13.03.2016
– Und jetzt reden wir Mal Klartext!

Mein
Wecker klingelte viel zu früh! Ich drehte mich noch etwas rum und schälte mich
letztendlich doch aus dem Bett. Da es fürchterlich kalt im Zimmer war, warf ich
mir schnell meine Decke über, nahm meinen Wasserkocher und ging hinauf in die
Küche, um ihn auf den Herd zu stellen. Da ich nicht genau wusste, wann der Bus
fährt, hatte ich mir 7:15 Uhr als ungefähre Zeit gesetzt und da bekanntlich der
Bus auch Mal früher oder später kommen kann, lag ich gut in der Zeit, sodass
ich zur Not auch noch mit dem Fahrrad in die Stadt hätte fahren können. Mein
Zug von Tsukuba ging 8:24 Uhr. Neben einem Yakult und einem Schwarztee ließ ich
mir Sesambrot mit Schokoladenaufstrich und einen Pfirsich Gelee schmecken. Ich
war sehr froh darüber, dass es nicht regnete und stiefelte 7:15 Uhr zur
Haltestelle, die ja gleich um die Ecke lag.
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| Stauraum xD |
Frau Schmidt und ich hatten uns 10
Uhr am Bahnhof Yotsuya in Tokyo verabredet, da der Vortrag in der
Sophia-Universität stattfand. Als ich die Buszeiten sah, musste ich
feststellen, dass der nächste Bus zum Bahnhof erst 7:42 Uhr fuhr. Mittlerweile
war es zwar 7:20 Uhr, aber da es sinnlos war zurückzulaufen, um 10 Minuten
später wieder loszulaufen gönnte ich mir einen warmen grünen Tee aus dem
Getränkeautomaten. Japaner erfinden echt tolle Sachen! Da geht man an einen
Getränkeautomaten und bekommt eine Flasche mit warmen Getränken heraus. Die
haben sogar Suppen in Dosen, die man warm kaufen kann in solchen
Getränkeautomaten.
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| Waschmaschinen auf dem Balkon |
Ich trank meinen Tee, lief etwas durch die Gegend und schoss
ein paar Fotos von meiner Umgebung, bis ein Auto neben mir scharf bremste und
schleichend auf die andere Straßenseite auswich. Zum Glück kam kein
Gegenverkehr. Als das Auto weitergefahren und wieder auf der richtigen Spur
gelandet war sah ich dann auch den Grund für den flotten Spurenwechsel. Der
Fahrer hatte tatsächlich für einen Raben gebremst, da dieser rotzfrech auf der
Straße sitzen blieb, um etwas Essbares aufzupicken. Daraufhin kamen immer mehr
Vögel und es hatte vor allem, was die Raben anging einen leichten Hitchcock
Beigeschmack.

Mehrere Vögel machten sich über ein paar Plastikboxen her, die
sie tatsächlich aus dem Müll geholt hatten und dann durch die Gegend warfen,
weil sich noch ein paar Körner Reis darin befanden. Währenddessen ging ein Mann
mit seinem Hund Gassi und ein paar verschlafene Japaner fuhren auf ihren
Fahrrädern vorbei. Faszinierenderweise hatten diese tatsächlich teilweise ihre
Augen geschlossen. Mir fielen beim umherschauen ein paar interessante
Baukonstruktionen auf, die ich gleich festhalten musste. Und damit es nicht nur
ein Märchen bleibt, schoss ich auch gleich noch ein Foto von Balkonen, auf
denen die Waschmaschine tatsächlich auf dem Balkon steht. Ich habe nur ein paar
Balkone fotografiert, aber in dem Wohnhaus stand auf den meisten Balkonen eine
Waschmaschine.
Pünktlich 7:42 Uhr kam
dann auch wirklich der Bus und ich stieg ein. Als der Bus losfuhr und vor sich
hinschaukelte fielen mir allmählich wieder die Augen zu und ich beschäftigte
mich schon einmal mein Geld für den Busfahrer herauszusuchen. Am Bahnhof
angekommen ging es hinunter in die Bahnstation, wo es erst einmal hieß: Pasmo
aufladen! Nachdem auch das erledigt war, lief ich durch die Fahrkartensperre
und setzte mich in die nächste Bahn und kam sogar eher in Tokyo an, als
gedacht. Während der Fahrt konnte ich eine Familie beobachten, deren Kinder
erst fröhlich durch die Bahn sprangen, als diese noch stand und allmählich von
der Müdigkeit gepackt wurden, als die Bahn losfuhr. Da die Kinder immer noch
Hunger hatten gab es für jeden der Beiden ein Anpan – ein mit rotem Bohnenmus
gefüllten Küchlein – und während der große Bruder versuchte sich das Anpan ganz
in den Mund zu stecken aß der Kleinere Stück für Stück und wurde dabei immer
müder, bis er schließlich beim Kauen immer Mal wieder kurz einschlief. Sein
Bruder wollte ihm zwar etwas sagen, was aber mit einem ganzen Anpan im Mund
wahrlich schwer fiel. So hielt ich mich davon ab selbst die ganze Strecke zu
schlafen und kam wach in Akihabara an, wo ich in die Sobu-Linie umstieg und nach
Yotsuya fuhr. In Tokyo schien sogar die Sonne, was mich sehr freute. Ick kam,
typisch Deutsch, viel zu pünktlich in Yotsuya an und machte noch einen
Abstecher in den nahegelegenen Conbini, wo ich mir noch etwas zum Frühstück
kaufte, weil ich schon wieder Hunger hatte.
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| Links: Salaryman mit Harry Potter Schal! XD |
Wartend mümmelte ich meine
Sandwich-Scheiben und trank noch einen warmen Café au lait und beobachtete
meine Umgebung, wo mir ein junger Mann in Anzug auffiel, der sehr gekonnt und
auffällig einen Slytherin Schal umgebunden hatte, sodass von allen Seiten das
Logo des Hauses aus Harry Potter zu sehen war. Ich wollte ihn eigentlich
fragen, ob ich davon ein Foto machen könnte, da mir das aber zu peinlich war
machte ich erst ein paar Fotos vom Bahnhofseingang und dann ganz fix eines von
ihm mit seinem Schal. Frau Schmidt war ebenfalls überpünktlich, weshalb wir
sogar noch rechtzeitig zur Eröffnung der Veranstaltung kamen. Wir liefen zur
Sophia und ich bestaunte ein paar alte Bäume, die in ein paar Wochen voller
Kirschblüten sein würden.
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| Kirche der Sophia-Universität |
An der Anmeldung angekommen stellte sich heraus, dass
man für diese Veranstaltung Geld bezahlen musste. In dem Betrag enthalten war
auch gleich eine Jahresmitgliedschaft und Informationsmaterial der Gesellschaft
für Lehrer von Fremdsprachen. Da ich kein Geld einstecken hatte machte ich mich
schnell nach unten in den nächsten Konbini und hob etwas Geld ab, sodass ich
den Eintritt zahlen konnte. Ich entschuldigte mich zig Mal bei den Damen von
der Anmeldung und wollte schon meine Unterschrift auf das Anmeldeformular setzen,
als auffiel, dass mein Name fehlte, weshalb ich ungefähr 5 Minuten von A nach B
geschoben wurde, weil jeder dachte, ich gehöre in eine andere Kategorie
Besucher. Es gab Mitglieder, neue Mitglieder (wie ich) und es gab
Interessenten, die sich nur diese eine Veranstaltung anschauen wollten, die
ebenfalls einen anderen Betrag zahlen mussten. Endlich wurde jedoch beschossen,
wo ich mich einzutragen hatte und ich konnte unterschreiben. Frau Schmidt
setzte sich neben einen österreichischen Kollegen, der zur Zeit an der Sophia
unterrichtete. Wir begrüßten uns und dann ging es auch schon los. Zuerst einmal
stellten sich alle Personen vor, die wichtig waren und deren Vorträgen wir
später noch lauschen würden. Und dann startete der erste Redner, der sein Buch
vorstellte, welches er über das Thema der Mehrsprachigkeit Weltweit geschrieben
hatte. Er hatte eine sehr spannende und packende Vortragsweise und er erzählte
so interessant, dass man ihm zuhören musste.
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| Mittagessen beim Inder |
Bis 12.20 Uhr hielt er seinen
Vortrag und dann hieß es Mittagspause! Alle stürmten aus dem Raum, um sich in
eines der Restaurants zu begeben, die man auf einer extra dafür ausgegebenen
Karte sehen konnte. Wir gingen zu einem Inder, um die Ecke und genossen ein
herrliches Curry mit Brot, Reis, einem Salat, einem Mango Pudding und einem
Mango Lassi als Getränk. Und das für nur 1000Yen! Ein richtiges Schnäppchen,
dafür, dass man eigentlich 2 Mal davon hätte essen können. Herr Constantinescu,
der österreichische Dozent an der Sophia Universität leistete uns dabei Gesellschaft
und wir unterhielten uns über den Vortrag und landeten sofort in politischen
Themen des Bildungssystems in Japan. Das Curry schmeckte trotz der schweren
Themen immer noch sehr gut und nachdem wir alle schnell aufgegessen hatten
mussten wir auch schon wieder zurück in die Uni, da 13.15 Uhr der nächste
Vortrag über den Umgang Tokyos mit den olympischen Spielen und
Umfrageergebnissen zu Angeboten von diversen Sprachkursen für Olympia 2020.
Dieser Mann raste durch seinen Vortrag und behielt die Hälfte seines Wissens
und seiner Gedanken für sich, weshalb es teilweise trotz ausgegebener Folien
nicht leicht war seinen Gedankengängen zu folgen. Danach gab es eine kurze
Pause und man konnte sich für verschiedene Gruppen eintragen. Von der
Grundschule bis zur Uni konnte man sich danach verschiedene Vorträge über den
Fremdsprachenunterricht anhören. Ich blieb mit Frau Schmidt bei der Uni-Gruppe
sitzen und wir lauschten einigen interessanten Vorträgen, die über den Umgang
und die verschiedenen Möglichkeiten des Fremdsprachenunterrichts in
verschiedenen Universitäten handelten. Danach gab es zu meiner Überraschung
eine sehr spannende Diskussion, bei der die japanischen Dozenten sogar Tacheles
geredet und kritisch ihre Meinung kundgetan hatten! Zum Schluss gab es noch
eine Zusammenfassung aller Gruppen, sodass man wusste, was auch in den anderen
Stufen besprochen wurde und dann war es auch schon 17.30 Uhr.

