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Und es regnet und regnet und regnet!!!
Als ich aufgestanden bin 6 Uhr, hatte es schon seit Stunden geregnet und es wollte einfach nicht aufhören! So war die Laune im Speisesaal – bis auf Andrea – etwas gedrückt. Alle waren Müde und gelangweilt. Andrea hingegen freute sich wie verrückt über das Wetter, endlich war die Sonne weg. Wie üblich gab es wieder Reis mit Furikake, Miso-Suppe mit Fischgedöns und Sojabohnensprossen. Und endlich gab es wieder Hühnchennuggets mit Ei!^^ Jedoch muss ich noch Mal betonen, dass das Ei kalt ist! Dazu gab es wieder den Tee, dessen Name nicht genannt werden darf und einen Salat auf Algen und Nato! Und ja! Es schmeckt wirklich! Erst jetzt habe ich mitbekommen, dass ich das schon Mal gegessen hatte in der Zeit in der ich hier bin, aber nicht wusste, dass es Nato war. Über die Konsistenz kann man sich wirklich streiten, aber der Geschmack ist gut. ;)
Da die anderen wieder eher Unterricht hatten, machten Sheila und Andrea Alex Feuer unterm hintern, aber der ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und sagte immer wieder, dass er doch erst seinen Reis beenden will. Da es im Englischen aber klingt wir die Initialen eines Grabspruchs mussten wir alle lachen. (Für alle die der englischen Sprache nicht mächtig sind: Auf Grabsteinen findet man häufig die Inschrift „Rest in Peace“, das so viel bedeutet wie, „Ruhe in Frieden“. Da im Englischen nur das erste Wort von Rest in Rice, also Reis umgewandelt werden braucht klang es wirklich sehr lustig und das heiterte die Stimmung wieder etwas.)
Ich konnte mir absolut nicht erklären warum ich eigentlich so müde war. Ich meine, immerhin habe ich genug geschlafen! Aber vielleicht war es zu viel, immerhin habe ich die letzten Tage immer nur 5 Stunden im Schnitt geschlafen. Dafür fallen einem dann abends auch wirklich die Augen zu, wenn man seinen Blog schreibt.
Alex beendete sein Frühstück in Frieden und dann wuselten sie los zum kostenlosen Bus, der Früh von unserem Wohnheim bis zum Bahnhof Asaka fährt. Wenn der Verkehr nachgelassen hat fährt der Bus auch bis zur Uni, aber um diese Uhrzeit würde der Bus Stunden brauchen.
| Regentropfen auf dem Baum vorm Balkon |
Mein Unterricht begann erst 1 Uhr, doch um den Bus ebenfalls auszuprobieren und um noch Mal in ein paar Geschäften und bei der Bank vorbeizuschauen, nahm ich den Bus 9.10 Uhr zum Bahnhof und fuhr dann mit dem Zug in die Stadt. Ich fuhr bis Ikebukoro und diesmal hatte ich keine Probleme das Gleis von dem Zug nach Ekoda zu finden. Scheinbar fand eine etwas andere Kaffeefahrt der älteren Bevölkerung statt, da diese alle am Gleis versammelt auf die nächste Bahn warteten.
In Ekoda angekommen ging ich erst einmal in den 100Y-Shop, da ich noch ein Notizbuch für Geschichte kaufen musste. Zudem kaufte ich gleich noch 2 Packungen verschiedener Büroklammern. Der Regen hatte mittlerweile so stark nachgelassen, dass ich beschloss erst beim nächsten Mal einen Schirm mitzunehmen.
Da ich ja sowieso auf die Bank gehen wollte, brauchte ich mir um den Euro ja keine Gedanken machen. Doch als ich dann auf der Bank war zeigte mir der Automat an, dass meine Karte nicht funktionieren würde. Na gut, vielleicht der Automat kaputt, oder so! Erst Mal zur Uni und dann danach an den nächsten Automaten.
