09.03.2016
– Nur das Genie bezwingt das Chaos
Das Wetter
war Grau in Grau. Der perfekte Tag, um im Bett zu bleiben! Draußen regnete es
ohne Unterlass und es fiel durch die sehr gut gedämmten Fenster auch kaum auf,
dass es bei mir im Zimmer wärmer war. Der Wetterbericht sprach von 5°C
Außentemperatur und ich glaubte ihm, denn mein Thermometer zeigt knappe 15°C im
Zimmer an. Ich erahne das Geschehen auf der Straße, da meine Scheiben so
beschlagen waren, dass nicht nur Außen die Tropfen hinunterrannen. Ich schälte
mich aus dem Bett, schnappte meinen Kessel und ging nach oben, um Wasser warm
zu machen.
| Frühstück |
Mein Frühstück erhellte den Tag und ich ließ mir von dem Wetter
nicht die Stimmung verderben, sondern schaute mir eine Folge „Mord ist ihr
Hobby“ an. Es gab neben Toast wieder Müsli, einen Fruchtgelee und Obst. Nach
dem Frühstück nutzte ich die Zeit, um an meinem Schal weiter zu stricken und
ließ die Serie einfach weiterlaufen. Irgendwann hatte ich erst einmal genug gestrickt
und ich widmete mich meinem Schreibtisch. Ich sortierte alle Dokumente und
machte mir eine Liste, was ich an dem Tag noch alles erledigen wollte. Einige
Briefe und E-Mails standen auf dem Plan, die ich unbedingt erledigen wollte. Und
meine Anmeldung bei Amazon Student. Auch wollte ich mich unbedingt bei meinem
betreuenden Professor melden, jetzt, wo meine Erkältung besser geworden war.
Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und widmete mich meinen Schiebern, die –
durch neu hinzugekommene Dinge – wieder völlig unübersichtlich waren. Ich
räumte alles von A nach B, um es später wieder von B nach A zu räumen. Als ich
der Meinung war, dass es jetzt gut so war, widmete ich mich erst einmal meinen
Kundenkarten, die ich in diversen Läden erhalten hatte. Doch irgendwie war der
Wurm drin. Nichts wollte so richtig funktionieren und nachdem Book Off meinen
Lieblingsladen bei Schritt Nummer 5 von 7 auch nach 1’ner Stunde noch nicht
akzeptiert hatte, gab ich auf und schrieb einige E-Mails. Mein Professor antwortete
sehr schnell und ich fühlte mich besser, jetzt, wo wir ausgemacht hatten, dass
ich mich für seine Sprechstunde am Freitag eintragen würde. Danach schrieb ich
eine E-Mail an die hiesige Deutschlehrerin und an eine Dozentin in Halle. Ich
stöberte etwas durch Amazon und bestellte mir eine Isomatte und einen
Schlafsack.
| Abendessen ;) |
Danach machte ich mich daran Postkarten und Briefe zu schreiben,
was länger dauerte, als ich gedacht hatte, denn es war schon dunkel geworden.
Da ich nicht einkaufen gehen musste konnte ich mich also gleich meinem Abendessen
widmen. Es gab Brot mit Schinken und Mayo, Gurke, Edamame und Salat. Da ich
beim Abendessen die Idee hatte, meine Bücher von Rhonda Byrne auch auf
Japanisch bei Amazon zu suchen, setzte ich mich wieder an den Computer und
durchstöberte noch etwas Amazon.jp. Ich fand 2 der Bücher für einen sehr
niedrigen Preis und bestellte sie. Anschließend widmete ich mich noch ein paar
Postkarten und verzog mich ins Bett, wo ich noch etwas strickte und meine Serie
weiterschaute. Es war zwar kein spektakulärer Tag, aber ich fand ihn trotzdem
entspannend.
10.03.2016
– Wenn der Postbote klingelt…
…oder
dich stattdessen gleich auf dem Handy anruft!
