Monday, 26 September 2011

Zwei zur Zeit von Einem…


Ja, ich muss zugeben, dass ich es nicht geschafft habe den Eintrag rechtzeitig fertig zu kriegen, deshalb bekommt ihr heut das super-mega-Angebot von mir! ;) Zwei Einträge in Einem! Na wenn das Mal nichts ist, dann weiß ich auch nicht weiter! XD
Da ich für die Uni lernen musste hatte ich leider nicht eher Zeit und so nutze ich meine Zeit jetzt und bringe ich euch den neuesten Stand der Dinge!^^

30 auf einen Streich (25.09.2011)

Oder: Der Morgen danach!
Der Wecker klingelte 7.30 Uhr und ausgeruht wühlte ich mich aus meinem Bett. Der Spaziergang mit Brian war so anstrengend gewesen, dass ich kaum etwas von meinem Hörspiel mitbekommen hatte und sofort eingeschlafen war. 8 Uhr wollte ich mich mit Andrea zum Frühstück treffen und so hatte ich noch genügend Zeit um sich noch Mal für 5 Minuten hinzulegen.
nearly all inclusive Brötchen!/
8 Uhr betraten wir die Küche, die wie ausgestorben vor uns lag…die einzigen Lebenszeichen kamen aus dem Abfluss, denn natürlich niemand der Studenten sauber machen will, wenn er dort gekocht hat. Einer der Gründe, warum Andrea und ich auf Brötchen und Obentou zurückgreifen! Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, werde ich euch Mal Beweismaterial zukommen lassen, auch wenn ihr ohne eben dieses genauso gut weiterleben könntet. Wir freuten uns also über unsere Brötchen, die wir sofort in den Toaster beförderten und stellten die Getränke und die Marmelade auf den Tisch. Auch der Speisesaal liegt verlassen vor uns und so haben wir alle Zeit und Ruhe der Welt.
Sportnachrichten! XD
In den Sportnachrichten liefen gerade die ersten Aufwärmübungen der Lacrosse-Mannschaft, das sind die mit den Köchern um den Ball oder den Kopf des Gegners einzufangen. Zusätzlich trafen auch die ersten Bogenschützen ein! Ein unglaublicher Sport, der ebenso unglaubliche Kraft erfordert… (ja, ich komme nicht um diesen flachen Witz herum, aber ihr braucht ihn ja nicht lesen!)…gerade aus schießen ist ja immerhin schon schwer genug! Aber dann noch Bogen schießen!
Da unser Empfang nicht der Beste war und wir immer Mal wieder von unserem Essen abgelenkt wurden wechselte das Programm auch öfter zu einer Tierdokumentation über das Verhalten von Raben in Sport- und Freizeiterholungsgebieten. Doch meistens blieb der Sender stabil und wir fingen an Die Rolle der Kommentatoren zu übernehmen. Doch erst einmal musste unser Frühstück fertig gemacht werden. Der Toaster hatte nun schon ausgebingt und wir holten die Brötchen, 4 an der Zahl, auf unserem deluxe Teller, der nur so aussieht wie eine Plastiktüte, in Wahrheit natürlich aber ein richtiger Teller ist.  Beim Aufstechen der Brötchen – die sind weicher als ein Einback in Deutschland, da kann man wirklich nicht von aufschneiden reden! – fiel uns plötzlich etwas merkwürdiges auf! Beim aufklappen des Brötchens sahen wir, dass die Brötchen mit Margarine gefüllt waren, die nun wunderbar zerlaufen war. Umso besser, dachten wir und bestrichen die margarinigen Brötchen noch mit Marmelade. Und es hat wirklich hervorragend geschmeckt. Wie immer gab es dazu unseren Lieblings Milchkaffee der nicht im Geringsten nach Milchkaffee schmeckte, aber sehr lecker war.
Jeder von uns aß tatsächlich 3 der Brötchen, aber danach waren wir wirklich satt und entschieden uns wieder auf unsere Zimmer zu gehen. Bevor wir uns jedoch endgültig zurückzogen war wieder einmal Wäsche waschen angesagt. Also rauf aufs Zimmer, Wäsche sortieren und wieder runter zu den Waschmaschinen! Wir vermuteten die Anleitungsschritte, die nirgendwo angeschrieben waren, drückten wieder wahllos irgendwelche Knöpfe und warteten darauf, dass alles in die Luft flog. Als das nicht geschah waren wir fürs Erste beruhigt und konnten auf unsere Zimmer gehen.
Gegen 10 Uhr war ich dann so weit und konnte den Eintrag vom Samstag nachholen. Es dauerte mehr als 3 Stunden um den Eintrag fertig zu schreiben und die Bilder einzufügen! Deshalb musste ich mich ranhalten, immerhin musste ich noch für einen Kanji-Test lernen! Und nebenbei auch noch die ganzen Geografie-Sachen die wir am Dienstag im KULTUR-Unterricht wissen müssen. 
gesundes Mittagessen
Doch erst einmal Pause machen vom Eintrag! Erst etwas Essen und dann sehen wir weiter. Ich hatte am Vortag im Konbini eine neue Sorte Melonenbrot ausprobiert und dazu gab es passend meine letzte Ration Kekse. Das Melonenbtor hatte nicht nur eine Melonenglasur, sondern auch eine Honigmelonen-Pudding-Füllung!
