Sunday, 20 March 2016

Von Regen, Sonnenschein, Konferenzen, Treffen und vielem mehr



13.03.2016 – Und jetzt reden wir Mal Klartext!

Mein Wecker klingelte viel zu früh! Ich drehte mich noch etwas rum und schälte mich letztendlich doch aus dem Bett. Da es fürchterlich kalt im Zimmer war, warf ich mir schnell meine Decke über, nahm meinen Wasserkocher und ging hinauf in die Küche, um ihn auf den Herd zu stellen. Da ich nicht genau wusste, wann der Bus fährt, hatte ich mir 7:15 Uhr als ungefähre Zeit gesetzt und da bekanntlich der Bus auch Mal früher oder später kommen kann, lag ich gut in der Zeit, sodass ich zur Not auch noch mit dem Fahrrad in die Stadt hätte fahren können. Mein Zug von Tsukuba ging 8:24 Uhr. Neben einem Yakult und einem Schwarztee ließ ich mir Sesambrot mit Schokoladenaufstrich und einen Pfirsich Gelee schmecken. Ich war sehr froh darüber, dass es nicht regnete und stiefelte 7:15 Uhr zur Haltestelle, die ja gleich um die Ecke lag. 
Stauraum xD
Frau Schmidt und ich hatten uns 10 Uhr am Bahnhof Yotsuya in Tokyo verabredet, da der Vortrag in der Sophia-Universität stattfand. Als ich die Buszeiten sah, musste ich feststellen, dass der nächste Bus zum Bahnhof erst 7:42 Uhr fuhr. Mittlerweile war es zwar 7:20 Uhr, aber da es sinnlos war zurückzulaufen, um 10 Minuten später wieder loszulaufen gönnte ich mir einen warmen grünen Tee aus dem Getränkeautomaten. Japaner erfinden echt tolle Sachen! Da geht man an einen Getränkeautomaten und bekommt eine Flasche mit warmen Getränken heraus. Die haben sogar Suppen in Dosen, die man warm kaufen kann in solchen Getränkeautomaten. 
Waschmaschinen auf dem Balkon
Ich trank meinen Tee, lief etwas durch die Gegend und schoss ein paar Fotos von meiner Umgebung, bis ein Auto neben mir scharf bremste und schleichend auf die andere Straßenseite auswich. Zum Glück kam kein Gegenverkehr. Als das Auto weitergefahren und wieder auf der richtigen Spur gelandet war sah ich dann auch den Grund für den flotten Spurenwechsel. Der Fahrer hatte tatsächlich für einen Raben gebremst, da dieser rotzfrech auf der Straße sitzen blieb, um etwas Essbares aufzupicken. Daraufhin kamen immer mehr Vögel und es hatte vor allem, was die Raben anging einen leichten Hitchcock Beigeschmack. 