Der
Regen hatte aufgehört und auch wenn sich die Farbe am Himmel noch nicht
wirklich verändert hatte, reichte es doch, um einem gute Laune zu bereiten. Ich
schlief bis 9 Uhr und als alle Kinder allmählich im Kindergarten angekommen
waren stand ich auf und machte Wasser für meinen Schwarztee warm.
| Küchte |
| Gang im vierten Stock |
Die Gelegenheit
nutzte ich gleich einmal und schoss ein Foto der Küche und eines der Gänge eine
Etage weiter oben, da diese sich wirklich häuslich eingerichtet hatten mit
Regalen auf dem Gang. Zum Frühstück gab es Müsli, den Rest Brot vom Vortag und
Obst. Mitten beim Frühstück rief mich auf einmal eine unbekannte Nummer an und
bevor ich abheben konnte, hatte die Person auch schon wieder aufgelegt.
| Frühstück |
Ich
überlegte, wer meine neue Nummer alles hatte und huschte vorsichtshalber nach
unten zum Briefkasten, wo ich tatsächlich eine Nachricht fand, dass meine Post
nicht zustellbar war. Meine Isomatte und mein Schlafsack sollten laut Amazon schon
ankommen, was ich sehr erstaunlich fand! Da auf dem Zettel vermerkt war, dass
sich die Ware noch beim Zusteller befindet und das für mich keine wirkliche
Aussage war, was ich nun zu tun hatte klopfte ich bei Frau Sips und fragte, ob
sie schon einmal einen solchen Zettel bekommen hatte. Es stellte sich heraus,
dass auch sie ein Päckchen erwartete, welches mit dem Selben Zustellservice
kommen sollte. Ein Zustellservice, den ich schon immer einmal nutzen wollte, da
auf dem Logo Katzendrauf sind und er auch Kuroneko, also schwarze Katze heißt.
;) Wir googelten eine Weile und verquatschten uns, als Frau Sips auffiel, dass
auch sie einen Zettel im Briefkasten hatte. Schnell schalteten wir wieder das
Internet an und klickten uns durch die Seite, wo wir endlich einen Link fanden,
wo man sich das Päckchen erneut zustellen lassen konnte. Ich hatte versucht die
Nummer zurückzurufen, doch da ging nur die Vermittlung und schließlich der
Anrufbeantworter ran, den man nur nutzen sollte, wenn es wirklich wichtig ist.
Wir füllten im Internet ein Formular aus und ließen und entschieden uns für
eine Zustellung zwischen 14-16 Uhr. Wir hätten auch den Service von 12-14 Uhr
in Anspruch nehmen können, aber da es schon 13 Uhr war, entschieden wir uns für
die Zeitspanne danach. Kaum hatten wir das erledigt bekam ich eine E-Mail von Herrn
Tsujinaka, der fragte, ob ich nicht heute schon vorbeikommen konnte, da er noch
Papiere hätte, die unterschrieben werden müssten. Er bat mich darum ihn
zurückzurufen, was ich auch gleich tat. Es stellte sich heraus, dass auch Frau
Sips diese Dokumente unterschreiben sollte, weshalb ich ihr gleich Bescheid
sagte und wir einen Termin 17 Uhr ausmachten. Dann hieß es weiter warten. Wir
redeten noch eine Weile, bis jeder beschloss sich erst einmal fertig zu machen.
In der Zwischenzeit klingelte die nächste Post, da meine „My Number“-Karte
angekommen war. Eine Karte, die man überall vorzeigen kann und auf der alle
Informationen gesammelt werden und die in Japan gerade der letzte Schrei ist.
Ich unterschrieb und machte mich wieder auf den Weg nach oben.