Wir gingen zurück
zur Station und ich fuhr zurück nach Akihabara, da ich mich dort mit Edo
treffen wollte, die ich in der Woche zuvor ja nur kurz gesehen hatte. Wir
gingen noch einmal kurz in den Animate, wo wir an einer Kreuzung beobachten
konnten, wie ein Mitarbeiter eines Ladens versuchte einen riesigen Werbebanner
von einer Wand abzumachen und dabei akrobatische Kunststücke vollführte, um den
Banner aus Stoff abzubekommen. Wir setzten uns danach in ein Ramen-Restaurant
und bestellten Ramen, in dem wir an einem Automaten eine Karte zogen und uns
wieder an unseren Platz begaben, bevor der Kellner den Zettel einkassierte und
uns wenig später die bestellte Portion Ramen brachte.

Die Ramen waren
unglaublich lecker und unsere Unterhaltung wirklich lustig. Nachdem wir uns
verquatscht hatten und alle allmählich nach Hause wollten, verließen wir das
Restaurant und liefen Richtung Bahnhof, wo wir eigentlich Purikura machen
wollten. (Mini-Fotos mit verrücktem Hintergrund, etc.) Da kamen wir dann jedoch
an einem Themen-Café, welches zu verschiedenen Spielen gestaltet war. Wir
beschlossen als Abschluss hineinzuschauen und nachdem Edo und ihre Freunde sich
etwas zu trinken gekauft hatten, setzten wir uns kurz hin und verschnauften
noch etwas, bevor es weiter Richtung Bahnhof ging.
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| Themencafé NITRO |
Einen Purikura-Automaten
fanden wir zwar leider nicht, aber dafür machten wir schnell ein Selfie von uns
allen und dann machte ich mich auf den Heimweg. Ich bekam sofort einen Zug nach
Tsukuba und dieses Mal nickte ich immer wieder während der Fahrt ein. In
Tsukuba angekommen ging ich zum Bus und reihte mich brav in die wartende
Schlange ein. Noch wusste ich zwar nicht, wie wir alle in einen Bus passen
sollten, da eine große Gruppe Jungen scheinbar von zu Hause oder vom Einkaufen
in Tokyo kam und alle ihre riesigen Koffer mit hatten. Aber als der Bus endlich
kam passten wir tatsächlich alle hinein. Da es der Bus war, der rechts herum
fuhr, überlegte ich mir, dass ich nicht die große Runde fahren wollte, sondern
an der anderen Oikoshi-Haltestelle aussteigen und den Rest nach Hause laufen
würde. Hauptsache ich war in der Nähe des Wohnheims, bei den vielen Leuten, die
in dem Bus waren. Bis zu der Haltestelle stieg jedoch niemand aus, weshalb ich
kletternd und springend meinen Weg bis zum Busfahrer hinter mich brachte, wo
sich zum einen die Jungen entschuldigten und mich zum anderen anfeuerten.
Endlich hatte ich es geschafft und war wieder an der frischen Luft. Die
Haltestelle befand sich tatsächlich in der Nähe des Wohnheims, weshalb ich
wenig später zu Hause ankam und es noch nicht einmal schaffte noch einen Tee zu
trinken, so müde war ich. Ich fotografierte meinen Einkauf und fiel ins Bett.
14.03.2016
– Regentropfen, die an mein Fenster klopfen…
…
obwohl pochen wahrscheinlich die bessere Bezeichnung wäre!

Ein
Tag, um im Bett liegen zu bleiben! Es regnete und regnete und regnete und (…
dies kann beliebig fortgeführt werden…). Ich schlief aus und machte mir Wasser
warm, damit ich frühstücken konnte. Es war zwar hell draußen, aber es regnete
in Strömen! Das änderte sich auch nicht, als das Wasser warm war. Und da die
Heizzeiten abgestellt wurden, weil es ja März und damit warm genug ist,
kuschelte ich mich nach Betreten des Zimmers sofort wieder ins Bett! Da es
richtig frisch geworden war und mein Thermometer das frisch bzw. kalt mit
knappen 8°C IM Zimmer unterstrich, zog ich mir gleich noch eine dritte Jacke an
und deckte mich zu. Ich genoss meinen Gelee, mein Müsli, einen Apfel und mein
Brot und versuchte die Schemen der Außenwelt zu erkennen, da meine Scheiben so
beschlagen waren, dass man von Innen nichts erkennen konnte außer
verschwommenen Umrissen. Ich hatte mir vorgenommen an dem Tag noch in die
Bibliothek zu fahren und nach Lernbüchern für Japanisch zu schauen. Erst einmal
setzte ich mich nach dem Frühstück hin und schaute meine Unterlagen vom Tag
zuvor noch einmal durch. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aufzuwaschen,
aber ich schaute dann doch lieber ein paar Folgen „Mord ist ihr Hobby“ und
schrieb nebenbei meinen kleinen Einkaufszettel, auf dem gaaanz oben ein
Regenponcho stand, da am heutigen Abend ein Treffen bei Aizawa-Sensei
stattfinden sollte, welches im Semester wöchentlich stattfindet und für
deutsche Austauschstudenten und Japaner oder Koreaner, die Deutsch lernen
ausgelegt ist. Dieses Mal sollte es ein Sondertreffen geben, welches in einem
chinesischen Restaurant, in der Nähe der Uni stattfand. Und um da hinzukommen
benötigte ich definitiv einen Regenponcho, da ich mit dem Fahrrad fahren würde. Da die zweite Periode des Bettwäsche-Tauschens anstand zog ich noch mein Bett
ab, schnappte mir meine Einkaufsliste und machte mich auf den Weg. Beim
Verlassen begegnete ich einem Mitarbeiter der Wohnheimleitung und fragte ihn
wegen der restlichen Unterlagen, die ich noch hatte.