Mehrere Vögel machten sich über ein paar Plastikboxen her, die sie tatsächlich aus dem Müll geholt hatten und dann durch die Gegend warfen, weil sich noch ein paar Körner Reis darin befanden. Währenddessen ging ein Mann mit seinem Hund Gassi und ein paar verschlafene Japaner fuhren auf ihren Fahrrädern vorbei. Faszinierenderweise hatten diese tatsächlich teilweise ihre Augen geschlossen. Mir fielen beim umherschauen ein paar interessante Baukonstruktionen auf, die ich gleich festhalten musste. Und damit es nicht nur ein Märchen bleibt, schoss ich auch gleich noch ein Foto von Balkonen, auf denen die Waschmaschine tatsächlich auf dem Balkon steht. Ich habe nur ein paar Balkone fotografiert, aber in dem Wohnhaus stand auf den meisten Balkonen eine Waschmaschine.  Pünktlich 7:42 Uhr kam dann auch wirklich der Bus und ich stieg ein. Als der Bus losfuhr und vor sich hinschaukelte fielen mir allmählich wieder die Augen zu und ich beschäftigte mich schon einmal mein Geld für den Busfahrer herauszusuchen. Am Bahnhof angekommen ging es hinunter in die Bahnstation, wo es erst einmal hieß: Pasmo aufladen! Nachdem auch das erledigt war, lief ich durch die Fahrkartensperre und setzte mich in die nächste Bahn und kam sogar eher in Tokyo an, als gedacht. Während der Fahrt konnte ich eine Familie beobachten, deren Kinder erst fröhlich durch die Bahn sprangen, als diese noch stand und allmählich von der Müdigkeit gepackt wurden, als die Bahn losfuhr. Da die Kinder immer noch Hunger hatten gab es für jeden der Beiden ein Anpan – ein mit rotem Bohnenmus gefüllten Küchlein – und während der große Bruder versuchte sich das Anpan ganz in den Mund zu stecken aß der Kleinere Stück für Stück und wurde dabei immer müder, bis er schließlich beim Kauen immer Mal wieder kurz einschlief. Sein Bruder wollte ihm zwar etwas sagen, was aber mit einem ganzen Anpan im Mund wahrlich schwer fiel. So hielt ich mich davon ab selbst die ganze Strecke zu schlafen und kam wach in Akihabara an, wo ich in die Sobu-Linie umstieg und nach Yotsuya fuhr. In Tokyo schien sogar die Sonne, was mich sehr freute. Ick kam, typisch Deutsch, viel zu pünktlich in Yotsuya an und machte noch einen Abstecher in den nahegelegenen Conbini, wo ich mir noch etwas zum Frühstück kaufte, weil ich schon wieder Hunger hatte. 
Links: Salaryman mit Harry Potter Schal! XD
Wartend mümmelte ich meine Sandwich-Scheiben und trank noch einen warmen Café au lait und beobachtete meine Umgebung, wo mir ein junger Mann in Anzug auffiel, der sehr gekonnt und auffällig einen Slytherin Schal umgebunden hatte, sodass von allen Seiten das Logo des Hauses aus Harry Potter zu sehen war. Ich wollte ihn eigentlich fragen, ob ich davon ein Foto machen könnte, da mir das aber zu peinlich war machte ich erst ein paar Fotos vom Bahnhofseingang und dann ganz fix eines von ihm mit seinem Schal. Frau Schmidt war ebenfalls überpünktlich, weshalb wir sogar noch rechtzeitig zur Eröffnung der Veranstaltung kamen. Wir liefen zur Sophia und ich bestaunte ein paar alte Bäume, die in ein paar Wochen voller Kirschblüten sein würden. 
Kirche der Sophia-Universität
An der Anmeldung angekommen stellte sich heraus, dass man für diese Veranstaltung Geld bezahlen musste. In dem Betrag enthalten war auch gleich eine Jahresmitgliedschaft und Informationsmaterial der Gesellschaft für Lehrer von Fremdsprachen. Da ich kein Geld einstecken hatte machte ich mich schnell nach unten in den nächsten Konbini und hob etwas Geld ab, sodass ich den Eintritt zahlen konnte. Ich entschuldigte mich zig Mal bei den Damen von der Anmeldung und wollte schon meine Unterschrift auf das Anmeldeformular setzen, als auffiel, dass mein Name fehlte, weshalb ich ungefähr 5 Minuten von A nach B geschoben wurde, weil jeder dachte, ich gehöre in eine andere Kategorie Besucher. Es gab Mitglieder, neue Mitglieder (wie ich) und es gab Interessenten, die sich nur diese eine Veranstaltung anschauen wollten, die ebenfalls einen anderen Betrag zahlen mussten. Endlich wurde jedoch beschossen, wo ich mich einzutragen hatte und ich konnte unterschreiben. Frau Schmidt setzte sich neben einen österreichischen Kollegen, der zur Zeit an der Sophia unterrichtete. Wir begrüßten uns und dann ging es auch schon los. Zuerst einmal stellten sich alle Personen vor, die wichtig waren und deren Vorträgen wir später noch lauschen würden. Und dann startete der erste Redner, der sein Buch vorstellte, welches er über das Thema der Mehrsprachigkeit Weltweit geschrieben hatte. Er hatte eine sehr spannende und packende Vortragsweise und er erzählte so interessant, dass man ihm zuhören musste. 
Mittagessen beim Inder
Bis 12.20 Uhr hielt er seinen Vortrag und dann hieß es Mittagspause! Alle stürmten aus dem Raum, um sich in eines der Restaurants zu begeben, die man auf einer extra dafür ausgegebenen Karte sehen konnte. Wir gingen zu einem Inder, um die Ecke und genossen ein herrliches Curry mit Brot, Reis, einem Salat, einem Mango Pudding und einem Mango Lassi als Getränk. Und das für nur 1000Yen! Ein richtiges Schnäppchen, dafür, dass man eigentlich 2 Mal davon hätte essen können. Herr Constantinescu, der österreichische Dozent an der Sophia Universität leistete uns dabei Gesellschaft und wir unterhielten uns über den Vortrag und landeten sofort in politischen Themen des Bildungssystems in Japan. Das Curry schmeckte trotz der schweren Themen immer noch sehr gut und nachdem wir alle schnell aufgegessen hatten mussten wir auch schon wieder zurück in die Uni, da 13.15 Uhr der nächste Vortrag über den Umgang Tokyos mit den olympischen Spielen und Umfrageergebnissen zu Angeboten von diversen Sprachkursen für Olympia 2020. Dieser Mann raste durch seinen Vortrag und behielt die Hälfte seines Wissens und seiner Gedanken für sich, weshalb es teilweise trotz ausgegebener Folien nicht leicht war seinen Gedankengängen zu folgen. Danach gab es eine kurze Pause und man konnte sich für verschiedene Gruppen eintragen. Von der Grundschule bis zur Uni konnte man sich danach verschiedene Vorträge über den Fremdsprachenunterricht anhören. Ich blieb mit Frau Schmidt bei der Uni-Gruppe sitzen und wir lauschten einigen interessanten Vorträgen, die über den Umgang und die verschiedenen Möglichkeiten des Fremdsprachenunterrichts in verschiedenen Universitäten handelten. Danach gab es zu meiner Überraschung eine sehr spannende Diskussion, bei der die japanischen Dozenten sogar Tacheles geredet und kritisch ihre Meinung kundgetan hatten! Zum Schluss gab es noch eine Zusammenfassung aller Gruppen, sodass man wusste, was auch in den anderen Stufen besprochen wurde und dann war es auch schon 17.30 Uhr. 
Wir gingen zurück zur Station und ich fuhr zurück nach Akihabara, da ich mich dort mit Edo treffen wollte, die ich in der Woche zuvor ja nur kurz gesehen hatte. Wir gingen noch einmal kurz in den Animate, wo wir an einer Kreuzung beobachten konnten, wie ein Mitarbeiter eines Ladens versuchte einen riesigen Werbebanner von einer Wand abzumachen und dabei akrobatische Kunststücke vollführte, um den Banner aus Stoff abzubekommen. Wir setzten uns danach in ein Ramen-Restaurant und bestellten Ramen, in dem wir an einem Automaten eine Karte zogen und uns wieder an unseren Platz begaben, bevor der Kellner den Zettel einkassierte und uns wenig später die bestellte Portion Ramen brachte. 
Die Ramen waren unglaublich lecker und unsere Unterhaltung wirklich lustig. Nachdem wir uns verquatscht hatten und alle allmählich nach Hause wollten, verließen wir das Restaurant und liefen Richtung Bahnhof, wo wir eigentlich Purikura machen wollten. (Mini-Fotos mit verrücktem Hintergrund, etc.) Da kamen wir dann jedoch an einem Themen-Café, welches zu verschiedenen Spielen gestaltet war. Wir beschlossen als Abschluss hineinzuschauen und nachdem Edo und ihre Freunde sich etwas zu trinken gekauft hatten, setzten wir uns kurz hin und verschnauften noch etwas, bevor es weiter Richtung Bahnhof ging. 
Themencafé NITRO
Einen Purikura-Automaten fanden wir zwar leider nicht, aber dafür machten wir schnell ein Selfie von uns allen und dann machte ich mich auf den Heimweg. Ich bekam sofort einen Zug nach Tsukuba und dieses Mal nickte ich immer wieder während der Fahrt ein. In Tsukuba angekommen ging ich zum Bus und reihte mich brav in die wartende Schlange ein. Noch wusste ich zwar nicht, wie wir alle in einen Bus passen sollten, da eine große Gruppe Jungen scheinbar von zu Hause oder vom Einkaufen in Tokyo kam und alle ihre riesigen Koffer mit hatten. Aber als der Bus endlich kam passten wir tatsächlich alle hinein. Da es der Bus war, der rechts herum fuhr, überlegte ich mir, dass ich nicht die große Runde fahren wollte, sondern an der anderen Oikoshi-Haltestelle aussteigen und den Rest nach Hause laufen würde. Hauptsache ich war in der Nähe des Wohnheims, bei den vielen Leuten, die in dem Bus waren. Bis zu der Haltestelle stieg jedoch niemand aus, weshalb ich kletternd und springend meinen Weg bis zum Busfahrer hinter mich brachte, wo sich zum einen die Jungen entschuldigten und mich zum anderen anfeuerten. Endlich hatte ich es geschafft und war wieder an der frischen Luft. Die Haltestelle befand sich tatsächlich in der Nähe des Wohnheims, weshalb ich wenig später zu Hause ankam und es noch nicht einmal schaffte noch einen Tee zu trinken, so müde war ich. Ich fotografierte meinen Einkauf und fiel ins Bett.

