Und unser erstes Mal war heute! Denn heute fand der erste Orientierungstag statt, bei dem wir mehr die Orientierung verloren haben, als alles andere. Es war wie Ostern, aber am Finden der Orientierung sind wir kläglich gescheitert. Ich glaube, ich werde Mal mit dem Osterhasen ein ernstes Wörtchen reden müssen! Normalerweise versteckt er die Dinge so, dass man sie auch finden kann. Immer wenn Oma und ich spazieren gegangen sind wusste der Osterhase doch auch immer welchen Weg wir gehen! Aber vielleicht ist es ihm auch einfach zu heiß hier. Wir hatten heute über 30°C und eine Luftfeuchtigkeit von, ich glaub 70-80%! Es war also nicht nur ein bisschen schwül! Es war so schwül, dass 2 Punkte über dem „ü“ nicht annähernd ausreichend sind!!!
Wir genossen ein ausgiebiges Frühstück in dem menschenleeren Speisesaal! Ehrlich, bis dahin haben wir gedacht, dass es einen geheimen Raum gibt, wo die anderen alle essen und wir zu blöd waren ihn zu finden! …Ach…ich fragt euch sicher, wer denn die Anderen sind! Nein, es handelt sich dabei nicht um die vielen Persönlichkeiten oder Stimmen die da immer so zu einem sprechen! Um wen es sich handelt, werdet ihr gleich noch lesen! Nun aber zum Frühstück! Ich sollte wirklich anfangen meine Kamera überall mit hinzunehmen, ausgeschlossen der Dusche! Das Frühstück war wirklich interessant! Wir wussten nicht was wir aßen, irgend ein Fischgedöhns mit Schrimps drinne und das in Form eines Mini-Beffstecks. Es schmeckte ganz gut, also haben wir es gegessen, ohne zu hinterfragen was es ist! Lieber esse ich es und sage es schmeckt mir, statt noch einmal zu erfahren, dass es Fischmagen ist! Dazu gab es dann wie immer diesen Tee, bei dem mir immer noch niemand die Frage beantwortet hat, was das denn nun eigentlich für ein Tee ist… obwohl…ich glaub ich will es nicht wirklich wissen! Sonst trink ich ihn vielleicht nicht mehr, wenn ich erfahren sollte, dass es Fischpipi ist, oder sowas! Vergesst die Frage einfach. :) Dann gab es erstaunlicherweise Toast! Ihr könnt euch die Scheiben nicht vorstellen! Ich glaub das Teil war 2cm dick! 2cm! Wisst ihr wie man daran kaut! 1 Toast und du bist satt. Und es gab Schokolade und Marmelade zum Toast und sehr interessante Toaster in Form eines Mini-Backofens wo nur 1 Toast Platz hat. Man würde viel mehr Strom sparen, wenn man den Toast halbieren würde von der Dicke her und endlich deutsche Toaster benutzen würde. Freudig stürzte ich mich auf die Schokolade…nur musste ich feststellen, dass Japaner andere Vorstellungen von Schokolade haben, als wir. Im Grunde aß ich das, was wir als Schokosoße bezeichnen und über unser Eis schütten auf meinen Toast. Aber es schmeckte nach Schokolade und das machte das Leben erträglicher! Ich muss mich langsam unbedingt Mal auf die Suche nach japanischen Süßigkeiten machen. Mein Zuckerspiegel ist viel zu niedrig!!! Da ist viel zu viel Blut in meinem Zucker- und Kaffeereislauf. Und es gab Kaffee! Frances, setz dich jetzt bitte wieder und atme tief durch, ja! Jetzt wird es ganz schlimm für dich!!! Es war Instant-Kaffee! Und es schmeckte eher wie heiße Schokolade, statt nach Kaffee. Aber ich konnte immerhin behaupten, dass ich Kaffee getrunken hatte. Zu guter Letzt hätten mich alle Ossis beneidet wie sonst keinen! Es gab Bananen im Überfluss! Das ganze Tablett voller Bananen. Ja, und natürlich steh ich vor den Bananen und rufe: „Oh mein Gott, das ist ja wie im Westen!“ Niemand hat mich verstanden und so musste ich es erst auf Japanisch und dann auf Englisch erklären. Ich sollte wirklich aufpassen, was ich sage! Es ist anstrengend jeden Witz oder jede Anekdote in 2 andere Sprachen übersetzen zu müssen. >.<‘‘‘
