Sunday, 25 September 2011

Dieser Weg, wird kein leichter sein…


Oder: Dieser Eintrag wird kein kurzer sein…

Es geschah, als ich meine Wecker noch einmal ausdrückte und mich gerade zufrieden in meine Decke kuschelte um weitere 5 Minuten im Traumland zu verbringen. Ich betrat gerade die ersten Stufen des Traumlandes, als plötzlich ein lautes Schrillen mich aus dem Schlaf zurückholte und ich aus dem Bett sprang. Irritiert schaute ich mich um, doch mein Zimmer war leer. Irgendwann schaltete sich dann auch mein Denkapparat ein, der mir sagte, dass es das Telefon sei, welches diese Geräusche von sich gab. Ich
nahm den Hörer ab und Andrea sagte in einem ebenfalls verschlafenen Ton, dass es Zeit zum Aufstehen sei, wenn ich wieder in Ruhe duschen gehen wollte.
Ich packte also nach kurzem Überlegen, was man denn zum Duschen so alles braucht, meine Sachen zusammen und schlafwandelte in den Duschraum. Nach dem duschen stahl ich mir dann wieder den Föhn der da schon seit unserer Ankunft so rumliegt und trocknete meine Haare. Da die Temperaturen abgenommen haben, war es besser die Haare zu föhnen. Immerhin wollte ich ja nicht schon im ersten Monat wegen Krankheit im Bett liegen!
Nach so einer Dusche fühlt man sich doch gleich viel wohler!^^ Ich ging also in einem wacheren Zustand in mein Zimmer zurück und verbrachte die Zeit damit mich noch Mal hinzulegen und zu schlafen. Heute, am Samstag hieß es wieder 7 Uhr frühstücken, da wir den 7.45er Bus vom Wohnheim aus kriegen mussten, um zum Bahnhof Asaka zu kommen. Da wir ja mittlerweile faul geworden sind, nehmen wir lieber den Bus statt zu laufen… xD
Essen! ^^
Alex musste Mal wieder per Telefon aus dem Bett geklingelt werden…ich glaube er hat die ganze Woche kein Frühstück gehabt, da er es immer verschlafen hatte! Und so spielten wir immer Telefonstreiche, um ihn aus dem Bett zu kriegen. Wir genossen stattdessen unser japanisches Frühstück mit Reis - diesmal mit Ei-Furikake -, Miso-Suppe mit Seetang und Tofu, Bohnensalat mit Thunfisch und Würstchen auf Kohlsalat. Dazu wie immer DER Tee. ;)
Faszinierender Weise stand Alex dann 5 Minuten vor Abfahrt des Busses in der Lobby. Noch etwas zerstört ums Haar und sehr verschlafen, aber immerhin war er in einem Zustand den man als Wach bezeichnen konnte. Und er war pünktlich!
Es war 7.40 Uhr!
Wir liefen also zum Bus und staunten über die fleißigen Japaner, die schon wieder auf dem Rasen standen und trainierten! Vor denen ziehe ich echt meinen Hut, wenn ich Mal einen aufhabe! Bei den Temperaturen, die in den letzten Wochen herrschten war das jedoch fast undenkbar, da man das Gefühl hatte Wasser zu sammeln unter dem Hut! >.<‘‘‘
Wir fuhren also nach Asaka und stiegen wie gewohnt in den Zug nach Ikebukoro. 9.30 Uhr sollten wir uns mit Brian in Nagatacho treffen. Und da wir nicht wussten wie lange die Fahrt dauerte, fuhren wir lieber etwas eher. Tabeta und Helen, die anderen beiden Mädels aus England (Kent Universität) waren ebenfalls mitgekommen. Da wir Geld sparen wollten und uns einen extra Plan ausgedacht hatten, fuhren wir nicht gleich nach Nagatacho, wie wir es eigentlich vorgehabt hatten, sondern stiegen in Ikebukoro in die Bahn um, die dorthin fuhr. So brauchten wir nicht die ganze Strecke bezahlen, sondern nur 1,60€ für 1’ne Fahrt.   
Mauerkinder