14.03.2016 – Regentropfen, die an mein Fenster klopfen… 

… obwohl pochen wahrscheinlich die bessere Bezeichnung wäre!Ein Tag, um im Bett liegen zu bleiben! Es regnete und regnete und regnete und (… dies kann beliebig fortgeführt werden…). Ich schlief aus und machte mir Wasser warm, damit ich frühstücken konnte. Es war zwar hell draußen, aber es regnete in Strömen! Das änderte sich auch nicht, als das Wasser warm war. Und da die Heizzeiten abgestellt wurden, weil es ja März und damit warm genug ist, kuschelte ich mich nach Betreten des Zimmers sofort wieder ins Bett! Da es richtig frisch geworden war und mein Thermometer das frisch bzw. kalt mit knappen 8°C IM Zimmer unterstrich, zog ich mir gleich noch eine dritte Jacke an und deckte mich zu. Ich genoss meinen Gelee, mein Müsli, einen Apfel und mein Brot und versuchte die Schemen der Außenwelt zu erkennen, da meine Scheiben so beschlagen waren, dass man von Innen nichts erkennen konnte außer verschwommenen Umrissen. Ich hatte mir vorgenommen an dem Tag noch in die Bibliothek zu fahren und nach Lernbüchern für Japanisch zu schauen. Erst einmal setzte ich mich nach dem Frühstück hin und schaute meine Unterlagen vom Tag zuvor noch einmal durch. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen aufzuwaschen, aber ich schaute dann doch lieber ein paar Folgen „Mord ist ihr Hobby“ und schrieb nebenbei meinen kleinen Einkaufszettel, auf dem gaaanz oben ein Regenponcho stand, da am heutigen Abend ein Treffen bei Aizawa-Sensei stattfinden sollte, welches im Semester wöchentlich stattfindet und für deutsche Austauschstudenten und Japaner oder Koreaner, die Deutsch lernen ausgelegt ist. Dieses Mal sollte es ein Sondertreffen geben, welches in einem chinesischen Restaurant, in der Nähe der Uni stattfand. Und um da hinzukommen benötigte ich definitiv einen Regenponcho, da ich mit dem Fahrrad fahren würde. Da die zweite Periode des Bettwäsche-Tauschens anstand zog ich noch mein Bett ab, schnappte mir meine Einkaufsliste und machte mich auf den Weg. Beim Verlassen begegnete ich einem Mitarbeiter der Wohnheimleitung und fragte ihn wegen der restlichen Unterlagen, die ich noch hatte. 
Wir vereinbarten einen Termin und nachdem er sich verabschiedet hatte warf ich einen Blick in den Briefkasten, wo mein zweites bestelltes Buch von Rhonda Byrne auf Japanisch angekommen war. Ich verstaute es sicher in meinem Beutel und ging erst einmal meine Bettwäsche tauschen. Auf den weißen Laken fanden sich dann auch noch 2 Kekse, weil mich die Frau so sympathisch fand. Mir fiel ein, dass ja der 14.03. war, also White Day. Für alle, die noch nie etwas vom White-Day gehört haben: White Day ist das japanische Äquivalent zum Valentinstag, wo die Herren der Schöpfung an der Reihe sind und ebenfalls Schokolade an diejenigen verschenken, die sie mögen. Und außerdem war Asus Geburtstag: Auch hier wünsche ich Dir einen wundervollen Ehrentag, mit ganz vielen unvergesslichen und schönen Momenten! :*
Ich ging weiter zum Konbini, wo ich auch Kerzen und ein Feuerzeug holte, damit ich es mir etwas wärmer machen konnte. Daneben schnappte ich mir eine Packung Rosinenbrötchen und Nudeln mit Tomatensoße, welche zwar als Gratin vorgesehen waren, die sich aber leicht umfunktionieren ließen, da ich ja noch keinen Ofen hatte. Und was natürlich nicht vergessen werden durfte war der Regenponcho, nachdem ich zwar fragen musste, ihn aber letztlich doch noch fand. Mittlerweile war es Nachmittag geworden und als ich zu Hause ankam zog ich mir zig Schichten an, damit ich warm angezogen war und ging zum Fahrrad. Dort angekommen zwängte ich mich und meinen Rucksack in den Poncho, verknotete ihn irgendwie damit er hielt und fuhr in die Uni. Nicht modisch, aber immer hin blieb ich dadurch zum Großteil trocken. 
Fahrrad in Regenausrüstung
Risu in Regenausrüstung
In der Uni angekommen suchte ich mir einen trockenen Unterstellplatz, zog meinen Poncho wieder aus, nahm meinen Regenschirm, den ich zwischen den Rahmen meines Fahrrads geklemmt hatte (eine Technik, die ich mir von den Japanern abgeschaut hat) und ging in die Bibo. Vor der Eingangsschranke setzte ich meinen Rucksack ab und suchte nach meinem Studentenausweis. Da fiel mir auf, dass ich mein Portmonee vergessen hatte. Das hieß leider, dass ich noch einmal ins Wohnheim zurückmusste, da ich sonst nicht in die Bibo konnte und ich auch kein Geld für das Baumkuchen-Treffen dabei hatte. Ich zog meinem Schirm aus einem der überfüllten Schirmständer und ging wieder zu meinem Fahrrad, wo ich die ganze Ankleideprozedur wiederholte und wieder ins Wohnheim fuhr. 
Verrückte, die ihr Fahrrad waschen lassen auf dem campus. xD
Da mir frisch war und meine Hose und meine Schuhe nass waren zog ich mich erst einmal um und kochte Wasser, für einen Tee. Es hätte sich nicht mehr gelohnt in die Bibo zu fahren, weshalb ich noch etwas wartete, bis ich wieder losfuhr und in der Zwischenzeit meine Hose und meine Leggins föhnte, damit sie noch trocken wurden. Als es Zeit war zog ich mich wieder an, warf mich wieder in meine Regenmontur und fuhr in die Uni, wo ich zu Aizawa-Senseis Büro ging und wir und wenig später gemeinsam zum Restaurant aufmachten. Da es regnete durften ein Masterstudent aus Korea – Chung – und ich sogar in Aizawa-Senseis Auto mitfahren. Überraschenderweise waren fast nur Deutsche anwesend. Neben Aizawa-Sensei war noch eine Japanerin anwesend und Chung, der Rest waren Deutsche. Wir waren 2 Deutsche aus Halle, der Rest kam aus Berlin von der FU. Wir unterhielten uns, zu meiner Überraschung fast nur auf Deutsch. Nach einer Vorstellungsrunde ging es dann an die Bestellung. Leider muss ich gestehen, dass ich vor lauter Gesprächen und dem unterschiedlich ankommenden Essen keine Fotos von dem leckeren Salat mit Garnelen, Reis mit Ei und Meeresfrüchten, Fleischbällen aus Hähnchen (welche eine Spezialität des Hauses waren) und vielen anderen Leckereien gemacht hatte. Ich kann aber sagen, dass es sehr lecker war und ich mich schon auf den nächsten Besuch freue. :) Dazu gab es Tee, der – wie immer in Japan – nicht bezahlt werden musste, sondern zum Service gehörte. Meistens handelt sich entweder um Wasser, oder Olongtee. Wir unterhielten uns über das Leben in Tsukuba, den Japanisch-Unterricht und weitere Programme, wo ich auch gleich für ein Seminar im August einen Praktikumsplatz bekommen habe. ;) Von den FU-Studentinnen kam dann sogar noch das Angebot, dass wir für unsere Zimmer im Wohnheim sogar einen Heizer für 500Yen abkaufen konnten. 
Heizzeit ;)
Und Aizawa-Sensei steuerte noch einen weiteren Heizer bei, den wir uns für die Zeit hier ausleihen konnten. Das bedeutete, dass wir in unseren Zimmern nicht mehr so sehr frieren mussten. *-* Nachdem wir noch einen Nachtisch bestellt hatten – frittierte Teigbällchen mit schwarzer Sesamfüllung und hellem Sesam als Mantel. Sehr heiß, aber unglaublich lecker! Da am Dienstag eine weitere Studentin aus Bayreuth ankam, die noch niemanden hatte, der sie abholen konnte, wurden wir gefragt, ob wir sie am nächsten Tag abholen konnten. Wir stimmten zu und trugen uns die Zeit in den Planer ein. Aizawa-Sensei nahm mich noch mit in die Uni, wo er mir seinen Heizer überreichte und dann ging es auf nach Hause, wo der Heizer von Aizawa-Sensei schnell untergestellt wurde und dann der zweite Heizer von den FU-Studenten abgeholt wurde. Da wir uns in den Preis reingeteilt hatten, habe ich nur 250Yen für einen Heizer bezahlt. Zum Glück hatte ich den kleinen Rollschrank mitgenommen, da die Schnur des Heizers sehr kurz war und ich ihn ohne den Rollschrank nicht hätte heizen können. 
Die Wärme war umwerfend und freudestrahlend tänzelte ich die Treppe hinauf, um mir Wasser warm zu machen. Es hatte den ganzen Tag geregnet und es war kalt und jetzt hatte ich einen Heizer und konnte mein Zimmer zumindest bis auf 15°C aufwärmen, was sich schon anfühlte, wie der pure Sommer, nachdem man den ganzen Tag maximal 10°C im Zimmer hatte. Bei der Rückkehr hatte ich im Briefkasten noch meinen Atlas von Tokyo vorgefunden, den ich jetzt bei Wärme und Tee durchblättern konnte. Ich hing meine nassen Sachen auf, die jetzt viel besser trocknen konnten. Auch meine Schuhe stopfte ich mit Zeitungspapier aus und stellte sie in den Wärmepegel der Heizung. Ich schaute noch eine Folge „Mord ist ihr Hobby“ und dann schaltete ich den Heizer aus und ging schlafen.