| Die Post ist da! |
Kurz vor 16 Uhr
kam dann auch der Postbote und überbrachte uns, unsere Pakete. Im Zimmer
angekommen packte ich meine Isomatte und meinen Schlafsack aus und freute mich,
dass alles noch so gut funktioniert hatte. Danach zog ich mich um und 16.30 Uhr
machten wir uns auf den Weg in die Uni. Ich freute mich auf das Fahrradfahren, war
ich die letzten Tage immer zu Fuß unterwegs gewesen. Auf dem Weg begegneten uns
2 wundervoll blühende Kirschbäume und ich beschloss sie demnächst zu
fotografieren. Da wir sehr schnell unterwegs waren hielten wir noch schnell am
Bankschalter, wo ich erneut überprüfte, ob mein Geld schon da war und hob
vorsichtshalber die 1000Yen ab, die ich eingezahlt hatte, als ich das Konto
eröffnet hatte. Danach fuhren wir zur Bibliothek, wo wir unsere Räder
abstellten und machten uns auf den Weg zum Büro von Tsujinaka-Sensei. Das war
einfacher gesagt, als getan, denn eine große Baustelle hinderte uns daran den
kürzesten Weg zu gehen, weshalb wir durch ein anderes Gebäude hindurch unserer
Intuition folgten und tatsächlich irgendwie an seinem Büro herauskamen. Wir
klopften höflich und traten ein. Zum Glück hatte Frau Sips mich vorgewarnt,
dass wir die Schuhe ausziehen mussten in seinem Büro, weshalb ich gleich noch
einmal meine Socken kontrolliert hatte. Wir unterhielten uns eine Weile und
dann gab er uns die Dokumente, die wir unterschreiben sollten. Da wir sehr viel
redeten kamen wir kaum dazu unseren Tee zu trinken, wozu er uns immer wieder
aufforderte. Unser Tutor würde ab April Zeit für uns haben und alles was wir
bisher über ihn wissen ist sein Name: Kato-kun. Als Tsujinaka-Sensei das
Gespräch für beendet hielt stand er auf und setzte sich an seinen Schreibtisch –
ein Zeichen dafür, dass alles gesagt wurde und man jetzt gehen kann. Zum Glück
hatte Frau Sips schon ein Gespräch hinter sich gehabt! Ich hätte glatt darauf
gewartet, dass er noch etwas sagt. So wusste ich jedoch, dass dies das Zeichen
war zu gehen und so machten wir uns wieder auf den Weg. Beide etwas geplättet
davon, dass so viel Arbeit vor uns lag. Ich schlüpfte in meine Schuhe, die ich
vor dem Büro richtig anzog und trug mich in die Sprechstunde für Freitag ein.
Danach machten wir uns spontan auf in den Starbucks, wo wir einen Sakura-Latte
tranken und uns etwas von dem Schock erholten. Da Anja noch eine Arbeit
kontrollieren wollte, machte ich mich allein auf den Rückweg, wo ich am
Ärztezimmer der Uni vorbeikam und gleich einmal die Sprechzeiten
abfotografierte. Ich fuhr nach Hause und stellte mein Rad ab. Danach huschte
ich schnell in mein Zimmer und packte meine Sachen fürs Baden – immer hin war
Donnerstag! Mittlerweile hatte ich noch eine E-Mail von Amazon bekommen, dass
eines meiner Bücher versandt wurde und auf dem Weg war. Ich schrieb einen Einkaufszettel,
strickte noch etwas und machte mich danach auf ins Bad. Es war mittlerweile
richtig kalt geworden und der Wind war eisig, weshalb ich mich besonders auf
mein heißes Bad freute. Am Eingang hielt mich jedoch der junge Mann vom Einlass
auf und sagte, ich müsse Eintritt bezahlen, worauf hin ich ihm erzählte, dass
er der erste wäre, der das sagte und auf dem Zettel im Bad stehe, dass
Di,Do,Sa,So kostenfrei wären, da das große Bad ja geschlossen ist. Er beharrte
jedoch darauf, dass ich 180Yen bezahlte und da ich wirklich ein warmes Bad
nötig hatte löste ich brav mein Ticket und machte mich auf in die Duschkabine.
