Thursday, 8 September 2011

Der Boden der Tatsachen


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Ich glaub es kaum! Da wartet man seit fast nem Jahrzehnt und dann ist man einfach so da!!!
Ich bin doch tatsächlich in Japan. Und ich kann es kaum glauben. :)
Es fühlt sich noch wie ein Traum an. Alles ist so irreal!
Kaum war ich aus dem Flugzeug gestiegen hatte mich der erste Japaner angesprochen der mit mir im Flugzeug saß und fragte ob er mir helfen könne und ob ich das erste Mal da bin.
Ein irritierter Blick Seinerseits auf meine Antwort hatte einen irritierten Blick Meinerseits zur Folge.
"Sie sprechen japanisch?"
"Wieso?"
"Sie haben japanisch geredet!"
"Habe ich das?"
Stille.
"Aber ja, ich spreche etwas japanisch."
Erst ging es einen der Beiden Schnipsel abgeben und zur Registrierung... Empfangen wird man mit einem freundlichen Lächeln und einem >Herzlich willkommen! <. Dann musste man auf einem merkwürdigen Gerät seine Zeigefinger auflegen und seinen Kopf in die Kamera halten. Registrierung ganz neuer Art!
Keine Komplikationen, also auf zum nächsten Punkt: Gepäck einsammeln!
Nach 15 Minuten hatte ich dann endlich beide Koffer und schon eilte der Japaner von vorhin, der ebenfalls sein Gepäck gesucht hatte auf mich zu, traf dann jedoch eine Bekannte und hat so nicht noch einmal mit mir gesprochen. Ich war trotzdem überwältigt von der Hilfsbereitschaft des Mannes!
Dann musste ich mit meinen Koffern durch eine Kontrolle und den anderen der beiden Zettel abgeben auf dem ich versicherte, dass ich keine Schmuggelware mit mir führe. Leider durfte man in diesem Bereich keine Fotos machen...aber es war unglaublich lustig was ich da für ein Schild gesehen habe!!!
Ein Wegweiser für die Quarantäne unterteilt in Pflanzen und Tiere. Bei den Pflanzen war auf der linken Seite ein kleines Pflänzchen abgebildet, dann war ein Pfeil auf dem Quarantäne stand und dann sah man die Pflanze in Pulverform. Und bei den Tieren, sah man zuerst eine Katze und einen Hund, dann wieder der Pfeil mit der Quarantäne-Beschriftung und dann..... *lach*... verschiedene Wurstsorten. Ich glaube es war ne Salami und ne Wiener! XD Ich fand das so unglaublich komisch!!! Bist in Japan, und die treffen genau deinen Humor, dacht ich mir.
Und dann war ich aus der Quarantäne-Station raus und war auf dem öffentlichen Teil des Flughafens... Und OMG, war der groß! Und so viele Japaner! Wo man nur hinsieht, Japaner!
Man könnte meinen ich wäre in Japan! ;)
Busfahrkarte
So...jetzt mussten die Schweren Koffer zur Gepäckstation, damit ich sie nicht mit durch Tokyo schleifen musste. Im Grunde hätte es gereicht, wenn ich nur den großen Koffer abgegeben hätte, da die Bahn und der Bus relativ leer waren und ich so keine Probleme gehabt hätte. Aber bei dem was man so von Tokyo und Bahnfahren hört, hab ich es lieber aufgegeben. Hat mich glaub ich umgerechnet 35€ gekostet das schicken. Im Vergleich zu meinem Bus-Ticket war es dann aber wiederrum günstig gewesen! Denn für das habe ich knappe 30€ bezahlt!
Das spezialgelagerte Klo