Da die Wäsche mittlerweile fertig war konnte ich so etwas entspannen und holte die Wäsche aus der Waschmaschine und verbrachte viel Zeit damit mein alternatives Ablagesystem zu erweitern. Immerhin ist es gar nicht so einfach seine ganze Wäsche in einem Zimmer zu postieren, wo man nur ein paar Kleiderbügen und wenig Ablagefläche zur Verfügung hat. T-Shirts konnten ja zum Glück auf den Balkon in die Sonne gehängt werden. Ich musste dringend nach einem wunderbaren Kleider-Aufhänungs-Teil schauen, was die Anderen alle auf ihren Balkons haben! Das wäre äußerst praktisch für Kleinkram wie Socken! Denn jedes Mal die Socken auf Kleiderbügel postieren ist zwar kunstvoll und sehr kreativ, aber keine Dauerlösung.
kunstvolle Balkondekoration
Nach dem die Sachen alle einen Platz zum Trocknen gefunden hatten ging es auf die Suche nach dem Müll! Da ich nun nicht wirklich den Müll der diesjährigen Weihnacht und der Zukünftigen einlagern möchte, wurde es Zeit nach den Mülleimern zu suchen! Andrea und ich hatten gleich beschlossen einkaufen zu gehen, wenn wir schon Mal dabei waren, das Haus zu verlassen, so brauchten wir das später nicht tun und hatten mehr Zeit zum Lernen. Auf dem Weg trafen wir Alex, der sich ins Rikko Kaikan aufmachte, um dort mit den Anderen zu lernen.  
Und hier als kleine Erklärung des Titels vom gestrigen/heutigen Eintrag… ich habe nicht nur einen Sonnenbrand von dem Spaziergang davongetragen, sondern die 10 Minuten im Wald haben wahrscheinlich einen ganzen Mückenclan versorgt! 30 Mückenstiche! 30! Ich habe keine Ahnung wie die das gemacht haben, aber normal ist das nicht!!! >.<‘‘‘
Wir verstauten den Müll dort, wo wir dachten, es sei der richtige Raum dafür (der es auch wirklich war) und gingen einkaufen. Da ich gleich noch das Geld für die Miete holen wollte, um es am nächsten Tag auf das japanische Konto zu bringen mussten wir bis zum Bahnhof laufen und im 7/11 vorbeischauen. Wir machten einen Abstecher in den großen Supermarkt, in dem ich am Samstagabend mit Helen war und verglichen die Preise. Wie wir feststellen mussten, war unser normaler Supermarkt, den wir sonst aufsuchten wirklich preiswerter. Entsetzt blieben wir vor den Äpfeln stehen und suchten die Schilder, wo der Apfel denn eigentlich herkam. Das war kein Apfel mehr, das Teil hatte die Größe einer Honigmelone! Insgesamt waren das 4 Äpfel in 1nem!!! Irritiert über diese enorme Apfelgröße machten wir uns auf in den 7/11 und ich versuchte mich ein weiteres Mal an einer Spielerunde am Automaten. Ich gewann gegen den Automaten und knackte den Jackpot! Nun hatte ich meine Miete, die ich vorsichtshalber in einen der dafür vorgesehen Umschläge packte, die an jedem Automaten zu finden sind. Japaner haben es ja nicht so mit dem Geld und machen das lieber still und heimlich, deshalb auch immer und überall Umschläge oder kleine Kisten in die man das Geld hineintut.
Im Bentou-Laden hielten wir an, kauften uns etwas Leckeres zu Essen und stellten fest, dass man das sogar in der Mikrowelle aufwärmen konnte. Das wollten wir zum Abendessen gleich Mal ausprobieren! Nach dem Besuch im Bentou-Laden schauten wir noch schnell im Supermarkt vorbei und kauften Getränke. 
Sportschuhe!!! Blau, aber günstig!
Zu meiner Überraschung fand ich sogar eine große Auswahl an heruntergesetzten Schuhen. Wild entschlossen probierte ich ein paar nach dem anderen an und fand tatsächlich eines, welches mir passte! Und es kam sogar nur 15€! Nun hatte ich doch noch meine günstigen Sportschuhe fürs Fitnessstudio gefunden! Die wurden natürlich auch sofort mitgenommen und so machten wir uns nach dem Einkauf mit meinen neuen Schuhen und mehreren Litern Getränken wieder auf den Heimweg. Die Tafel Schokolade, die ich noch mitgenommen hatte, hatte wahrscheinlich das geringste Gewicht!
Im Wohnheim angekommen machte ich mich dann erst einmal ans Kanji lernen und dann an die wundervolle Landkarte. Die Kanji ließen sich relativ gut merken, da wir bis auf 1 oder 2 schon alle in Deutschland gelernt hatten, somit würde das kein Problem werden. 
etwas fehlerhafte Landkarte!
Und die Namen der Städte und Buchten würde ich auch schon noch irgendwie in meinen Kopf bekommen.
Brav lernte ich die nächsten Stunden und begann die noch fehlenden Texte für Geschichte zu lesen, welche wir am Montag noch kurz diskutieren wollten. Immerhin war die letzte Stunde ja wegen Taifun-Frei ausgefallen. 19 Uhr trafen Andrea und ich uns dann im Speisesaal und probierten die Mikrowelle aus. 