40 Minuten zu früh kamen wir dann in Nagatacho an und erkundeten erst einmal die Gegend. Immerhin wussten wir ja nicht, wo wir eigentlich so langlaufen würden. Die Gegend war unglaublich riesig man sah fast nur Hochhäuser und da wir noch nicht wussten wo wir uns eigentlich befanden rieten wir ins Blaue hinein, wo wir den gerade waren. Wir machten an ein paar ungewöhnlich schönen Orten, die man plötzlich zwischen den Hochhäusern fand eine Pause und fotografierten einander!^^ Erst danach vielen uns immer die „Bitte den Rasen nicht betreten“-Schilder auf, die zwar in Englisch geschrieben waren, aber wer kann den von uns schon Englisch? Ich meine ich bin Deutsche und in England… da spricht man doch auch irgendwas Anderes, aber nicht Englisch! Sonst würden sich England und Englisch im Namen ja ähneln und das ist ja nicht im Geringsten der Fall! ;)
Als wir uns unserem Treffpunkt näherten trafen wir auf Brian der seine kleine Tochter mitgebracht hatte. Sie senkte unglaublich den Altersdurchschnitt und hob die Aktivität der Gruppe ungemein an. Aber mit 4 Jahren sind so eine Horde Ausländer ja schon wirklich etwas Spannendes. Vor allem da man sie nur teilweise versteht, immerhin sprach sie Japanisch und Englisch. Und das wahrscheinlich besser, als wir alle zusammen! XD
Wir warteten noch auf den Rest von unserer Gruppe und da ich noch Kan eingeladen hatte, warteten wir auch noch auf den!^^ Kan wollte noch jemanden mitbringen und dieser Jemand stellte sich als Ryo heraus, den wir ebenfalls in Shibuya kennengelernt hatten. Natürlich hatte für den ersten Moment mein Gedächtnis versagt und peinlicher Weiser erkannte ich ihn nicht auf den ersten Moment. Er kam mir zwar bekannt vor, aber was die Tatsache betrifft Japaner nach 1 Tag auseinander halten zu können, daran muss ich wirklich noch üben. Ich entschuldigte mich erst einmal bei ihm, dass ich ihn nicht auf Anhieb erkannt hatte und vermerkte mir in meinem Kopf, dass ich mein Erkennungsgedächtnis trainieren musste. Kann trudelte dann kurz nach halb 10 auch ein und wir warteten noch auf die Koreaner und Chinesen aus unserem Wohnheim.
Brian und Anna ^^
Gegen 10 war es dann soweit! Wir gingen ein paar Schritte und die ersten Worte die Brian an uns richtete waren: „Ja, schön das ihr alle so zahlreich erschienen seid.“ Im ersten Moment klang es wie eine Verabschiedung. So nach dem Motto: War n toller Spaziergang mit euch, jetzt könnt ihr wieder gehen. xD Aber dem war nicht so. Wir erfuhren, dass wir im Politikviertel gelandet waren und uns gerade neben dem Linken Gebäude, welches auf der rechten Seite der Straße war befanden. Hier also saßen die japanischen Politiker und schoben sich gegenseitig die Arbeit in die Schuhe! Die Rechten waren dann demnach auf der anderen Straßenseite und die großen Straßen wurden von Polizisten abgesperrt, die eine rollbare Barriere mit sich trugen, da die ganze Zeit ein Wahl Auto der Rechten durch die Gegend fuhr und vermutlich Hetzparolen ausrief. Da wir es nicht verstehen konnten, waren wir wahrscheinlich noch gut dran. Immer wenn das Auto der Durchfahrt zu nahe kam schritten die Polizisten ein und schoben ihre Barriere durch die Gegend um das Auto daran zu hindern durch zu fahren. 
Nicole, Sandra, Sophia, Eichi (v.r.n.l.)
Wir sahen die Nationalbibliothek und dann ging es weiter zum Nationaltheater, vor dem eine riesige Schlange stand und auf den Einlass wartete. Viele der Frauen waren in ihrem besten Kimono erschienen und sahen wunderschön aus. Da wir ja die Ausländer sind und eh alles dürfen, machten wir ein deutsches Foto vor dem Nationaltheater, welches durch Kan geschossen wurde! XD Multikulturelle Fotos also!^^