Dann ging es erst einmal auf Toilette! Ich war so aufgeregt und wusste nicht, wann ich das nächste Mal eine Toilette finden würde und stürmte zum nächsten Klo! Zum Glück hatte ich die Koffer schon aufgegeben! Sonst hätte ich damit ein Problem gehabt! Alle Toiletten waren besetzt! Und die erste die Frei wäre, würde ich nehmen. Habe ich mir gesagt! Und schon kam eine Frau aus der Toilette und ich ging sofort hinein, schloss die Tür drehte mich herum... und verzweifelte! Ja, genau! Es war so eine Multifunktionstoilette mit integriertem Hinternexperten der im wahrsten Sinne des Wortes für den Arsch ist! Verdammt! Wie bitte benutzt man dieses Teil? Naja, erst mal drauf und schauen was passiert. Als es mich nach einigen Sekunden noch nicht gefressen hatte, begann ich den Zettel neben mir durchzulesen bzw. zu entziffern, denn die Anleitung war ausschließlich japanisch! Nur stand da nirgendwo wie man die Spülung betätigt!!! Und nun? Meine Erziehung verbietet mit einfach schreiend wegzurennen und so zu tun, als wäre ich es nicht gewesen. Danke Mama! (Spaß!) Was hab ich noch für Möglichkeiten? Erst einmal die Toilette untersuchen...nirgendwo was zum Drücken oder ziehen oder irgendwie anders zu handhaben! Nur diese blöden Tasten die völlig für den Arsch sind!
Das letzte was ich wollte war eine solche Klo-Erfahrung in der ersten Stunde nachdem ich japanischen Boden betreten hatte! Wieso konnten sie in der Botschaft in Berlin nicht solche Toiletten zum Ausprobieren haben? Dann wäre ich wenigstens vorbereitet gewesen.
Nun gut. mir blieb nichts anderes übrig als die nächst beste Frau nach der Funktion zu fragen! Doch was bitte hieß Spülung betätigen oder spülen?! Ich hatte keine Ahnung. Und wie bitte fragt man Japaner mit einem solch hohen Schamgefühl nach: "Ich habe gerade Pipi gemacht und weiß nicht welchen Knopf ich drücken muss, zum runterspülen?" O.O Ich hatte wirklich keine Ahnung. Doch schon betrat die nächste Frau, mein Opfer, Die Toilette. Jetzt hieß es handeln! Zum Nachdenken blieb keine Zeit mehr. Also habe ich aus den Vokabeln, die mir gerade eingefallen waren einen Satz gebildet und es hat funktioniert! Da ich nicht wusste, wie ich den Anfang formulieren sollte, habe ich schließlich gefragt, wo ich drücken muss, wenn ich fertig bin.
Mit einem Lächeln hat mir die Frau die Stelle gezeigt und ich habe mich vielmals bedankt! Wirklich der einzige Hebel den ich an diesem verfluchten Klo noch nicht ausprobiert hatte, war es gewesen! Die haben nämlich weder so'ne Knöpfe zum runterdrücken, noch solche Schalter an der Wand und sie haben erst keine Leine zum Ziehen! Nein! Sie haben Hebel zum runterdrücken! Tarnhebel, wenn ihr mich fragt. Zumindest für Europäer! Denn den hätte ich nie betätigt! ich wäre noch nicht mal auf die Idee gekommen, dass man das Teil überhaupt runterdrücken könnte! Doch es hat funktioniert und so zog ich erleichtert und 1 Erfahrung reicher wieder in die Halle.
Bis der Bus fuhr hatte ich noch 1 Stunde Zeit. die habe ich genutzt um Yuriko anzurufen, mein Student Buddy. (Student Buddy= Ein Student der Universität einen irgendwo abholt um einen irgendwo wieder hinzubringen, ohne dass man Stunden oder Tage braucht um dorthin zu gelangen und mit dem man gleich Mal ein paar Worte wechseln kann über die Uni und alles.)
Es gab am Flughafen 3 verschiedene Telefone! Und nur 1 was alles auch in Englisch angezeigt hat. Meine Wahl fiel dann auf das, was auch Englisch als Sprachauswahl hatte... an die japanischen hatte ich mich dann doch nicht getraut. Bei der Gepäckbezahlung hatte ich zum Glück Münzen bekommen. Vorsichtshalber habe ich mir noch einmal die Anleitung der Uni durchgelesen die wir bekommen haben und dann habe ich Yuriko angerufen.
1.) 10Y einwerfen
2.) Nummer wählen
3.) noch mehr Geld einwerfen, damit die Leitung erhalten bleibt.
"Ja?"
"Hallo. Yuriko? Hier ist Maria von der Uni Halle."
"Oh, ja. hallo. Schön von dir zu hören."
"ich habe gerade das Busticket gekauft und..."
*PiepPiepPiep*
Vor lauter Aufregung, dass jemand am Telefon war, hatte ich glatt vergessen mehr Geld einzuwerfen...
Also nochmal das Ganze! 10Y einwerfen, Nummer wählen, mehr Geld einwerfen! Kaum war Yuriko am Telefon habe ich gleich mehrere 100Y Münzen eingeworfen, damit das Telefonat auch ja hält. Ich habe ihr dann erklärt, wann der Bus losfährt und wann er ankommt! Erleichtert und mit genügend Zeit bin ich dann zu einer Sitzecke gegangen, wo man kostenlos W-Lan empfangen konnte. Wie in Moskau, wo ich ja auch kostenloses W-Lan genießen durfte! ^^ Nur musste man sich extra anmelden, um das Internet nutzen zu können, wenn man es das erste Mal versucht.
Busstation 1 - Narita Flughafen
Die Zeit hatte ich dann doch nicht mehr! Also ging ich zur Busstation, die gleich vor dem Ausgang lag. So leicht hatte ich es mir nicht vorgestellt! Schon als ich mich fragend umsah, kam eine Frau der Busagentur auf mich zugeeilt und fragte ob sie mir helfen könnte. Ich fragte ob ich richtig sei und hier der Bus abfährt, der mich zum Metropolitan Hotel bringt. An ihrer Verwirrung sah ich, dass ich wieder japanisch gesprochen hatte. Wieso spreche ich eine fremde Sprache ohne es zu merken? (Zitat, Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Mitte des Filmens nach dem Duellier Club)
Die Frau antwortete, dass der Bus noch nicht da sei und ich doch bitte so lange warten solle. Also habe ich mich erst auf die Bank gesetzt und gewartet, da ich aber noch mehr als 20 Minuten Zeit hatte ging ich mir erst einmal im Flughafen etwas Flüssignahrung kaufen. Überfordert von den vielen Flaschen entschied ich mich für die Preiswerteste und ging zur Kasse. 1,34€ umgerechnet hab ich bezahlt für 500ml! Aber ok, Flughafenpreise eben! Ich hatte einen Tee erwischt, den ich in Düsseldorf im Ramen-Restaurant schon einmal getrunken hatte. (Ramen = typisch chinesische Nudelsuppe, die in Japan sehr beliebt ist.) War es Malztee oder Hopfentee? Es hatte irgendwas mit Bier zu tun, hatte ich mir gemerkt. Egal! Es schmeckte ja immerhin!