die Mikrowelle, Andrea und ich
Orientierungslos drückten wir alle Tasten, bis es plötzlich etwas anzeigte und das Gerät zu summen anfing! Panisch drückten wir erneut alle Knöpfe bis das Summen wieder verstummte. Welcher von den vielen Knöpfen war denn nun eigentlich der Richtige gewesen? Nach weiterem Probieren fanden wir dann schließlich unsere Knöpfe und wärmten unser Essen auf.
Essen!^^
Zum Abendessen gab es faszinierender Weise von allem etwas! Kartoffelsalat, Spagetti, Hühnchen Nuggets, Reis und Gemüse. Dazu dann noch einen Tiramisu-Nachtisch und fertig war das leckere Essen!^^ Wir beeilten uns mit dem Essen, da wir beide 20 Uhr einen Videochat hatten. Somit waren wir zur richtigen Zeit auf unseren Zimmern. Nur wollte Skype nicht so, wie ich wollte. 1 Stunde versuchte ich Skype und den Computer, der sich immer wieder auf gehangen hatte, zum Laufen zu kriegen, bis es nach Ewigkeiten dann wirklich funktioniert hatte! Der Videochat ging bis 23.30 Uhr japanischer Zeit und danach habe ich mich noch 1 Stunde den Kanji und der Landkarte gewidmet, was dann auch der Grund dafür war, dass ich es nicht mehr geschafft habe den Eintrag zu schreiben.
Kaum hatte ich das Licht ausgemacht und die drei Fragezeichen angeschalten war ich auch schon eingeschlafen. 




Morgens um 8 Uhr in der Bahn…(26.09.2011)