| Unikram!^^ Nein, es ist ROT!!! Nicht rosa! |
In der Uni angekommen suchte ich mir erst einmal ein Plätzchen wo ich bleiben konnte und suchte mir die Cafeteria aus. Dort suchte ich mir erst einmal die Begriffe für das erste Kultur-Quiz zusammen, der nur auf Geografie besteht! Lernen sie doch Mal innerhalb von 1 Woche 50 oder mehr Städte, Inseln, Seen, Meere und Buchten auswendig und behalten sie das am Besten in ihrem Kopf! ><‘‘‘ Das war tatsächlich das, was unser Dozent dann auch gesagt hatte…
Doch zuvor war erst Mal Mittagspause und interessanter Weise setzte sich niemand an den sonst leeren Tisch des Gaijin, um mit ihm zu reden! Alle schauten nur, aber niemand traute sich. Und wenn man dann freundlich zurückgelächelt hat oder sie etwas fragend angesehen hat schauten sie beschämt weg. -.-‘‘‘ Japaner scheinen wirklich sehr scheu zu sein, was das anbelangt!
Andrea und Blake leisteten mir dann Gesellschaft und irgendwann machten wir uns auf die Suche nach dem richtigen Raum. Den fanden wir dann auch und Santa Claus war auch schon da. XD Ehrlich, der Lehrer sieht mit seinem wunderbaren weißen Bart wirklich aus, wie Santa. Und wie immer in den letzten Tagen die Vorstellungsrunde: Da niemand so wirklich wusste was er sagen sollte entschied sich Blake für einen wunderbaren Grund warum er diesen Kurs besuchte! „Ich bin eigentlich nur hier in dem Kurs, weil mir ihr Bart gefällt!“ Alles lachte und dachte sich, dass der Mann ohne Bart vielleicht nicht so lustig aussehen würde. Und leider kam dann der nächste Schlag, nach einer so freundlichen Begrüßung… Unser Dozent meinte nicht nur, dass es doch ganz in Ordnung sei 3 Bücher zu lesen, die wir uns dafür auch kaufen müssten, sondern auch, dass wir jede Woche einen Test schreiben und das Wissen, welches in diesen verlangt wird auch noch behalten sollten, da es in der Abschlussprüfung ebenfalls verlangt wird. … Und dabei war ich doch wirklich noch nie die Granate in Geografie!
Nach Kultur (oder wohl eher dem Geografie-Kurs!) hatten wir englische Diskussion. Auf den Kurs freute ich mich ebenfalls, weil er mir vielleicht helfen konnte, mein Englisch so weit zu verbessern, dass ich danach wunderbar diskutieren könnte ohne ständig Vokabeln zu vergessen. Über 20 Minuten warteten wir in dem Raum, doch niemand kam. Nach weiteren 10 Minuten entschieden wir uns dann dafür noch Mal nachzufragen und gingen in das Büro, wo wir uns immer hinwenden. MISC ist der Name, aber fragt mich nicht was er ausgeschrieben bedeutet! XD Ich habs vergessen. Zumindest das M. Alles danach bedeutet „international studies center“ (also das Zentrum für internationales Studieren, für die Leute, für die Englisch ein fremder Planet ist.) Aber das M finde ich noch heraus! Da allerdings jeder MISC sagt, ist es halt dann immer etwas schwer sich die Buchstaben danach zu merken. Auf jeden Fall erzählte man uns dort, dass der Unterricht verlegt wurde und wir so noch über 1 Stunde warten mussten. Die Anderen ließen das Fach gleich aus ihrem Plan streichen, da sie keine Freistunde haben wollten, doch da bei Jenny und mir noch nicht sicher war, ob wir Geschichte vom Computer angerechnet bekommen, weil es sich ja Mittwochs mit dem englischem Schreiben überschneidet, mussten wir warten. Also zogen wir los um zum Einen Jenny etwas zu Essen zu kaufen und zum Anderen noch einmal meine Kreditkarte auszuprobieren. Doch in keinem der Läden und Banken wollte meine Kreditkarte funktionieren! Noch nicht einmal in dem 7/11-Shop bei dem die Anderen auch alle ihr Geld abhoben. Sofort zückte ich mein Handy und sandte einen Hilferuf an die Frau von der Bank, dir für mich verantwortlich ist und wartete sehnsüchtig darauf, den Bankautomat bei uns in Asaka auszuprobieren. Doch vorerst mussten wir zu unserem Diskussions-kurs. Wir kamen in den Raum, fragten ob wir hier richtig sind und keiner antwortete uns. Keiner war in dem Fall ein einziger Junge, der uns nur anschaute. Das einzige weibliche Wesen neben uns, verließ den Raum auf diese Frage hin wieder, da sie im falschen Zimmer war. Doch statt zu bestätigen, dass wir richtig seien, schaute der Japaner nur zu Boden und wir mussten noch einmal fragen. Und wir hatten Glück. Es war wirklich der richtige Raum!^^