Um 9 haben wir uns dann mit Brian unserem Englisch-Lehrer getroffen. Brian kommt aus Amerika und sein Englisch ist nicht nur schnell, er könnte glatt bei der Formel 1 mitfahren! Aber man versteht ihn! Und wenn ich das sage, dann bedeutet es wirklich dass man ihn gut versteht. Allerdings muss ich sagen, dass ich überrascht war, dass mein Englisch wirklich besser ist als ich dachte. Heute habe ich nämlich ausnahmsweise fast nur Englisch geredet. Und wir haben uns ohne Probleme verstanden! Im Übrigen habe ich mir jetzt endlich Mal die Namen einiger Leute gemerkt. Andrea kommt aus Rumänien, Sheila aus Amerika und Alex kommt aus Australien. :) Und es waren tatsächlich Koreaner! Sie heißen Jun und Shin. Alle sind wirklich nett hier und mit meinen drei Leuten hatte ich heute wirklich unglaublich viel Spaß!^^
Aber nun weiter im Text. Wir haben also Brian 9Uhr in der Lobby getroffen. xD Und ich bin Brians Favorit, weil wir am selben Tag Geburtstag haben! Wir zogen los und außer Brian wusste niemand wo wir hinmussten! Irgendwann 10 Minuten später standen wir vorm Bürgeramt um unsere „Alien Registration Card“ zu beantragen. Hier muss ich jetzt allerdings wirklich erwähnen, dass Alien im englischen auch „Ausländer“ bedeutet. Allerdings kann man bei manchen Blicken der Japaner wirklich glauben man sei von einem anderen Stern! Was die manchmal gaffen… und wenn man dann genauso zurückgafft schauen sie beschämt zur Seite! ;) Es macht Spaß! Solltet ihr auch Mal ausprobieren.
Wir haben fast 3 Stunden in dem Amt verbracht und aktiv vielleicht 1 Stunde aktiv am Ausfüllen der Zettel teilgenommen. Endlich war ich dann an der Reihe und musste meine Adresse und alles kontrollieren. Bei der Kontrolle hat die Bearbeiterin gemerkt, dass ich aus Deutschland komme und mir fröhlich erzählt das sie in Frankfurt gelebt hat. 5 Jahre lang. Und gefühlte 5 Jahre hat es in meinem Hirn gebraucht um zu registrieren, dass sie das in Englisch gesagt hatte. Das erleichterte die Bearbeitung des Protokolls ungemein und wir haben noch ein bisschen über Deutschland gesprochen und wie es ihr dort gefallen hat. Ganz stolz hat sie ihre Deutsch Kenntnisse an mir ausprobiert und ich habe brav auf Japanisch geantwortet um es ihr gleichzutun. Meine Papiere wurden jedoch gleichzeitig mit denen einer Britin aus meinem Wohnheim bearbeitet und sie hat uns mit großen Augen angeschaut und hatte wirklich keinen blassen Schimmer über was wir uns unterhalten haben. Also haben wir angefangen alles was wir sagen auch noch ins Englische zu übersetzen. Insgesamt waren wir vielleicht 10 Minuten dort, die anderen waren Maximal nur 4 Minuten bei ihr.
Es war wirklich sehr aufregend und sogar die Bearbeiterin hat von ihren Kollegen bewundernde Blicke zugeworfen bekommen. Die spätere Beschreibung der Dokumente wurde jedoch von 2 ihrer Kollegen durchgeführt die ausschließlich Japanisch gesprochen hatten und fragt mich nicht wie, aber ich habe 80% von dem verstanden was sie uns gesagt haben! Wir beschäftigten uns weiter damit das Amt zu inspizieren und wollten uns gerade wie Sherlock Holmes mit seiner Lupe auf die Suche nach interessanten Spuren machen, als wir merkten, dass wir unsere Lupen vergessen hatten. So blieb uns nur die Inspektion der Getränkeautomaten und der weiteren Umgebung, die wir auch ohne Lupe erreichen konnten. Wir funktionierten einen kostenfreien Wasserspender schnell Mal zu unserer nächsten Quelle um, um die Flaschen zu füllen. Denn bei dieser Hitze musste man etwas trinken, ob man wollte oder nicht. Aber keine Sorge Mama, das Wasser war ok, ich hab nachgefragt. Es war stilles Wasser, keines aus der Leitung! Ich hoffe du bist jetzt beruhigter! ;)
So wie wir gewartet hatten brachen wir dann auch wieder auf – ohne ersichtlichen Grund. Nun machten wir uns auf zur Asaka-Station um die S-Bahn zur Uni zu nehmen. Denn schließlich fand der Rest des Orientierungstages in der Musashi-Universität statt.
