besser geworden war. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und widmete mich meinen Schiebern, die – durch neu hinzugekommene Dinge – wieder völlig unübersichtlich waren. Ich räumte alles von A nach B, um es später wieder von B nach A zu räumen. Als ich der Meinung war, dass es jetzt gut so war, widmete ich mich erst einmal meinen Kundenkarten, die ich in diversen Läden erhalten hatte. Doch irgendwie war der Wurm drin. Nichts wollte so richtig funktionieren und nachdem Book Off meinen Lieblingsladen bei Schritt Nummer 5 von 7 auch nach 1’ner Stunde noch nicht akzeptiert hatte, gab ich auf und schrieb einige E-Mails. Mein Professor antwortete sehr schnell und ich fühlte mich besser, jetzt, wo wir ausgemacht hatten, dass ich mich für seine Sprechstunde am Freitag eintragen würde. Danach schrieb ich eine E-Mail an die hiesige Deutschlehrerin und an eine Dozentin in Halle. Ich stöberte etwas durch Amazon und bestellte mir eine Isomatte und einen Schlafsack. 
Abendessen ;)
Danach machte ich mich daran Postkarten und Briefe zu schreiben, was länger dauerte, als ich gedacht hatte, denn es war schon dunkel geworden. Da ich nicht einkaufen gehen musste konnte ich mich also gleich meinem Abendessen widmen. Es gab Brot mit Schinken und Mayo, Gurke, Edamame und Salat. Da ich beim Abendessen die Idee hatte, meine Bücher von Rhonda Byrne auch auf Japanisch bei Amazon zu suchen, setzte ich mich wieder an den Computer und durchstöberte noch etwas Amazon.jp. Ich fand 2 der Bücher für einen sehr niedrigen Preis und bestellte sie. Anschließend widmete ich mich noch ein paar Postkarten und verzog mich ins Bett, wo ich noch etwas strickte und meine Serie weiterschaute. Es war zwar kein spektakulärer Tag, aber ich fand ihn trotzdem entspannend.

10.03.2016 – Wenn der Postbote klingelt…

…oder dich stattdessen gleich auf dem Handy anruft!