Mit etwas trinkbarem zog ich dann wieder zur Busstation, wo ein anderer Mitarbeiter lächeln auf mich zukam und mich Grüßte. Ich setzte mich wieder auf die Bank und beobachtete die Angestellten der Bus-Firma. Unglaublich! Völlig anders als in Deutschland. Man muss sich das so vorstellen: Jede Person hat seine Aufgaben und jeder ist nur für diese Aufgaben verantwortlich. Am Schalter bei der Verkäuferin kauft man die Karte. An der Busstation sorgen die zuständigen Angestellten dafür, dass die Tickets gezeigt werden, dass ankommende Busse, Gäste und Fahrer mit einer Verbeugung begrüßt werden. Dann wechselt man das Schild, auf dem Steht in welche Richtung der Bus fährt. Das macht nicht der Fahrer, nein. Denn der ist ja nur fürs fahren verantwortlich! Dann wird genau aufgeschrieben wann der Bus ankam und wann der Bus wieder abfuhr. Alles hat seine Ordnung! Ich war fasziniert! In Deutschland würden die Leute, wenn es so einen Beruf gäbe rumstehen ihre Arbeit erledigen und dann nach Hause gehen. Doch dort sprangen die Angestellten förmlich fröhlich durch die Gegend grüßten die Angestellten der nächsten Haltestelle und wenn ein Bus vorbeifuhr verbeugte man sich um seinen Respekt zu erweisen. Man zeigte sich gegenseitig, dass man meine Arbeit gut tat, hob den Daumen und lächelte. Wer bitte in Deutschland wäre so fröhlich bei dieser Arbeit? Keiner! Da bin ich mir sicher! Sogar das Gepäck wird abgenommen, wenn man welches hat und schon dort abgestellt, wo der Bus später halten wird. Denn das ist genau berechnet wo ungefähr der Bus halten wird! Und unglaublicher Weise hielt der Bus auch genau dort, wo das Gepäck stand! Ich zeigte also meine Karte vor und die Frau an der Busstation riss meine Karte ab und bat mich hineinzugehen. ich ging hinein und schon war ich Blickfang des Ganzen! Das war ich wirklich nicht gewohnt. Aber ja, ich bin ja 'ne Deutsche und dann auch noch blond! Ich setzte mich ans Fenster und starrte begierig heraus. Ich musste auflachen, als ich hörte, wie eine Gruppe Jugendlicher versuchte mich in ein Land einzuordnen!
"Europa, oder?"
"Ja, aber wo genau?"
"Ich glaube Deutschland."
"Deutschland?"
"Bist du sicher?"
"Ich glaube schon!"
Ich hab mir verkniffen auf Japanisch zu antworten. Ich glaub es wäre ihnen peinlich gewesen. Dann ging ein Mann von der Busstation durch den Bus und zeigte ein Schild, welches besagte, dass wir uns anschnallen sollten. Immerhin ging es über die Autobahn. Auch in Deutschland nichts ungewöhnliches, da gibt es das ja auch.
Das Phänomen schlecht hin
Die ersten Eindrücke von Japan/Tokyo waren wirklich sehr viele! Alles ist anders, als in Deutschland. Und dann fällt einem plötzlich auf, dass man ja links fährt und die entgegenkommenden Autos ja alle rechts fahren. Sofort musste der Fotoapparat herhalten. Ich schaute mich neugierig um, und mir viel auf, dass fast alle Japaner schliefen. Zum Glück brauchte ich nicht erst meine Kamera suchen! Schnell den Blitz ausgemacht und fotografiert.
Wie schaffen es eigentlich die Busfahrer nicht einzuschlafen, wenn viele Japaner bei diesem monotonen Geräusch einschlafen? Und je mehr wir der Innenstadt kamen, desto überwältigter war ich. Ich wollte allesfesthalten und fotografieren, aber vom Bus aus war das schlecht machbar.
japanische Straßenverhältnisse
Alles war so groß und die Straßen waren der Wahnsinn! Bin ich froh, dass ich hier kein Auto fahren muss!!! Ich glaube ich würde untergehen. Und dann waren wir auch schon an der Station Metropolitan Hotel. Ein richtiges Nobelhotel! Ich stieg aus und wartete auf Yuriko. In der Zeit bis sie ankam beobachtete ich wieder die Leute. Wie bei der Busstation gab es auch hier unzählige Angestellte die für ihre Aufgaben eingeteilt waren. Und bei jedem ankommenden und abfahrenden Auto oder Bus wurde sich verbeugt. Ob man da auf Dauer Rückenschmerzen bekommt?
Straßenlabyrinth
Im Bus hatte ich gemerkt, wie erschöpft ich eigentlich war. Nach 2 1/2 tagen Flughafen und Flug war das ja auch nicht verwunderlich, da ich immer nur kurz geschlafen hatte. Als Yuriko da war sind wir sofort zum Wohnheim aufgebrochen und haben uns unterhalten. Bis auf 2 oder 3 Vokabeln hatte das auch wirklich gut funktioniert! Und als ich die nicht wusste haben wir uns auf Englisch unterhalten. Ich glaube wirklich, dass ich hier sehr viel lernen und mich verbessern kann! Ich kaufte mir eine Karte für die U-Bahn, oder war es die S-Bahn gewesen? Auf jeden Fall sind wir zum Asaka Station gefahren und ich musste mir eine Karte kaufen. Ich kam mir vor wie Mr. Weasley in Harry Potter und der Orden des Phönix. der war auch so ratlos, wo er das erste Mal durch diese Absperrung gegangen ist. Dort stempelt man sein Ticket nämlich nicht vor der Bahn oder in der Bahn, sondern man stempelt es indem man im Bahnhofsbereich durch eine Schranke läuft und sein Ticket eingibt. Zuerst denkt man der Automat frisst die Karte, aber der Hunger war doch nicht so groß, nur ein kleines Stück der Karte hatte gefehlt. Irgendwann sind wir dann wieder ausgestiegen und ich kann nicht behaupten zu wissen, wie viele Haltestellen es gewesen wären! Wir waren so ins Gespräch vertieft, dass ich nicht wusste wo wir waren und erst recht nicht mehr auf die Haltestellen geachtet hatte. Dann mussten wir noch den Bus finden, der uns zum Wohnheim brachte und ich war beruhigt, dass sogar Yuriko fragen musste, welchen Bus wir nehmen müssen. Alle umherstehenden haben sich in das Gespräch eingemischt und wollten helfen. Neugierig fragten sie wo ich herkomme und wo ich hinmüsste. Natürlich haben sie das Yuriko gefragt, da sie davon ausgingen, dass ich sie nicht verstand. ich habe immer brav auf Japanisch geantwortet und man war begeistert. Ich habe ja schon gehört, dass Japaner sehr begeistert davon sind, wenn man ihre Sprache etwas sprechen kann, aber so viel Begeisterung hatte ich nicht erwartet! man hat uns dann sogar, beim Einsteigen vorgelassen, da wir noch eine Fahrkarte kaufen mussten. Und da ich ja nicht wusste wie das ging hat man mich vorgelassen, damit wir als erste im Bus sind. In Deutschland hätte man sich gedacht: "Ich geh vor, ich brauch nicht so lang!" Mit dem Bus fuhren wir ein paar Stationen und ich wunderte mich immer, wieder wir nicht den Autos kollidierten! Ich bin wirklich froh, dass ich immer nur mitfahre! Durch Berlin ist schon wie es ist, aber die Straßen in Tokyo...ich bemitleide jeden Fahrschüler!!!

