Tuesday, 27 September 2011

Alohomora~


6.30 Uhr quälte ich mich aus dem Bett und räumte jegliche Sachen zusammen die ich für den Tag so brauchen würde. Ein Blick aus dem Fenster stellte den gelesenen Wetterbericht in Frage, da der Himmel ziemlich bewölkt aussah und es im Zimmer nach einer Nacht offenem Fenster nicht gerade kuschelig warm war. Da ich gegen 2 Uhr aufgewacht war in der Nacht war ich ziemlich verschlafen und trödelte mit allem etwas. Wie ich es doch noch rechtzeitig zum Frühstück geschafft hatte weiß ich selbst nicht so richtig.
Das Frühstücksfoto
Zum Frühstück gab es Hühnchen Teriyaki mit Salat, Reis und dazu wieder Miso-Suppe mit Kohl und Pilzen. ;) Und natürlich der Tee, dessen Name nicht genannt werden darf. Da die Anderen erst ab 10.40 Uhr Unterricht hatten und ich erst ab 13 Uhr, wie ich herausfand. Blieb uns genügend Zeit um zu frühstücken. Die Zeit nutze ich, um noch einen kleinen Plausch mit Puk und einer der Chinesinnen zu führen. Natürlich auf Japanisch! ;)
Da ich mir ziemlich sicher war, dass ich es im Wohnheim eh nicht schaffen würde mich auf die Landkarte zu konzentrieren, war es die beste Entscheidung mit den anderen mitzufahren. Der Bus fuhr 9.15 Uhr und nachdem ich alles fertig hatte und mir auch die Karte nochmal angeschaut hatte legte ich mich noch Mal für 15 Minuten aufs Ohr, um über die Städte und Inseln nachzudenken.
Dieses Mal erwischten wir von Asaka nach Ikebukoro keine Rush-Hour, aber die Bahn war voll genug gewesen. Da ich noch einen wichtigen Brief an das Studentenwerk abschicken musste, hieß mein erstes Ziel in Ekoda erst einmal 100Y-Shop. Dort musste ich Briefumschläge kaufen, die nicht so kitschig waren wie meine Letzten! Zudem brauchte ich noch Leim und da es davon so viele gab, dauerte es eine Weile, bis ich mich entschieden hatte. Ich nahm dann letztlich doch die Packung ohne rosafarbenen Leimstift. Lila und Blau waren da doch viel schöner! Auf dem Weg zur Uni traf ich dann wieder auf Alex, Sheila und Andrea, die sich am Bahnhof Ekoda von mir verabschiedet hatten. Gemeinsam liefen wir dann zum Campus und dort suchte ich mir, nach einem kleinen Imbiss-Einkauf im günstigen Uni-Shop ein ruhiges Plätzchen, wo ich meine Karte noch einmal studieren konnte.
Kaum hatte ich Platz genommen kam jedoch schon Blake und aus war es mit dem Studieren der Karte. Knapp 10 Minuten gingen wir sie zwar noch Mal durch, aber meine geplante Stunde verbrachten wir stattdessen damit, uns über andere Dinge zu unterhalten. Das war ja immerhin spannender, als 60 Minuten auf eine blöde Karte zu starren. Ab und an zwangen wir uns dann aber doch noch dazu unsere Karten aufzusagen. Das verwirrende an der ganzen Sache war jedoch nur, dass irgendwie jeder, den ich mit dieser Karte gesehen hatte, die Städte an anderen Stellen eingetragen hatte. Es gab glaub ich keine identischen Karten. Jeder hatte etwas anderes. Blake bekam allmählich Hunger und kontrollierte erst einmal seine Finanzen. 
Money, Money, Money