Es war kein leichter Gegner gewesen! Aber der Schlag hatte gesessen!
Wir zogen durch einen nahegelegenen Park der zu einem traditionellen Museum gehörte, stießen auf Bekanntschaften, die eine heftige Auseinandersetzung mit Roke gehabt hatten, machten dort lustige Fotos und gingen weiter zum Parlament. Zum ersten Mal war ich tatsächlich froh, über die Weiterentwicklung der Technik! Wie viele Filme hätte ich an diesem Tag wohl verschossen, wenn es noch keine Digitalkamera gegeben hätte? Ich glaube es wären zu viele gewesen! (Viele von Euch werden sich jetzt fragen, wovon die eigentlich redet…damals, also so vor vielen, vielen Jahren. Nein, es ist kein Märchen! Da gab es noch so Dinger, die musste man in den Fotoapparat tun, damit die Bilder auf eine kleine Filmrolle aufgenommen wurden, die man dann zum Entwickeln in den Drogerieladen um die Ecke gebracht hatte. Das war immer ungemein teuer, wenn man wirklich sehr viele Fotos machen wollte. Allerdings hatte man sich zu der Zeit noch überlegt was man fotografieren möchte. Jetzt kann man ja wahllos auf den Knopf drücken und unschöne Bilder wieder löschen. Damals musste man die mitbezahlen, auch wenn man keine ruhige Hand gehabt hatte und die Fotos deshalb verwackelt waren. Ihr seht, damals war das noch richtig Arbeit! Und irgendwie hat es trotzdem funktioniert. xD) 
Nebengebäude vom Palast...
Vom Politikteil zogen wir dann weiter zum Kaiserpalast. Der ist nämlich im Herzen von Tokyo, umgeben von einem riesengroßen wunderschönen Park! Und in diesem Park traf man nicht nur auf Touristen, sondern auch auf eine Horde verrückter Japaner, die in der brütenden Hitze tatsächlich Joggen waren! Und 1 Runde um den Kaiserpalast, bzw. um den Park sind 5 km! Und es gab welche die rannten schon 3 davon!!! Ich sage ja, Verrückte! Das ist kein Hobby und erst recht kann man das nicht als Sport bezeichnen! Ich würde schon nach nem Kilometer hecheln und umfallen oder so! Da waren meine Runden durch den Wald hinterm Wohnheim ja n Lacher dagegen…
Kaiserpalast!!!
Wir zogen in langsameren Schritten weiter, bewunderten den hübschen Park und bestaunten die riesigen Hochhäuser um uns herum. Brian führte und zu einem kleinen Wasserpark, der nur so vor Springbrunnen wimmelte. Es war wunderschön und so machten wir erst einmal eine Pause. Viele von uns entledigten sich ihrer Schuhe und ließen die Füße im Wasser baumeln. Bei dem Wetter war das wirklich notwendig! Wir hatten kaum eine Wolke am Himmel und die Sonne schien mit voller Kraft… wie wir alle später feststellen mussten auch mit voller UV-Kraft. 


Man beachte die Frau mit....Sonnenschirm xD
Zum Schluss wurden wir sogar damit belohnt, dass wir durch die vielen Springbrunnen einen Regenbogen sahen. Brian konnte den leider nicht sehen, da er mit seiner Tochter erst einmal den Waschraum aufsuchen musste, die hatte nämlich zu Doll gespielt und war ins Wasser gefallen. Unsere Runde führte uns tiefer in den Wirtschaftswald hinein und wir durchquerten weitere Parkanlagen, sogar mit Teich und Getier darin. Staunend drängte sich die Menge auf einer Brücke um im Teich enthaltene Schildkröten und Kois zu beobachten. xD Was Niemand ahnte, sie hatten einen Paparazzi in ihrer Gruppe, der das sofort festhalten musste. Nach einem weiteren Fußmarsch von 30 Minuten hielten wir an und Brian gab das Startzeichen für die Mittagspause. Da wir die letzten der Gruppe waren und die meisten Fotos schossen, musste Brian auf uns warten und uns alles noch Mal erklären. ^^‘‘‘
Wir entschieden uns schließlich für das Restaurant zur goldenen Möwe und machten uns auf den Weg. Von weiten prangerte das altbekannte Zeichen schon das Fastfood an, welches wir gedachten zu dinieren.  