Der Regen hatte aufgehört und auch wenn sich die Farbe am Himmel noch nicht wirklich verändert hatte, reichte es doch, um einem gute Laune zu bereiten. Ich schlief bis 9 Uhr und als alle Kinder allmählich im Kindergarten angekommen waren stand ich auf und machte Wasser für meinen Schwarztee warm. 
Küchte
Gang im vierten Stock
Die Gelegenheit nutzte ich gleich einmal und schoss ein Foto der Küche und eines der Gänge eine Etage weiter oben, da diese sich wirklich häuslich eingerichtet hatten mit Regalen auf dem Gang. Zum Frühstück gab es Müsli, den Rest Brot vom Vortag und Obst. Mitten beim Frühstück rief mich auf einmal eine unbekannte Nummer an und bevor ich abheben konnte, hatte die Person auch schon wieder aufgelegt. 
Frühstück
Ich überlegte, wer meine neue Nummer alles hatte und huschte vorsichtshalber nach unten zum Briefkasten, wo ich tatsächlich eine Nachricht fand, dass meine Post nicht zustellbar war. Meine Isomatte und mein Schlafsack sollten laut Amazon schon ankommen, was ich sehr erstaunlich fand! Da auf dem Zettel vermerkt war, dass sich die Ware noch beim Zusteller befindet und das für mich keine wirkliche Aussage war, was ich nun zu tun hatte klopfte ich bei Frau Sips und fragte, ob sie schon einmal einen solchen Zettel bekommen hatte. Es stellte sich heraus, dass auch sie ein Päckchen erwartete, welches mit dem Selben Zustellservice kommen sollte. Ein Zustellservice, den ich schon immer einmal nutzen wollte, da auf dem Logo Katzendrauf sind und er auch Kuroneko, also schwarze Katze heißt. ;) Wir googelten eine Weile und verquatschten uns, als Frau Sips auffiel, dass auch sie einen Zettel im Briefkasten hatte. Schnell schalteten wir wieder das Internet an und klickten uns durch die Seite, wo wir endlich einen Link fanden, wo man sich das Päckchen erneut zustellen lassen konnte. Ich hatte versucht die Nummer zurückzurufen, doch da ging nur die Vermittlung und schließlich der Anrufbeantworter ran, den man nur nutzen sollte, wenn es wirklich wichtig ist. Wir füllten im Internet ein Formular aus und ließen und entschieden uns für eine Zustellung zwischen 14-16 Uhr. Wir hätten auch den Service von 12-14 Uhr in Anspruch nehmen können, aber da es schon 13 Uhr war, entschieden wir uns für die Zeitspanne danach. Kaum hatten wir das erledigt bekam ich eine E-Mail von Herrn Tsujinaka, der fragte, ob ich nicht heute schon vorbeikommen konnte, da er noch Papiere hätte, die unterschrieben werden müssten. Er bat mich darum ihn zurückzurufen, was ich auch gleich tat. Es stellte sich heraus, dass auch Frau Sips diese Dokumente unterschreiben sollte, weshalb ich ihr gleich Bescheid sagte und wir einen Termin 17 Uhr ausmachten. Dann hieß es weiter warten. Wir redeten noch eine Weile, bis jeder beschloss sich erst einmal fertig zu machen. In der Zwischenzeit klingelte die nächste Post, da meine „My Number“-Karte angekommen war. Eine Karte, die man überall vorzeigen kann und auf der alle Informationen gesammelt werden und die in Japan gerade der letzte Schrei ist. Ich unterschrieb und machte mich wieder auf den Weg nach oben. 
Die Post ist da!
Kurz vor 16 Uhr kam dann auch der Postbote und überbrachte uns, unsere Pakete. Im Zimmer angekommen packte ich meine Isomatte und meinen Schlafsack aus und freute mich, dass alles noch so gut funktioniert hatte. Danach zog ich mich um und 16.30 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Uni. Ich freute mich auf das Fahrradfahren, war ich die letzten Tage immer zu Fuß unterwegs gewesen. Auf dem Weg begegneten uns 2 wundervoll blühende Kirschbäume und ich beschloss sie demnächst zu fotografieren. Da wir sehr schnell unterwegs waren hielten wir noch schnell am Bankschalter, wo ich erneut überprüfte, ob mein