Dabei fiel ihm auf, dass er noch ein paar Dollar im Portmonee hatte. Interessiert besah ich mir den Geldschein und er machte mich auf verschiedene kleine Dinge aufmerksam, die man sonst nicht weiß. Wenn ihr ganz nah ranzoomt könnt ihr oben rechts neben dem 1 Dollar Zeichen eine klitzekleine Eule erkennen. Und in den Umrandungen unten, die kleinen Dreiecke sind eigentlich Spinnen. Dieser Geldschein wäre demnach nichts für Ron Weasley! Und auf der Rückseite kann man sogar feststellen, ob der Geldschein in Zeiten des Friedens oder des Krieges gedruckt wurde. Je nachdem wo der Adler auf der Rückseite gerade hinschaut. Den Dollarschein, den Blake mir dann letztlich geschenkt hat schaut auf einen grünen Zweig, der besagt das er in Zeiten des Friedens gedruckt wurde. Schaut der Adler hingegen auf eine Hand voll Pfeile, wurde er in Kriegszeiten gedruckt. Voll spannende Angelegenheit andere Geldscheine zu studieren.
Wir unterhielten uns etwas später dann mit der Japanerin, die neben uns Platz genommen hatte. Da Blake noch kein Japanisch kann und mit Steven den Beginner-Kurs besucht, musste er gleich Mal seine Kenntnisse unter Beweis stellen, als es auch schon zur Pause läutete.
Für mich hieß das ins „Studentenwek“ gehen, um meinen Diskussionskurs streichen zu lassen. Dort bekam ich dann ein Formular ausgehändigt, welches ich dann erst einmal entziffern musste, bevor ich es ausfüllen konnte. Da ich mir bei einer Frage nicht sicher war, hab ich einfach die Japanerin neben mir gefragt und dann hatte ich alles vollständig und konnte den Zettel beruhigt abgeben.
Danach wuselte ich Richtung Klassenzimmer und traf auf den Rest der Deutschen. xD Gemeinsam unterhielten wir uns wieder über die Karte und wieder hatte Jeder unterschiedliche Dinge herausbekommen. Nun hieß es also den Dozenten fragen, der kurz nach uns hereinkam. Zum Glück erklärte er uns dann noch Mal was wir nicht wussten und dann ging es auch schon ans Eingemachte. Der Test an sich war dann doch nicht so schwer wie ich dachte, nur die Regeln machten ich wirklich schwer. Denn wer mehr hinschrieb, als gefragt wurde (außer der Bonusfragen), bekam Punkte abgezogen. Nach dem Test verlief der Rest der Stunde so wie immer, zuhören, Kommentare abgeben und nicht einschlafen.
Als die Glocke läutete und der Unterricht vorbei war, machten wir uns dann auf zu unserer Einführung im Fitnessstudio. Extra dafür hatten wir alle Sportsachen und Schuhe mitgebracht. Die Umkleidekabine glich eher einem Raum in dem sich Schauspieler vor ihrem Auftritt aufhielten. Große Spiegel, Schminktische und große Wand voller Spinde, in die man seine Sachen packen kann. Merkwürdigerweise hatten die Spinde keine Schlüssel, sondern Zahlenschlösser. Bevor man es also benutzte, musste man das Schloss umstellen. Sport machen und dann auch noch 4 Zahlen merken! Das fing ja schon Mal gut an.
Die Einführung fand dann komplett auf Japanisch statt, aber trotzdem hatte man alles verstanden, was er gesagt hatte. Die Trainingsgeräte mussten wir alle Mal ausprobieren und nach 30 Minuten durften wir dann auch schon für weitere 30 Minuten die Geräte nutzen. Um uns aufzuwärmen, setzten wir uns erst Mal an die Fahrräder und strampelten für 10 Minuten. Danach ging es an die anderen Geräte, um die noch mal zu testen. Nach 30 Minuten war man dann auch schon ziemlich ko und der leichte Muskelkater bewies, dass man es wirklich nötig hatte öfter zu trainieren!!! Von nun an öfter. Immerhin können wir den Trainingsraum ja kostenfrei benutzen. Der letzte Schritt war nun nur noch die Mitgliedskarten laminieren und dann konnten wir loslegen. Doch nicht heute. 
Gesocks