Wir vereinbarten einen
Termin und nachdem er sich verabschiedet hatte warf ich einen Blick in den
Briefkasten, wo mein zweites bestelltes Buch von Rhonda Byrne auf Japanisch
angekommen war. Ich verstaute es sicher in meinem Beutel und ging erst einmal
meine Bettwäsche tauschen. Auf den weißen Laken fanden sich dann auch noch 2
Kekse, weil mich die Frau so sympathisch fand. Mir fiel ein, dass ja der 14.03.
war, also White Day. Für alle, die noch nie etwas vom White-Day gehört haben:
White Day ist das japanische Äquivalent zum Valentinstag, wo die Herren der
Schöpfung an der Reihe sind und ebenfalls Schokolade an diejenigen verschenken,
die sie mögen. Und außerdem war Asus Geburtstag: Auch hier wünsche ich Dir
einen wundervollen Ehrentag, mit ganz vielen unvergesslichen und schönen
Momenten! :*

Ich
ging weiter zum Konbini, wo ich auch Kerzen und ein Feuerzeug holte, damit ich
es mir etwas wärmer machen konnte. Daneben schnappte ich mir eine Packung
Rosinenbrötchen und Nudeln mit Tomatensoße, welche zwar als Gratin vorgesehen
waren, die sich aber leicht umfunktionieren ließen, da ich ja noch keinen Ofen
hatte. Und was natürlich nicht vergessen werden durfte war der Regenponcho,
nachdem ich zwar fragen musste, ihn aber letztlich doch noch fand. Mittlerweile
war es Nachmittag geworden und als ich zu Hause ankam zog ich mir zig Schichten
an, damit ich warm angezogen war und ging zum Fahrrad. Dort angekommen zwängte
ich mich und meinen Rucksack in den Poncho, verknotete ihn irgendwie damit er
hielt und fuhr in die Uni. Nicht modisch, aber immer hin blieb ich dadurch zum
Großteil trocken.
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| Fahrrad in Regenausrüstung |
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| Risu in Regenausrüstung |
In der Uni angekommen suchte ich mir einen trockenen
Unterstellplatz, zog meinen Poncho wieder aus, nahm meinen Regenschirm, den ich
zwischen den Rahmen meines Fahrrads geklemmt hatte (eine Technik, die ich mir
von den Japanern abgeschaut hat) und ging in die Bibo. Vor der Eingangsschranke
setzte ich meinen Rucksack ab und suchte nach meinem Studentenausweis. Da fiel
mir auf, dass ich mein Portmonee vergessen hatte. Das hieß leider, dass ich
noch einmal ins Wohnheim zurückmusste, da ich sonst nicht in die Bibo konnte
und ich auch kein Geld für das Baumkuchen-Treffen dabei hatte. Ich zog meinem
Schirm aus einem der überfüllten Schirmständer und ging wieder zu meinem
Fahrrad, wo ich die ganze Ankleideprozedur wiederholte und wieder ins Wohnheim
fuhr.
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| Verrückte, die ihr Fahrrad waschen lassen auf dem campus. xD |
Da mir frisch war und meine Hose und meine Schuhe nass waren zog ich mich
erst einmal um und kochte Wasser, für einen Tee. Es hätte sich nicht mehr
gelohnt in die Bibo zu fahren, weshalb ich noch etwas wartete, bis ich wieder
losfuhr und in der Zwischenzeit meine Hose und meine Leggins föhnte, damit sie
noch trocken wurden. Als es Zeit war zog ich mich wieder an, warf mich wieder
in meine Regenmontur und fuhr in die Uni, wo ich zu Aizawa-Senseis Büro ging
und wir und wenig später gemeinsam zum Restaurant aufmachten. Da es regnete
durften ein Masterstudent aus Korea – Chung – und ich sogar in Aizawa-Senseis
Auto mitfahren. Überraschenderweise waren fast nur Deutsche anwesend. Neben
Aizawa-Sensei war noch eine Japanerin anwesend und Chung, der Rest waren
Deutsche. Wir waren 2 Deutsche aus Halle, der Rest kam aus Berlin von der FU.
Wir unterhielten uns, zu meiner Überraschung fast nur auf Deutsch. Nach einer
Vorstellungsrunde ging es dann an die Bestellung. Leider muss ich gestehen,
dass ich vor lauter Gesprächen und dem unterschiedlich ankommenden Essen keine
Fotos von dem leckeren Salat mit Garnelen, Reis mit Ei und Meeresfrüchten,
Fleischbällen aus Hähnchen (welche eine Spezialität des Hauses waren) und
vielen anderen Leckereien gemacht hatte. Ich kann aber sagen, dass es sehr
lecker war und ich mich schon auf den nächsten Besuch freue. :) Dazu gab es
Tee, der – wie immer in Japan – nicht bezahlt werden musste, sondern zum
Service gehörte. Meistens handelt sich entweder um Wasser, oder Olongtee. Wir
unterhielten uns über das Leben in Tsukuba, den Japanisch-Unterricht und
weitere Programme, wo ich auch gleich für ein Seminar im August einen
Praktikumsplatz bekommen habe. ;) Von den FU-Studentinnen kam dann sogar noch
das Angebot, dass wir für unsere Zimmer im Wohnheim sogar einen Heizer für
500Yen abkaufen konnten.
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| Heizzeit ;) |
Und Aizawa-Sensei steuerte noch einen weiteren Heizer
bei, den wir uns für die Zeit hier ausleihen konnten. Das bedeutete, dass wir
in unseren Zimmern nicht mehr so sehr frieren mussten. *-* Nachdem wir noch
einen Nachtisch bestellt hatten – frittierte Teigbällchen mit schwarzer
Sesamfüllung und hellem Sesam als Mantel. Sehr heiß, aber unglaublich lecker! Da
am Dienstag eine weitere Studentin aus Bayreuth ankam, die noch niemanden
hatte, der sie abholen konnte, wurden wir gefragt, ob wir sie am nächsten Tag
abholen konnten. Wir stimmten zu und trugen uns die Zeit in den Planer ein. Aizawa-Sensei
nahm mich noch mit in die Uni, wo er mir seinen Heizer überreichte und dann
ging es auf nach Hause, wo der Heizer von Aizawa-Sensei schnell untergestellt
wurde und dann der zweite Heizer von den FU-Studenten abgeholt wurde. Da wir
uns in den Preis reingeteilt hatten, habe ich nur 250Yen für einen Heizer
bezahlt. Zum Glück hatte ich den kleinen Rollschrank mitgenommen, da die Schnur
des Heizers sehr kurz war und ich ihn ohne den Rollschrank nicht hätte heizen
können.

Die Wärme war umwerfend und freudestrahlend tänzelte ich die Treppe
hinauf, um mir Wasser warm zu machen. Es hatte den ganzen Tag geregnet und es
war kalt und jetzt hatte ich einen Heizer und konnte mein Zimmer zumindest bis
auf 15°C aufwärmen, was sich schon anfühlte, wie der pure Sommer, nachdem man
den ganzen Tag maximal 10°C im Zimmer hatte. Bei der Rückkehr hatte ich im
Briefkasten noch meinen Atlas von Tokyo vorgefunden, den ich jetzt bei Wärme
und Tee durchblättern konnte. Ich hing meine nassen Sachen auf, die jetzt viel
besser trocknen konnten. Auch meine Schuhe stopfte ich mit Zeitungspapier aus
und stellte sie in den Wärmepegel der Heizung. Ich schaute noch eine Folge
„Mord ist ihr Hobby“ und dann schaltete ich den Heizer aus und ging schlafen.
15.03.2016
– Nach dem Regen kommt die Sonne

Ich
lag im Bett und wurde schon zeitig von den ersten warmen Sonnenstrahlen
geweckt. Schlagartig sprang ich aus dem Bett, schnappte meine Schuhe, meine
Handschuhe und stellte sie so auf das Fensterbrett und den Bettrahmen, sodass
diese gut in der warmen Sonne trocknen konnten. Auch meine Hosen hing ich auf
einen Kleiderbügel und ließ diese in der Sonne baumeln. Danach legte ich mich
wieder hin und genoss die Wärme der Sonne. Gegen 9 Uhr stand ich dann auf und
machte Wasser warm. Da so schönes Wetter war gönnte ich mir einen Kakao.
Aufgrund des Regens waren die Kinder am Tag zuvor nicht spazieren gegangen, was
sie jetzt aufgeregt nachholen. Die Erzieherinnen hatten alle Hände voll zu tun
die umherschwirrenden Kinder in eine Reihe zu kriegen, damit der Spaziergang
losgehen konnte.