Ich genoss das Bad und entspannte mich in meiner kleinen Badewanne, bis ich das
Gefühl hatte Schwimmhäute zu bekommen. Als ich meine Haare föhnen wollte merkte
ich, dass ich den Stecker vergessen hatte, weshalb ich meine Haare einigermaßen
trocken rubbelte, einen Zopf flocht und neben meiner Mütze noch eine Kapuze
aufsetzte. In dem Moment war ich sehr froh, dass ich nicht weit vom Bad
entfernt wohnte. Ich wuselte also schnell nach Hause, wo ich Anja traf, die
ebenfalls hatte Baden wollen, aber verwirrt darüber gewesen war, dass wir
180Yen zahlen sollten. Ich föhnte schnell meine Haare, wartete eine Weile und
ging noch schnell einkaufen.
| Einkauf. ^^ |
Ich gönnte mir – neben Edamame – eine Packung
Yakult, 2 Äpfel, eine Kirschblütenlimonade, Orangensaft und als Abendessen Reis
mit Hähnchenschnitzeln. Danach lief ich zurück zum Wohnheim, wo ich mich mit
einem riesen Hunger meinem Abendessen widmete.
| Abendessen |
Nach dem Abendessen beantwortete
ich noch die überwältigende E-Mail der Deutschlehrerin, die mir unglaublich
viele Angebote und Weiterbildungen für Lehrer unterbreitete. Wir vereinbarten,
dass ich am Sonntag an einem Workshop für Lehrer in Tokyo teilnehmen würde. Da
mich das Strickfieber gepackt hatte, strickte ich noch etwas und fiel danach
erschöpft vom warmen Wasser und dem guten Essen in mein Bett, wo ich
augenblicklich einschlief.
11.03.2016
– Money, Money, Money!
| Frühstück |
Das
Wetter hatte sich nicht wirklich verändert und ich war froh, dass es trocken
war. Dieses Mal erwachte ich sehr zeitig – gegen 7 Uhr! – und entschloss mich
dazu erst einmal Tagebuch zu schreiben. Danach stand ich auf und machte neben
Wasser auch Milch warm, da ich Appetit auf heiße Milch mit Honig hatte. Und
außerdem war mein Schwarztee zur Neige gegangen und ich musste erst Neuen kaufen
gehen. Nach dem Frühstück schaltete ich das Internet an und siehe da, mein Stipendium
war angekommen! Ich freute mich riesig und tänzelte durch die Gegend!
| eigene Wege gehen... |
Das hieß
ich konnte am gleichen Tag noch meine Kaution und die Miete für April bezahlen
gehen, bevor ich zu Tsujinaka-Sensei ging, denn die Miete wird auf der Post
eingezahlt. Ich schrieb noch ein paar E-Mails und Nachrichte und beobachtete
wie immer die Kinder, bei ihrem Spaziergang. Dadurch, dass ich jetzt auf Post
fixiert war, fiel mir zum ersten Mal auf, wie das japanische Zustellsystem
funktioniert. In Deutschland würde sich jeder Postbote an den Kopf greifen oder
den Vogel zeigen. Hier geht es nicht nach praktischer Anwendung eines kurzen
Weges mit effektiver Zustellquote, nein! Hier geht es nach den Wünschen des
Kunden. Da man auch gekühlte Ware oder Supermarkteinkäufe bestellen kann wurde
ich mich das erste Mal richtig bewusst, dass das Auto des Zustellers Kuroneko
in 1ner Stunde 6 bis 7 Mal hier auf der Straße hielt, da immer unterschiedliche
Zeiten und Leute beliefert wurden. Und auch der Tiefkühlwarenlaster hielt
mehrere Male am Straßenrand und überbrachte seine Ware. Und ja, es war
tatsächlich immer der gleiche Zusteller! Verrückte Welt, aber naja. Ich widmete
mich meinem Überweisungsbeleg für die Miete und füllte alle notwendigen Felder
aus. Gegen Mittag wurde ich müde und machte einen kleinen Mittagsschlaf, bevor
ich mich auf den Weg zu Tsujunaka-Sensei und der Post machte.
| Kirschbäume |
| Kirschblüten |
Auf dem Weg hielt
ich an, um die Kirschbäume zu fotografieren, wo ich mit einem Mann ins Gespräch
kam, der jeden Tag seinen Spaziergang in der Nähe machte und ebenfalls die
Blüten bewunderte. Nach etlichen Fotos ging es an weiter.