Geld schon da war und hob vorsichtshalber die 1000Yen ab, die ich eingezahlt hatte, als ich das Konto eröffnet hatte. Danach fuhren wir zur Bibliothek, wo wir unsere Räder abstellten und machten uns auf den Weg zum Büro von Tsujinaka-Sensei. Das war einfacher gesagt, als getan, denn eine große Baustelle hinderte uns daran den kürzesten Weg zu gehen, weshalb wir durch ein anderes Gebäude hindurch unserer Intuition folgten und tatsächlich irgendwie an seinem Büro herauskamen. Wir klopften höflich und traten ein. Zum Glück hatte Frau Sips mich vorgewarnt, dass wir die Schuhe ausziehen mussten in seinem Büro, weshalb ich gleich noch einmal meine Socken kontrolliert hatte. Wir unterhielten uns eine Weile und dann gab er uns die Dokumente, die wir unterschreiben sollten. Da wir sehr viel redeten kamen wir kaum dazu unseren Tee zu trinken, wozu er uns immer wieder aufforderte. Unser Tutor würde ab April Zeit für uns haben und alles was wir bisher über ihn wissen ist sein Name: Kato-kun. Als Tsujinaka-Sensei das Gespräch für beendet hielt stand er auf und setzte sich an seinen Schreibtisch – ein Zeichen dafür, dass alles gesagt wurde und man jetzt gehen kann. Zum Glück hatte Frau Sips schon ein Gespräch hinter sich gehabt! Ich hätte glatt darauf gewartet, dass er noch etwas sagt. So wusste ich jedoch, dass dies das Zeichen war zu gehen und so machten wir uns wieder auf den Weg. Beide etwas geplättet davon, dass so viel Arbeit vor uns lag. Ich schlüpfte in meine Schuhe, die ich vor dem Büro richtig anzog und trug mich in die Sprechstunde für Freitag ein. Danach machten wir uns spontan auf in den Starbucks, wo wir einen Sakura-Latte tranken und uns etwas von dem Schock erholten. Da Anja noch eine Arbeit kontrollieren wollte, machte ich mich allein auf den Rückweg, wo ich am Ärztezimmer der Uni vorbeikam und gleich einmal die Sprechzeiten abfotografierte. Ich fuhr nach Hause und stellte mein Rad ab. Danach huschte ich schnell in mein Zimmer und packte meine Sachen fürs Baden – immer hin war Donnerstag! Mittlerweile hatte ich noch eine E-Mail von Amazon bekommen, dass eines meiner Bücher versandt wurde und auf dem Weg war. Ich schrieb einen Einkaufszettel, strickte noch etwas und machte mich danach auf ins Bad. Es war mittlerweile richtig kalt geworden und der Wind war eisig, weshalb ich mich besonders auf mein heißes Bad freute. Am Eingang hielt mich jedoch der junge Mann vom Einlass auf und sagte, ich müsse Eintritt bezahlen, worauf hin ich ihm erzählte, dass er der erste wäre, der das sagte und auf dem Zettel im Bad stehe, dass Di,Do,Sa,So kostenfrei wären, da das große Bad ja geschlossen ist. Er beharrte jedoch darauf, dass ich 180Yen bezahlte und da ich wirklich ein warmes Bad nötig hatte löste ich brav mein Ticket und machte mich auf in die Duschkabine. Ich genoss das Bad und entspannte mich in meiner kleinen Badewanne, bis ich das Gefühl hatte Schwimmhäute zu bekommen. Als ich meine Haare föhnen wollte merkte ich, dass ich den Stecker vergessen hatte, weshalb ich meine Haare einigermaßen trocken rubbelte, einen Zopf flocht und neben meiner Mütze noch eine Kapuze aufsetzte. In dem Moment war ich sehr froh, dass ich nicht weit vom Bad entfernt wohnte. Ich wuselte also schnell nach Hause, wo ich Anja traf, die ebenfalls hatte Baden wollen, aber verwirrt darüber gewesen war, dass wir 180Yen zahlen sollten. Ich föhnte schnell meine Haare, wartete eine Weile und ging noch schnell einkaufen. 
Einkauf. ^^
Ich gönnte mir – neben Edamame – eine Packung Yakult, 2 Äpfel, eine Kirschblütenlimonade, Orangensaft und als Abendessen Reis mit Hähnchenschnitzeln. Danach lief ich zurück zum Wohnheim, wo ich mich mit einem riesen Hunger meinem Abendessen widmete. 