Die Sonne schien zwar, aber trotzdem waren es noch nicht
einmal 15°C draußen und trotzdem liefen die Kinder mit Strumpfhose und Pullover
los. Nach dem Spaziergang, ging es für die meisten auf den Rasen vor dem
Wohnheim, wo sie sich austoben konnten. Eigentlich hätten wir losgemusst, um
die Studentin vom Bahnhof abzuholen, doch da diese ihren Flug verpasst hatte
verzögerte sich ihre Ankunft um einen Tag. Ich entschloss mich das warme Wetter
zu nutzen und Wäsche zu waschen! Die nächsten Tage sollte es trocken und
relativ sonnig bleiben, weshalb es sich wirklich lohnen würde.
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| Spielzeit |
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| Waschzeit |
Ich bekam
Waschpulver geliehen, nutzte meinen Duftzusatz, den ich gekauft hatte und dann
ging es los. Geld rein, Desinfektionsknopf drücken, kurz warten, bis das Wasser
einlief und dann alles ganz schnell ind Wasser werfen, Waschpulver und Zusatz
hinein und dann hieß es warten… Mir fiel ein Handtuch ein, welches ich
vergessen hatte, was aber kein Problem war. Man kann bei diesen Maschinen den
Deckel öffnen und Wäsche hinzugeben, ohne dass der Waschvorgang angehalten
werden muss. Die Maschine schüttelte die Wäsche bei kaltem Wasser durch,
weshalb ich etwas nachhalf und meine Ärmel hochrempelte, um die Wäsche im
Wasser noch etwas durcheinander zu bringen. Als mir aber fast die Hände
abstarben vor kaltem Wasser ging ich diese erst einmal aufwärmen und setzte
mich in die Wärme. Ich nutzte die Gelegenheit und wusch erst einmal mein
Geschirr ab, da das Wasser im Wasserkocher noch warm war. Genau nach 38 Minuten
war die Maschine fertig und ich überlegte, wie ich am besten mein Zimmer in
eine Wäschekammer umfunktionieren konnte. Da die Maschine sehr voll war, hatte
ich jedoch nicht genügend Kleiderbügel und Leine, sodass ich erst einmal das
Wichtigste auf hängte und mich anschließend auf mein Fahrrad schwang um
einzukaufen. Um alles aufzuhängen benötigte ich noch Haken für die Wand, eine
Wäscheleine, für die Socken noch extra Aufhänger und weitere Kleiderbügel.
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| Wascheinkauf |
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| Hard Off Einkauf |
Ich
holte mir noch einen Sattelschutz für den Regen, damit ich mich nicht auf einen
nassen Sattel setzen musste, sollte ich mein Fahrrad mal nicht geschützt
unterstellen können. Danach ging es noch auf die Bank, wo ich das restliche
Geld abhob, welches ich noch hatte und ging in den Hard Off, wo ich noch ein
Handtuch holen wollte, damit ich von ähnlichen Farben Handtücher hatte, die ich
miteinander waschen konnte. Zudem gab es ein Regal aus Stoff, welches man
aufklappen konnte und statt Türen einfach Reißverschlüsse hatte. Da ich noch
einige Stauraummöglichkeiten gebrauchen konnte nahm ich eines mit und schaute
dann erst einmal zu den Computern, da mein Skype mittlerweile immer langsamer
arbeitete. Ich fand einen Computer für umgerechnet 170€ von Lenovo, der Ende
letzten Jahres herausgekommen war und Windows 10 als Betriebssystem hatte. Ich
stand gefühlte Jahre vor dem Computer und überlegte, ob ich ihn mitnehmen
sollte, da ich dann wüsste, dass alles auf
dem neuesten Stand war und auch alles funktionierte.
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| Supermarkteinkauf. ^^ |
Nach langem Beraten nahm
ich ihn schließlich mit und fuhr noch schnell in den Supermarkt, wo sogar mein
Müsli im Angebot war. Danach ging es wieder nach Hause, da ich ja meine Wäsche
aufhängen musste und später noch ins Bad wollte. Ich hing die Wäsche auf,
schnappte mir meine Badesachen und ging ins Bad, wo mir der Mitarbeiter leider
verkündete, dass er einen Fehler gemacht hatte und jeder Besuch 180Yen kostete,
auch wenn das große Becken geschlossen war. Da ich kein Geld einstecken hatte ging
es zurück zum Wohnheim. Die Fahrradtour hatte mich hungrig gemacht, weshalb ich
mir wieder einmal Spagetti kochte und diese mit einem Salat und einer Folge
„Mord ist ihr Hobby“ genoss.
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| Wäsche. ^^ |
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| Abendessen |
Ich schaltete meinen Heizer an und hoffte, dass
dadurch meine Wäsche schneller trocknen würde. Ich hatte zwar bestimmt 15°C in
meinem Zimmer, aber auch eine Luftfeuchtigkeit, die so hoch war, dass ich damit
rechnete, das es in meinem Zimmer anfangen würde zu regnen. Ich rückte etwas
näher an den Heizer und als ich schläfrig wurde schaltete ich ihn aus und ging
ins Bett, wo ich noch ein paar Nachrichten verschickte und dann einschlief.
16.03.2016
– Untypisch Japanisch…

Die
Sonne schien wieder ins Zimmer und ich bereute, dass ich aus dem 100Y-Shop
keinen Duschabzieher mitgenommen hatte. Ich öffnete gleich erst einmal das
Fenster, damit die Feuchtigkeit zumindest etwas verschwinden konnte. Es regnete
zwar draußen nicht, aber Innen an meiner Scheibe floss das Wasser in Strömen
hinab. Zum Glück half die frische Luft und die Sonne, um mein Fenster schnell
zu trocknen, sodass ich meine Außenwelt erkennen konnte. Ich stand auf und
kochte Wasser, wo ich gleich Mal nach der Wäsche schaute, die ich mit der
Rollstange in den Gang gestellt hatte, damit ich mehr Platz im Zimmer hatte. Zum
Frühstück gab es Rosinenbrötchen mit Schokolade und Toast mit
Blaubeermarmelade. Dazu wie jeden Morgen etwas Obst und einen Joghurt.
 |
| Kinderhaufen |
Danach
schnappte ich mir meine Handtücher und ging erst einmal duschen. Das warme
Wasser tat richtig gut, nur war es im Vorraum leider so kalt, dass man fast
erfror, als man die Tür der Duschkabine öffnete. Nachdem ich mich aus meiner
Schickstarre erholt hatte, beeilte ich mich, sodass ich schnell wieder in mein
warmes Zimmer huschen konnte. Die Sonne, die ins Zimmer schien half schon sehr
dabei meine Wäsche zu trocknen und mich aufzuwärmen. Ich setzte mich noch etwas
auf mein Bett und beobachtete, wie die Kinder spazieren gingen. Für 11.30 Uhr
hatten wir uns verabredet, damit wir die Studentin aus Bayreuth pünktlich
abholen konnten. Da wir mit dem Bus zur Uni fahren mussten ließen wir unsere
Räder im Wohnheim und nutzten das schöne Wetter um langsam zum Bahnhof zu
spazieren. Wir machten an einem Teich halt und beobachteten ein paar Enten und
Kois.
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| Koihaufen |
Nach wenigen Minuten wurden aus ein paar Kois eine ganze Horde, die
gierig ihre Mäuler aus dem Wasser streckten. Kurz vor dem Bahnhof beobachteten
wir gespannt, wie sich 2 Japaner angingen, da einer den anderen mit dem Auto
geschnitten zu haben schien. Sonst war jedoch nichts passiert, was die
Auseinandersetzung irgendwie überflüssig machte. Da wir eh auf das Grün der
Fußgängerampel warten mussten, beobachteten wir weiter das Schauspiel, welches
man nicht oft in Japan beobachten konnte. Die beiden Protagonisten trugen ihren
Streit passenderweise genau vor einer Polizeistation aus, weshalb sofort ein
paar Beamte da waren, die die Streithähne voneinander trennten und versuchten
die Situation zu schlichten. Als jedoch der aggressivere der Beiden schon zu
uns schaute, weil wir zu intensiv gestarrt hatten, nahmen wir die nächste
Grünphase war und gingen weiter. Wir waren viel zu früh am Bahnhof, weshalb ich
noch Zeit hatte schnell in den Supermarkt zu huschen, um mir eine japanische
Spülung und Shampoo zu holen, da meine Haare mit dem Wasser nicht wirklich klar
kamen und ich das Gefühl hatte Stroh auf dem Kopf zu haben. Vielleicht half da
ja doch japanische Haarwäsche bzw. eine Spülung, da die ja direkt auf das
chlorhaltige Wasser ausgelegt waren. Susanne kam pünktlich an und gemeinsam machten
wir uns auf in die Uni, wo wir ihr Informationsmaterial und Unterlagen abholen
wollten.