Ausblick aus meinem Fenster im Asaka Plaza
Schnell eilten wir aus dem Bus und achten uns auf zum Wohnheim.
Das fanden wir dann auch problemlos und wieder habe ich festgestellt, dass ich in einem anderen Land bin! Es ist wirklich typisch japanisch! Man kommt zum Eingang rein und man muss die Schuhe ausziehen. Dann zieht man Gästepantoffeln an. Und dann wurden wir auch schon vom Wohnheimleiter empfangen. Der kannte dann auch schon meinen Namen und zeigte uns erst unten alle Räume. Und gleich zu Beginn ein Mini-Raum mit Getränkeautomaten! Die sind wie eine Invasion! Die stehen wirklich überall, auf der Busfahrt habe ich schon aufgehört gehabt sie zu zählen. Dann zeigte er mir Dusche und Bad. Getrennt für Männer und Frauen. Und sogar für Frauen ist jede Dusche und jede Badewanne extra. Die Männer müssen Gruppenduschen veranstalten. xD
Dann sahen wir den Essraum und freundlich begrüßte uns die Köchin die auch gleichzeitig die Frau des Wohnheimleiters war. Wir tauschen Höflichkeiten aus und dann ging es weiter nach oben. Mein Zimmer liegt im zweiten Stock und hat die Nummer 204. Und es ist größer als ich es gedacht habe. Es ist wirklich geräumig und sehr hübsch. Ich habe sogar einen eigenen Balkon! ^^ Und das Internetkabel ist auch schon da gewesen! Das hat mich wirklich gefreut! Es gibt in dem Wohnheim sogar einen Lern-Raum mit Bibliothek japanischer Bücher. Echt faszinierend! In jedem Gang befinden sich Toiletten und Waschräume. Alles japanisch. Beide Arten japanischer Toiletten sind vertreten. Die altmodischen im Boden und die neumodischen spezialgelagerten Toiletten vom Flughafen!
Yuriko und ich haben dann noch gefragt wo der nächste Einkaufsmarkt ist, aber da hier alles so teuer ist wusste es der Wohnheimleiter auch nicht. Deshalb werde ich wohl immer in der Uni einkaufen gehen müssen, da sollen günstigere Geschäfte sein, wie ich gehört habe!
Gästeschuhe im Asaka Plaza
Yuriko hat sich dann verabschiedet und ich habe ihr mein Mitbringsel aus Halle mitgebracht. ;) Hallorenkugeln in einer hübschen Holzkiste. Sie war gar nicht darauf vorbereitet, da sie wusste, dass es so etwas in Deutschland nicht gibt und hat sich ganz oft entschuldigt und gesagt, dass ich am Freitag etwas bekommen würde! Ich konnte nicht ablehnen, auch wenn ich gesagt habe, dass sie das nicht tun muss und das nur gut gemeint war. Japaner eben!^^