15.03.2016 – Nach dem Regen kommt die Sonne

Ich lag im Bett und wurde schon zeitig von den ersten warmen Sonnenstrahlen geweckt. Schlagartig sprang ich aus dem Bett, schnappte meine Schuhe, meine Handschuhe und stellte sie so auf das Fensterbrett und den Bettrahmen, sodass diese gut in der warmen Sonne trocknen konnten. Auch meine Hosen hing ich auf einen Kleiderbügel und ließ diese in der Sonne baumeln. Danach legte ich mich wieder hin und genoss die Wärme der Sonne. Gegen 9 Uhr stand ich dann auf und machte Wasser warm. Da so schönes Wetter war gönnte ich mir einen Kakao. Aufgrund des Regens waren die Kinder am Tag zuvor nicht spazieren gegangen, was sie jetzt aufgeregt nachholen. Die Erzieherinnen hatten alle Hände voll zu tun die umherschwirrenden Kinder in eine Reihe zu kriegen, damit der Spaziergang losgehen konnte. 
Die Sonne schien zwar, aber trotzdem waren es noch nicht einmal 15°C draußen und trotzdem liefen die Kinder mit Strumpfhose und Pullover los. Nach dem Spaziergang, ging es für die meisten auf den Rasen vor dem Wohnheim, wo sie sich austoben konnten. Eigentlich hätten wir losgemusst, um die Studentin vom Bahnhof abzuholen, doch da diese ihren Flug verpasst hatte verzögerte sich ihre Ankunft um einen Tag. Ich entschloss mich das warme Wetter zu nutzen und Wäsche zu waschen! Die nächsten Tage sollte es trocken und relativ sonnig bleiben, weshalb es sich wirklich lohnen würde. 
Spielzeit
Waschzeit
Ich bekam Waschpulver geliehen, nutzte meinen Duftzusatz, den ich gekauft hatte und dann ging es los. Geld rein, Desinfektionsknopf drücken, kurz warten, bis das Wasser einlief und dann alles ganz schnell ind Wasser werfen, Waschpulver und Zusatz hinein und dann hieß es warten… Mir fiel ein Handtuch ein, welches ich vergessen hatte, was aber kein Problem war. Man kann bei diesen Maschinen den Deckel öffnen und Wäsche hinzugeben, ohne dass der Waschvorgang angehalten werden muss. Die Maschine schüttelte die Wäsche bei kaltem Wasser durch, weshalb ich etwas nachhalf und meine Ärmel hochrempelte, um die Wäsche im Wasser noch etwas durcheinander zu bringen. Als mir aber fast die Hände abstarben vor kaltem Wasser ging ich diese erst einmal aufwärmen und setzte mich in die Wärme. Ich nutzte die Gelegenheit und wusch erst einmal mein Geschirr ab, da das Wasser im Wasserkocher noch warm war. Genau nach 38 Minuten war die Maschine fertig und ich überlegte, wie ich am besten mein Zimmer in eine Wäschekammer umfunktionieren konnte. Da die Maschine sehr voll war, hatte ich jedoch nicht genügend Kleiderbügel und Leine, sodass ich erst einmal das Wichtigste auf hängte und mich anschließend auf mein Fahrrad schwang um einzukaufen. Um alles aufzuhängen benötigte ich noch Haken für die Wand, eine Wäscheleine, für die Socken noch extra Aufhänger und weitere Kleiderbügel. 
Wascheinkauf
Hard Off Einkauf
Ich holte mir noch einen Sattelschutz für den Regen, damit ich mich nicht auf einen nassen Sattel setzen musste, sollte ich mein Fahrrad mal nicht geschützt unterstellen können. Danach ging es noch auf die Bank, wo ich das restliche Geld abhob, welches ich noch hatte und ging in den Hard Off, wo ich noch ein Handtuch holen wollte, damit ich von ähnlichen Farben Handtücher hatte, die ich miteinander waschen konnte. Zudem gab es ein Regal aus Stoff, welches man aufklappen konnte und statt Türen einfach Reißverschlüsse hatte. Da ich noch einige Stauraummöglichkeiten gebrauchen konnte nahm ich eines mit und schaute dann erst einmal zu den Computern, da mein Skype mittlerweile immer langsamer arbeitete. Ich fand einen Computer für umgerechnet 170€ von Lenovo, der Ende letzten Jahres herausgekommen war und Windows 10 als Betriebssystem hatte. Ich stand gefühlte Jahre vor dem Computer und überlegte, ob ich ihn mitnehmen sollte, da  ich dann wüsste, dass alles auf dem neuesten Stand war und auch alles funktionierte. 
Supermarkteinkauf. ^^
Nach langem Beraten nahm ich ihn schließlich mit und fuhr noch schnell in den Supermarkt, wo sogar mein Müsli im Angebot war. Danach ging es wieder nach Hause, da ich ja meine Wäsche aufhängen musste und später noch ins Bad wollte. Ich hing die Wäsche auf, schnappte mir meine Badesachen und ging ins Bad, wo mir der Mitarbeiter leider verkündete, dass er einen Fehler gemacht hatte und jeder Besuch 180Yen kostete, auch wenn das große Becken geschlossen war. Da ich kein Geld einstecken hatte ging es zurück zum Wohnheim. Die Fahrradtour hatte mich hungrig gemacht, weshalb ich mir wieder einmal Spagetti kochte und diese mit einem Salat und einer Folge „Mord ist ihr Hobby“ genoss. 
Wäsche. ^^
Abendessen
Ich schaltete meinen Heizer an und hoffte, dass dadurch meine Wäsche schneller trocknen würde. Ich hatte zwar bestimmt 15°C in meinem Zimmer, aber auch eine Luftfeuchtigkeit, die so hoch war, dass ich damit rechnete, das es in meinem Zimmer anfangen würde zu regnen. Ich rückte etwas näher an den Heizer und als ich schläfrig wurde schaltete ich ihn aus und ging ins Bett, wo ich noch ein paar Nachrichten verschickte und dann einschlief. 