Leider kamen wir genau in der Mittagspause an, weshalb wir es uns in
der Mensa gemütlich machten und Mittag aßen. Bei mir gab es Curry, auf welches
ich mich schon riesig gefreut hatte. Da Susanne eigentlich eher in Tsukuba
hätte ankommen sollen hatte man mittlerweile ihr Zimmer weitervermietet,
weshalb wir als nächstes zur Wohnheims Leitung mussten, um nachzufragen, wo sie
denn jetzt wohnen würde. Auf dem Weg dorthin trafen wir ihre Kommilitonin aus
Bayreuth, die ebenfalls ein Auslandssemester in Tsukuba verbringen würde. Beide
studierten Sportwissenschaften und Wirtschaft und konnten deshalb kein
Japanisch, weshalb wir einsprangen, wenn das Englisch nicht ausreichte. Susanne
erfuhr, dass sie bei uns im Wohnheim mit unterkommen würde, wo wir dann erst
einmal ihre Sachen hinbrachten und dann mussten wir auch schon wieder los, da
wir nach Tokyo zu einem Vortrag über Diversität und Krisenmanagement bei
Katastrophensituationen in das Deutsche Institut für Japanforschung wollten,
welches sich in der Nähe der Sophia-Universität befand. Wir fuhren schnell mit
dem Fahrrad in die Stadt und stellten es beim Seibu-Store ab, wo wir es sogar
kostenlos stehen lassen konnten. Schnell liefen wir zurück zum Bahnhof, luden
unsere Karten auf und sprangen in den nächsten Zug nach Tokyo. Ich beobachtete,
wie allmählich wieder alle Japaner einschliefen und erspähte aus der Bahn den
Tsukuba-san und wurde ebenfalls schläfrig. Ich nutzte die Pause, um mich etwas
auszuruhen, da der Tag bisher schon ziemlich anstrengend gewesen war. In
Akihabara angekommen stiegen wir um und fuhren weiter nach Yotsuya, wo wir uns
zur Stärkung noch einen Kaffee gönnten, bevor es ins DIJ ging. Wir fanden die
richtige Etage, standen jedoch vor verschlossener Tür. Typisch Deutsch waren
wir zu früh am Ort des Geschehens angekommen und warteten, bis man uns öffnete
und wir uns hinsetzten und Zeitung lasen. 18.20Uhr setzten wir uns dann in den
Konferenzraum, wo die Vortragende Professorin aus der Tokioter Universität
schon alles vorbereitete. Wir waren eine relativ kleine Gruppe, weshalb es ein
sehr familiäres Gefühl war und wir uns gleich alle beim Vornamen nannten. Erst
einmal gab es eine kleine Vorstellungsrunde und dann ging es auch schon ins
Thema. Der Vortrag war sehr spannend und da er zur Abwechslung Mal auf Englisch
war, sehr entspannend. Danach gab es eine kleine Diskussionsrunde, in der sich
herausstellte, dass wir alle ähnliche Meinungen zu dem Thema hatten.

Nach dem
Vortrag beschlossen wir noch Essen zu gehen, da unsere Mägen knurrten. Wir
fanden ein kleines Curry Restaurant, in dem es sogar Katsu-Curry gab, welches
wir schon seit Wochen suchten, damit wir es für Frau Terne essen konnten. Ich
bestellte demnach zum zweiten Mal an diesem Tag Curry und ließ es mir
schmecken. Neben Wasser bekam ich ein Glas Asahi Bier eingeschenkt, welches ich
auch trank, da wir auf den Tag anstoßen wollten. Es war zwar nicht so schlimm,
aber ich glaube ich bleibe doch lieber bei Cocktails und Wein. ^^‘‘‘ Da die
Bedienung von uns sehr angetan war bekamen wir gleich einen Gutschein mit und
unterhielten uns noch etwas mit ihr, bis wir merkten, dass wir uns allmählich
auf den Heimweg machen sollten. Wir gingen zum Bahnhof und fuhren zurück nach
Akihabara. Es war deutlich, dass es schon spät am Abend war und die Leute von
ihren Ausflügen mit den Kollegen und Chefs allmählich zurückkehrten. Ein
Fahrgast, der an der Tür stand schlief immer wieder ein und verlor das
Gleichgewicht, weshalb er entweder mit der Hand oder mit dem Kopf an die Tür
schlug. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter zu schlafen. Ein anderer
lehnte verzweifelt an der Wand des Bahnsteiges und ich war sehr froh, dass ich
nur die Information bekam, dass er sich sein Abendessen noch einmal anschauen
wollte. Situationen, die man in Japan nur sehr selten sieht und die alle auf
einmal! Wir stiegen um und schafften sogar noch einen Zug eher nach Tsukuba.
Kaum hatten wir uns hingesetzt und waren schon halb am einnicken, als wir plötzlich
einen Aufschrei und dann einen Aufprall hörten. Sofort waren wir wieder aus dem
Zug herausgesprungen und liefen zu einer Frau, die die Treppe hinuntergefallen
war. Sie hatte eine Platzwunde über der Augenbraue und blutete stark. 2 Männer
leisteten uns Gesellschaft und halfen ihr wieder auf. Der Eine sagte dem
Schaffner Bescheid, der sofort einen Arzt und eine Aufsicht rief, die auch
wenige Minuten später da war. Als die Frau mitbekommen hatte, dass der Arzt
unterwegs war, taumelte sie in die Bahn und suchte sich einen Sitzplatz. Wir
warteten noch eine Weile auf den Arzt und begaben uns dann, als der Schaffner
uns zu verstehen gab, dass wir wieder einsteigen konnten und als sich auch
andere Fahrgäste um sie kümmerten wieder auf unsere Plätze. Was für ein Tag!
Der Arzt kam schließlich, doch die Frau wollte nicht ins Krankenhaus, sondern
blieb sitzen. Als der Arzt und die Bahnhofspolizei den Schaffner informiert
hatten ging die Fahrt endlich los. Eine Haltestelle später wurde jedoch der Not
Knopf betätigt und wir dachten schon, dass es sich dabei um die Frau handelte,
der wir aufgeholfen hatten, doch dieses Mal war es eine andere Frau, die sich
nicht wohlfühlte und für die ein Arzt gerufen worden war. Irritiert schauten
wir uns an und schüttelten mit dem Kopf. So viele skurrile Sachen, die so
untypisch für Japan waren an nur einem Tag zu erleben war schon interessant!
Der Rest der Fahrt verlief sehr ruhig und als wir in Tsukuba ankamen fanden wir
noch einen Laden, in dem wir auch Sachen von der Uni kaufen konnten. Wir gingen
zu unseren Fahrrädern und machten uns auf den Heimweg. Da ich für meine
Verhältnisse viel zu viel gegessen hatte, war die kurze Strecke mit dem Fahrrad
wundervoll, um sich noch etwas zu bewegen und gegen das Völlegefühl
anzukämpfen. Wir begegneten noch einigen Joggern und stellten schließlich
unsere Räder am Wohnheim ab und gingen auf unsere Zimmer. Ich machte mir nicht
erst die Mühe meinen Heizer anzuschalten, sondern fiel sofort erschöpft ins
Bett, nachdem ich meine Kleiderstange hinaus auf den Gang geschoben hatte,
damit zumindest nur ein Teil der gewaschenen Wäsche bei mir im Zimmer hing.
17.03.2016
– Bücher, Bücher, hunderttausend Bücher…

