Friday, 23 September 2011

You can stand under my umbrella…


Gleich zu Beginn erst Mal ein großes Sorry an all die Leute, die bis jetzt so sehnlich auf einen Post gewartet hatten… Es war gestern Abend etwas spät und der Tag war lang gewesen, da habe ich es nicht mehr fertig bekommen. Erst jetzt, wo ich vom Einkaufen wieder da bin hab ich endlich die Zeit dazu meinen Post zu schreiben! ;)
Hier ist er also, der Nachtrag vom 22.09.2011
Am Morgen erwartete uns Sonnenschein! Keiner von uns hätte es ja gedacht, nachdem der Taifun ja se gewütet hatte. Aber die Sonne ließ sich nicht abhalten in unsere Zimmer zu scheinen.
Um 5 Uhr klingelte mich Andrea an, damit ich nicht verschlief und in Ruhe duschen gehen konnte.
Als ich dann wieder mit geföhnten Haaren auf meinem Zimmer saß wurden die Kanji noch Mal wiederholt. Ihr erinnert euch? Heute hatte ich ja meinen ersten Kanji-Test! Und ich muss zugeben, dass ich etwas aufgeregt war! Immerhin kannte ich die Form des Tests noch nicht und wusste somit nicht, ob wir nur die Kanji wissen mussten oder auch die englischen Sätze.
Morgens um 7 in Japan...
Wie immer trafen wir uns 7 Uhr im Speisesaal um zu frühstücken. Es gab dieses Mal wirklich merkwürdige Sachen mit denen niemand von uns etwas anfangen konnte.
Die meisten Dine haben geschmeckt, doch die gegorenen Bohnen oder was es war, in dem Plastikbecher waren wirklich gewöhnungsbedürftig! Man konnte sie zwar essen, aber nicht zum Frühstück! Meine Geschmacksnerven taten sich an dem Tag schon mit dem Reis und der Suppe schwer, irgendwie erwartete mein Körper was Süßes. Aber da es das nicht gab, musste er sich mit den anderen Dingen zufrieden geben! Immerhin hatte ich ja noch ein paar Kekse im Kühlschrank, die ich ausprobieren konnte. ;)
Zurück auf meinem Zimmer wiederholte ich dann noch einmal die Kanji und machte mich dann auf den Weg zur Uni. Ich nahm den Bus vom Wohnheim aus bis zum Asaka Bahnhof und fuhr wie üblich von dort aus weiter mit der Bahn nach Ikebukoro, stieg dort um und fuhr weiter nach Ekoda. An nur einem Tag  habe ich gelernt die Fahrkartenausgänge zu hassen! Meine Karte funktionierte in Ikebukoro beide Male nicht, sodass ich zu dem jeweiligen Aufseher gehen musste, der meine Karte manuell einlas. Manchmal spinnen diese Fahrkartengeräte halt. In Ekoda ging dafür alles gut.
Ich beeilte mich, um in die Uni zu kommen, da ich durch das nicht funktionieren der Automaten Zeit verloren hatte und dadurch auch eine Bahn später fahren musste. Somit hatte ich nur noch 10 Minuten um pünktlich zu sein und zum Kanji-Test will man das ja schon sein!
Süßkartoffel-Karamellen *----*
Genau 10 Minuten später war ich angekommen und dann klingelte auch schon die Stundenglocke! Gerade auf die Minute! Am Anfang der Stunde redeten wir über den Taifun und verschiedene Arten des damit verknüpften Herbstes. Als kleines Leckerli bekamen wir dann noch ein Süßkartoffel-Karamell-toffee und kaum hatten wir es ausgepackt begann Sudo-san auch schon damit die Tests auszuteilen! Es hatte etwas von Zuckerbrot und Peitsche!
DAS Tafelbild ;)
Der Kanji-Test war vergleichsweise zu den deutschen Tests wirklich einfach. Sie hatte nur die 8 Sätze abgefragt die wir auswendig lernen sollten. Und während wir da so schrieben legte sie uns schon das Blatt für den nächsten Test hin. Denn wie wir feststellen mussten schreiben wir wirklich jede Stunde die wir Japanisch haben einen Kanji-Test! Das klingt nicht nur anstrengend, es ist wirklich anstrengend. Wenige Minuten später gaben wir unsere Blätter wieder ab und lasen, wie schon in der Stunde zuvor eine Geschichte.
Um uns zu verdeutlichen was sie sagte, malte Sudo-Sensei viele verschiedene Bilder an die Tafel! Und da die so künstlerisch interessant waren mussten wir sie am Ende der Stunde gleich Mal fotografieren. Gesagt, getan!^^ Und da ich euch dieses wunderbare Werk nicht vorenthalten will... hier seht ihr unser wunderbares „Tafelbild“.
Japanisch Lehrbuch
In der Mittagspause ging ich mir dann erst Mal unser japanisch Lehrbuch kaufen und musste feststellen, dass es 25€ kostet! Und es ist soweit ich weiß nur für 1 Semester! >_<‘‘‘ Es ist wirklich sehr teuer! Aber nichts im Vergleich zu den Büchern die wir für Kultur bestellen müssen!
Wir kauften uns auch gleich etwas zu Mittag und dann gingen wir uns für eine Führung durch das Fitnessstudio anmelden. Ja, ihr lest richtig! xD Wir haben beschlossen das kostenfreie Fitnessstudio zu nutzen, was in einem Nebengebäude der Musashi-Universität ist. ;) Nach kurzem warten und einer ebenso langen Diskussion hatten wir dann einen Termin für den nächsten Dienstag 15 Uhr. Keiner von uns hatte da mehr Uni, deshalb passte das ganz gut.