Also setzten wir uns hin und warteten. Ein paar Minuten später waren wir 7 Personen! 4 Jungs gegen 3 Mädchen! Und dann kam der Lehrer, der im Übrigen ein Mix zwischen verschiedenen Professoren, die ich in der Soziologie kennengelernt habe. xD Er war etwas wie ein zerstreuter Professor. ;) Da dieser Blog ja aber öffentlich ist und ich nicht möchte, dass irgendwann Mal jemand darüber stolpert, bleibt eurer Phantasie überlassen, wie unser Dozent nun war. (@ Fränz, ich will keine Namen nennen, aber unser Herr Ähm – 7 Minuten Sprechpause – Ähm und sein Vorgesetzter kommen der Sache schon ziemlich nahe. xDDD)
Vom Englisch war ich etwas unterfordert…und glaubt mir, das hätte ich nie gedacht, dass ich das Mal sagen würde! Aber ich hab mich wie in der Mittelschule gefühlt…
Unser erstes Thema in diesem Semester war: „Liebesbeziehungen zu einem ‚Ausländer‘ und unsere Meinung darüber.“ Da Ausländer etwas abwertend klingt bitte ich euch, es diesmal positiv zu lesen, ja. ;) Sofort gingen die Blicke der Jungen zu Jenny und mir. Die dritte im Bunde war eine Japanerin von der Musashi-Uni, deshalb wurde sie scheinbar rausgelassen. Hoch enthusiastisch erzählte unser Prof. uns seine Lebensgeschichte und wir hörten uns die Geschichte von Akane an, die jemanden kennengelernt hatte in Paris der eigentlich aus Finnland kommt und sie nun überlegen, wo sie zusammen hinziehen sollten. Da Akane aber Künstler werden wollte, musste sie nun auch noch zwischen ihrem Freund oder ihrer Arbeit entscheiden. Sagen wir es so, es war Kitsch! XD
Und dann diskutierten wir drüber. Was sollte sie tun, stimmen wir mit den Meinungen der Anderen überein oder hätten wir Vorschläge, was in einer Beziehung wichtig ist und was ein Problem werden kann. Der Prof. überließ uns die Wahl, wie wir uns aufteilten, doch die Jungs haben sich nicht getraut mit einem von uns zusammenzuarbeiten und so bildeten wir 3 eine Gruppte für sich. Die ganze Stunde über diskutierten wir über dieses Thema und hatten auch tatsächlich ein paar interessante Aspekte mit drin. Aber ich fühlte mich wirklich etwas unterfordert in dem Kurs. Aber ob wir ihn streichen können oder nicht, bleibt ja noch abzuwarten!
Nach dem Unterricht wuselten wir schnell zum Haupteingang von Gebäude 3, da dort in der Nähe der Bus zum Asaka-Plaza abfahren sollte. Ich traf mich mit Andrea und Alex und wir amchten uns auf die Suche vom Bus, doch der war nicht dort, wo er eigentlich sein sollte. Also ging es dann doch zur Bahnstation Ekoda und auf nach Hause. Die Bahnfahrt war wie immer lustig und uns viel diesmal nur bedingt auf, dass wir der Mittelpunkt der Fahrt waren. Ob das dann eigentlich sofort am Abendbrottisch angesprochen wird? „Du, hör Mal, ich hab 3 Ausländer in der Bahn gesehen!“
Da würde ich ja zu gern Mal Mäuschen spielen! XD
| etliche Versuche und Fehlquittungen später |
In Asaka ging ich dann erst einmal zum 7/11-Shop und nach 3 kläglichen verscuhen funktionierte es dann und seht…ich habe Geld bekommen! *---* Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich darüber war!!! Es ist kein wunderbares Gefühl, wenn man in Tokyo durch die Gegend läuft mit 3€ in der Tasche und jeder Bankautomat sagt einem, dass die Karte nicht funktioniert!!! Aber nun weiß ich, dass meine Karte tatsächlich funktionieren kann und ich so hoffentlich beim nächsten Mal Geld kriegen kann. :) Das machte mich schon ziemlich glücklich!^^
Gemeinsam liefen wir zurück zum Wohnheim und wurden von stärker werdendem Regen überrascht! Aufgrund des gerade über uns hinwegziehenden Taifuns regnet es wirklich unaufhörlich!!! Da Alex und ich immer noch keinen Schirm hatten quetschten wir uns zu 3 unter Andreas Schirm und liefen Millimeter für Millimeter zum Wohnheim. Halbwegs trocken kamen wir dann auch dort an. Alex und ich beschlossen Morgen definitiv einen Regenschirm zu kaufen! Immerhin gibt es die Dinger ja schon für nen Euro im 100€-Shop!!! Sodass wir morgen dann nicht mehr Nass werden… hoffe ich!