Mein
Wecker klingelte gegen 8.30 Uhr, wo ich mich im Sonnenschein noch einmal kurz
herumdrehte und dann schließlich aufstand. Die Sonne schien wieder wundervoll
und ich war sehr guter Laune, dass ich an diesem Tag in der Bibliothek die
passenden Lernbücher für mich finden würde! Ich ließ mir ein wundervolles
Frühstück schmecken und machte mich allmählich fertig, da wir uns 10 Uhr vor
dem Wohnheim treffen wollten, um gemeinsam Susannes Miete zu zahlen, nach
Fahrrädern schauen zu gehen für die Beiden und uns dann in die Bibliothek zu
setzen. Zuvor wollte ich jedoch noch einmal zur Wohnheims Verwaltung, wo ich
die noch fehlenden Unterlagen abgeben wollte.

Ich war viel zu früh fertig und
setzte mich noch auf eine Bank und beobachtete, wie die Kinder am Wohnheim
vorbeispazierten. Zuerst einmal ging es dann gemeinsam in den Seven-Eleven
Konbini, damit Susanne Geld abheben konnte, wo ich ein Poster des neuen Conan
Kinofilms sah, welches ich natürlich sofort fotografierte. Es gab sogar
spezielle Angebote, wo man neben dem normalen Ticket auch kleine Zusatzsachen
wie Buttons oder Skizzen bestellen konnte. Ich fotografierte die Details ab,
damit ich über diese Seite meine Eintrittskarte kaufen konnte. Danach machten
wir uns auf, um die Miete zu bezahlen.
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| Nicht mehr lange... x3 |
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| Fahrradgang |
Da ich für die Wetterverhältnisse viel
zu warm angezogen war fuhr ich mit dem Rad, welches ich mitgenommen hatte, noch
einmal schnell ins Wohnheim und zog mir eine andere Jacke an. Auf dem Rückweg
fiel mir ein Schrank auf, den Susanne sehr gut gebrauchen konnte. Sie schaute
ihn sich an und gemeinsam trugen wir ihn das kurze Stück zurück ins Wohnheim.
Danach ging es dann weiter zum Fahrradladen, wo sich der Besitzer schon freute,
dass wir wieder da waren und seinen Shop so anpriesen. Mit 4 Rädern ging es
dann weiter zur Bibo, wo wir ein Fahrradgang Foto machten und beschlossen erst
einmal etwas zum Mittag zu essen.
 |
| Mittagessen |
Ich aß eine Schüssel Reis mit einem
frittierten Gemüsetaler. Jeder nahm sich aus der Cafetaria noch einen Kaffee
und ein Stück Kuchen mit und wir setzten uns neben einen Springbrunnen auf eine
Wiese und genossen die Sonne. Ich ließ mir mein Küchlein schmecken und als wir
das Gefühl hatten, dass wir allmählich einen Sonnenbrand bekamen, machten wir
uns auf in die Bücherei, die wir Susanne und Tanja erklärten und uns dann
aufteilten, damit jeder seinen eigenen Forschungen nachgehen konnte. Zuerst
einmal machte ich mich daran ein paar Lernbücher für Japanisch zu suchen, von
denen ich auch einige ausleihen konnte. Bei meiner Suche machte ich
Bekanntschaft mit 2 Japanern, die gerade Englisch übten und mich natürlich auch
gleich nach meiner Herkunft löcherten.
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| Campus bei der Bibo |
Sie waren sehr überrascht, als ich
Japanisch sprach und wir einigten uns auf Englisch, damit auch sie etwas üben
konnten. Sie sagten mir, dass sie fast jeden Tag um diese Uhrzeit hier sein
würden, sodass wir in der kommenden Zeit öfter gemeinsam Englisch sprechen
könnten. Wir verabschiedeten uns und ich begab mich auf die Suche nach Büchern
über Diversität, von denen ich ebenfalls einige fand. Ich lieh die Bücher am
Automaten aus und da bei einem Lesebuch die CD fehlte packte ich meinen
Rucksack und machte mich an die Theke, damit ich mir die fehlende CD noch
ausleihen konnte. Ich nutzte die restliche Zeit um meinen neuen PC mit erforderlichen
Programmen auszustatten.
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| erfolgreicher Bibobesuch |
Neben Skype suchte ich gleich noch nach Antivira, Open
Office und andere Programmen, sodass ich dauerhaft mit dem PC arbeiten konnte.
Es war erst einmal ungewöhnlich auf Japanisch alles einzurichten, aber ich
gewöhnte mich schnell daran und freute mich, dass Skype funktionierte und auch
alles andere installiert war. Da ich mich gegen 18 Uhr mit Tanja und Susanne
verabredet hatte, um ihnen das IIas Einkaufszentrum zu zeigen, in dem sie einen
100Yen-Shop, einen Elektroladen und auch einen Supermarkt hatten, in dem sie
sich erst einmal einen Überblick verschaffen konnten. Außerdem passte es sehr
gut in meinen Plan, da ich ja sowieso noch einen Adapter von Lan zu USB kaufen
wollte. Wir fuhren zum Iias und stellten unsere Fahrräder ab. Obwohl es
mittlerweile dunkel war, war es noch sehr warm. Wir schauten uns zuerst im
Daiso um, wo ich meinen kleinen Einkaufszettel abarbeitete und anschließend
durchstöberten wir noch kurz Uniqlo und gingen dann in den Elektroladen, wo ich
das passende Kabel für einen annehmbaren Preis fand.
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| Einkauf I |
Zu guter Letzt ging es
einkaufen, wo ich mir vergünstigt Sushi mitnahm und auch ein paar Bananen fand.
Neben dem Sushi fand ich auch Reis, den ich mir für den nächsten Tag mitnahm,
da ich ja noch Curry zu Hause hatte. Danach machten wir uns wieder auf den
Heimweg, wo ich erst einmal meinen Einkauf fotografierte und auspackte und
gleich einmal den Umwandlungsstecker ausprobierte. Alles funktionierte perfekt
und ich freute mich, dass mein neuer PC so gut funktionierte. Ich genehmigte
mir mein Sushi und einen leckeren Salat zum Abendbrot und ließ den Abend mit
einer Folge „Mord ist ihr Hobby“ ausklingen.
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| Einkauf II |
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| Neues Notebook, Hülle & Adapter für's LAN-Kabel |
18.03.2016
– Termine, Termine…