16.03.2016 – Untypisch Japanisch…

Die Sonne schien wieder ins Zimmer und ich bereute, dass ich aus dem 100Y-Shop keinen Duschabzieher mitgenommen hatte. Ich öffnete gleich erst einmal das Fenster, damit die Feuchtigkeit zumindest etwas verschwinden konnte. Es regnete zwar draußen nicht, aber Innen an meiner Scheibe floss das Wasser in Strömen hinab. Zum Glück half die frische Luft und die Sonne, um mein Fenster schnell zu trocknen, sodass ich meine Außenwelt erkennen konnte. Ich stand auf und kochte Wasser, wo ich gleich Mal nach der Wäsche schaute, die ich mit der Rollstange in den Gang gestellt hatte, damit ich mehr Platz im Zimmer hatte. Zum Frühstück gab es Rosinenbrötchen mit Schokolade und Toast mit Blaubeermarmelade. Dazu wie jeden Morgen etwas Obst und einen Joghurt. 
Kinderhaufen
Danach schnappte ich mir meine Handtücher und ging erst einmal duschen. Das warme Wasser tat richtig gut, nur war es im Vorraum leider so kalt, dass man fast erfror, als man die Tür der Duschkabine öffnete. Nachdem ich mich aus meiner Schickstarre erholt hatte, beeilte ich mich, sodass ich schnell wieder in mein warmes Zimmer huschen konnte. Die Sonne, die ins Zimmer schien half schon sehr dabei meine Wäsche zu trocknen und mich aufzuwärmen. Ich setzte mich noch etwas auf mein Bett und beobachtete, wie die Kinder spazieren gingen. Für 11.30 Uhr hatten wir uns verabredet, damit wir die Studentin aus Bayreuth pünktlich abholen konnten. Da wir mit dem Bus zur Uni fahren mussten ließen wir unsere Räder im Wohnheim und nutzten das schöne Wetter um langsam zum Bahnhof zu spazieren. Wir machten an einem Teich halt und beobachteten ein paar Enten und Kois. 
Koihaufen
Nach wenigen Minuten wurden aus ein paar Kois eine ganze Horde, die gierig ihre Mäuler aus dem Wasser streckten. Kurz vor dem Bahnhof beobachteten wir gespannt, wie sich 2 Japaner angingen, da einer den anderen mit dem Auto geschnitten zu haben schien. Sonst war jedoch nichts passiert, was die Auseinandersetzung irgendwie überflüssig machte. Da wir eh auf das Grün der Fußgängerampel warten mussten, beobachteten wir weiter das Schauspiel, welches man nicht oft in Japan beobachten konnte. Die beiden Protagonisten trugen ihren Streit passenderweise genau vor einer Polizeistation aus, weshalb sofort ein paar Beamte da waren, die die Streithähne voneinander trennten und versuchten die Situation zu schlichten. Als jedoch der aggressivere der Beiden schon zu uns schaute, weil wir zu intensiv gestarrt hatten, nahmen wir die nächste Grünphase war und gingen weiter. Wir waren viel zu früh am Bahnhof, weshalb ich noch Zeit hatte schnell in den Supermarkt zu huschen, um mir eine japanische Spülung und Shampoo zu holen, da meine Haare mit dem Wasser nicht wirklich klar kamen und ich das Gefühl hatte Stroh auf dem Kopf zu haben. Vielleicht half da ja doch japanische Haarwäsche bzw. eine Spülung, da die ja direkt auf das chlorhaltige Wasser ausgelegt waren. Susanne kam pünktlich an und gemeinsam machten wir uns auf in die Uni, wo wir ihr Informationsmaterial und Unterlagen abholen wollten. 
Leider kamen wir genau in der Mittagspause an, weshalb wir es uns in der Mensa gemütlich machten und Mittag aßen. Bei mir gab es Curry, auf welches ich mich schon riesig gefreut hatte. Da Susanne eigentlich eher in Tsukuba hätte ankommen sollen hatte man mittlerweile ihr Zimmer weitervermietet, weshalb wir als nächstes zur Wohnheims Leitung mussten, um nachzufragen, wo sie denn jetzt wohnen würde. Auf dem Weg dorthin trafen wir ihre Kommilitonin aus Bayreuth, die ebenfalls ein Auslandssemester in Tsukuba verbringen würde. Beide studierten Sportwissenschaften und Wirtschaft und konnten deshalb kein Japanisch, weshalb wir einsprangen, wenn das Englisch nicht ausreichte. Susanne erfuhr, dass sie bei uns im Wohnheim mit unterkommen würde, wo wir dann erst einmal ihre Sachen hinbrachten und dann mussten wir auch schon wieder los, da wir nach Tokyo zu einem Vortrag über Diversität und Krisenmanagement bei Katastrophensituationen in das Deutsche Institut für Japanforschung wollten, welches sich in der Nähe der Sophia-Universität befand. Wir fuhren schnell mit dem Fahrrad in die Stadt und stellten es beim Seibu-Store ab, wo wir es sogar kostenlos stehen lassen konnten. Schnell liefen wir zurück zum Bahnhof, luden unsere Karten auf und sprangen in den nächsten Zug nach Tokyo. Ich beobachtete, wie allmählich wieder alle Japaner einschliefen und erspähte aus der Bahn den Tsukuba-san und wurde ebenfalls schläfrig. Ich nutzte die Pause, um mich etwas auszuruhen, da der Tag bisher schon ziemlich anstrengend gewesen war. In Akihabara angekommen stiegen wir um und fuhren weiter nach Yotsuya, wo wir uns zur Stärkung noch einen Kaffee gönnten, bevor es ins DIJ ging. Wir fanden die richtige Etage, standen jedoch vor verschlossener Tür. Typisch Deutsch waren wir zu früh am Ort des Geschehens angekommen und warteten, bis man uns öffnete und wir uns hinsetzten und Zeitung lasen. 18.20Uhr setzten wir uns dann in den Konferenzraum, wo die Vortragende Professorin aus der Tokioter Universität schon alles vorbereitete. Wir waren eine relativ kleine Gruppe, weshalb es ein sehr familiäres Gefühl war und wir uns gleich alle beim Vornamen nannten. Erst einmal gab es eine kleine Vorstellungsrunde und dann ging es auch schon ins Thema. Der Vortrag war sehr spannend und da er zur Abwechslung Mal auf Englisch war, sehr entspannend. Danach gab es eine kleine Diskussionsrunde, in der sich herausstellte, dass wir alle ähnliche Meinungen zu dem Thema hatten. 
Nach dem Vortrag beschlossen wir noch Essen zu gehen, da unsere Mägen knurrten. Wir fanden ein kleines Curry Restaurant, in dem es sogar Katsu-Curry gab, welches wir schon seit Wochen suchten, damit wir es für Frau Terne essen konnten. Ich bestellte demnach zum zweiten Mal an diesem Tag Curry und ließ es mir schmecken. Neben Wasser bekam ich ein Glas Asahi Bier eingeschenkt, welches ich auch trank, da wir auf den Tag anstoßen wollten. Es war zwar nicht so schlimm, aber ich glaube ich bleibe doch lieber bei Cocktails und Wein. ^^‘‘‘ Da die Bedienung von uns sehr angetan war bekamen wir gleich einen Gutschein mit und unterhielten uns noch etwas mit ihr, bis wir merkten, dass wir uns allmählich auf den Heimweg machen sollten. Wir gingen zum Bahnhof und fuhren zurück nach Akihabara. Es war deutlich, dass es schon spät am Abend war und die Leute von ihren Ausflügen mit den Kollegen und Chefs allmählich zurückkehrten. Ein Fahrgast, der an der Tür stand schlief immer wieder ein und verlor das Gleichgewicht, weshalb er entweder mit der Hand oder mit dem Kopf an die Tür schlug. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter zu schlafen. Ein anderer lehnte verzweifelt an der Wand des Bahnsteiges und ich war sehr froh, dass ich nur die Information bekam, dass er sich sein Abendessen noch einmal anschauen wollte. Situationen, die man in Japan nur sehr selten sieht und die alle auf einmal! Wir stiegen um und schafften sogar noch einen Zug eher nach Tsukuba. Kaum hatten wir uns hingesetzt und waren schon halb am einnicken, als wir plötzlich einen Aufschrei und dann einen Aufprall hörten. Sofort waren wir wieder aus dem Zug herausgesprungen und liefen zu einer Frau, die die Treppe hinuntergefallen war. Sie hatte eine Platzwunde über der Augenbraue und blutete stark. 2 Männer leisteten uns Gesellschaft und halfen ihr wieder auf. Der Eine sagte dem Schaffner Bescheid, der sofort einen Arzt und eine Aufsicht rief, die auch wenige Minuten später da war. Als die Frau mitbekommen hatte, dass der Arzt unterwegs war, taumelte sie in die Bahn und suchte sich einen Sitzplatz. Wir warteten noch eine Weile auf den Arzt und begaben uns dann, als der Schaffner uns zu verstehen gab, dass wir wieder einsteigen konnten und als sich auch andere Fahrgäste um sie kümmerten wieder auf unsere Plätze. Was für ein Tag! Der Arzt kam schließlich, doch die Frau wollte nicht ins Krankenhaus, sondern blieb sitzen. Als der Arzt und die Bahnhofspolizei den Schaffner informiert hatten ging die Fahrt endlich los. Eine Haltestelle später wurde jedoch der Not Knopf betätigt und wir dachten schon, dass es sich dabei um die Frau handelte, der wir aufgeholfen hatten, doch dieses Mal war es eine andere Frau, die sich nicht wohlfühlte und für die ein Arzt gerufen worden war. Irritiert schauten wir uns an und schüttelten mit dem Kopf. So viele skurrile Sachen, die so untypisch für Japan waren an nur einem Tag zu erleben war schon interessant! Der Rest der Fahrt verlief sehr ruhig und als wir in Tsukuba ankamen fanden wir noch einen Laden, in dem wir auch Sachen von der Uni kaufen konnten. Wir gingen zu unseren Fahrrädern und machten uns auf den Heimweg. Da ich für meine Verhältnisse viel zu viel gegessen hatte, war die kurze Strecke mit dem Fahrrad wundervoll, um sich noch etwas zu bewegen und gegen das Völlegefühl anzukämpfen. Wir begegneten noch einigen Joggern und stellten schließlich unsere Räder am Wohnheim ab und gingen auf unsere Zimmer. Ich machte mir nicht erst die Mühe meinen Heizer anzuschalten, sondern fiel sofort erschöpft ins Bett, nachdem ich meine Kleiderstange hinaus auf den Gang geschoben hatte, damit zumindest nur ein Teil der gewaschenen Wäsche bei mir im Zimmer hing.