Ohne erst auf unsere Zimmer zu gehen nahmen wir unsere Sachen mit in den Speisesaal und holten uns etwas zu Essen. Durch die unvorhergesehene Pause zwischen drin hatte ich nun doch Hunger bekommen!
| Itadakimasu~ |
Ich bin nicht gut im Merken von Japanischen Begriffen die mit Essen zu tun haben. Ich glaube aber mich daran zu erinnern, dass es Tempura hieß…oder? Es war dumme Kuh, gebraten mit Zwiebeln. Es war wirklich lecker! Als Suppe gab es diesmal eine Dashi-Brühe mit Wantan und Schnittlauch. Abgerundet wurde das ganze durch etwas das so ähnlich schmeckte wir Kartoffelpuffer mit Ei und Schrimps drin. Zum Nachtisch gab es Orangen-Mandarinen-Gelee, das ich nur wärmstens empfehlen kann! ^^ Und damit ich es noch Mal erwähnt habe: Es war wirklich alles sehr sehr lecker!!!
Nach dem Essen ging ich nach oben in mein Zimmer beantwortete Mails und widmete mich dann erst Mal meinen Kanji…weil ja am Donnerstag der erste Kanji-Test ist! Nach dem ich die Kanji alle nochmal wiederholt hatte setzte ich mich dann erst an eine E-Mail von Kan die ich bekommen hatte. Ihr erinnert euch, er war mit dabei, als wir uns mit der Austauschstudentin getroffen hatten, die für 2 Monate oder so in Halle war. Ryu war ihr Name. Und der Name des anderen Kerls den ich immer vergessen habe ist Rio! XD Ja und der Dritte im Bunde war Kan, mit dem ich auch dieses Trommelspiel in der Spielhalle ausprobiert hatte. ^^ Das hieß Englisch und Japanisch üben und antworten! XD Kan war Montag, wo ja Feiertag war, mit Freunden im Disneyland! *-* Und alle tragen im Moment Halloween Kostüme! Mickey hat das vom Zauberlehrling an, die Robe und der Spitzhut! Wie gern würde ich das auch sehen!!! Nach der Mail begann ich dann den Blog des Tages zu schreiben, doch nach ein paar Stunden bemerkte ich, dass ich nur bei der Hälfte war, weil ich beim Schreiben eingeschlafen war. Ich ließ den Computer also stehen, rollte mit meinem Schreibtischstuhl vom Bett und rollte mich in meiner voll flauschigen und weichen Decke ein. Da der Taifun für niedrigere Temperaturen sorgt und die Sonne scheinbar keine Lust mehr hat im Osten aufzugehen war es nachts wirklich kalt! Ich glaube ich habe die Decke in der Zeit wo ich hier bin erst 2 Mal oder so gebraucht, aber bei dem Wetter brauchte man sie wirklich! Und so schlief ich durch bis zum nächsten Morgen, wo ich den Blog dann endlich fertig schreiben konnte.
Und damit endet die etwas wässrige Geschichte auch schon! XD Und Mittwoch kaufe ich mir wirklich einen Schirm!!! >_<‘‘‘ Und eine Zeitung zum Schuhe ausstopfen, falls sie doch zu nass werden.
Euer Risu
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