Wieder
einmal schien dir Sonne und mit den Kindern, die in den Kindergarten gebracht
wurden, stand ich auf und kochte mir Wasser. Es gab wieder einmal Tee mit
Toast, Joghurt, Müsli und für den Obstanteil gab es eine Orange. Danach setzte
ich mich an das Schreiben meines Blogs, damit dieser wieder Mal auf den
neuesten Stand der Dinge gebracht wurde. Ich schrieb eine Weile, bis es Zeit
wurde mich auf zur Bibliothek zu machen, da ich mich 12.30 Uhr mit Frau Schmidt
verabredet hatte.
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| Magnolienbaum |
Wir wollten gemeinsam zu Mittag essen und dann Mal schauen,
wann und bei welchem Unterricht ich hospitieren konnte. Auf dem Weg zur Uni
blieb ich immer Mal wieder mit dem Fahrrad stehen und fotografierte die
Magnolienbäume, die so wundervoll an jeder Ecke standen und anfingen zu blühen.
 |
| Magnolien |
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| Narzissen |
Aber auch bei Narzissen musste ich stehen bleiben, immer hin stand in
Deutschland Ostern vor der Tür. Wir gingen dieses Mal in eine andere Mensa, da
die Soup Factory, in der es sehr leckere Suppe gab, mit Menschen überfüllt war.
Es gab neben einem Salat und kostenloser Getränkeauswahl Reis mit Hähnchen,
welches unglaublich lecker geschmeckt hatte. Zudem konnte man sich ebenfalls
Tagessuppe nehmen, so viel man wollte.
 |
| Mittagessen. x3 |
Wir genossen noch einen richtigen Kaffee
und machten uns nach dem Essen auf in ihr Büro, wo sie mir einige Seiten
zeigte, auf denen ich Materialien und Ansprechpartner für meine Abschlussarbeit
finden konnte. Des Weiteren besprachen wir den Unterricht, an dem ich
teilnehmen würde und es klang alles so spannend, dass ich am liebsten gleich
mit dem Unterricht angefangen hätte. Unser Treffen ging schließlich sogar bis
16 Uhr, wo ich aufbrach und kurz nach Hause fuhr, um einige Sachen auszupacken
und mich dann gleich weiter auf den Weg in die Innenstadt machte, da ich mich
17 Uhr mit Yuiko treffen wollte.

Nach einem Anlauf fanden wir uns schließlich
und gingen ins Seiseria, da Yuiko noch nichts zum Mittag hatte und ich Appetit
auf etwas Süßes hatte. Ich entschied mich für eine Art Pfannkuchen mit Sahneeis
und einer Soße aus roten Früchten und natürlich für die Drink-Bar, bei der man
ja so viel trinken konnte, wie man wollte. Wir holten uns einen Cappuccino, ich
nahm noch eine Cola und kaum waren wir an unseren Plätzen und fingen an uns zu
erzählen, was wir die letzten Wochen gemacht hatten, als auch schon das Essen
kam.
Wir redeten und redeten und
redeten, bis mir schließlich auffiel, dass ich ja mein Fahrrad um parken
musste, damit ich weitere 3 Stunden kostenfrei stehen konnte.

Ich huschte
schnell zum Fahrradstand und parkte mein Rad um, danach ging ich wieder zurück
zu Yuiko und wir unterhielten uns weiter. Bis 8.30 Uhr saßen wir im Restaurant
und unterhielten uns. Wir waren so in unser Gespräch vertieft, dass wir völlig
die Zeit vergaßen. Während wir uns unterhielten beobachtete ich immer Mal
wieder meine Umgebung und musste lachen, als ein Chef mit seiner Assistentin
essen gegangen war und sich beide immer wieder mit einer kleinen Verbeugung,
aber immer noch am Tisch sitzend, beieinander bedankten. Dann redeten sie
wieder weiter und bedankten sich wieder mit einer Verbeugung. Dieses Szenario
hielt ungefähr 5 Minuten an, bis sie schließlich aufstanden, sich wieder
verbeugten und gingen. Da ich noch einkaufen wollte, standen wir auf, bezahlten
und machten uns erst einmal auf den Weg zum Starbucks, da ich mich entschlossen
hatte doch den Kirschblütenbecher zu kaufen. Und tatsächlich fand ich ihn. Der
einzige Starbucks in Tsukuba, der diesen Becher noch hatte. Ich kaufte einen
und freute mich, dass ich noch einen bekommen hatte.
 |
| Einkauf |
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| Abendessen |
Danach ging es einkaufen
im Aeon. Und da ich einen großen Kaffeeappetit hatte ließ ich mich von Yuiko
beraten und nahm ein Päckchen gemahlenen Kaffee mit. Nach meinem Einkauf holte
ich mein Fahrrad und gemeinsam gingen wir noch bis zum Parkplatz, wo Yuikos
Auto stand und dann verabschiedeten wir uns auch mit einer Verbeugung
beieinander, winkten uns und jeder fuhr mit seinem Gefährt nach Hause. Es war
unglaublich warm für diese Uhrzeit und ich ließ mir Zeit beim nach Hause
fahren. Als Abendessen gab es noch einen Salat, nachdem ich, wie immer alles
dokumentiert hatte. Nach 1,2 Folgen „Mord ist ihr Hobby“ ging es dann auch
schon wieder ins Bett. Treffen können ganz schön anstrengend sein, aber schön!
^^
19.03.2016
– Regen, Regen, Regen, Sonne!

Als
ich aufwachte hatte ich das dringende Bedürfnis liegenzubleiben. Es regnete
wieder einmal und da ich einkaufen wollte, hoffte ich, dass es nicht wieder ein
Dauerregen war, der mindestens einen Tag lang anhielt.
Ich schälte mich aus dem Bett, nahm meinen
Kessel und kochte Wasser. Dieses Mal würde es Kaffee geben! Ich hatte zwar noch
keinen Filterhalter, aber irgendwie würde ich meinen Kaffee schon aufbrühen.
Allein die Aussicht auf Kaffee ließ mich schnell frühstücken wollen. Wie immer
gab es Obst, Joghurt, Toast und Müsli. Etwas umständlich und abenteuerlich
brühte ich meinen Kaffee auf und genoss wenig später meinen Kaffee! Nach dem
Frühstück verschob ich meinen Einkauf auf unbestimmte Zeit und setzte mich an
meinen Blog, bis ich merkte, dass es schon Mittag war und der Regen nachließ.
Ich nutzte den Moment und machte mich schnell fertig, um in die Stadt zu
fahren. Als es tatsächlich aufhörte zu regnen schwang ich mich auf mein Fahrrad
und fuhr in die Stadt. Ich stellte mein Fahrrad auf dem Parkplatz ab und war
erstaunt, dass so viele Fahrradständer frei waren. Scheinbar war bei vielen die
Motivation gesunken, als sie aus dem Fenster geschaut hatten.
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| Essen. x3 |
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| Musikeinlage |
Im
Einkaufszentrum war jetzt schon Frühlingsfest, weshalb Bauern aus der Gegend
einen Gemüsebasar aufgebaut hatten, aber auch Essensstände und unterschiedliche Organisationen und
Gruppen ihre Angebote vorstellten. So sang ein Duo mit Gitarre erst ein paar
Country Lieder und wurde später von einer Tanzgruppe abgelöst.