Oder: Wie die Sardinen in der Dose

5 Uhr klingelte das Telefon und ich sprang aus dem Bett. Ohne Andrea würde ich es um diese Uhrzeit wahrscheinlich nicht aus dem Bett schaffen, aber bei dem penetranten Klingeln unserer Telefone muss man einfach aufstehen. Wie immer ging es Duschen und danach wieder hoch ins Zimmer. Nochmal schnell Kanji wiederholen und dann Tasche packen. Da das ja alles nicht so lange dauert hatte ich genug Zeit um noch Mal für 45 Minuten die Augen zuzumachen.
Lecker!!!
7 Uhr ging es dann zum Frühstück und als wir die leckeren Brötchen sahen, mussten wir gleich wieder an die Brötchen vom Vortag denken, die mit Margarine gefüllt waren. Wir nahmen uns von Allem etwas und gingen in den Speisesaal. Es gab Ei und Schinken mit Salat, Brötchen mit Heidelbeermarmelade und Schokolade und dann etwas was man nicht einordnen konnte. Irgendein interessanter Salat in einer kleinen Schüssel. Ausnahmsweise gab es Mal wieder Milch zum Kaffee und somit konnte ich einen „Kaffee“ genießen. Ihr glaubt nicht, wie ich den deutschen Kaffee vermisse!!!  Konkurrenz machte der Kaffee diesmal dem Tee, dessen Name nicht genannt werden darf! Der Inhalt der kleinen Schüssel stellte sich schließlich als Nudelsalat heraus. Äußerst schmackhafter Nudelsalat, im Übrigen!
7. 45 Uhr nahmen wir dann den Bus zum Asaka-Bahnhof und machten uns auf den Weg in die Uni! Heute sollte es ein langer Tag werden von 9 Uhr bis 4 Uhr durchgängig Unterricht! Und die erste Stunde wurde uns aufgebrummt, damit wir uns zum Uni-Fest vor aller Welt zum Ei machen konnten! Auf dem Bahnhof herrschte reges Treiben und als die Bahn kam, fing ich unwillkürlich zu Grinsen an. 
Rush-Hour-Bahn-Bild
Ich hatte es doch tatsächlich nach 2 ½ Wochen endlich Mal in die Rush-Hour geschafft und es war wirklich genauso wie ich es mir vorgestellt hatte! Man konnte nicht umfallen! Und wenn die Bahn doch Mal um eine Kurve fuhr, dann kippten alle nach vorn und bei der nächsten Kurve ging es dann zurück in die alte Position. Es war ein Schieben und ein Drücken, aber niemand machte Anstalten, sich um mehr Platz zu bemühen. Jeder fand sich mit der Situation ab und wir konnten uns kaum halten vor Lachen, weil wir die Situation so amüsant fanden. Ausländer, wie wir es halt sind musste ich davon gleich mal ein paar Fotos machen! Praktischerweise hatte ich meinen Schirm dabei, da ziemlich viele Wolken am Himmel zu sehen waren, als wir das Wohnheim verließen und so bastelten wir unsere eigene Vorrichtung, um uns festzuhalten. Und wie sollte es auch anders sein, genau mitten in der Bahn kam Alex auf die Idee einen Schluck Kakao aus seiner Flasche trinken zu können. Da er sich aber irgendwo festhalten musste und auch Helen festhielt, damit sie nicht umfiel hatte er keine Hand frei. Helen konnte nur die Hand ein bisschen bewegen, die Alex festhielt. Also stellten wir die Flasche in Helens Hand und ich drehte die Flasche mit meinen Zähnen auf, bis wir den Deckel herunternehmen konnten. Irgendwie schafften wir es, dass Alex einen minimalen Schluck Kakao zu fassen bekam und irgendwie drehten wir die Flasche auch wieder zu. Halten vor Lachen konnten wir uns nach dieser Aktion jedoch nicht mehr. 
1,2,5,6,9,10,18,19,....uups verzählt...
Wir spaßten die ganze Fahrt über rum, schmiedeten Pläne, wie wir aus der Bahn aussteigen konnten, ohne zu Boden zu gehen und fassten den Entschluss die Mission Impossible Melodie zu summen, wenn wir die Bahn verließen. Irgendwann hielt der Zug dann in Ikebukoro und alles quetschte sich auf den Bahnsteig. Wir wurden förmlich mitgeschoben und ließen uns von der Strömung mitreißen. Irgendwann am Fahrkartenausgang war ja eh erst Mal Stop angesagt! Die Fahrt von Ikebukoro nach Ekoda war ziemlich unspektakulär! Jeder von uns bekam einen Sitzplatz und wir unterhielten uns über die Themen, die wir für unsere Präsentationen nehmen wollten.