Abendessen
Nach dem Abendessen beantwortete ich noch die überwältigende E-Mail der Deutschlehrerin, die mir unglaublich viele Angebote und Weiterbildungen für Lehrer unterbreitete. Wir vereinbarten, dass ich am Sonntag an einem Workshop für Lehrer in Tokyo teilnehmen würde. Da mich das Strickfieber gepackt hatte, strickte ich noch etwas und fiel danach erschöpft vom warmen Wasser und dem guten Essen in mein Bett, wo ich augenblicklich einschlief.


11.03.2016 – Money, Money, Money!

Frühstück
Das Wetter hatte sich nicht wirklich verändert und ich war froh, dass es trocken war. Dieses Mal erwachte ich sehr zeitig – gegen 7 Uhr! – und entschloss mich dazu erst einmal Tagebuch zu schreiben. Danach stand ich auf und machte neben Wasser auch Milch warm, da ich Appetit auf heiße Milch mit Honig hatte. Und außerdem war mein Schwarztee zur Neige gegangen und ich musste erst Neuen kaufen gehen. Nach dem Frühstück schaltete ich das Internet an und siehe da, mein Stipendium war angekommen! Ich freute mich riesig und tänzelte durch die Gegend! 

eigene Wege gehen...
Das hieß ich konnte am gleichen Tag noch meine Kaution und die Miete für April bezahlen gehen, bevor ich zu Tsujinaka-Sensei ging, denn die Miete wird auf der Post eingezahlt. Ich schrieb noch ein paar E-Mails und Nachrichte und beobachtete wie immer die Kinder, bei ihrem Spaziergang. Dadurch, dass ich jetzt auf Post fixiert war, fiel mir zum ersten Mal auf, wie das japanische Zustellsystem funktioniert. In Deutschland würde sich jeder Postbote an den Kopf greifen oder den Vogel zeigen. Hier geht es nicht nach praktischer Anwendung eines kurzen Weges mit effektiver Zustellquote, nein! Hier geht es nach den Wünschen des Kunden. Da man auch gekühlte Ware oder Supermarkteinkäufe bestellen kann wurde ich mich das erste Mal richtig bewusst, dass das Auto des Zustellers Kuroneko in 1ner Stunde 6 bis 7 Mal hier auf der Straße hielt, da immer unterschiedliche Zeiten und Leute beliefert wurden. Und auch der Tiefkühlwarenlaster hielt mehrere Male am Straßenrand und überbrachte seine Ware. Und ja, es war tatsächlich immer der gleiche Zusteller! Verrückte Welt, aber naja. Ich widmete mich meinem Überweisungsbeleg für die Miete und füllte alle notwendigen Felder aus. Gegen Mittag wurde ich müde und machte einen kleinen Mittagsschlaf, bevor ich mich auf den Weg zu Tsujunaka-Sensei und der Post machte. 
Kirschbäume
Kirschblüten
Auf dem Weg hielt ich an, um die Kirschbäume zu fotografieren, wo ich mit einem Mann ins Gespräch kam, der jeden Tag seinen Spaziergang in der Nähe machte und ebenfalls die Blüten bewunderte. Nach etlichen Fotos ging es an weiter. 

Kirschblütenmeer
Ich hielt am Geldautomaten und hob ausreichend Geld ab. Dann ging es auf die Post, wo ich eine Nummer zog und darauf wartete bedient zu werden. Es scheint tatsächlich überall ein Nummernsystem zu geben! Zum Glück warteten nur 2 Personen vor mir, weshalb ich nach 20 Minuten wieder auf der Straße stand und zu meinem Fahrrad ging. Da ich noch sehr viel Zeit hatte, machte ich noch einen kurzen Abstecher in den Buchladen. Und immer noch hatte ich massig Zeit, weshalb ich beschloss mich in der Zwischenzeit noch einigen Vokabeln zu widmen und mir etwas Warmes zu Trinken am Getränkeautomaten zu holen und in der Mensa zu warten. Ja, es gibt auch warme Getränke in den Automaten und ich entschied mich für einen Café au lait. Als die Zeit heran war ging ich zum Büro von Tsujinaka-Sensei und klopfte an. Da er am Vortag so beschäftigt gewesen war, übergab ich jetzt meine mitgebrachte Schokolade und bedankte mich höflich dafür, dass er mir in dem Jahr zur Seite steht. Danach redeten wir über mein Thema und wir stellten fest, dass ich in meinem alten Thema, in dem es nur über Homosexualität ging, besser Fuß gefasst hatte, als in meinem neuen Thema der Diversität. Er rief im Diversity Office auf dem Campus an und erkundigte sich nach einem Bekannten, der zufällig auch der Chef des Centers ist, damit ich mit ihm ein Gespräch führen konnte. Wir machten aus, dass er mich am Montag anrufen würde, um mir zu sagen, wann ich in das Diversity Center gehen könne. Danach redeten wir noch etwas über mein Thema und was ich nach der Uni für Pläne hatte. Diese sahen schon konkreter aus, als die Vorstellungen zu meinem Thema. Aber immer hin ist das Thema noch relativ neu für mich und außerdem habe ich ja 1 Jahr Zeit, um mich damit zu beschäftigen, von daher wird das schon noch. :) 
XD Was für Öffnungszeiten!
Nachdem ich trotzdem geplättet das Büro verlassen hatte und wir beschlossen hatten, dass ich ihm ein Exposé fertig mache, damit er schwarz auf weiß hat, in welche Richtung ich forschen möchte, sattelte ich mein Rad und fuhr in die Stadt. Ich wollte einen Großhandel aufsuchen, den Frau Sips mir empfohlen hatte. Ich musste immer Mal anhalten, um auf der Karte zu schauen, ob ich noch richtig war. Laut Beschreibung war ich richtig, doch irgendwie fand ich den Laden nicht. Ich fuhr noch etwas weiter und als ich merkte, dass es schon Richtung Autobahn ging, drehte ich um und fuhr zurück ins Zentrum, wo ich ebenfalls noch ein paar Wege zu erledigen hatte. 
100Y-Shop Einkauf :)
Ich wollte unbedingt eine Schüssel kaufen, in der ich ein Fußbad machen konnte. Und da ich riesigen Appetit auf Spagetti hatte, ging ich nach dem 100Y-Shop auch noch in den Supermarkt. Außerdem war ich auf der Suche nach schönen Kirschblüten-Postkarten und ging dafür in 2 Läden, die ebenfalls im gleichen Einkaufszentrum waren. (Loft und Tokyu Hands). Ich fand wonach ich suchte und noch viel mehr! 