Jenny und ich wollten noch Mal nach Ikebukoro und schauen, was die so für Sachen haben, die wir noch so für den Sport brauchen. Da wir nicht das fanden was wir suchten, beließ ich es dann neben einem kleinen Schirm (der mich unschlagbare 5€ gekostet hat!!!) bei ein paar Socken, die ich beim letzten Mal schon ins Auge gefasst hatte und bei einer interessanten karierten Strumpfhose! ;) Man darf auch Mal Mädchen und Trendy sein, ja, ab und an darf man das Mal. Und immerhin bin ich in Japan! Wo manche weiblichen Personen so dermaßen vom Schönheitswahn befallen sind, dass man sie ohne Make-up nicht erkennen würde. Auf dem Rückweg ergatterten wir dann wieder Taschentücher, für unsere Sammlung. Das wird mittlerweile auch schon zu einer Art Sport von uns.
Gegen 18 Uhr trafen wir uns dann mit Andrea und Alex in Ikebukoro. Die Beiden hatten noch Politik-Unterricht gehabt und somit erst spät Schluss gehabt. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zur Bahn, verabschiedeten Jenny, die mit einer anderen Linie fahren musste und machten uns auf unser Gleis zu suchen. Da wir gerade alle unsere Züge verpasst hatten, fuhren wir Mal mit einer anderen Linie und hatten Glück, dass wir trotzdem ankamen. Die letzten 20 Minuten trieb uns der Hunger an. Ich hatte zwar in Ikebukoro ein leckeres Melonenbrötchen mit Esskastanien- und weißer Schokoladenfüllung gegessen, aber trotzdem verlangte mein Magen etwas Vernünftiges.
Und schon wieder essen! XD
Und wirklich 20 Minuten später kamen wir im Wohnheim an. Alex ging noch Mal auf sein Zimmer, da er erst 19.30 Uhr zum Essen kommen wollte. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob er mit jemandem chatten wollte, oder ob er Artemis Fowl weiterlesen wollte.
Zum Abendessen gab es Hühnchen süß-sauer und dazu frischen Tofu, Salat, Reis und Miso-Suppe. ^^ Ich glaube ich brauche nicht nennen, dass es auch den Tee gab, dessen Name nicht genannt werden darf. xD Es war im Übrigen unglaublich lecker gewesen!
Auf meinem Zimmer schaute ich zuerst einmal in meine Mails und fiel aus allen Wolken!!! 
Mein Zauberstab...<3
Ich hatte endlich meine Mail von Pottermore bekommen, dass meine Anmeldung endlich freigeschalten wurde. Nun konnte ich endlich schauen was mich so erwartete! *-----*
Und was soll ich sagen… es ist unglaublich toll gemacht!^^ Ich war gerade in der Winkelgasse und habe meine Schulbücher für das erste Jahr, die restlichen Utensilien, eine schwarze Katze und meinen eigenen Zauberstab gekauft!!!
>> Eberesche mit Einhorn Kern, Zehndreiviertel Zoll, unbiegsam <<
Und er sieht wahnsinnig toll aus! ;) Da weiß ich ja was ich demnächst aus Fimo bauen kann! XD


die kleine Aoi ^^
Und dann erreichte mich noch eine tolle Nachricht! Wakana hat ihr Baby bekommen. Es ist ein kleines Mädchens namens Aoi. ;) Und das Foto möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten!
Hach, so viele schöne Dinge an einem Tag! Und trotzdem nicht das üblicher Pensum geschafft! Dieses Wochenende muss ich wirklich mehr für die Uni machen! Sodass ich etwas vorarbeiten kann, um im Nachhinein mehr Zeit zu haben.
So, ich werde mich dann Mal auf den Weg zum Hogwarts-Express machen und dann wahrscheinlich erst einmal eine Runde schlafen bevor mein Zug abfährt! Bin doch etwas Müde vom Tag.
Also dann, wir sehen uns Morgen! ;)

Euer Risu

No comments:

Post a Comment