Sunday, 18 September 2011

Wochenend und Sonnenschein…


Ja, es ist Sonntag! ^^ Und man glaubt es kaum, alle Geschäfte haben geöffnet! Und das fast unverändert! Und was soll man an einem so herrlichen Sonntag, denn da sonst tun, als sich noch einmal die Umgebung anzuschauen?!
Richtig! Erst einmal sollte man dafür aufstehen! Und das fällt gar nicht so leicht, wenn man sogar schon zu müde war, um seinen Block zu Ende zu schreiben! Andrea und ich wollten uns 6.30 Uhr in der Lobby treffen, um endlich der Mission Wäsche waschen nachzugehen! Nachdem wir es am Vortag versucht hatten, aber feststellen mussten, dass die Maschinen für die Frauen entweder ratterten, oder noch belegt waren mit anderen Kleidungsstücken, hatten wir unser Vorhaben verschoben. Wir schlichen also, mit der Mission Impossible Melodie im Kopf, in den Waschraum und… stellten fest, dass sich an der Situation nur 1 Fakt geändert hatte… neben einer scheinbaren Kleidungsschlacht in der Nacht (auf der Seite der Männerwaschmaschinen) war nur anders, dass die Maschinen nun alle aus waren. 
Waschmaschinen der Frauen
Wir studierten 1 freie Waschmaschine, die jedoch schon mit Bleichmittel gefüllt war und stellten fest, dass wir nur einen Hauch von dem verstanden, was da eigentlich draufstand! Frech wie wir sind räumten wir einfach die Kleidung von einer Waschmaschine in die, in der das Bleichmittel schon am Rand eingefüllt wurde, sodass die Kleidung dort weiter rumliegen konnte. Sie war ja schon gewaschen! In die nun leere Maschine warfen wir schnell unsere Sachen hinein, nicht das aus dem Nichts von irgendwoher plötzlich weibliche Ninja auftauchen und die Maschine noch vor uns mit ihren Sachen füllen. (Ninja sind japanische Krieger, die so gut im Sport sind, dass sie sich sogar lautlos anschleichen können, oder an Balken hochklettern können. Da man sie aber meistens nicht sieht, ist es für sie bestimmt schwer die Türen von Supermärkten zu öffnen, da der Sensor sie nicht wahrnimmt…) 
unsere Waschmaschine!:)
Wir schafften es, taten das Waschmittel hinein, entschieden uns fürs erste den Weichspüler wegzulassen und klappten das Gerät zu! Und nu? Weder Andrea noch ich wussten was wir tun sollten und suchten uns die Zeichen heraus die nett aussahen und von denen wir wenigstens etwas verstanden. Wir drückten also die Knöpfe und nichts passierte. Irgendwann fanden wir dann den Knopf zum Einschalten und drückten uns durch die Bedienung, bis wir die Menge des Waschmittels eingegeben hatten und auch die Menge des Wassers abgeschätzt hatten. Da es in Japan nur Kaltwäsche gibt, brauchten wir wenigstens keine Angst haben, dass unsere Wäsche eingeht! Bevor wir den Startknopf drückten vergewisserten wir uns nochmal, dass wir nicht unsere besten Stücke hineingetan hatten und nachdem wir uns feierlich und mit Tränen in den Augen schon Mal vorsichtshalber von unseren Sachen verabschiedet hatten drückten wir den Startknopf und die Maschine ratterte los in die erste Runde! Fluchtartig und mit einem mulmigen Gefühl verließen wir den Raum und ich kehrte in mein Zimmer zurück.
Sonntagsfrühstück armer Studenten xD
Dort angekommen hatte ich noch 1 ½ Stunden bis wir frühstücken wollten. In dieser Zeit konnte ich doch gleich Mal meinen Block beenden, den ich so wunderbar angefangen hatte und es nie geschafft habe zu beenden, da mich der schlaf überfallen hatte! Zum Glück hatte er nur die Zeit mitgehen lassen, so dass noch alle Daten gespeichert waren und ich nicht nochmal von vorne anfangen musste.