süßes Mittagessen! XD Schoko-Kastanien-Melonenbrot
Gemeinsam wuselten wir dann zu unserem Zimmer, wo wir erst einmal unser Essen auspacken mussten. Der Kultur Lehrer wartete schon und probierte die verschiedenen Knöpfe des Beamers aus, um zu testen wie er funktionierte. Lehrer scheinen es auch in Japan nicht besonders mit der Technik zu haben. In der Mitte des Raumes breitete er dann noch eine Karte von Japan aus, da Google Maps (für all die Leute die kein Internet haben, oder Google Maps noch nicht kennen. Es ist eine riesen große Landkarte im Internet, wo man wirklich alles, oder zumindest fast alles findet.) ja zu einfach wäre. Die erste Hälfte der Stunde verbrachten wir damit nicht einzuschlafen und die Städte und Gewässer zu kontrollieren, die er in der angenehmsten Geschwindigkeit zeigte. Im Grunde hat keiner so schnell mitschreiben können, ohne durcheinander zu kommen. Also konzentrierte man sich darauf nicht einzuschlafen. In der Zwischenzeit wurden Pläne geschmiedet, da Emily (die im Übrigen doch aus Großbritannien kommt und nicht aus Amerika.) Geburtstag hatte und wir abends weggehen wollten. Ich sehe, ihr ahnt schon, warum ich erst so spät wieder zu Hause war. Der zweite Teil des Unterrichts war schon anspruchsvoller, denn da hatte man einen erhöhten Schwierigkeitsgrad um nicht einzuschlafen. Nicht nur das er bei Urschleim angefangen hat, er hat auch gleich Mal das erste Kapitel behandelt von den Büchern die wir kaufen müssen, die aber so teuer sind, dass sie sich noch niemand gekauft hat. Und auch auf dem japanischen Amazon (Amazon ist der weltweit größte Versandhandel über das Internet…) kosteten die Bücher an die 50€ oder mehr. Somit besuchte ich das europäische Amazon und fand die Bücher zu einem relativ bezahlbaren Preis! Ich muss zwar jetzt länger darauf warten, da es mir nach Deutschland geschickt wird und Mama es dann zu mir schicken muss, aber immerhin besser als 50€!!! Blake hatte den Schwierigkeitsgrad nicht geschafft und Schied in Runde 1 aus! Die anderen griffen zu härteren Maßnahmen und begannen Bilder auf ihre Übungsblätter zu zeichnen. Doch irgendwann war auch diese Stunde vorbei und Sheila und ich, die nicht wie die Anderen Politik hatten, wuselten zum Bahnhof und fuhren zurück in das Asaka Plaza.
Da als Treff Ikebukoro ausgemacht war, hatten wir es von uns aus ja nicht weit bis dorthin! Wir konnten also gemütlich zurück ins Wohnheim fahren. Als Sheila und ich in den Himmel sahen, ahnten wir das es regnet und kauften uns im 100Y-Shop einen Schirm für 1€! Und wie wir in Asaka ausstiegen brauchten wir ihn auch tatsächlich. Weder Sheila noch ich hatten damit gerechnet, aber nun waren wir dem Wetter gewappnet und kämpften uns durch den Regen.
Im Wohnheim hatten wir nun knapp 2 Stunden für uns, in denen ich schon den nächsten Kanji-Test vorbereitet und die Karte für den Geografie-Test im Kultur-Modul vorbereitet habe. Nach 2 Stunden des Insel Suchens machten wir uns dann wieder auf, um die anderen in Ikebukoro zu suchen. Was sich als wesentlich leichter herausgestellt hat, als die Städte und Gewässer auf der Japan-Karte zu finden. Und leider gehen 20% der Tests auch noch in die Note mit ein, das heißt man sollte sich da ja auch gleich anstrengen! -.-‘‘‘
Und nun die Werbung...(Ikebukoro)
In Ikebukoro angekommen suchten wir die Anderen und es stellte sich heraus, dass wir eine Gruppe von 15 Leuten geworden waren! Ziemlich groß also. Und dann such Mal Bitte für 15 Personen ein günstiges Lokal! Die Japaner in der Gruppe führten uns dann tatsächlich zu einem preiswerten Ambiente bei dem man sich gleich wie im Postamt gefühlt hatte. Beim Eingang hieß es nämlich Schuhe aus und in ein freies Fach deiner Wahl stellen. Allein das verschliessen des Schlosses war ein Erlebnis für sich und aus den verschiedensten Ecken hörte man immer wieder ein „Und wir geht das Ding jetzt nun eigentlich zu?“. 