Maku Donaldo
  Ich probierte einen Aurora Burger, Pommes und einen Eistee. Hier kann man nämlich nicht nur die altbewährten Getränke wählen, sondern auch sowas wie Eistee!^^ Immerhin sind wir in Japan! XD Wir stiegen die Treppen zu den Sitzgelegenheiten hinauf und wurden im 2ten Stockwerk auf 3 Plätze verfrachtet. Dort gibt es nämlich in jedem Stockwerk eine Person, die die Tische abwischt, die Gäste auf Plätze verweist und den Müll wegräumt, wenn sie nicht gerade im Stress ist. Kan, Ryo und ich saßen dann also im 2ten Stock, während die anderen in den Dritten verfrachtet wurden. Aber ist ja nicht so schlimm. Immerhin sehen wir sie ja später wieder. Nachdem ich mich vergewissern wollte, dass wir uns die richtige Uhrzeit gemerkt hatten legte ich nach einer Mail an Nicole mein Handy beiseite und hörte somit das Klingeln meines Telefons nicht. Bei einer Erkundung des 2ten Stockwerkes sah ich ein Plakat, welches ich für meine Eltern gleich erst Mal fotografieren musste. In Japan gibt es nämlich auch Mc Rib! XD Ich werde ihn für euch mal kosten gehen und euch sagen, ob er besser schmeckt, als in Deutschland. Mein Aurora-Burger war im Grunde wie ein Chicken-Burger, nur ohne süß-saure Soße, dafür aber mit Cocktail Soße. Und die war unglaublich lecker! Der Eistee hat ebenfalls sehr gut geschmeckt und die Pommes waren genau richtig! ;) Das deutsche Mc Donalds sollte sich von diesen Pommes Mal ne Scheibe abschneiden! Die waren nämlich gut gewürzt UND knusprig! Und das auch noch nach 10 Minuten! Wir unterhielten uns in der Zwischenzeit über Musik und alle möglichen anderen Themen und dann sahen wir ein paar bekannte Gesichter, auf der Suche nach einer Toilette. Die sich praktischer Weise nur im 2ten Stockwerk befand. Aufgrund von Platzmangel gab es in dem ganzen Lokal nur 2 Toiletten! 1 für die Herren und 1 für die Damen… in Deutschland würde man sich um einen Platz in der Toilette schlagen! Da wir noch Zeit hatten gönnte ich mir bei dem Wetter noch ein Eis und dann tauchten auch schon die anderen auf, die sich wieder einmal ein Ramen-Restaurant gesucht hatten. Zum ersten Mal viel auf, dass wir Stunden in der Sonne verbracht hatten. Und wieder einmal hatte ich die Rolle des Krebses übernommen! Aber wer glaubt schon, dass man gleich wieder Sonnenbrand bekommt. Ich konnte die letzten Wochen in der Sonne laufen, ohne dass etwas passiert war. Und nun hatte ich Mal wieder Sonnenbrand! -.-‘‘‘ Sophia erklärte mir dann, dass nach einem Taifun die Sonneneinstrahlung am stärksten sei und man sich dadurch sehr leicht und schnell verbrennen kann… hätte ich das eher gewusst, wäre ich als Mumie gekommen! Wir bekamen noch etwas Freizeit und durchstöberten die alten Buchläden, die sich die ganze Straße entlangzogen. Sogar einen Deutschlandatlas fanden wir und so konnten wir Kan und Ryo gleich mal zeigen, wo wir denn alle so herkamen!^^ Und endlich wusste ich auch, wo Kan nächsten Monat denn hinfliegen wollte in Deutschland! Die romantische Straße liegt also in Bayern, na kein Wunder das ich sie nicht kannte! XD In dem separaten Teil Deutschlands kenn ich mich ja nun wirklich nicht aus! 
HP 5  x3
In einem Buchladen fand ich dann sogar noch Harry Potter Band 5 und kaufte ihn mir für passende 5€! Stolz und beladen machten wir uns dann weiter auf den Weg und ich rechnete zusammen, wie viel ich für meine Harry Potter Bände jetzt eigentlich so bezahlt hatte. Insgesamt sind es 30€ die ich für 6 Bände bezahlt habe. Und da ist der erste Band mit dem vollen Preis schon mit eingerechnet! Ryo verließ uns nach dieser Runde, da ihm sein Knie wehtat und der weitere Spaziergang da nicht wirklich förderlich gewesen wäre! Hoffentlich geht es seinem Knie jetzt besser… Der Spaziergang war aber auch wirklich sehr lang.