| Kirschblütenmeer |
Ich hielt am
Geldautomaten und hob ausreichend Geld ab. Dann ging es auf die Post, wo ich
eine Nummer zog und darauf wartete bedient zu werden. Es scheint tatsächlich
überall ein Nummernsystem zu geben! Zum Glück warteten nur 2 Personen vor mir,
weshalb ich nach 20 Minuten wieder auf der Straße stand und zu meinem Fahrrad
ging. Da ich noch sehr viel Zeit hatte, machte ich noch einen kurzen Abstecher
in den Buchladen. Und immer noch hatte ich massig Zeit, weshalb ich beschloss
mich in der Zwischenzeit noch einigen Vokabeln zu widmen und mir etwas Warmes
zu Trinken am Getränkeautomaten zu holen und in der Mensa zu warten. Ja, es
gibt auch warme Getränke in den Automaten und ich entschied mich für einen Café
au lait. Als die Zeit heran war ging ich zum Büro von Tsujinaka-Sensei und klopfte
an. Da er am Vortag so beschäftigt gewesen war, übergab ich jetzt meine
mitgebrachte Schokolade und bedankte mich höflich dafür, dass er mir in dem
Jahr zur Seite steht. Danach redeten wir über mein Thema und wir stellten fest,
dass ich in meinem alten Thema, in dem es nur über Homosexualität ging, besser
Fuß gefasst hatte, als in meinem neuen Thema der Diversität. Er rief im
Diversity Office auf dem Campus an und erkundigte sich nach einem Bekannten,
der zufällig auch der Chef des Centers ist, damit ich mit ihm ein Gespräch
führen konnte. Wir machten aus, dass er mich am Montag anrufen würde, um mir zu
sagen, wann ich in das Diversity Center gehen könne. Danach redeten wir noch
etwas über mein Thema und was ich nach der Uni für Pläne hatte. Diese sahen
schon konkreter aus, als die Vorstellungen zu meinem Thema. Aber immer hin ist
das Thema noch relativ neu für mich und außerdem habe ich ja 1 Jahr Zeit, um
mich damit zu beschäftigen, von daher wird das schon noch. :)
| XD Was für Öffnungszeiten! |
Nachdem ich
trotzdem geplättet das Büro verlassen hatte und wir beschlossen hatten, dass
ich ihm ein Exposé fertig mache, damit er schwarz auf weiß hat, in welche
Richtung ich forschen möchte, sattelte ich mein Rad und fuhr in die Stadt. Ich
wollte einen Großhandel aufsuchen, den Frau Sips mir empfohlen hatte. Ich
musste immer Mal anhalten, um auf der Karte zu schauen, ob ich noch richtig
war. Laut Beschreibung war ich richtig, doch irgendwie fand ich den Laden
nicht. Ich fuhr noch etwas weiter und als ich merkte, dass es schon Richtung
Autobahn ging, drehte ich um und fuhr zurück ins Zentrum, wo ich ebenfalls noch
ein paar Wege zu erledigen hatte.
| 100Y-Shop Einkauf :) |
Ich wollte unbedingt eine Schüssel kaufen, in
der ich ein Fußbad machen konnte. Und da ich riesigen Appetit auf Spagetti
hatte, ging ich nach dem 100Y-Shop auch noch in den Supermarkt. Außerdem war
ich auf der Suche nach schönen Kirschblüten-Postkarten und ging dafür in 2
Läden, die ebenfalls im gleichen Einkaufszentrum waren. (Loft und Tokyu Hands).
Ich fand wonach ich suchte und noch viel mehr!
| Wocheneneinkauf. x3 |
Danach machte ich noch einen
Abstecher in den Gemüseladen und zu Mister Donuts, wo ich mir 2 seeeehr leckere
Donuts mitnahm. Vollbepackt machte ich mich auf den Heimweg. Ich stellte mein
Fahrrad ab und konnte die Spagetti schon auf meiner Zunge schmecken. Im Zimmer
warf ich alles von mir, machte Fotos von meinen Einkäufen und schon huschte ich
nach oben und machte mich ans kochen. Die Soße war unglaublich lecker und es
war ein wahres Festessen.
| Abendessen *-* |
Ich genoss neben den Spagetti mit Tomatensoße und
Käse noch Hähnchen mit Teriyaki-Soße und als Getränk einen Highball – Whiskey mit
Soda. Und zu meinem Erstaunen hatte der sogar mal 8% Alkohol!