unser Tisch ^^
Als alle ihre Schuhe ausgezogen hatten stürmten wir das Lokal, nahmen an einem übergroßen Tisch Platz und kaum saß man auf seinen mehr oder weniger 4 Buchstaben, als auch schon der Kellner nebeneinem stand und wissen wollte, was man denn so trinken mochte. Und das auch noch bei einer Getränke-Karte in Katakana, wo man dann auch noch wirklich erst Mal lesen muss. Beziehungsweise raten! Nach dem sich der Kellner nicht abwimmeln ließ bestellten wir das erst Beste was uns in die Augen sprang und mit schon war der freundlich lächelnde Keller verschwunden, um unseren Wünschen nachzukommen. 

Vorspeise und Pfirsich-Cola-Cocktail
 Das Lokal war sehr voll, was sich dadurch erklären ließ, dass es eine Happy-Hour gab, die besagte, dass man 3 Stunden für 10€ so viel trinken konnte wie man wollte. Egal ob alkoholische oder antialkoholische Getränke. Zudem musste man auch noch 2 Speisen der Menukarte bestellen. Andrea und ich studierten die Karte genau und wählten dann die günstigsten und leckersten Dinge aus. Dann kamen auch schon unsere Getränke. Ich versuchte mich an einem Pfirsich-Cola und kann ihn nur weiter empfehlen. Erst später merkte man dann, dass da eigentlich auch Alkohol drin gewesen war. Aber wirklich so versteckt, dass wir zuerst bei Steven gesehen hatten, dass unsere Vermutung doch richtig war. Steven war der erste dessen Gesicht die geröteten Wangen gleich Mal übersprungen hatte und eine Krebsähnliche Farbe angenommen hatte.  Wir testen die verschiedensten Getränke, versuchten und an einem Haufen Cocktails, während Alex, Sheila und Blake schon bei unechtem schottischen Whiskey angelangt waren.  Ich blieb dann lieber bei den süßen Dingen des Lebens und deshalb bestellten wir neben einem asiatischen Omelett auch ein Dessert mit Passionsfruchtjoghurt und Milcheis dekoriert mit Früchten.
unsere Nachspeisen...als Vorspeise! XD
Interessanterweise war in dem Lokal so viel los,  dass zuerst unsere Nachspeise kam und dann der Hauptgang. Wir genossen also das Dessert und dann unser wirklich wohlschmeckendes Omelett! Und da man ja in der Reihenfolge noch eine Vorspeise brauchte bestellten wir uns eine Portion Pommes, die wir zuerst bei den anderen ausgetestet hatten. Zum Glück haben auch andere so sparsam gedacht wie wir, denn wir erfuhren, dass alles auf eine Rechnung kommt und durch die Anzahl der Personen geteilt wurde.




Emilys Geburstagsgeschenk...Törtchen!
Ich lag passender Weise genau in diesem Rahmen und so gaben wir Emily 20€ bevor wir gingen. Wir mussten nämlich eher los, da unser Wohnheim um 12 die Pforten schließt und wer da nicht drin ist, der bleibt draußen. Steven hatte diesen Fall schon wegen 5 Minuten zu spät Kommen erlebt und das wollten wir nicht riskieren, vor allem nicht, weil die Temperaturen durch Roke etwas heruntergegangen waren. Wir redeten mit den verschiedensten Leuten, die man am Anfang des Abends noch nicht kennengelernt hatte und ich kann sagen, dass es wirklich ein sehr gelungener Abend gewesen war!