17.03.2016 – Bücher, Bücher, hunderttausend Bücher…

Mein Wecker klingelte gegen 8.30 Uhr, wo ich mich im Sonnenschein noch einmal kurz herumdrehte und dann schließlich aufstand. Die Sonne schien wieder wundervoll und ich war sehr guter Laune, dass ich an diesem Tag in der Bibliothek die passenden Lernbücher für mich finden würde! Ich ließ mir ein wundervolles Frühstück schmecken und machte mich allmählich fertig, da wir uns 10 Uhr vor dem Wohnheim treffen wollten, um gemeinsam Susannes Miete zu zahlen, nach Fahrrädern schauen zu gehen für die Beiden und uns dann in die Bibliothek zu setzen. Zuvor wollte ich jedoch noch einmal zur Wohnheims Verwaltung, wo ich die noch fehlenden Unterlagen abgeben wollte. 
Ich war viel zu früh fertig und setzte mich noch auf eine Bank und beobachtete, wie die Kinder am Wohnheim vorbeispazierten. Zuerst einmal ging es dann gemeinsam in den Seven-Eleven Konbini, damit Susanne Geld abheben konnte, wo ich ein Poster des neuen Conan Kinofilms sah, welches ich natürlich sofort fotografierte. Es gab sogar spezielle Angebote, wo man neben dem normalen Ticket auch kleine Zusatzsachen wie Buttons oder Skizzen bestellen konnte. Ich fotografierte die Details ab, damit ich über diese Seite meine Eintrittskarte kaufen konnte. Danach machten wir uns auf, um die Miete zu bezahlen. 
Nicht mehr lange... x3
Fahrradgang
Da ich für die Wetterverhältnisse viel zu warm angezogen war fuhr ich mit dem Rad, welches ich mitgenommen hatte, noch einmal schnell ins Wohnheim und zog mir eine andere Jacke an. Auf dem Rückweg fiel mir ein Schrank auf, den Susanne sehr gut gebrauchen konnte. Sie schaute ihn sich an und gemeinsam trugen wir ihn das kurze Stück zurück ins Wohnheim. Danach ging es dann weiter zum Fahrradladen, wo sich der Besitzer schon freute, dass wir wieder da waren und seinen Shop so anpriesen. Mit 4 Rädern ging es dann weiter zur Bibo, wo wir ein Fahrradgang Foto machten und beschlossen erst einmal etwas zum Mittag zu essen. 
Mittagessen
Ich aß eine Schüssel Reis mit einem frittierten Gemüsetaler. Jeder nahm sich aus der Cafetaria noch einen Kaffee und ein Stück Kuchen mit und wir setzten uns neben einen Springbrunnen auf eine Wiese und genossen die Sonne. Ich ließ mir mein Küchlein schmecken und als wir das Gefühl hatten, dass wir allmählich einen Sonnenbrand bekamen, machten wir uns auf in die Bücherei, die wir Susanne und Tanja erklärten und uns dann aufteilten, damit jeder seinen eigenen Forschungen nachgehen konnte. Zuerst einmal machte ich mich daran ein paar Lernbücher für Japanisch zu suchen, von denen ich auch einige ausleihen konnte. Bei meiner Suche machte ich Bekanntschaft mit 2 Japanern, die gerade Englisch übten und mich natürlich auch gleich nach meiner Herkunft löcherten. 
Campus bei der Bibo
Sie waren sehr überrascht, als ich Japanisch sprach und wir einigten uns auf Englisch, damit auch sie etwas üben konnten. Sie sagten mir, dass sie fast jeden Tag um diese Uhrzeit hier sein würden, sodass wir in der kommenden Zeit öfter gemeinsam Englisch sprechen könnten. Wir verabschiedeten uns und ich begab mich auf die Suche nach Büchern über Diversität, von denen ich ebenfalls einige fand. Ich lieh die Bücher am Automaten aus und da bei einem Lesebuch die CD fehlte packte ich meinen Rucksack und machte mich an die Theke, damit ich mir die fehlende CD noch ausleihen konnte. Ich nutzte die restliche Zeit um meinen neuen PC mit erforderlichen Programmen auszustatten. 
erfolgreicher Bibobesuch
Neben Skype suchte ich gleich noch nach Antivira, Open Office und andere Programmen, sodass ich dauerhaft mit dem PC arbeiten konnte. Es war erst einmal ungewöhnlich auf Japanisch alles einzurichten, aber ich gewöhnte mich schnell daran und freute mich, dass Skype funktionierte und auch alles andere installiert war. Da ich mich gegen 18 Uhr mit Tanja und Susanne verabredet hatte, um ihnen das IIas Einkaufszentrum zu zeigen, in dem sie einen 100Yen-Shop, einen Elektroladen und auch einen Supermarkt hatten, in dem sie sich erst einmal einen Überblick verschaffen konnten. Außerdem passte es sehr gut in meinen Plan, da ich ja sowieso noch einen Adapter von Lan zu USB kaufen wollte. Wir fuhren zum Iias und stellten unsere Fahrräder ab. Obwohl es mittlerweile dunkel war, war es noch sehr warm. Wir schauten uns zuerst im Daiso um, wo ich meinen kleinen Einkaufszettel abarbeitete und anschließend durchstöberten wir noch kurz Uniqlo und gingen dann in den Elektroladen, wo ich das passende Kabel für einen annehmbaren Preis fand. 
Einkauf I
Zu guter Letzt ging es einkaufen, wo ich mir vergünstigt Sushi mitnahm und auch ein paar Bananen fand. Neben dem Sushi fand ich auch Reis, den ich mir für den nächsten Tag mitnahm, da ich ja noch Curry zu Hause hatte. Danach machten wir uns wieder auf den Heimweg, wo ich erst einmal meinen Einkauf fotografierte und auspackte und gleich einmal den Umwandlungsstecker ausprobierte. Alles funktionierte perfekt und ich freute mich, dass mein neuer PC so gut funktionierte. Ich genehmigte mir mein Sushi und einen leckeren Salat zum Abendbrot und ließ den Abend mit einer Folge „Mord ist ihr Hobby“ ausklingen. 
Einkauf II
Neues Notebook, Hülle & Adapter für's LAN-Kabel