| japanische Bäckerei - Asaka-Station |
Wir kauften uns ein Ticket und hatten dann sogar noch etwas Zeit um irgednetwas essbares zu suchen! Und Gweni… wir haben eine japanische Bäckerei gefunden!!! Und… wir haben Melonenbrot gegessen! Es ist der helle Wahnsinn! Es ist süß, total fluffig und es hat einen Hauch von Melonengeschmack! Und was das Beste daran ist: Es war ein Brötchen!!! Und da gibt es so leckere Dinge. Ich hasse diesen Laden! Wirklich! Warum ist er ausgerechnet da, wo auch ich bin! Und wir müssen oft diese Bahn nehmen um in die Uni zu kommen. Ich glaub bald kennen die mein Gesicht in- und auswendig… das weiß ich jetzt schon!
| Melonenbrot... *---* |
Dann sind wir in einen kleinen Supermarkt am Bahnhof gegangen und wurden aufgehalten, weil ich dringend ein Foto von einem Plakat machen musste… ja… ihr seht richtig! Und wie sollte ich daran bitte vorbeigehen ohne ein Foto davon zu machen. Ich meine, seht es euch an, es ist ein Eich-Vieh! Nachdem auch diese Hürde überwunden war hatten wir es endlich in diesen Laden geschafft und haben uns Onigiri angeschaut. Leider konnte man sich an ihnen nicht satt sehen, sondern es bewirkte eher das Gegenteil! OK, man hat‘s ja! Nehmen wir noch ein Onigiri mit. Ein Onigiri ist ein gefülltes Reisbällchen – in meinem Fall, wie ich später festgestellt habe, gefüllt mit Lachs und Thunfisch! – umwickelt mit Nori.
| DAS PLAKAT... |
(Na, wer von euch hat aufgepasst in der letzten Stunde? Was war Nori? …Nein! Nicht schummeln und schnell nachschauen! Genau! Nori waren diese grünen Algenblätter die man immer um was Sushi wickelt, damit das Zeug auch irgendwie zusammenhält und nicht auseinanderfällt.)
Dann trafen wir uns wieder mit Brian, der wesentlich mehr in seinem Einkaufsbeutel hatte als wir armen Studenten! Wären wir halt keine armen Studenten geworden. Wir gingen also durch die Kartenlese-Geräte am Bahnhof und nahmen die nächste Bahn zur Uni. Kaum waren wir an unserem Zielbahnhof angekommen hatten wir das gefpühl, Brian bekomme entweder Kilometergeld, oder er wollte uns abhängen, um uns später auslachen zu können, dass wir den weg nicht gefunden hatten. „Ihr müsst euch den Weg gut merken, den wir jetzt gehen! Nur auf diesem Wege kommt ihr von dieser Station zur Musashi-Universität.“ Und dann gab er Gas! Wir hinterher. Keuchend fragten wir, wie lange wir jetzt eigentlich laufen würden und er meinte lächelnd: „Oh, hatte ich das nicht erwähnt. Wir laufen knapp 30 Minuten.“ Wie soll man sich bitte einen Weg von 30 Minten zur Uni merken, wenn die Reizüberflutung einen so schon in Grund und Boden ringt, weil alles so neu und toll ist?! Wir wissen es immer noch nicht und wir haben uns auch nicht wirklich den Weg gemerkt… Ich glaube wenn wir wirklich Mal den Weg benutzen müssen, sollten wir wirklich früh aufstehen, damit wir wenigstens nur 2 Stunden zu spät kommen zum Unterricht! Nach unserem Marathon kamen hielten wir noch schnell an einem weiteren Supermarkt. (Ich bin sicher, die werden zusammen mit den Getränkeautomaten die Weltherrschaft übernehmen! Unauffällig schleichen sie sich in jede Ecke und besiedeln die Stadt! Und über Nacht vermehren sie sich, ohne dass es einem auffällt.) Tja, Brian! Wer so rennt, muss Durst bekommen…
| Bahnsperre/Ticketentwerter Asaka-Station |