ja so eine große Konzerthalle
Nach einer weiteren Wanderung von knapp 30 Minuten fanden wir uns am Tokyo Drome (ich glaube zumindest, dass er es gewesen war…) wieder, der größten Konzerthalle die man sich nur vorstellen kann und gingen nach kurzen Minuten des Lauschens weiter zu einem Park. Warum wir uns diesen Park anschauten wissen wir immer noch nicht, aber wir vermuten ganz stark, dass Brian Insektenliebhaber ist und die Mücken konnten sich ja an einer so großen Gruppe von knapp 20 Personen Mal so richtig satt trinken! Irgendwie hatten jedoch nur manche von uns die Mücken am Hals…und nicht nur am Hals! Man konnte richtig die schwarzen Biester auf seinen Beinen sitzen sehen und die sind so flink, dass man sie kaum erwischt. Nicole und ich waren die Hauptspeise der Mücken und so waren wir froh, als Brian sagte, dass wir weiter gingen.
Yasukuni-Schrein
Wir zogen nach einigen Minuten  weiter und unser letztes Ziel für diesen Tag hieß: Yasukuni Schrein. Der wohl umstrittenste Schrein Japans. Denn in ihm liegen nicht nur die Opfer des 2ten Weltkrieges, sondern auch die Kriegsverbrecher begraben. Und jedes Jahr zum Jahrestag sieht alle Welt, besonders China, auf den Yasukuni-Schrein und wartet darauf, ob sich ein Mitglied der Regierung oder des Kaiserhauses blicken lässt. Wenn dies der Fall ist, hat Japan mit viel Kritik zu rechnen, denn vor allem China sieht das als Zeichen, dass die Kriegsverbrecher verehrt werden und nicht als Ehrung derer die unschuldig im Krieg gefallen sind! 