 18.03.2016 – Termine, Termine…

Wieder einmal schien dir Sonne und mit den Kindern, die in den Kindergarten gebracht wurden, stand ich auf und kochte mir Wasser. Es gab wieder einmal Tee mit Toast, Joghurt, Müsli und für den Obstanteil gab es eine Orange. Danach setzte ich mich an das Schreiben meines Blogs, damit dieser wieder Mal auf den neuesten Stand der Dinge gebracht wurde. Ich schrieb eine Weile, bis es Zeit wurde mich auf zur Bibliothek zu machen, da ich mich 12.30 Uhr mit Frau Schmidt verabredet hatte. 
Magnolienbaum
Wir wollten gemeinsam zu Mittag essen und dann Mal schauen, wann und bei welchem Unterricht ich hospitieren konnte. Auf dem Weg zur Uni blieb ich immer Mal wieder mit dem Fahrrad stehen und fotografierte die Magnolienbäume, die so wundervoll an jeder Ecke standen und anfingen zu blühen. 
Magnolien
Narzissen
Aber auch bei Narzissen musste ich stehen bleiben, immer hin stand in Deutschland Ostern vor der Tür. Wir gingen dieses Mal in eine andere Mensa, da die Soup Factory, in der es sehr leckere Suppe gab, mit Menschen überfüllt war. Es gab neben einem Salat und kostenloser Getränkeauswahl Reis mit Hähnchen, welches unglaublich lecker geschmeckt hatte. Zudem konnte man sich ebenfalls Tagessuppe nehmen, so viel man wollte. 
Mittagessen. x3
Wir genossen noch einen richtigen Kaffee und machten uns nach dem Essen auf in ihr Büro, wo sie mir einige Seiten zeigte, auf denen ich Materialien und Ansprechpartner für meine Abschlussarbeit finden konnte. Des Weiteren besprachen wir den Unterricht, an dem ich teilnehmen würde und es klang alles so spannend, dass ich am liebsten gleich mit dem Unterricht angefangen hätte. Unser Treffen ging schließlich sogar bis 16 Uhr, wo ich aufbrach und kurz nach Hause fuhr, um einige Sachen auszupacken und mich dann gleich weiter auf den Weg in die Innenstadt machte, da ich mich 17 Uhr mit Yuiko treffen wollte. 
Nach einem Anlauf fanden wir uns schließlich und gingen ins Seiseria, da Yuiko noch nichts zum Mittag hatte und ich Appetit auf etwas Süßes hatte. Ich entschied mich für eine Art Pfannkuchen mit Sahneeis und einer Soße aus roten Früchten und natürlich für die Drink-Bar, bei der man ja so viel trinken konnte, wie man wollte. Wir holten uns einen Cappuccino, ich nahm noch eine Cola und kaum waren wir an unseren Plätzen und fingen an uns zu erzählen, was wir die letzten Wochen gemacht hatten, als auch schon das Essen kam.  Wir redeten und redeten und redeten, bis mir schließlich auffiel, dass ich ja mein Fahrrad um parken musste, damit ich weitere 3 Stunden kostenfrei stehen konnte. 
Ich huschte schnell zum Fahrradstand und parkte mein Rad um, danach ging ich wieder zurück zu Yuiko und wir unterhielten uns weiter. Bis 8.30 Uhr saßen wir im Restaurant und unterhielten uns. Wir waren so in unser Gespräch vertieft, dass wir völlig die Zeit vergaßen. Während wir uns unterhielten beobachtete ich immer Mal wieder meine Umgebung und musste lachen, als ein Chef mit seiner Assistentin essen gegangen war und sich beide immer wieder mit einer kleinen Verbeugung, aber immer noch am Tisch sitzend, beieinander bedankten. Dann redeten sie wieder weiter und bedankten sich wieder mit einer Verbeugung. Dieses Szenario hielt ungefähr 5 Minuten an, bis sie schließlich aufstanden, sich wieder verbeugten und gingen. Da ich noch einkaufen wollte, standen wir auf, bezahlten und machten uns erst einmal auf den Weg zum Starbucks, da ich mich entschlossen hatte doch den Kirschblütenbecher zu kaufen. Und tatsächlich fand ich ihn. Der einzige Starbucks in Tsukuba, der diesen Becher noch hatte. Ich kaufte einen und freute mich, dass ich noch einen bekommen hatte. 
Einkauf
Abendessen
Danach ging es einkaufen im Aeon. Und da ich einen großen Kaffeeappetit hatte ließ ich mich von Yuiko beraten und nahm ein Päckchen gemahlenen Kaffee mit. Nach meinem Einkauf holte ich mein Fahrrad und gemeinsam gingen wir noch bis zum Parkplatz, wo Yuikos Auto stand und dann verabschiedeten wir uns auch mit einer Verbeugung beieinander, winkten uns und jeder fuhr mit seinem Gefährt nach Hause. Es war unglaublich warm für diese Uhrzeit und ich ließ mir Zeit beim nach Hause fahren. Als Abendessen gab es noch einen Salat, nachdem ich, wie immer alles dokumentiert hatte. Nach 1,2 Folgen „Mord ist ihr Hobby“ ging es dann auch schon wieder ins Bett. Treffen können ganz schön anstrengend sein, aber schön! ^^

19.03.2016 – Regen, Regen, Regen, Sonne! 

Als ich aufwachte hatte ich das dringende Bedürfnis liegenzubleiben. Es regnete wieder einmal und da ich einkaufen wollte, hoffte ich, dass es nicht wieder ein Dauerregen war, der mindestens einen Tag lang anhielt.  Ich schälte mich aus dem Bett, nahm meinen Kessel und kochte Wasser. Dieses Mal würde es Kaffee geben! Ich hatte zwar noch keinen Filterhalter, aber irgendwie würde ich meinen Kaffee schon aufbrühen. Allein die Aussicht auf Kaffee ließ mich schnell frühstücken wollen. Wie immer gab es Obst, Joghurt, Toast und Müsli. Etwas umständlich und abenteuerlich brühte ich meinen Kaffee auf und genoss wenig später meinen Kaffee! Nach dem Frühstück verschob ich meinen Einkauf auf unbestimmte Zeit und setzte mich an meinen Blog, bis ich merkte, dass es schon Mittag war und der Regen nachließ. Ich nutzte den Moment und machte mich schnell fertig, um in die Stadt zu fahren. Als es tatsächlich aufhörte zu regnen schwang ich mich auf mein Fahrrad und fuhr in die Stadt. Ich stellte mein Fahrrad auf dem Parkplatz ab und war erstaunt, dass so viele Fahrradständer frei waren. Scheinbar war bei vielen die Motivation gesunken, als sie aus dem Fenster geschaut hatten.  
Essen. x3
Musikeinlage
Im Einkaufszentrum war jetzt schon Frühlingsfest, weshalb Bauern aus der Gegend einen Gemüsebasar aufgebaut hatten, aber auch Essensstände und unterschiedliche Organisationen und Gruppen ihre Angebote vorstellten. So sang ein Duo mit Gitarre erst ein paar Country Lieder und wurde später von einer Tanzgruppe abgelöst. 
Ich ging erst einmal in den 100Y-Shop und kaufte mir als erstes einen Kaffeefilterhalter und ein paar Schubkästen für meine Kommode aus Stoff, die ich mir im Off House gekauft hatte. Dann ging ich noch schnell den letzten Rest einkaufen, der noch auf meinem Zettel stand und entschied mich dafür doch noch eine Thermoskanne zu kaufen, damit ich neben meinem Coffe-to-go-Cup noch eine Ausweichmöglichkeit hatte. 
Taiko-Trommler
Als ich auf dem Weg zu meinem Fahrrad war bemerkte ich, dass eine Taiko Trommler Gruppe ihre Trommeln aufbaute. Ich bleib stehen und schaute mir ihre Performance an und freute mich, dass ich doch erst so spät gefahren war. Für einen Moment machten sie eine Pause und alle dachten, sie wären fertig, weshalb ich zu meinem Fahrrad ging und losfahren wollte, als sie ihr nächstes Stück ankündigten. Ich schob mein Fahrrad ein Stück weiter und blieb stehen, um weiter zuzuschauen. Da es recht warm war stellte ich meinen Rucksack auf dem Gepäckträger ab und legte meine Jacke daneben. Für einen Moment hatte ich zwar bedenken, alles beim Rad liegen zu lassen, aber immer hin war ich in Japan. Ich filmte die nächsten Lieder, die die Gruppe vorstellte und hatte Glück, dass der Akku meiner Kamera durchgehalten hatte. Als die Gruppe sich verabschiedete fuhr ich wieder nach Hause. Die Sonne war so schön warm, dass man keine Jacke mehr brauchte. 
Mittag
Zu Hause angekommen verstaute ich meine Lebensmittel und kochte mir etwas Reis und Curry mit Käse. Danach widmete ich mich wieder meinem Blog, bis mir einfiel, dass ich noch einmal nach einem Kühlschrank schauen gehen wollte. Es gab einen kleinen Elektroladen um die Ecke, der tatsächlich die gebrauchten Kühlschränke vom Schrott holte und diese wieder reparierte und für viel zu hohe Preise wieder verkaufte. Wieder zu Hause angekommen entschieden wir Deutschen uns spontan zusammen zu kochen und so gab es an diesem Tag doch noch einmal warmes Essen. 
Abendessen
Es gab Nudeln mit verschiedenen selbstgemachten Beilagen. Zum einen eine Tomaten und Advodace-Creme, eine Kürbissoße und ein Spinat Salat. Alles schmeckte hervorragend und ich hatte das Gefühl zu platzen, als wir Stunden später die Runde auflösten und jeder in sein Zimmer rollte. Ich schaffte es noch ein wenig meinen Eintrag zu vervollständigen, war dann jedoch so müde, dass ich ins Bett ging und sofort einschlief. 