Den Salat, den
ich eigentlich noch essen wollte und auch die Donuts schaffte ich allerdings
nicht mehr. Bevor ich mich in meine Decke kuschelte probierte ich gleich noch
meine Schüsse aus und genoss ein warmes Fußbad. Im Anschluss schaute ich noch
eine Folge „Mord ist ihr Hobby“ und schlief dann erschöpft vom vielen Radfahren
ein.
| Fußbad |
P.S.:
Man hat in Tsukuba nichts von dem Gedenken an Fukushima vor 5 Jahren gemerkt.
In Tokyo gab es eine Demonstration, zu der Frau Sips gefahren ist, aber
ansonsten war offiziell nicht wirklich viel bekannt.
12.03.2016
– Wochenend und Sonnenschein…
| Wegweiser |
Ich entdeckte
eine Mittelschule, deren Schüler sich gerade bei dem kalten Wind auf dem Sportplatz
abmühten und durch Zufall sah ich auf dem Boden wieder einen wundervollen
Wegweiser, der angab, wie weit es noch bis zum Bahnhof von Tsukuba waren und
wieviele Kalorien man verbrennen würde. Ich fuhr als wieder auf meine eigentliche
Route und machte mich zuerst auf in den Hard Off und vergewisserte mich, dass
das Notebook noch da war, auf welches ich ein Auge geworfen hatte und suchte
nach einem günstigen Handtuch, da ich meine allmählich waschen musste. Ich fand
auch eins und zu meinem Erstaunen sogar ein sehr gutes und hübsches von Disney,
welches ich mitnahm. Nach dem Hard Off ging es erst einmal zur Bank, wo ich
herausfand, dass man außerhalb der Öffnungszeiten der Hauptschalter für das
Geldabheben tatsächlich Geld bezahlen musste. Ega wieviel man abhob, man musste
108Yen Gebühren bezahlen. Ich fuhr weiter zum Iias Einkaufszentrum und
schlenderte durch die Gegend. Ich holte im Daiso noch einige Kleinigkeiten und
beschloss wieder nach Hause zu fahren.
| Ein Land voller Gegensätze... |
| ...und Nationalitäten |
Dann fiel mir jedoch ein, dass ich Frau
Sips von der Antique Bakery noch ein Brötchen mit Käse mitbringen wollte und da
das auf dem Weg lag, hielt ich an und stöberte auch dort noch etwas durch den
Laden, wo mir auffiel, dass sie auch gebrauchte Nintendo DS Spiele für
unglaublich billige Preise verkaufen, weshalb ich auch dort gleich einmal
zuschlagen musste, immer hin konnte ich so mein Lesevermögen spielerisch
auffrischen. Aber damit es nicht nur Spiele sind, kaufte ich mir auch einen
Kanji-Trainer, damit ich aktiv an meinen Kanji-Fähigkeiten üben konnte. Nachdem
ich dann auch das Brötchen für Frau Sips geholt und noch etwas mit den
Verkäuferinnen geschwatzt hatte, verstaute ich alle Sachen auf meinem Fahrrad
und war über meine Tetriskünste erstaunt! Ich radelte im Sonnenschein gemütlich
zurück, wurde von Polizisten und Wachleuten gegrüßt, die an Einfahrten und
Übergängen standen und freute mich, dass ich in Tsukuba Fahrrad fahren konnte. Zu
Hause angekommen warf ich einen Blick in den Briefkasten und freute mich, da
eines meiner Bücher angekommen war, welches zwar als gebraucht ausgewiesen war,
aber sogar noch eingeschweißt war. Und das für noch nicht Ma 3€. Ein richtiges
Schnäppchen!