Zum Frühstück gab es heute eher unspektakuläre Sachen, da wir uns ja selbst verpflegen mussten. Immerhin war Sonntag! Aber es war lecker und den Milchkaffee kann ich wirklich nur empfehlen! Im Grunde schmeckt es nach einer heißen kalten Schokolade, nur nicht ganz so süß, aber dezent wohlschmeckend. (Immerhin muss ich ja nach Frances ihrem letzten Beitrag versuchen zu beweisen, dass ich meine Unterhose nicht auf dem Kopf trage! xD)
Nach dem Frühstück hieß es dann fertig machen, die Einkaufsliste noch einmal durchgehen und dann auf nach Shibuya! ^^ Wir hatten beschlossen in Harajuku auszusteigen und erst noch einmal den 100Y-Laden aufzusuchen, immerhin geht ab morgen auch für mich der Ernst des Studentenlebens wieder los und dafür braucht man ja auch Notizbücher. Und nirgendwo kriegt man die billiger als im 100Y-Shop! Auf dem Weg zum Bahnhos Asaka begegneten wir vielen Leuten, die bei dem wunderbaren Wetter mit ihren Kindern auf dem Spielplatz waren. Da wir immer durch einen schönen Park laufen müssen, bekommen wir davon ziemlich viel mit. Und immer auf der ersten Bank die wir zu Gesicht bekommen, sitzt fast jeden Tag ein Opi, der sich einen Toast oder ein Melonenbrot mit den Tauben teilt. Ich mag den Anblick!^^ Und er ist wirklich sehr oft im Park, um diese Uhrzeit. 
Baseballnachkömmlinge und ihre Zuschauer
Aber er war nicht der einzige, neben den Eltern. Am Ende des Parks ist ein großes Baseballfeld und die Sprösslinge trugen gerade ein spannendes Match aus! Wir wissen nicht ob es wirklich spannend war, aber immerhin rannte einer über das Spielfeld und es war Stille, bis plötzlich einige losjubelten. Wahrscheinlich hatte jemand die letzte Base gerade überquert. Irgendwie schien jeder Sportplatz besetzt zu sein, denn auch vor dem Park hatten wir einerseits unsere Junge von der Musashi seit 7 Uhr beim Training beobachten können und in der nahegelegenen Hochschule war ebenfalls ein Turnier, zwischen 2 Hochschulen.
In Ikebukoro, wo wir ja eh umsteigen mussten, kaufte Andrea noch schnell ein Haarschampoo… was in einer interessanten Suchaktion endete! Im ersten Laden hatten wir zwar Erfolg, aber man musste immer erst einmal die Zeichen anschauen um herauszufinden, wofür das Zeug eigentlich ist, was man da gerade in den Händen hält. Irgendwann hatten wir dann ein preiswertes und gutes Haarwaschmittel gefunden und so wuselten wir uns durch die vielen Menschen und Sonnenschirme!
Mein Wetterbericht für Heute zeigte etwas über 30°C an mit 85% Luftfeuchtigkeit! Das erklärte Tatsächlich die vielen Sonnenschirme. So wie ich uns kenne und sich das Wetter in den nächsten Tagen nicht kühler wird, werden wir uns bestimmt auch einen kaufen gehen. Doch das hatte ja noch Zeit. Erst einmal die anderen Dinge! Der Laden rennt einem ja nicht weg…hoffen wir zumindest.
Wir stiegen diesmal auf Anhieb in die richtige Bahn ein und fuhren bis Harajuku. Von dort aus wurden wir erneut von Menschenmassen überwältigt und robbten uns bis zum Daiso, dem 100Y-Shop. 
Takeshita-Straße
Die Menschenmassen hörten auch dort nicht auf, aber immerhin hatte der Laden Klimaanlage und man konnte atmen, ohne Angst zu haben von Menschen erdrückt zu werden. Mit einer Lupe inspizierten wir den Laden, suchten uns schon Mal unsere Halloween Dekoration heraus und Andrea kaufte sich nach langem Überlegen einen Fächer, damit auch sie sich von nun an Luft zufächeln konnte.