20.03.2016 – Frühlingsputz

Die Sonne wurde zwar ab und an von ein paar Wolken unterbrochen, aber ich freute mich über das schöne Wetter. Es war perfekt für den nationalen Feiertages des Frühlingsanfangs. Ich schlief aus und genoss die Wärme, die – ohne Heizer – in meinem Zimmer war. Irgendwann stand ich dann doch auf und kochte mir Wasser für meinen Kaffee und dann gab es an diesem Sonntag noch ein Schmankerl! Ein gekochtes Ei! Darauf freute ich mich schon sehr. So musste zwar mein Frühstück etwas länger warten, aber es lohnte sich! Wie immer gab es Toast, Obst und Müsli und zu guter Letzt mein Frühstücksei. Bevor ich mich weiter an meinen Blog setzte, ging es erst einmal unter die Dusche. Gegen Mittag machte ich mich dann erst einmal ans Aufräumen meines Zimmers. 
Wohnheimsvorplatz
Ich kehrte, wischte, wusch mein Geschirr ab und kochte erneut Wasser, da es mich nach draußen lockte und ich vorhatte meinen Nachmittagstee in der Sonne einzunehmen. Ich packte ein Buch und mein Strickzeug ein und schlenderte mit meinem Starbucks Becher nach draußen und überfiel eine Bank. Kaum hatte ich mich gesetzt fiel mir ein kleines Regal mit Schubladen auf, welches neu auf dem Müll lag. Ich schlich hin und schnappte es mir. Erst einmal trug ich das Regal schnell hoch, stellte es vor meine Tür und setzte mich wieder in die Sonne. 



violette Magnolienblüten
Nach einer Weile stand ich auf und schlenderte durch die Gegend, wo ich neben den weißen Magnolienbäumen auch noch Dunkelviolette fand. Und als ich um die nächste Hausecke ging traf ich dann auf gaaanz viel Flausch! Erst sah ich nur eine Katze, die sich in der Sonne ausruhte, doch als ich ein paar Schritte zurück ging waren es plötzlich 3 und später 4, die sich in der Sonne rekelten und mauzten. 
Ich war im Himmel! Eine der Katzen schien Menschenkontakt gewöhnt zu sein, da sie sich streicheln ließ. So viel Flausch in der Sonne! Wundervoll. Ich blieb bestimmt 30 Minuten bei den Katzen und unterhielt mich mit ihnen. 
Müllberge...
Danach schlenderte ich vor zum nächsten Müllberg, wo ich ein paar Fotos schoss und dann durch Zufall noch einen Tisch fand, sollte unser Tisch für das Abendessen Mal nicht reichen. Er war schön klein und man konnte die Beine einklappen, sodass er sehr gut unter mein Bett passen würde. Nachdem ich den Tisch auf mein Zimmer gebracht hatte, setzte ich mich wieder in die Sonne, entspannte mich für einen Moment und nutzte die Gunst der Stunde und strickte etwas. 
Kaffeezeit
Müllberge II
Als der Wind stärker und es damit auch kälter wurde beendete ich meine Kaffeepause – außerdem war meine Kekspackung leer, was auch ein guter Grund war – und ging wieder auf mein Zimmer, wo ich erst einmal das Regal und den Tisch reinigte und mich dann ans umbauen machte. Ich leerte eines der Fächer des großen Regals und packte alle Bücher und alles andere in das kleine Regal. Dann war es auch schon 17 Uhr und ich startete meinen neuen Computer, da ich zu dieser Zeit mit Papa skypen wollte. Ich habe tatsächlich alles richtig gemacht, als ich den PC gekauft hatte! Es funktionierte alles einwandfrei, auch wenn die Verbindung in Bernburg nicht so perfekt war, hat auch die Übertragung vom Tablet gut funktioniert. Nach einer Stunde hörten wir dann wieder auf und ich schrieb weiter an meinem Blog, bis ich Hunger bekam und mich auf in die Küche machte, wo ich mir Reis mit Curry zubereitete. Natürlich gab es auch ein Käsetopping, da dies einfach unglaublich lecker schmeckt. ;) 
Salat
Ich aß mein Curry und als Nachtisch gab es Chinakohl mit Möhren und einem Ei überzogen mit Salatdressing. Dann war es auch schon Zeit für den Videochat mit Mama und es klappte alles wieder hervorragend. Zu meiner Freude wurde ich auch gleich von Lumpi begrüßt der neben dem Computer saß und unglaublich flauschig aussah. X3 Nach dem Videochat widmete ich mich wieder meinem Rest Salat und meinem Blog, während ich mich von einem Hörspiel berieseln ließ.  Und damit mein Text auch noch lesbar ist, wird er jetzt mit Bildmaterial hochgeladen. Danach werde ich wohl noch etwas weiter stricken und noch etwas räumen, um meine Bücher aus der Bücherei unterzubringen. ^^

1 comment:

  1. Hallöchen! ^^
    Deine Posts werden aber auch von mal zu mal länger! XD Find ich allerdings gut, ist das doch ein Zeichen, dass du viel faszinierendes erlebst und nicht nur in der Bibo sitzt und lernst, obwohl selbst das bei dir spannend klingt! ^^d
    Und so eine Konsultation in nem Restaurant hätte ich auch gerne! Sollte mal meine Profs darauf ansprechen! XD
    Im Übrigen freut es mich, dass du immer wieder neue Leute triffst und Dinge findest um dein Zimmer zu verbessern! (Bei den Müllbergen braucht man dafür bestimmt auch ein geschultes Auge! ;) Btw: Ich finde dein Zimmer mit der ganzen Wäsche echt lolig! Sieht aus wie in ner Wäscherei! XD)

    Ich wünsch dir schöne Ostern in Tokyo und auf dass es bei euch bald länger und dauerhafter wärmer wird, damit du nciht mehr frieren musst. (Btw: Gratulation zu dem Heizer!! ^^d)

    Ganz liebe Grüße und fk

    Doitsu-chan <3

    PS: Und ihr habt da sogar ne Mensa! *.* (und mit echt lecker aussehendem Essen! *O*) Sind da die Preise ähnlich wie hier?

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