Im Raum angekommen, wurden wir gleich Mal in einen anderen Raum geschleusst und dort ging dann das übliche Spiel los: Bitte stellt euch vor! Diesmal mit erhöhtem Schwieirgkeitsgrad, wir mussten uns nach dem Geburtrtagsdatum sortiert aufstellen! Wir schafften es schliesslich, stellten uns vor und dann ging es in die Gruppen. Eigentlich wollte ich ja meine Präsentation über Hörbücher/-spiele machen, doch da ich nicht allgemein hätte drüber reden dürfen musste ich mich für ein anderes Thema entscheiden. Da wir in der Präsentation nur 5 Minuten reden sollen, werde ich mir meine Hörbuch/-spiele Präsentation für später aufheben und die dann zur Prüfung oder im Unterricht abhalten, wenn ich mehr als 5 Minuten reden kann.
Mein Thema lautete nach einer knappen Stunde dann wie folgt:
Warum finde ich die Harry Potter Musicals von Team Starkid lustiger als die Bücher und die Filme?!
X3 Ein Thema, dem ich natürlich nicht abgeneigt gegenüber stand!^^ Konnte ich doch wieder Mal meinem Hobby fröhnen. Auch Alex redete über Harry Potter und suchte sich nach langem Überlegen die unbekannteste Figur aus der ganzen Serie aus, die er vorstellen wollte. Irgend so ein Junge, der gegen einen bösen Magier kämpfen musste und der bis zu seinem 11 Lebensjahr bei seinen Muggelverwandten gelebt hat, bis er herausfand, dass er ein Zauberer ist. Keine Ahnung wer das ist, aber in Harry Potter kam der nur am Rande vor, oder?! XDDD
Wir redeten also mit der Japanerin, die ebenfalls Harry Potter mochte und fragten sie über Dinge zu unserer Präsentation aus. Stellten Fragen zu Vokabeln und redeten einfach so über das Thema. Danach mussten wir es in einer größeren Gruppe vorstellen und dann war der Unterricht auch schon vorbei.
Blümchen!^^
Auf zu Japanisch und zum nächsten Kanji-Test! Nach einer kurzen Einführung in unser Wochenende schrieben wir den nächsten Test und bekamen gleich wieder die neuen Sätze hingelegt und den alten Test zurück! 3 kleine Fehler ließen meinen Test nicht ganz so hübsch aussehen, wie ich gedacht hatte, doch immerhin war mein Blümchen komplett!^^ Die Japanologie Studenten unter den Lesern wissen es bereits, aber für die Anderen ein kleiner Einblick in das japanische Punktesystem. Man bekommt keine Punkte hingeschrieben, sondern der Lehrer malt eine Blume hin, je mehr an der Blume dran ist und je mehr sie lächelt oder singt, desto besser ist die Arbeit. Was nun an meiner Blume noch fehlt kann ich hoffentlich nach dem nächsten Kanji-Test sagen! Bis Donnerstag heißt es da aber erst Mal wieder lernen, lernen und lernen!
Mittagessen~
Nach Japanisch ging es dann erst mal etwas Essbares kaufen und Unterlagen kopieren. Da im Uni-Shop gleich ein Kopierer war, konnte ich ihn mir gleich erklären lassen, musste aber feststellen, dass das unnötig gewesen war. Das hätte ich auch alleingeschafft. Pro Kopie bezahlt man hier 10Y was ungefähr 8 Cent sind. Also ein bezahlbarer Preis, wenn man nicht Bücher kopieren muss. Danach ging es dann auf die Suche nach einem Plätzchen wo Jenny und ich dinieren konnten. Wie im Zoo schauten uns die Japaner nach, getrauten sich aber nicht uns anzusprechen. Zum Mittag gab es ein Onigiri mit Thunfisch und Mayonnaise und Reis-Omelett-Onigiri mit Tomatenreis. Es war wirklich sehr lecker! Dazu gab es wie immer den tollen Milchkaffee. ;)