| Japanisch/Deutsch ^^ |
Jetzt konnte ich diese Bücher auch auf Japanisch lesen, wie
toll!!! Ich packte meine Sachen aus und klopfte gleich erst einmal bei Frau
Sips, um ihr das Brötchen zu übergeben. Ich hatte mit meiner idee genau ins
Schwarze getroffen, denn sie war noch etwas durch den Wind von der gestrigen
Demonstration, an der sie teilgenommen hatte und konnte etwas Aufmunterung
gebrauchen. Da kam mein Brötchen gerade richtig! Ich kehrte nach einem langen
Gespräch in mein Zimmer zurück, fotografierte meine Einkäufe und sortierte Mal
wieder meine Schubladen.
| Einkauf... |
| ...und noch mehr... |
| Abendessen. ^^ |
Da es später war, als gedacht kochte ich mir mein
Abendessen – dieses Mal japanische Spagetti mit einer Fischsoße – und genoss
diese bei einer Folge „Mord ist ihr Hobby“. Danach meldete ich mich schnell für
das Seminar am Sonntag an und nachdem das alles geklappt hatte machte ich mich
daran meinen Eintrag der letzten Tage zu verfassen, an dem ich immer noch
sitze. Doch jetzt werde ich mir erst einmal noch ein paar Edamame kochen und
einen Salat und einen Cocktail genießen und danach ins Bett gehen. Die
Buszeiten sind auch schon herausgesucht und der Treffpunkt wurde auch schon
gegoogelt.Und nach dem Hochladen geht es dann auch schon voller Vorfreude ins Bett. :)
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ReplyDeleteHallöchen! ^^
ReplyDeleteJetzt wo ich einmal drin bin, dachte ich mir, dass ich auch gleich weiterlesen kann! ^^ (Ich glaub, der Sonntag wird ab jetzt ein Risus-Blog-Lesetag werden! ^^)
Gleich vorweg: Ganz lieben Dank für das "Küchen"Bild! Du hattest sie mir zwar schon beschrieben, allerdings hatte ich sie mir dennoch größer vorgestellt... Zum Glück gibt es Kombinis, sonst würde dieses "Küchen"Konzept wohl kaum funktionieren...
Auch wenn es bei dir echt ein wenig kompliziert klang, so hab ich mit dem Zustellen von Amazon.jp eigentlich nur positive Erfahrungen gemacht. Ich meine: Wie geil ist es, wenn man in der wünschten Lieferzeit 15°°-16°° angibt und die das auch wirklich in dieser Ziet bringen!? *.*
Und wow... Schuhe im Büro ausziehen habe ich auch noch nie gehört! Das ist ja auch ein Ding! XD (Gut dass Frau Sips (btw: Gut dass ich Kontext-fähig bin, sonst würd ich mich jetzt noch fragen, wer Anja ist XD)dir ein paar Wie-gehe-ich-mit-dem-Prof-um-Tipps geben konnte... wäre ja sonst eine ziemliche FettnäpfchenSammlung bei rausgekommen... und ganz ehrlich: Ich wäre auch Sitzen geblieben, bis er mich rausgesschmissen hätte! XD)
Was es nicht alles gibt!
Genauso wie die Kalorien-Verbrennungsinfos auf der Straße. Obwohl das doch echt gut zu den Kalorienangaben in den Speißekarten im Restaurant passt. (Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber damals hab ich die in Aichi permanent gehabt...)
Aber so ein kleines bisschen fang ich nun doch an dich zu beneiden... Erstmal wegen den wunderschönen Kirschbäumen *.* und dann natürlich auch wegen den ganzen schönen Dingen, die du immer zum Kaufen findest! (Im Ernst!? DS-Spiele für 190Yen!? ... *seufz*) Und wie schön, dass es die Bücher von Rhonda Byrne auch auf Japanisch gibt! ^^ (Da kannst du dein "Lesevermögen auffrischen" und dich motivieren lassen ^o^d)
... Und auch wenn du jetzt schon in Tokyo bist (und schon wieder Leute gestalkt hast XD (der Schal stand ihm aber auch echt gut)), wünsch ich dir trotzdem ganz viel Spaß in Tokyo und auf dem Seminar!
Ich freu mich schon auf nächsten Sonntag und deinen Bericht! ^x^
Fk
Doitsu-chan <3