Irgendwann fanden wir dann die Notizblöcke und waren von der Auswahl der Blöcke wirklich überfordert! Es gab einfach zu viel des Guten! XD mit weniger, als wir eigentlich kaufen wollten, verließen wir den Laden und bummelten durch die überfüllte Straße. Dort fanden wir dann auch diverse Läden, wo ich definitiv öfter Mal vorbeischauen muss. Beispielsweise Bodyline: Dort kann man für normales Geld Gothic Lolita Sachen kaufen! *----* (Oma, das sind die Sachen mit den vielen Nadeln und so, die du nicht an mir magst.) Im Body-Line brauchte ich erst einmal eine Weile um zu bemerken, dass im Hintergrund Musik von verschiedenen Coverbands lief, die hauptsächlich Disney Lieder nachgesungen haben. Da die Schlange an wartenden und kaufenden Menschen bis zum Ausgang lang war, verließen wir den Laden wieder, aber nicht ohne vorher eine Strickjacke ausfindig zu machen, die ich mir nächsten Monat unbedingt zulegen werde! ^^ Auch wenn die vielleicht nicht gerade mögen wirst Omi, aber mir gefällt sie wirklich sehr. :)
5 Schritte weiter fanden wir dann einen anderen Shop, der mehr in die Richtung Rock ging und die auch sehr interessante Kleidung hatten. XD Das wird dann 2 Monate später Mal wieder angeschaut. Vielleicht. Wir bummelten weiter in den Spielzeug Laden von gestern, um uns noch einmal nach den Preisen zu erkundigen und zu schauen, ob man in diesem Laden eigentlich mit Karte zahlen kann! ;)
Ich glaube in diesem Laden werde ich auch öfter Mal vorbeischauen! X3 Und immer mal etwas kaufen. Denn letztlich bin ich wieder aus diesem Laden gegangen, ohne etwas zu kaufen. 
Ja, der echte unechte Hund! ^^
Der Weg führte uns zurück nach Shibuya, was von Harajuku nicht weit entfernt war. Wir trafen wieder auf den gleichen Hund von gestern, der immer noch unentwegt am Straßenrand sitzt und dieses Schild hält. Ich finde ihn wirklich gut gemacht und gestern habe ich von weiten wirklich gedacht, er sei echt! Auch machten wir Begegnung mit einem sehr interessanten Kinderspielplatz, der irgendwie Ähnlichkeit mit einem deutschen Baugerüst von Arbeitern hat… hoffentlich ist es sicherer, als die Baugerüste aussehen!





Baustellengerüstspielplatz
Vor allem die Gebäudezusammenstellung in dieser Straße war faszinierend! Man hatte wirklich Alt neben Neu und Westlich neben Japanisch. Und alles vereint in einer Straße, die dazu sogar noch Katzenstraße heißt, einen Baugerüst Kinderspielplatz hat und einen Hund, der seit geraumer Zeit ein Schild um den Hals hängen hat. Was will man eigentlich mehr?
Weiter die Straße entlang trafen wir weitere Gebäude, die so interessant aussahen, dass wir sie fotografieren mussten. Und da England/ Großbritannien gerade sehr beliebt war, konnte man auch neugebaute Läden sehen, die alt, oder noch älter wirken sollten, in Wahrheit aber noch gar nicht so lange dort waren.