Ich ging erst
einmal in den 100Y-Shop und kaufte mir als erstes einen Kaffeefilterhalter und
ein paar Schubkästen für meine Kommode aus Stoff, die ich mir im Off House
gekauft hatte. Dann ging ich noch schnell den letzten Rest einkaufen, der noch
auf meinem Zettel stand und entschied mich dafür doch noch eine Thermoskanne zu
kaufen, damit ich neben meinem Coffe-to-go-Cup noch eine Ausweichmöglichkeit
hatte.
 |
| Taiko-Trommler |

Als ich auf dem Weg zu meinem Fahrrad war bemerkte ich, dass eine Taiko
Trommler Gruppe ihre Trommeln aufbaute. Ich bleib stehen und schaute mir ihre
Performance an und freute mich, dass ich doch erst so spät gefahren war. Für
einen Moment machten sie eine Pause und alle dachten, sie wären fertig, weshalb
ich zu meinem Fahrrad ging und losfahren wollte, als sie ihr nächstes Stück
ankündigten. Ich schob mein Fahrrad ein Stück weiter und blieb stehen, um
weiter zuzuschauen. Da es recht warm war stellte ich meinen Rucksack auf dem
Gepäckträger ab und legte meine Jacke daneben. Für einen Moment hatte ich zwar
bedenken, alles beim Rad liegen zu lassen, aber immer hin war ich in Japan. Ich
filmte die nächsten Lieder, die die Gruppe vorstellte und hatte Glück, dass der
Akku meiner Kamera durchgehalten hatte. Als die Gruppe sich verabschiedete fuhr
ich wieder nach Hause. Die Sonne war so schön warm, dass man keine Jacke mehr
brauchte.
 |
| Mittag |
Zu Hause angekommen verstaute ich meine Lebensmittel und kochte mir
etwas Reis und Curry mit Käse. Danach widmete ich mich wieder meinem Blog, bis
mir einfiel, dass ich noch einmal nach einem Kühlschrank schauen gehen wollte.
Es gab einen kleinen Elektroladen um die Ecke, der tatsächlich die gebrauchten
Kühlschränke vom Schrott holte und diese wieder reparierte und für viel zu hohe
Preise wieder verkaufte. Wieder zu Hause angekommen entschieden wir Deutschen
uns spontan zusammen zu kochen und so gab es an diesem Tag doch noch einmal
warmes Essen.
 |
| Abendessen |
Es gab Nudeln mit verschiedenen selbstgemachten Beilagen. Zum
einen eine Tomaten und Advodace-Creme, eine Kürbissoße und ein Spinat Salat.
Alles schmeckte hervorragend und ich hatte das Gefühl zu platzen, als wir
Stunden später die Runde auflösten und jeder in sein Zimmer rollte. Ich
schaffte es noch ein wenig meinen Eintrag zu vervollständigen, war dann jedoch
so müde, dass ich ins Bett ging und sofort einschlief.
20.03.2016
– Frühlingsputz

Die
Sonne wurde zwar ab und an von ein paar Wolken unterbrochen, aber ich freute
mich über das schöne Wetter. Es war perfekt für den nationalen Feiertages des
Frühlingsanfangs. Ich schlief aus und genoss die Wärme, die – ohne Heizer – in meinem
Zimmer war. Irgendwann stand ich dann doch auf und kochte mir Wasser für meinen
Kaffee und dann gab es an diesem Sonntag noch ein Schmankerl! Ein gekochtes Ei!
Darauf freute ich mich schon sehr. So musste zwar mein Frühstück etwas länger
warten, aber es lohnte sich! Wie immer gab es Toast, Obst und Müsli und zu
guter Letzt mein Frühstücksei. Bevor ich mich weiter an meinen Blog setzte,
ging es erst einmal unter die Dusche. Gegen Mittag machte ich mich dann erst einmal
ans Aufräumen meines Zimmers.
 |
| Wohnheimsvorplatz |
Ich kehrte, wischte, wusch mein Geschirr ab und
kochte erneut Wasser, da es mich nach draußen lockte und ich vorhatte meinen
Nachmittagstee in der Sonne einzunehmen. Ich packte ein Buch und mein Strickzeug
ein und schlenderte mit meinem Starbucks Becher nach draußen und überfiel eine
Bank. Kaum hatte ich mich gesetzt fiel mir ein kleines Regal mit Schubladen
auf, welches neu auf dem Müll lag. Ich schlich hin und schnappte es mir. Erst
einmal trug ich das Regal schnell hoch, stellte es vor meine Tür und setzte
mich wieder in die Sonne.
 |
| violette Magnolienblüten |

Nach einer Weile stand ich auf und schlenderte durch
die Gegend, wo ich neben den weißen Magnolienbäumen auch noch Dunkelviolette
fand. Und als ich um die nächste Hausecke ging traf ich dann auf gaaanz viel
Flausch! Erst sah ich nur eine Katze, die sich in der Sonne ausruhte, doch als
ich ein paar Schritte zurück ging waren es plötzlich 3 und später 4, die sich
in der Sonne rekelten und mauzten.


Ich war im Himmel! Eine der Katzen schien
Menschenkontakt gewöhnt zu sein, da sie sich streicheln ließ. So viel Flausch
in der Sonne! Wundervoll. Ich blieb bestimmt 30 Minuten bei den Katzen und unterhielt mich mit ihnen.
 |
| Müllberge... |
Danach schlenderte
ich vor zum nächsten Müllberg, wo ich ein paar Fotos schoss und dann durch
Zufall noch einen Tisch fand, sollte unser Tisch für das Abendessen Mal nicht
reichen. Er war schön klein und man konnte die Beine einklappen, sodass er sehr
gut unter mein Bett passen würde. Nachdem ich den Tisch auf mein Zimmer
gebracht hatte, setzte ich mich wieder in die Sonne, entspannte mich für einen
Moment und nutzte die Gunst der Stunde und strickte etwas.
 |
| Kaffeezeit |
 |
| Müllberge II |
Als der Wind stärker
und es damit auch kälter wurde beendete ich meine Kaffeepause – außerdem war
meine Kekspackung leer, was auch ein guter Grund war – und ging wieder auf mein
Zimmer, wo ich erst einmal das Regal und den Tisch reinigte und mich dann ans
umbauen machte. Ich leerte eines der Fächer des großen Regals und packte alle
Bücher und alles andere in das kleine Regal. Dann war es auch schon 17 Uhr und
ich startete meinen neuen Computer, da ich zu dieser Zeit mit Papa skypen
wollte. Ich habe tatsächlich alles richtig gemacht, als ich den PC gekauft
hatte! Es funktionierte alles einwandfrei, auch wenn die Verbindung in Bernburg
nicht so perfekt war, hat auch die Übertragung vom Tablet gut funktioniert.
Nach einer Stunde hörten wir dann wieder auf und ich schrieb weiter an meinem
Blog, bis ich Hunger bekam und mich auf in die Küche machte, wo ich mir Reis
mit Curry zubereitete. Natürlich gab es auch ein Käsetopping, da dies einfach
unglaublich lecker schmeckt. ;)
 |
| Salat |
Ich aß mein Curry und als Nachtisch gab es
Chinakohl mit Möhren und einem Ei überzogen mit Salatdressing. Dann war es auch
schon Zeit für den Videochat mit Mama und es klappte alles wieder hervorragend.
Zu meiner Freude wurde ich auch gleich von Lumpi begrüßt der neben dem Computer
saß und unglaublich flauschig aussah. X3 Nach dem Videochat widmete ich mich
wieder meinem Rest Salat und meinem Blog, während ich mich von einem Hörspiel
berieseln ließ. Und damit mein Text auch
noch lesbar ist, wird er jetzt mit Bildmaterial hochgeladen. Danach werde ich
wohl noch etwas weiter stricken und noch etwas räumen, um meine Bücher aus der
Bücherei unterzubringen. ^^
Hallöchen! ^^
ReplyDeleteDeine Posts werden aber auch von mal zu mal länger! XD Find ich allerdings gut, ist das doch ein Zeichen, dass du viel faszinierendes erlebst und nicht nur in der Bibo sitzt und lernst, obwohl selbst das bei dir spannend klingt! ^^d
Und so eine Konsultation in nem Restaurant hätte ich auch gerne! Sollte mal meine Profs darauf ansprechen! XD
Im Übrigen freut es mich, dass du immer wieder neue Leute triffst und Dinge findest um dein Zimmer zu verbessern! (Bei den Müllbergen braucht man dafür bestimmt auch ein geschultes Auge! ;) Btw: Ich finde dein Zimmer mit der ganzen Wäsche echt lolig! Sieht aus wie in ner Wäscherei! XD)
Ich wünsch dir schöne Ostern in Tokyo und auf dass es bei euch bald länger und dauerhafter wärmer wird, damit du nciht mehr frieren musst. (Btw: Gratulation zu dem Heizer!! ^^d)
Ganz liebe Grüße und fk
Doitsu-chan <3
PS: Und ihr habt da sogar ne Mensa! *.* (und mit echt lecker aussehendem Essen! *O*) Sind da die Preise ähnlich wie hier?