Wocheneneinkauf. x3
Danach machte ich noch einen Abstecher in den Gemüseladen und zu Mister Donuts, wo ich mir 2 seeeehr leckere Donuts mitnahm. Vollbepackt machte ich mich auf den Heimweg. Ich stellte mein Fahrrad ab und konnte die Spagetti schon auf meiner Zunge schmecken. Im Zimmer warf ich alles von mir, machte Fotos von meinen Einkäufen und schon huschte ich nach oben und machte mich ans kochen. Die Soße war unglaublich lecker und es war ein wahres Festessen. 











Abendessen *-*
Ich genoss neben den Spagetti mit Tomatensoße und Käse noch Hähnchen mit Teriyaki-Soße und als Getränk einen Highball – Whiskey mit Soda. Und zu meinem Erstaunen hatte der sogar mal 8% Alkohol! 
Den Salat, den ich eigentlich noch essen wollte und auch die Donuts schaffte ich allerdings nicht mehr. Bevor ich mich in meine Decke kuschelte probierte ich gleich noch meine Schüsse aus und genoss ein warmes Fußbad. Im Anschluss schaute ich noch eine Folge „Mord ist ihr Hobby“ und schlief dann erschöpft vom vielen Radfahren ein.

Fußbad
P.S.: Man hat in Tsukuba nichts von dem Gedenken an Fukushima vor 5 Jahren gemerkt. In Tokyo gab es eine Demonstration, zu der Frau Sips gefahren ist, aber ansonsten war offiziell nicht wirklich viel bekannt.