Glückslos und Drachenanhänger
Der Schrein und das Gelände darum war unglaublich toll und sah faszinierend aus. Man konnte sogar Schwertkämpfe beobachten, sich Glücksbringer kaufen und Glückslose ziehen… wir versuchten uns an den Glückslosen und wie sollte es auch anders sein…ich hatte die vorletzte Stufe mit „ein bisschen Glück“ gezogen. Im Endeffekt hatten wir alle Stufen vertreten und Nicole und ich waren die Schlusslichter der Gruppe mit „ein bisschen Glück“ und „fast kein Glück“. Aber wie heißt es doch so schön: Die Letzten werden die Ersten sein! Ich spielte mit dem Gedanken mir einen Glücksanhänger für das Bestehen von Prüfungen zu kaufen, doch da die Anhänger laut Sage nur 1 Jahr anhalten werde ich bevor ich nach Deutschland zurückkehre einen kaufen, der mir in Soziologie Glück bringen soll! ^^ Dafür kaufte ich mir dann einen Anhänger mit meinem Sternzeichen, der ebenfalls Glück bringen soll. Da Sandra und ich im gleichen Jahr geboren sind, wir haben beide das Tierkreiszeichen Drache, und den Anhänger für unser Telefon gekauft haben, damit wir es auch wirklich immer bei uns haben sehen unsere Telefone fast gleich aus! XD
Nach einigen weiteren Fotos verließen wir den Schrein und machten uns auf zur nächstgelegenen Station. Überall wo man hinsah war man von den verschiedenen Dingen fasziniert. Alles ist so groß und alt und neu findet sich wirklich in einem wunderbaren Einklang wieder! *---* Es ist wirklich schön! Und da es so schön war, waren wir wieder das Schlusslicht der Gruppe…denn irgendwer muss ja die Fotos machen. An der Bahnstation trennten wir uns voneinander und eine große Gruppe von uns stürmte in den Laden, wo man Spezialitäten aus aller Herren Länder finden konnte. 
Das 8€ Nutella...
Begierig hielten die Deutschen Ausschau nach Nutella, fanden es und vielen in Ohnmacht! Zumindest die, die zum ersten Mal in einem solchen Laden waren! 8€ für ein Nutella Glas, welches wirklich gerade so in die Hand passte, sodass man es noch umfassen konnte! Die waren wirklich zu putzig diese Gläschen! Sogar Lindt Schokolade und Haribo hatten sie, doch da fand man einen Preisanstieg der äußerst gehobenen Klasse wieder! Für die Hälfte einer deutschen Packung Haribo bezahlte man das 4 bis 5-Fache! Genauso bei der Lindt Schokolade und anderen deutschen Leckereien! Die japanischen Süßigkeiten hingegen waren nicht allzu teuer und so stieß ich auf eine Bonbon-Dose, die ich mir unbedingt mitnehmen musste. Denn es war eine Bonbon-Dose von den letzten Glühwürmchen! Q.Q wer diesen Film kennt weiß, wie traurig er ist. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt anschauen. Es ist ein Studio Ghibli Film, also demnach ein Animationsfilm, der am Ende des zweiten Weltkrieges spielt und von einem Geschwisterpaar berichtet, die ihre Eltern verloren haben und sich nun allein durch das Leben kämpfen mussten, während Japan noch unter Beschuss der Westmächte stand. Die Geschichte ist so dermaßen traurig und die Dose deshalb umso trauriger!
Danach bestaunten wir noch den ein oder anderen Laden und machten uns dann auf zur Bahnstation. Kan verabschiedete sich dann auch und stieg in die entgegengesetzte Bahn ein. Wir fuhren wieder bis nach Ikebukoro und fuhren von dort aus weiter nach Asaka. Da ja nach dem Samstag der Sonntag kommt, mussten wir noch Etwas zum Frühstück kaufen. Also zogen wir noch Mal los und kauften angeblich normale Brötchen. Die letzten 20 Minuten liefen wir zum Wohnheim, waren ja schließlich lange nicht mehr gelaufen! Im Asaka Plaza angekommen gingen wir gleich zum Abendessen und dort viel dann ein weiteres Mal auf, dass wir uns alle ganz schön verbrannt hatten. Leider hatten die anderen den Grad meiner Signalfarbe noch nicht erreicht… und so schaute der ganze Saal auf mich und fragte mich ob es wehtat! xD
Und schon wieder Essen!
Zum Essen gab gekochtes Hühnchen mit Pilzen, einem interessanten Salat mit asiatischem Gemüse, Gurken-Hähnchenstreifen-Salat, Reis mit schwarzem Sesam und eine Miso-Suppe mit Pilzen, Tofu-Streifen und Schnittlauch. Natürlich darf nun auch nicht der Tee fehlen, dessen Name nicht genannt werden darf.
Nach dem Essen trennten sich dann unsere Wege und ich stiefelte in mein Zimmer. 21 Uhr wollte ich mich mit Akio zum Videochat treffen, doch wie ich in einer Mail las, war sie leider verhindert und deshalb fand der Videochat nicht statt. So hatte ich Zeit meine ganzen Fotos zu sortieren und passende Ordner dafür anzulegen. Das dauerte dann auch seine Zeit und als mir dann schon die Augen zufielen verschob ich den Blog-Eintrag auf den nächsten Tag und ging ins Bett.
Und somit endete der aufregende Tag und es dauerte nicht lange, da hörte ich die Stimmen der drei Fragezeichen nicht mehr, sondern träumte von langen Wanderungen und Horden von Mücken!!!
Euer Risu