Die Riesenpizza...
Die unterschiedlichsten Speisen machten die Runde und so probierten wir etwas, das wie ein Mix aus Salzstangen und Nudeln schmeckte und sich gewürzte Pasta nannte. Es sah auch so aus wie Spagetti im Salzstangenkostüm! Aber sie waren wirklich gut. Es gab auch noch eine Pizza von 20cm Breite und 1m Länge. 








Omelett mit Schrimps ^^ yammiyammi
Im Nachhinein kann ich gar nicht mehr genau sagen, was ich alles getestet hatte an Essen, es war auf jeden Fall alles sehr gut und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass uns dieses Lokal gesehen hat. Natürlich geht so ein Lokalbesucht ja nicht ohne Peinlichkeiten ab und somit erlebte ich meine Peinlichkeit, dass ich vergessen hatte die Kloschuhe, die man in der Toilette benutzt, da man ja ohne Schuhe im Lokal durch die Gegend läuft vergessen hatte auszuziehen und sie noch am Tisch anhatte. Sofort rannte ich wieder zum Klo, während sich die anderen darüber amüsierten…. Wenn Peinlichkeiten dann gleich richtig und immer bei mir!!! ^^‘‘‘ 
Alex und Blake...xDDD
Jetzt hatten wir Mal wieder etwas zu lachen gehabt und testeten die Bestellautomaten.  Das waren leine Computer, bei denen man ebenfalls seine Bestellung aufgeben konnte, ohne dass man jedes Mal auf einen Kellner warten musste. Gegen 10.45 Uhr machten wir uns dann auf den Heimweg und schleiften Sheila und Alex gleich mit.
Es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Es ging um jede Minute. Aber wir waren zu 4, 2 davon sehr betrunken, das erhöhte den Schwierigkeitsgrad der Mission. Also hing jetzt alles an Andrea und mir. Wir zogen unsere Mützen ins Gesicht, überprüften unseren Colt und dann machten wir uns auf in den Kampf! Vom Bahnhof zum Wohnheim brauchten Andrea und ich knappe 25 Minuten und waren 5 Minuten vor 12 angekommen. Da Sheila noch Geld holen wollte und Alex etwas zum Frühstück morgen, brauchten sie etwas länger. Und genau als die Uhr Mitternacht schlug und die Geisterstunde begann betraten die Beiden in letzter Sekunde das Wohnheim und waren sicher. Die Mission war also erfüllt. Und wir stiegen nicht nur ein Level auf, aufgrund unserer Erfahrungspunkte, wir stiegen sogar zur gleichen Zeit in den Fahrstuhl und nahmen unsere Siegerposen ein.  (Anmerkung für die Leute, die diesen Abschnitt jetzt nicht lustig fanden… wer oft Computerspiele oder andere Spiele für Spielekonsolen spielt weiß, das, wenn man eine Aufgabe gut erledigt hat Erfahrungspunkte bekommt, die einen stärker machen und wenn man genug Erfahrungspunkte hat steigt man ein Level auf, womit die Gegner es schwerer haben einen zu Besiegen. Man kann sich das vorstellen wie das Altern. Man erlebt viel und bekommt dafür Erfahrungspunkte und nach einem Jahr steigt man dann auf in das nächst höhere Alter, man ist dann sozusagen ein Level höher. ;) Ich hoffe ich konnte euch diesen kleinen Exkurs in die Spielewelt etwas versüßen! XD)
Erschöpft kam ich auf meinem Zimmer an und war sogar zu Müde zum Ausziehen. Irgendwie hab ich das dann doch noch geschafft, aber zum Computer anschalten hat es dann doch nicht mehr gereicht. Immerhin war ich seit 5 Uhr auf den Beinen und habe sogar noch einen Kanji-Test hinter mich gebracht. Und da Helden ja auch Mal nach einer erfüllten Mission eine Pause brauchen fiel ich hundemüde ins Bett, schrieb noch ein Paar Mails nach Deutschland und entschwand dann im Land der Träume….

Euer Risu ^^
unser aufgeräumter Tisch im Lokal...Man multipliziere das mit 8 und man hat das Gesamtaussehen des Tisches! XD
 

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