ein paar wenige Geschichtstexte...
Nach der Mittagspause gingen wir zu Geschichte und bekamen 3cm Papier vor unsere Nase gelegt! Einen 3cm Stapel an Papier! Und den mussten wir alle lesen! Immerhin müssen wir in dem Fach Reaktionspapiere schreiben. Und das nächste musste schon Dienstagnacht abgegeben werden! Das heißt, man hatte nicht viel Zeit. Alex fand den Unterricht so spannend, dass er tief und fest eingeschlafen war und man ihn sogar mit anzutippen nicht wecken konnte. Erst als auch der Lehrer lachte und fragte ob alles ok sei, wachte Alex auf und lief rot an.
Nach Geschichte folgte dann Kultur! Und wir schauten ein Video mit Brian über das japanische Schulsystem. Gedreht wurde es von Deutschen in Japan, gesponsert von einer Firma in Hawaii. Also wieder multikulturell. xD Das Video schockte uns dermaßen, dass wir kaum glauben konnten was wir da sahen! Mütter bringen ihren Kindern im Mutterleib schon die japanischen Alphabete bei, gehen in Förderunterricht für Föten, damit die den Klang der Laute schon ungeboren lernen können. Und sobald sie auf der Welt sind werden sie von einem Lernkurs bis zum Nächsten geschleppt. Mit 2 Jahren lehrt man ihnen das Rechnen, mit 1 Jahr sollen sie dann schon am besten die 2 „Alphabete“ aufsagen können und bis um 1. Lebensjahr werden sie durch Lernsendungen im Fernsehen dazu animiert schnell zu lernen. Gezeigt wurde unter anderem ein Kind, welches mit noch nicht Mal 1 Jahr selbstständig laufen, die Videokassette nehmen und in den Recorder stecken konnte! Und es konnte den Start-Knopf gezielt drücken! Ich wusste ja, dass das japanische Schulsystem hart ist, aber dass es so hart ist, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Kein Wunder, dass so viele Schüler Selbstmord begehen, wenn sie durch eine Prüfung fallen! Beim dem Leistungsdruck kann keiner standhalten! Und erst recht nicht wir Leute aus dem Westen, da wir nicht mit diesem Druck aufwachsen.
Nach der schockstunde ging es dann auf die Bank. Da wir am Freitag unsere Miete überweisen wollen, musste zuvor erst Mal Geld auf das japanische Bankkonto. Und das stellte ich mir als eine neue riesige Herausforderung vor. Doch im Endeffekt war es einfach, als ich gedacht habe. Man gebe sein Bankbuch und sein Geld in den Automaten, warte einen Moment, bis er alles richtig durchgemischt hat und schon hat man sein Bankbuch wieder, auf dem draufsteht, dass man plötzlich Geld drauf hat. Tolle Sache, wirklich tolle Sache!
Mit Geld auf dem japanischen Konto machten Jenny und ich uns nun auf den Weg zum Bahnhof Ekoda, um von dort aus nach Hause zu fahren. In Ikebukoro stieg ich in die nächste Bahn und begann die Karte zu wiederholen, die wir lernen mussten. Vom Bahnhof Asaka zum Wohnheim lief ich wieder und genoss das angenehme Wetter und beobachtete die Leute. Im Park spielten Eltern mit ihren 4 jährigen Kindern Baseball und Fußball, oder ließen sie auf dem Klettergrüst turnen.
Im Wohnheim angekommen hatte ich noch genügend Zeit bevor wir uns zum Abendessen verabredet hatten und so verbrachte ich diese Zeit ebenfalls mit Lernen, Kanji abschreiben und Uni-Zeug sortieren.
nyomnyom
Zum Abendessen sah man diesmal viele neue Gesichter und von Tag zu Tag wird der Speisesaal voller! Einige der neuen Alten hatten noch nie eine Deutsche gesehen und so war ich der Blickfang des Abends. Ich glaube bis ich mich daran gewöhnt habe, das dauert noch ein Stück! Das Essen war wieder einmal sehr lecker, aber was man so aß wusste man nicht so richtig. Neben Reis und Miso-Suppe und natürlich dem Tee, dessen Name nicht genannt werden darf, gab es Schweinefleisch mit Tofu-Stückchen und asiatischem Gemüse. Des Weiteren fand man Fischklößchen und irgendetwas Undefinierbares in einer anderen Schüssel. Und zu guter Letzt gab es, wie sich herausstellte Mangopudding!^^ Während des Essens gingen die Anderen die Japan-Karte immer und immer wieder durch, wodurch ich mir meine Fehler merken konnte, um sie auf meinem Zimmer zu verbessern. Die Gruppe löste sich aufgrund des Lernstresses ziemlich schnell auf und ich machte einen Abstecher zum Briefkasten. Auch wenn ich weiß, dass Nichts darin ist, so schaue ich trotzdem sehnsüchtig jeden Tag hinein! 
Brief von Tabea! <3
Und was sahen meine bebrillten Augen?! Einen Brief! Ich hatte tatsächlich Post bekommen! Meine 2te Karte in Japan!^^ Und die war von meiner lieben Tabea! Bin gleich freudig durch die Gegend gehüpft~
Wieder im Zimmer angekommen, sortierte ich die wichtigsten Unterlagen für den morgigen Tag und machte mich dann ans Blog schreiben, bevor ich mich wieder an die Karte setzte. Und da es mittlerweile schon wieder halb 10 ist, werde ich mich nun meinen wunderbaren Städten und Buchten widmen, damit ich die morgen auch alle eintragen kann!^^
 
Also dann ihr Lieben, wir lesen uns morgen wieder! ;)

Euer Risu

No comments:

Post a Comment