Dann trafen wir auf die anderen Studenten unseres Kurses und endlich sah ich deutsche Gesichter und hörte deutsche Stimmen. Und es lag noch nicht einmal an der Hitze! Es waren meine Kommilitonen aus Halle! Wir knuddelten und freuten uns riesig einander zu sehen und dann ´schaltete Brians Ampel wieder auf Grün und wir rannten weiter zur Musashi. Ich war so fasziniert von Allem und erfreut endlich ein paar Worte Deutsch sprechen zu können, ohne dass mich jeder für bescheuert hält, weil ich mit mir selbst rede, dass ich völlig vergessen hatte ein Foto von der Uni zu machen. Aber morgen kriegt ihr eins! Und dann war auch noch die Rolltreppe kaputt… Und bei der Hitze Treppen steigen… glaubt mir, ihr hättet auch den Aufzug genommen! Oben angekommen gab es eine kleine Vorstellung aller wichtigen Personen, deren Gesichter ich endlich zuordnen konnte und dann ging es auch schon los. Gleich am Anfang hatten wir ein Blatt Papier bekommen, auf dem wir unseren Spitznamen, unser Lieblingswort im Japanischen und die Plätze hinschreiben sollten, die wir gerne anschauen wollten. Toru Sato änderte den Plan jedoch und wir mussten bei Aufgabe 3 Bilder zeichnen… Da ich nicht wusste, was ich eigentlich alles sehen wollte, außer „ALLES!“, habe ich kurzer Hand die japanische Flagge und den Umriss des Landes gezeichnet und daneben noch ein paar spezielle Plätze geschrieben. Dann mussten wir aufstehen und uns Partner zum Diskutieren suchen, mit denen wir unsere Zettel durchgehen sollten. Wenn ichvorher nicht wusste wie speed Dating funktionierte, so weiß ich es nun! (Für die nicht englisch sprechende Generation: speed bedeutet schnell und Dating, kommt von Date, welches übersetzt „treffen“ bedeutet.) Man hatte pro Partner gefühlte 5 Sekunden Zeit um sich auszutauschen. Na gut, lassen wir es 1 Minute sein, auf der Stoppuhr. Gleich zu Beginn tauschte ich mich mit Andre aus, wo ich mir auch gleich ihren Namen einprägte. Und danach rannte ich zu den Koreanern, um mir auch endlich ihre Namen zu merken. Dort funktionierte die Kommunikation wieder nur auf Japanisch. Aber genau deshalb bin ich ja hier. ;) Also alles auf Japanisch! Kaum hatte man 3 Sätze gesagt wurde das Ganze wegen Zeitmangels abgebrochen und wir setzen uns wieder. Damit wir die Formulare für unsere Konten bei der japanischen Bank auch unterzeichnen konnten, bekam jeder von uns seinen eigenen Hanko. Hanko sind japanische Stempel, die den eigenen Namen draufstehen haben und mit denen Mann jegliche Dokumente unterzeichnet. Man unterschreibt nicht, sondern jeder, der was von einem möchte bekommt einen Stempel aufgedrückt. Irgendwann waren die Hanko‘s alle und jeder ging fröhlich über seinen neuen Besitz zu seinem Stuhl. Dann ging es an das Erstellen eines japanischen Bank-Kontos. Das gestaltete sich für einige schwerer als gedacht! Jenny, auch eine Kommilitonin aus der MLU Halle, musste ihr Dokument 2 oder 3 Mal ausfüllen. Ich weiß nicht mehr genau wie oft, ich hatte dann den Überblick verloren. Doch es dauerte wieder knapp 2 Stunden, bis wir fertig waren. Dann gab es die Einweisung und den Bus Plan. Die Einweisung war auf Englisch…also naja, es sollte Englisch sein, aber es war eher eine Aneinander Kettung unglücklicher Zufälle! Selbst die Amerikaner oder Engländer haben sie nicht verstanden! Wie wir später feststellten hatte wirklich niemand verstanden was sie gesagt hatte. Aber man hatte sich auch nicht getraut nachzufragen, da die Frau so schon überfordert schien mit Englisch.
| Muss ich das wirklich übersetzen? |
Gemeinsam hatten wir beschlossen ein japanisches Prepaid-Handy zu kaufen und brachen auf, als alles vorbei war. Alex hat dann liebenswerterweise noch einen Rasierer von Brian bekommen. xD Eine Lachnummer für uns alle. Aber alle beneideten ihn darum, immerhin standen japanische Zeichen auf der Verpackung! Wir brachen also auf, um die Welt zu erkunden und gelangten schon bald an unsere Grenzen, als es darum ging die richtige Bahn zu finden, die uns nach Ikebukoro brachte. Wir würfelten, zogen eine Karte und brauchten glücklicherweise nicht ins Gefängnis gehen, sondern konnten direkt und ohne Umwege in die Bahn nach Ikebukoro einsteigen.