12.03.2016 – Wochenend und Sonnenschein…

Die Sonne schien in mein Zimmer und es war wundervoll!!! Ich warf zig Decken, mit denen ich mich hatte zudecken müssen von mir und freute mich über das schöne Wetter. Wieder war es 7 Uhr und ich döste noch bis 8 Uhr vor mich hin, bis ich schließlich aufstand und nach meinem Tagebuch griff. Allmählich füllte sich auch der Kindergarten und als es 9 Uhr war, bereitete ich mein Frühstück vor. Ich hatte mir am Abend zuvor wieder neuen Tee gekauft und zudem auch Kakao und Zitronentee, weshalb die Entscheidung, was ich denn Trinken wollte, gar nicht so einfach war! Ich entschied mich für meinen klassischen Schwarztee und genoss neben Brot mit Schokoladenaufstrich und einem Milchgelee mit Mandarinen auch noch die Donuts vom gestrigen Abend. Es war ein Gedicht! Die Sonne schien und wärmte mich und mein Frühstück war sagenhaft lecker! Was konnte es besseres als Start in den Tag geben? Ich entschloss mich schnell einkaufen zu fahren, da ich noch einige Erledigungen auf meinem Zettel stehen hatte und sattelte mein Rad. Ich hatte in der Zwischenzeit mit Edo geschrieben und wir hatten uns ausgemacht uns am Sonntag noch einmal zu sehen, da sie am Montag wieder nach Deutschland zurückflog. Ich radelte gemütlich durch die Gegend und merkte, dass ich eine Kreuzung zu früh abgebogen war, was ja aber nicht schlimm ist, da ich an der nächsten Kreuzung einfach eine Kreuzung weiter fahren konnte. 
Wegweiser
Ich entdeckte eine Mittelschule, deren Schüler sich gerade bei dem kalten Wind auf dem Sportplatz abmühten und durch Zufall sah ich auf dem Boden wieder einen wundervollen Wegweiser, der angab, wie weit es noch bis zum Bahnhof von Tsukuba waren und wieviele Kalorien man verbrennen würde. Ich fuhr als wieder auf meine eigentliche Route und machte mich zuerst auf in den Hard Off und vergewisserte mich, dass das Notebook noch da war, auf welches ich ein Auge geworfen hatte und suchte nach einem günstigen Handtuch, da ich meine allmählich waschen musste. Ich fand auch eins und zu meinem Erstaunen sogar ein sehr gutes und hübsches von Disney, welches ich mitnahm. Nach dem Hard Off ging es erst einmal zur Bank, wo ich herausfand, dass man außerhalb der Öffnungszeiten der Hauptschalter für das Geldabheben tatsächlich Geld bezahlen musste. Ega wieviel man abhob, man musste 108Yen Gebühren bezahlen. Ich fuhr weiter zum Iias Einkaufszentrum und schlenderte durch die Gegend. Ich holte im Daiso noch einige Kleinigkeiten und beschloss wieder nach Hause zu fahren. 
Ein Land voller Gegensätze...
...und Nationalitäten
Dann fiel mir jedoch ein, dass ich Frau Sips von der Antique Bakery noch ein Brötchen mit Käse mitbringen wollte und da das auf dem Weg lag, hielt ich an und stöberte auch dort noch etwas durch den Laden, wo mir auffiel, dass sie auch gebrauchte Nintendo DS Spiele für unglaublich billige Preise verkaufen, weshalb ich auch dort gleich einmal zuschlagen musste, immer hin konnte ich so mein Lesevermögen spielerisch auffrischen. Aber damit es nicht nur Spiele sind, kaufte ich mir auch einen Kanji-Trainer, damit ich aktiv an meinen Kanji-Fähigkeiten üben konnte. Nachdem ich dann auch das Brötchen für Frau Sips geholt und noch etwas mit den Verkäuferinnen geschwatzt hatte, verstaute ich alle Sachen auf meinem Fahrrad und war über meine Tetriskünste erstaunt! Ich radelte im Sonnenschein gemütlich zurück, wurde von Polizisten und Wachleuten gegrüßt, die an Einfahrten und Übergängen standen und freute mich, dass ich in Tsukuba Fahrrad fahren konnte. Zu Hause angekommen warf ich einen Blick in den Briefkasten und freute mich, da eines meiner Bücher angekommen war, welches zwar als gebraucht ausgewiesen war, aber sogar noch eingeschweißt war. Und das für noch nicht Ma 3€. Ein richtiges Schnäppchen! 