mein Zimmer ^-^
Dann habe ich erst einmal meine wenigen Habseligkeiten ausgepackt und mich kurz schlafen gelegt, nachdem das Internet noch nicht funktioniert hatte. Dann bin ich mit Wecker aufgestanden und 18 Uhr pünktlich zum Abendessen gegangen. Dort habe ich einen Franzosen wiedergetroffen, der mir auf dem Flur schon vorgestellt wurde. Das erste Mal, dass ich viel Englisch geredet habe! Dann kamen noch 2 andere Austauschstudenten dazu. Ich war jedoch so ko, dass ich mir nicht gemerkt habe, wie sie hießen und wo sie herkamen. Ich glaube es waren Koreaner, sicher bin ich mir nicht. Ich hab mich nicht nochmal getraut sie zu fragen. >.<'''
zum Abendessen gab es japanische Spagetti mit einer Soja-Soßen-ähnlich-schmeckenden-Soße in der, Pilze und Bambus waren. dazu gab es Malztee, oder Hopfentee, was es auch immer war. Auf jeden Fall den gleichen den ich vorher schon gekauft hatte. Und es gab Gelee-Obst. Also Obst in Gelee. Der Gelee war für mich genau richtig. Schön süß. ;) Mit Ananas und Blutorange. Danach war ich satt und noch müder, was sich dadurch gezeigt hat, dass meine Aktivität am Gespräch allmählich nachließ. Die Jungs sind dann auch aufgestanden um eine zu Rauchen. Und ich bin hoch in mein Zimmer und wollte noch einiges erledigen. Da das Internet immer noch nicht ging, stellte ich mir verschiedene Wecker und ging schlafen! Trotz der ungewohnt Lauten Grillen habe ich sehr schnell geschlafen.