Kan, Ichi, Ryo vorm Parlament! ^^
 
P.S.: Und hier ein P.S. der besonderen Art. Früher oder Später mussten wir ja darauf zu sprechen kommen, deshalb gibt es jetzt hier eine kleine Einführung in das japanische System der Sternzeichen.
Die Tierkreiszeichen fanden vor langer Zeit den Weg von China nach Japan und werden bis heute, als gebräuchliche „Sternzeichen“ gehandhabt. Jedoch unterscheiden sich die Tierkreiszeichen wesentlich von den westlichen Sternzeichen. Denn in Japan zählt nicht der Monat in dem Man geboren wurde, sondern das Jahr. So hat jedes Geburtsjahr ein anderes Tierkreiszeichen, die sich alle 12 Jahre wiederholen. Nehmen wir das Beispiel von oben, Sandra und ich sind beide im Jahr 1988 geboren und haben das Sternzeichen Drache. ^^
Kommen wir nun zu einem Überblick der Tierkreiszeichen: 

Die Ratte:
Stärken: Ausdauer, Charme, Großzügigkeit, sehr zäh
Schwächen: Etwas flatterhaft, verschwenderisch, manchmal ein bisschen intrigant

Der Büffel:
Stärken: Liebenswürdigkeit, Treue, gutes Händchen für Geldangelegenheiten
Schwächen: Eigensinnig, unbeherrscht, vertrauensselig

Der Tiger:
Stärken: Charme, Mut, zäh und hartnäckig
Schwächen: Stolz, manchmal zu ehrgeizig, gern herrisch

Der Hase:
Stärken: Ernsthaftigkeit, Verlässlichkeit, sehr liebevoll
Schwächen: ein wenig zu introvertiert, manchmal Hang zu Selbstzweifeln

Der Drache:
Stärken: Ausdauer, Einfallsreichtum, Zielstrebigkeit
Schwächen: Gutgläubigkeit, Hang zum Risiko, Rücksichtslosigkeit

Die Schlange:
Stärken: Intuitiv, logisches Denken, sehr zielstrebig
Schwächen: Egoistisch, trickreich, manchmal etwas gemein

Das Pferd:
Stärken: Ehrlichkeit, redegewandt, stresserprobt
Schwächen: Risikobereit, Ungeduld, oft launisch

Die Ziege:
Stärken: Anhänglich, familiär, mitfühlend
Schwächen: Gutgläubig, kritikfreudig, pessimistisch

Der Affe:
Stärken: Fröhlichkeit, Geselligkeit, Leidenschaft, Optimismus
Schwächen: Leichtsinn, Naivität, manchmal leicht beeinflussbar

Der Hahn:
Stärken: Großzügigkeit, Humor, Eifer
Schwächen: Sarkasmus, selbstverliebt, nicht besonders kritikfähig

Der Hund:
Stärken: Gerechtigkeit, Treue, Ehrlichkeit
Schwächen: Überkritisch, oft zu introvertiert, manchmal etwas fanatisch

Das Schwein:
Stärken: Ausdauer, Gutmütigkeit, Charme
Schwächen: Zu kompromissbereit, unentschlossen, manchmal etwas faul

Da sich die Daten unterschiedlicher Seiten sehr ähneln, habe ich mich für die passendste Seite entschieden und diese verwendet. Wer mehr zu seinen Sternzeichen lesen möchte, kann dies gern auf der Seite des deutschen Manga-Magazins „Daisuki“ nachholen. * Als kleiner Tipp, diese Seite ist auf eine bestimmte Zielgruppe ausgelegt und richtet sich an jugendliche Mädchen, deshalb nicht wundern, wenn alles etwas auf die weibliche Seite ausgerichtet ist.

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