Ich wurde erschlagen von den Menschenmassen die sich dort tummelten und all die Blinkenden Lichter, Autos und Läden hatten einen Spaß daran mich ein zweites Mal zu überfahren! Es war unglaublich toll und unglaublich groß und unglaublich voll! Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es dort unglaublich war?! Nein wirklich, es war unglaublich! Wir gingen in einen der Läden, die Prepaid-Handys verkauften und fanden uns in einem Geschäft mit 7 Stockwerken wieder, wo man echt alles gefunden hat! Meine Augäpfel drohten herauszuspringen, damit sie alles besser sehen konnten, aber ich konnte sie zurückhalten. In dem Getümmel hätte ich sie nie wiedergefunden! Grundsätzlich liefen wir gegen den Strom, da wir liefen wie daheim! Das heißt jeder lief auf der rechten Seite und kollidierte mit mehreren Japanern, bevor wir merkten, dass wir falsch waren. Oben bei den Handys angekommen wurde uns dann gesagt, dass ein Handy pro Person 1 Stunde Einrichtungszeit braucht… nur waren wir zu 6! Es brachte also nicht viel, wenn jeder sein Handy am selben Tag kaufte und so zogen wir weiter und besahen uns das Stück Land auf dem wir uns befanden! Wir trafen auf 2 Leute, die kostenlose Taschentücher verkauften, doch uns Ausländern haben sie keinen gegeben!
| Ersteindruck Ikebukoro |
Nun müssen wir uns doch welche kaufen! Scheinbar sind die nur für Japaner! Wir verbrachten Stunden in Ikebukoro… verliefen uns, fanden den Weg wieder, trafen auf verschiedene Beerdigungsfeiern, die draußen im Freien abgehalten werden in einem kleinen Zelt. Wir wollten Fotos machen, doch es wäre unpassend gewesen die Leute um ein Lächeln zu bitten, nur wegen eines Fotos. Später wussten wir auch, warum die Feiern an dem Ort stattfanden. Ein paar Meter weiter war ein japanischer Friedhof. Und ich muss mir unbedingt Mal einen anschauen gehen. Die sind so hübsch zurechtgemacht und so anders, als in Deutschland!
| kleines Wohnhaus in Ikebukoro... |
Wir kamen sogar an einem Buchladen vorbei und an einem Supermarkt, wo man Obst kaufen konnte! Wir haben uns gleich gemerkt, wo der Laden war! Müde taumelten wir zurück, landeten unter der Brücke und begrüßten mit gemischten Gefühlen einige Obdachlose von Tokyo. Da es Zeit wurde zum Essen aufzubrechen, welches im Wohnheim auf uns wartete, machten wir uns wieder auf den Weg zur Bahnstation. Alex war so Müde er schlief sofort ein…wie ein echter Japaner! Nur hätte er es ohne unsere Hilfe nie geschafft die richtige Haltestelle nicht zu verpassen! Ich beobachtete neugierig die Japaner und schmunzelte in mich hinein, während ich von Andrea dabei beobachtet wurde, wie ich die Leute beobachtete. Wie machen die Japaner das? Ein Rätsel, welches ich wirklich gern lösen möchte!!! Einer, wollte gerade eine Mail verschicken, per Handy war dabei aber eingeschlafen und stand an der richtigen Haltestelle auf, als ob nichts gewesen wäre und ist ausgestiegen.