Japanisch/Deutsch ^^
Jetzt konnte ich diese Bücher auch auf Japanisch lesen, wie toll!!! Ich packte meine Sachen aus und klopfte gleich erst einmal bei Frau Sips, um ihr das Brötchen zu übergeben. Ich hatte mit meiner idee genau ins Schwarze getroffen, denn sie war noch etwas durch den Wind von der gestrigen Demonstration, an der sie teilgenommen hatte und konnte etwas Aufmunterung gebrauchen. Da kam mein Brötchen gerade richtig! Ich kehrte nach einem langen Gespräch in mein Zimmer zurück, fotografierte meine Einkäufe und sortierte Mal wieder meine Schubladen. 


Einkauf...
...und noch mehr...
Abendessen. ^^
Da es später war, als gedacht kochte ich mir mein Abendessen – dieses Mal japanische Spagetti mit einer Fischsoße – und genoss diese bei einer Folge „Mord ist ihr Hobby“. Danach meldete ich mich schnell für das Seminar am Sonntag an und nachdem das alles geklappt hatte machte ich mich daran meinen Eintrag der letzten Tage zu verfassen, an dem ich immer noch sitze. Doch jetzt werde ich mir erst einmal noch ein paar Edamame kochen und einen Salat und einen Cocktail genießen und danach ins Bett gehen. Die Buszeiten sind auch schon herausgesucht und der Treffpunkt wurde auch schon gegoogelt.Und nach dem Hochladen geht es dann auch schon voller Vorfreude ins Bett. :)

2 comments:

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  2. Hallöchen! ^^

    Jetzt wo ich einmal drin bin, dachte ich mir, dass ich auch gleich weiterlesen kann! ^^ (Ich glaub, der Sonntag wird ab jetzt ein Risus-Blog-Lesetag werden! ^^)

    Gleich vorweg: Ganz lieben Dank für das "Küchen"Bild! Du hattest sie mir zwar schon beschrieben, allerdings hatte ich sie mir dennoch größer vorgestellt... Zum Glück gibt es Kombinis, sonst würde dieses "Küchen"Konzept wohl kaum funktionieren...

    Auch wenn es bei dir echt ein wenig kompliziert klang, so hab ich mit dem Zustellen von Amazon.jp eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht. Ich meine: Wie geil ist es, wenn man in der wünschten Lieferzeit 15°°-16°° angibt und die das auch wirklich in dieser Ziet bringen!? *.*

    Und wow... Schuhe im Büro ausziehen habe ich auch noch nie gehört! Das ist ja auch ein Ding! XD (Gut dass Frau Sips (btw: Gut dass ich Kontext-fähig bin, sonst würd ich mich jetzt noch fragen, wer Anja ist XD)dir ein paar Wie-gehe-ich-mit-dem-Prof-um-Tipps geben konnte... wäre ja sonst eine ziemliche FettnäpfchenSammlung bei rausgekommen... und ganz ehrlich: Ich wäre auch Sitzen geblieben, bis er mich rausgesschmissen hätte! XD)
    Was es nicht alles gibt!
    Genauso wie die Kalorien-Verbrennungsinfos auf der Straße. Obwohl das doch echt gut zu den Kalorienangaben in den Speißekarten im Restaurant passt. (Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber damals hab ich die in Aichi permanent gehabt...)

    Aber so ein kleines bisschen fang ich nun doch an dich zu beneiden... Erstmal wegen den wunderschönen Kirschbäumen *.* und dann natürlich auch wegen den ganzen schönen Dingen, die du immer zum Kaufen findest! (Im Ernst!? DS-Spiele für 190Yen!? ... *seufz*) Und wie schön, dass es die Bücher von Rhonda Byrne auch auf Japanisch gibt! ^^ (Da kannst du dein "Lesevermögen auffrischen" und dich motivieren lassen ^o^d)
    ... Und auch wenn du jetzt schon in Tokyo bist (und schon wieder Leute gestalkt hast XD (der Schal stand ihm aber auch echt gut)), wünsch ich dir trotzdem ganz viel Spaß in Tokyo und auf dem Seminar!
    Ich freu mich schon auf nächsten Sonntag und deinen Bericht! ^x^

    Fk
    Doitsu-chan <3

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