Antik-Kleidungs-Laden
Wahllos setzten wir uns nach einigen Stunden Wanderschaft auf eine Bank und aßen gekauftes Melonenbrot, das wir als Snack mitgenommen hatten aus dem 100Y- Laden. Danach ging es wieder Richtung Haltestelle. Da Harajuku und Shibuya ebenfalls große Anlaufpunkte für Touristen sind, sah man dementsprechend auch neben den vielen Japanern auch erstaunlich viele Gaikokujin, wie uns die Japaner liebevoll nennen. Gaikokujin bedeutet nichts anderes, als Ausländer. :)
Außerdem war in der Nähe der Harajuku Station war schließlich auch der Meiji-Schrein. Eines der Pilgerziele vieler Touristen, die während ihres 3-Tage-Aufenthaltes, neben ihrem reich geschmückten Programmes für ein paar Minuten auch Mal etwas von der Geschichte hören und die Kultur kennenlernen möchten. Auch wir wollten ihn uns eigentlich anschauen, doch aufgrund der vielen Menschen dort, hatten wir dann doch beschlossen bei der Hitze lieber nach Hause zu fahren.
Den Weg zum Gleis zu finden, sollte sich als schwerer herausstellen, als gedacht! 


Bahnhof Harajuku...
Immerhin war der Bahnhof voll von Menschen und gegen den Strom schwimmen ist in solchen Situation auch unmöglich, da du einfach mit weggespült wirst. Wir ließen uns also zum Gleis schieben und warteten nur ein paar Minuten auf die Bahn. In der Bahn war es für die normalen Verhältnisse leider total kalt und ich hoffe wirklich, dass ich von den verschwörerischen Klimaanlagen nicht krank werde!!! Auf der Rückfahrt waren wir dann so erschöpft, dass es uns ständig die Augen zuzog und wir wie die Japaner in der Bahn geschlafen haben. Allerdings waren wir nicht so geübt, um die richtige Haltestelle herauszufiltern, deshalb wachten wir 2 Haltestellen vorher auf und mussten uns mächtig wach halten, um nicht wieder einzuschlafen. In Asaka machten wir dann noch einen Abstecher ins Wakana – einem wirklich unglaublich preiswerten Bentou-Laden, wo man fertiges Bentou kaufen, sich aber auch sein eigenes zusammenstellen kann. Es schmeckt sehr lecker und es war wirklich günstig. Ein Dessert konnte man sich bei den Preisen dann doch nicht verkneifen und so wurde noch etwas mitgenommen, was wir nicht gelesen hatten, als wir es kauften. Anschliessend ging es dann noch in den Supermarkt Getränke kaufen! Ich sage euch, 4,5l plus eigene Tasche, die auch schwer ist durch Asaka schleppen ist nicht wirklich schön! Auch wenn es normal nur 15 Minuten sind.
Im Wohnheim angekommen stellen wir unser Abendbrot in den Kühlschrank und verabredeten und gegen 7 Uhr abends in der Lobby. Den Rest der Zeit verbrachte ich damit wichtige E-Mails zu schreiben und die Vorbereitungen für die Facharbeit in Politik zu lesen und durchzugehen.
Gegen 7 Uhr trafen wir uns dann also wieder, machten die Küche unsicher und stellten mit Entsetzen fest, dass die Musashi-Jungs immer noch trainierten!!! Wie bitte, kann man nur so ein Durchhaltevermögen haben, um den einzigen freien Tag in der Woche, für die normalen Studenten, mit Training zu verbringen? Ich weiß es wirklich nicht.
Mehr-Gänge-Menu...
Zum Abendbrot gab es dann wieder das Bentou mit den 2 Onigiri und den 3 verschiedenen Sorten Fleisch. Bin ich froh, dass wir diesen Laden gefunden haben, so können wir für wenig Geld ein gutes Abendbrot kaufen. Auch die Onigiri sind die einzeln nur 88Y. Und das ist wirklich preiswert!
Das Dessert stellte sich als Käse-sahne mit Biskuitteig heraus und war unglaublich gut!!!
Auch nach dem Essen beobachteten wir noch die eifrig über das Spielfeld rennenden Jung und gingen dann beide in unsere Zimmer zum Videochat!
Ihr seht… heute war wirklich nichts los! >.<‘‘‘ Drückt mir morgen die Daumen, dass alles gut geht mit dem ersten Uni-Tag!^^
Euer Risu

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