Von der Asaka-Station liefen wir zurück zum Wohnheim, brachten noch einige Läden in Erfahrung und als wir dachten wir hätten uns verlaufen, sahen wir das Wohnheim. :)
Schnell gingen wir zum Essen, nahmen uns etwas und setzten uns in den wieder fast leeren Speisesaal. Es gab Fisch. Hah! Wie selten! Und keiner weiß, was für Fisch es eigentlich war. Ich vermute ja, es war Makrele, aber ich bin mir nicht sicher. Dazu habe es wieder Gemüse, was wir nicht kannten. Reis, den Tee, Miso-Suppe (ja, ich fördere euch! Will ja auch, dass ihr aus meinem Blog etwas lernt!) mit Nudeln, Petersilie und Pilzen und dann gab es zum krönenden Abschluss noch kurogoma-Pudding. Pudding aus schwarzem Sesam.
Spontan beschlossen wir Alex, der wirklich Müde war, zurückzulassen und uns einen Pub zu suchen, um etwas trinken zu gehen! Wir fanden dann auch einen an der Asaka-Station, bestellten und Gin-Tonic und Rum-Cola und genossen Abend. ;) Nur die Rechnung warf und rücklinks von den Stühlen! Statt 6,80€ sollten wir plötzlich für unsere Getränke 12€ bezahlen. Wir haben gefragt warum, aber plötzlich verstand keiner mehr Englisch und mein Japanisch erst recht nicht mehr. Gefrustet durchstöberten wir die nächsten Supermärkte und stießen dabei auf eine Packung Wherter’s Original Blombenzieher! Ich glaube jeder aus dem Laden wusste dann, dass ich aus Deutschland komme, da ich mich so darüber gefreut habe, Süßes aus der Heimat zu entdecken. X3
| unsere Getränke ^^ |
Wir nahmen den nächsten Bus und mussten auch noch sagen, bis zu welcher Haltestelle wir fahren mussten. Keiner von uns wusste den Namen, also hieß es wieder das Japanisch ausprobieren. Wieso entfallen einem in solchen Momenten immer diese blöden Vokabeln! Was hieß eigentlich Haltestelle? Und aussteigen? Blöd nur, dass das die wichtigsten Worte im Satz waren…und da hinter uns eine Schlange von Menschen war, konnte man noch nicht einmal ein Wörterbuch hervorzaubern. Gut…umdisponieren…was für Wörter kennt man. Raus kam im Endeffekt folgendes: „Nachdem wir losgefahren sind, wollen wir gern die zweite Station benutzen. Und glaube es wer will, er hat uns verstanden! :) Stolz gingen wir in den Bus… und merkten, dass es nicht die 2te, sondern die 4te Haltestelle war…gepeinigt und sich wie Verbrecher fühlend fuhren wir bis zur 4ten Haltestelle, stiegen dort aus und blieben solange reglos stehen, bis der Bus weitergefahren war, nur damit wir dem Busfahrer nicht noch einmal in die Augen sehen mussten. Die letzten Schritte liefen wir bis nach Hause und trennten uns dann müde und ko voneinander und gingen in unsere Zimmer, wo ich brav noch diese Zeilen für euch verfasst habe und nun auch erschöpft ins Bett fallen werde!
Also dann, wünsche ich euch noch einen schönen Abend und eine Gute Nacht! Ich jedenfalls werde schlafen wie ein Stein! Und in 5 Stunden muss ich dann aufstehen zum Duschen und Frühstücken, da wir 9 Uhr in der Musashi sein müssen…und keiner kennt den Weg! Aber wenn wir zeitig genug losmachen, schaffen wir es pünktlich zu spät zu kommen! ^^
Gute Nacht ihr Lieben, euer Risu
| Burger King... |
Und zum krönenden Abschluss Part 2 der berühmtesten Ladenketten der Welt:
| Angebotsplan in Japanisch :) |
Brian klingt nach nem witzigen Typen. XD
ReplyDeleteIn all dem fremden Gewusel fühlt man sich nicht so verloren, wenn man das goldene M erkennt, was? ^^
Ich mag deine Bilder-Safari. Weiter so :) Ich will alles sehen, wie als würd ich neben dir stehen. ^^ Ansonsten muss mir Scarfy mal seine Augen leihen...
Boahhhhhhhhhhhhh Melonenbrötchen...hach wie gern würd ich da jetzt hineinbeißen...... Hast du das extra für mich fotografiert? - Ok ich probiere ja bald das Rezept aus- mal sehen ob es an die herankommt, die ich Anfang des Jahres selbst in Tokyo genießen durfte. So ich lese mal weiter (Kam ja leider am Wochenende nich dazu, weil ich meinem Bruder beim Umzug geholfen habe)
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