P.S.: Im Übrigen habe ich eine Oberschule nebenan. Und an diese knüpfen mehrere Sportfelder an! Am Nachmittag hatten doch tatsächlich welche American Football trainiert...für 5 Stunden oder so!!! 5 Stunden! Bitte wo trainiert man so lange. Und ganz brav neben dem Spielfeld standen die Mädchen und haben ihre Favoriten angefeuert. Und das auch 5 Stunden lang! Unglaublich faszinierend, oder?!

3 comments:

  1. Hihi...
    Das Toiletten-Erlebnis ist ja echt zum Schießen! XD ... Aber Respekt: Ich hätte es nicht fertig bekommen einfach jemanden zu fragen, wie die Spülung funktioniert. (Lieber habe ich 30 Minuten damit zu gebracht nach versteckten Schaltern und Hebeln zu suchen! ^^')
    Und dein Zimmer macht ja wirklich was her! Es wirkt so hell und freundlich!
    (Was natürlich auch nur an dem immensen Lichteinfall liegen könnte...)
    Wie auch immer:
    Ich freue mich für dich, dass du endlich angekommen bist! :)

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  2. Ich schließe mich meiner Vorrednerin an: Zur Klo-Story ein fettes LOL und einen Daumen hoch für deinen Mut. XD
    Dein ZImmer sieht so aus, wie als könnte man es da gut ein Jahr aushalten :)
    Mein Kompliment an die Fangirls, die 5h jubeln können. o.o

    ps.: "Ey, psst. ist das ein nihonjin?" "weiß nicht. sieht mir nach Koreaner aus." *beobacht* *schnell weggugg*... Es gibt sie in allen Kulturen ^^

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  3. lol xDDD - das mit der Toilette - also komischerweise hatte ich nicht diese Probleme, aber ich muss gestehen, ich hatte Glück in dem ich herausfand wie sie funktioneren xD - (boah ich hätte mich nie getraut jemanden anzusprechen und danach zu fragen) Dein Zimmer sieht gemütlich aus - hmm hat es auch einen Beamer? Würde zu gern dort sein...aber naja was lange währt usw.... Ich hoffe doch das diese Sprichwörter auch wirklich zutreffen xDDDDD

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